DE67151C - Flugbahnapparat für den Schiefsunterricht - Google Patents

Flugbahnapparat für den Schiefsunterricht

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DE67151C
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Germany
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT67151D
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English (en)
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A. WlLSSER, Hauptmann a. D., in Freiburg i. B., Thurnseestr. 29
Publication of DE67151C publication Critical patent/DE67151C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G3/00Aiming or laying means
    • F41G3/26Teaching or practice apparatus for gun-aiming or gun-laying

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
  • Telescopes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Der Apparat besteht aus der horizontal auf Füfsen ruhenden Schiene S, der an diese Schiene anschliefsenden verticalen Wand W und endlich aus dem schräg liegenden Vorlagebrettchen B. Dieses ist mit der verticalen Wand W fest verbunden und kann sich mit ihr vermittelst des Scharnieres c c, welches beide mit der Schiene S verbindet, im verticalen Sinne auf- und niederbewegen, wie in Fig. 1 dargestellt ist.
Die Schiene 5 hat in ihrer Mitte der Länge nach eine Vertiefung, welche den Draht ν ν zur Hälfte seiner Dicke aufnimmt. Dieser Draht in der dargestellten Verbindung mit der auf dem Vorlagebrettchen B angebrachten Schablone eines Infanteriegewehres stellt die Visirlinie dar. Die Wand W ist ihrer Länge nach durch verticale Linien eingetheilt, wovon jeder Theil eine Länge von 5-0 m darstellt. Auf diesen Linien ist die Wand W mit Geffhungen η η η versehen zur Aufnahme von Stiften /, an deren Ende den bezüglichen Entfernungen entsprechend verjüngte Scheiben (TrerTgenauigkeitsflächen) befestigt sind (Fig. 4) zur Darstellung der Streuungsgarben im verticalen wie im horizontalen Sinne (Fig. 6). Der Draht ν ν, welcher, wie bemerkt, die Visirlinie darstellt, wird durch am unteren ,Rande der Wand W befestigte Stifte r getragen, so dafs er bei der Hebung der Wand mitgehoben wird. Die verticale Wand bewegt sich an dem dem Scharniere entgegengesetzten Ende zwischen zwei eisernen Bögen H, zwischen welchen sie in jeder gewünschten Lage mittelst einer Stellschraube J festgehalten werden kann. Auf der Schiene S werden ebenfalls sämmtliche zur Instruction erforderlichen Figurscheiben in den von der Schiefsvorschrift angegebenen Entfernungen aufgestellt.
Sämmtliche Figuren sind in der Mitte mit. einem Schnitte h bis auf entsprechende Höhe versehen (wie Fig. 5 zeigt), in welcher sich der die Visirlinie darstellende Draht ν ν auf- und niederbewegen kann.
Der Apparat hat eine Länge von etwa 3 m, eine Höhe von ungefähr 50 cm und wird beim Gebrauch^ auf einen Tisch gestellt.
Auf diese Weise lassen sich mittelst des Apparates die in der Schiefsvorschrift für die Verwendung eines Infanteriegewehres gegebenen Schiefslehren und Regeln veranschaulichen.
Neu an der Sache ist: die Möglichkeit des Hebens der Visirlinie in das Ziel, ferner die Möglichkeit der Bestimmung der Treffpunktslagen auch unterhalb der Visirlinie durch die Stifte Z; endlich die Uebertragbarkeit des Systems auf die Schiefsvorschrift eines jeden Infanteriegewehres für grundsätzlich gleichbleibenden oder veränderlichen Haltepunkt.
Erläuterung der Fig. 6. Der Apparat veranschaulicht hier die Geschofsbahn bezw. -Garbe bei Anwendung des Visirs 600 und waagerechter Visirlinie.
Es läfst sich in dieser Stellung des Apparates nicht nur bei Einstellung des Visirs 600, sondern auch bei jedem anderen Nahvisir erläutern und veranschaulichen:
ι. die Visireinrichtung (Visirlinie, Haltepunkt, Abkommen, Treffpunkt, in das Ziel gehen, Ziel aufsitzen lassen, Ziel verschwinden lassen, Nachtheile des letzteren, Visirwinkel);
2. die einzelnen Theile der Geschofsbahn (aufsteigender Ast, Scheitelpunkt, absteigender
Ast, Abgangswinkel, Einfallswinkel, Flughöhe, Visirschufsweite, Visirschufs);
3. Schufsleistungen (bestrichener Raum, Geschofsgarbe des einzelnen Gewehres, senkrechte Treff- oder Streuungsfläche, senkrechtes Trefferbild, Zunahme dieser mit der Entfernung, mittelster Schilfs, mittelste Geschofsbahn, mittlere Flughöhen, Treffgenauigkeit, regelrecht, kurz oder hoch schiefsende Gewehre);
4. Feuerwirkung (aus einem Vergleich der durch die Streuungsflä'chen dargestellten Treffgenauigkeit mit Gröfse und Breite feldmäfsiger Ziele ersieht man die Grenzen, welche bei richtiger Verwendung der Waffe da einzuhalten sind, wo von jedem Schufs ein Treffer erwartet werden soll, Nothwendigkeit eines zur Erzielung der günstigsten Trefffläche geeigneten Haltepunktes).
Erläuterung der Fig. 7. Das Bild bringt die Fähigkeit des Apparates zum Ausdruck, alle bezüglich der Visiranwendung und Haltevorschrift erwünschten Aufschlüsse zu geben (Visirschufsweite, Visirwahl, Wahl der günstigsten Trefffläche, Wahl des Haltepunktes, Nothwendigkeit bezw. Werth der Berücksichtigung gemachter Beobachtungen, ganz besonders bei kleinen Zielen, Feststellung des günstigsten Haltepunktes für regelrechte, mittelste Geschofsbahn für die Uebungen der III. Klasse im Schulschiefsen, Verhältnifs der Treffgenauigkeit zu den gestellten Bedingungen).
Im Besonderen ist dargestellt:
50 m Brustziel, bei Haltepunkt »Ziel aufsitzen lassen«, Treffflä'che in der Brust;
100 m Knieziel, zur Erzielung ,günstiger Trefffläche »in das1 Ziel« gegangen;
150 m hinter Terrainwelle knieender Gegner, wie vor;
200 m Ringscheibe, Ring 9 aufsitzen lassen, d. i. Haltepunkt 1 1J2 Handbreite unter Ring 12 oder Y2 Handbreite unter dem Spiegel ergiebt für regelrecht schiefsendes Gewehr und mittelsten Schufs eine 12. Die Streuungsfläche deckt id der gröfsten Breite den Ring 11, in der gröfsten Höhe den halben Ring 10, so dafs also die von der I. Klasse in der 9. Uebung geforderte Bedingung leicht erfüllbar erscheint;
250 m aufrechtes Infanterieziel, Visirschufsweite des Standvisirs, daher in das Ziel gehen, um das ganze Trefferbild in das Ziel zu bringen;
350 m Reiter (kleine Klappe).
Erläuterung der Fig. 8. Das Bild stellt dar die bestrichenen Räume bei Anwendung des Visirs 500 bei Zielen von 0,35 (29), 0,50 (39), 0,85 (72), 1,05 (92), 1,20 (118), 1,70 (ganz bestrichen) und 2,00 (ganz bestrichen) m Höhe.
Der bestrichene Raum beginnt da, wo die regelrechte, mittelste Geschofsbahn das Ziel am oberen Rande trifft und reicht bis zu ihrem Einschlag in den Boden, sie ist also die Strecke, welche das mittelste Geschofs im Fluge für eine bestimmte Schufsweite in Zielhöhe zurücklegt.
Man sieht hier das Kopfziel auf 471, das Brustziel auf 461, das Rumpfziel auf 428, den knieenden Gegner auf 408, das Knieziel auf 382 m, also am Anfang ihres bestrichenen Raumes; verbindet man mit dem Auge die mittelsten Geschosse zur mittelsten Geschofsbahn, so wird man finden, dafs die genannten Ziele von der letzteren gerade am oberen Rande getroffen werden.
Erläuterung der Fig. 9. Dieses Bild zeigt, wie sich die sechs Nahvisire an einander anreihen bezw. in einander übergreifen; wo die Streuungsflächen in einander übergreifen, sich also decken, da ist auf der vorderen, oberen, der beiden gemeinsame Raum durch helle Linien eingegrenzt. Da gleichzeitig Vorkehrung getroffen ist, auf der 50 m hinter den Visirschufsweiten gelegenen Entfernung auch die unter der Visirlinie befindliche Flughöhe etc. darzustellen, so ist in vollkommenster Weise die Möglichkeit geboten, sich über das — im Sinne der Nr. 114 der Schiefsvorschrift — zu wählende zweckmäfsigste Visir für den einzelnen Fall zu unterrichten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Flugbahnapparat für den theoretischen Schiefsunterricht in der Stube mit für Haltepunkt »Ziel aufsitzen lassen«, »in das Ziel gehen«, »Ziel verschwinden lassen« verstellbarer Visirlinie, anpafsbar für jegliche Handfeuerwaffe und deren Schiefsvorschrift, bestehend aus der horizontalen Schiene S und der verticalen, um die Achse c c drehbaren Wand W in Verbindung mit dem Vorlagebrettchen B, sowie dem die Visirlinie darstellenden, mit der Wand W gemeinsamsam verstellbaren Drahte ν ν.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT67151D Flugbahnapparat für den Schiefsunterricht Expired - Lifetime DE67151C (de)

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