DE669757C - Werkstoff fuer Kontaktgestelle zur anodischen Oxydation von Magnesium und Magnesiumlegierungen - Google Patents

Werkstoff fuer Kontaktgestelle zur anodischen Oxydation von Magnesium und Magnesiumlegierungen

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DE669757C
DE669757C DES130708D DES0130708D DE669757C DE 669757 C DE669757 C DE 669757C DE S130708 D DES130708 D DE S130708D DE S0130708 D DES0130708 D DE S0130708D DE 669757 C DE669757 C DE 669757C
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magnesium
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anodic oxidation
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DES130708D
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Willy Schnabel
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D17/00—Constructional parts, or assemblies thereof, of cells for electrolytic coating
    • C25D17/06—Suspending or supporting devices for articles to be coated

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  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Werkstoff für Kontaktgestelle zur anodischen Oxydation von Magnesium und Magnesiumlegierungen Bei der anodischen Oxydation von Leichtmetallen können bekanntlich die zu oxydierenden Gegenstände nicht wie beim Behandeln in galvanischen Bädern an Messing-oder Kupferhaken eingehängt werden, sondern müssen einen unbedingt festsitzenden Kontakt durch Verwendung besonders ausgebildeter Klemmgestelle erhalten. Die Gegenstände müssen deswegen unverrückbär festgeklemmt werden, weil die sich bildende Oxydschicht den Strom nicht leitet und eine Kontaktverschiebung während des Oxydationsvorganges Stromunterbrechung und Verhinderung der Schichtbildung zur Folge haben würde. Um stets eine rein metallische Berührungsfläche mit dem zu behandelnden Gegenstand herzustellen, müssen die Gestelle vor jeder neuen Oxydation abgebeizt werden, um die vorhandene Oxydschicht zu entfernen. Die Klemmgestelle müssen aus einem Werkstoff angefertigt werden, das die Eigenschaft besitzt, im Verlauf der anodisch en Oxydation eine Oxydschicht zu bilden, deren Sperrwirkung mindestens .ebenso groß ist wie die der Oxydschicht, die sich auf den zu oxydierenden Gegenständen ausbildet. Diese Maßnahme ist notwendig, damit die erforderliche Stromstärke .an den zu oxydierenden Gegenständen während der Dauer der Oxydation ohne zu große Verluste aufrechterhalten werden kann. Im allgemeinen wird am zweckmäßigsten zur Herstellung der Kontaktgestelle das gleiche Material verwendet, aus dem die zu oxydierenden Gegenstände bestehen. So werden z. B. anodisch zu behandelnde Gegenstände aus Aluminium an Kontaktgestellen aus dem gleichen Werkstoff befestigt. Bei der anodischen Behandlung von Gegenständen aus Magnesium und überwiegend Maginesium enthaltenden Legierungen machen sich jedoch bei der bisher üblichen Verwendung von Kontaktgestellen aus gleichem .oder dem zu oxydierenden Metall in seiner Zusammensetzung sehr ähnlichen Werkstofferhebliche Mängel bemerkbar. Diese Nachteile bestehen vor allem darin, daß .die Anfertigung der Kontaktgestelle sehr umständlich ist und einen erheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand erfordert; da Drähte aus Magnesium oder überwidegend Magnesium enthaltenden Legierungen nur bei Temperaturen über zoo° G, ohne zu brechen, gebogen werden können. Ferner lassen sich wegen der geringen Elastizität solcher aus Magnesiumlegierungen hergestellten Kontaktgestelle die zu behandelnden Gegenstände nicht unverrückbar festklemmen. Es ist daher leicht möglich, daß durch eine Kontaktverschiebung während des Oxydationsprozesses der Strom unterbrochen wird und die Ware stromlos im Bade hängt.
  • Weiterhin wird bei der Desoxydation derartiger Kontaktgestelle durch Beizen die stets etwas ungleichmäßig ausgebildete Oxydschicht an verschiedenen Stellen in verschiedener-Zeitdauer abgelöst. So kommt es vor, daß an einigen Stellen. die Beizlösung bereits nach kurzer Zeit mit dem freigelegten Metall in Berührung kommen kann, wobei das Metall unter heftiger Reaktion angegriffen bzw. aufgelöst wird., während der andere größere Teil der Oberfläche noch durch die Oxydschicht vor dem Angriff des Beizmittels geschützt ist. Aus diesem Grunde werden die Kontaktbestelle häufig schon nach zwei- bis dreimaligem Beizen unbrauchbar.
  • Gemäß der Erfindung können diese Mängel durch Verwendung von magnesiumhaltigen, überwiegend aus Aluminium bestehenden Werkstoffen als Material für die Kontaktgestelle beseitigt werden: So wurden z. B. Gegenstände aus einer Magnesiumlegierung unter Verwendung von Klemmgestellen, die aus einem Werkstöff, der neben überwiegend Aluminium etwa 70/0 Magnesium enthielt und unter der geschützten Bezeichnung Hydronalium bekannt ist, angefertigt waren, in einem geeigneten Elektrolyten anodisch behandelt. Die Klemmgestelle wurden auf einfache Weise durch Biegen des in Drahtform vorliegenden Werkstoffes bei Zimmertemperatur hergestellt. Die Gegenstände ließen sich daran unverrückbar festklemmen, so daß eine Stromunterbrechung durch Kontaktverschiebung wähnend des Oxydationsprozesses nicht auftrat. Während der elektrolytischen Behandlung bildete sich .auf den Klemmgestellen eine stark sperrende; aber äußerst dünne Oxydschicht, die durch kurzes Beizen, z. B. in heißer, konzentrierter Natronlauge, leicht zu entfernen war, ohne daß das Material unregelmäßig an einigen Stellen besonders stark angegriffen wurde. Die Kontaktgestelle ließen sich danach immer wieder von neuem verwenden. Mit gleich gutem Erfolg lassen sich alle magnesiumhaltigen, überwiegend aus Aluminium bestehenden Legierungen, die selbstverständlich nebenbei noch geringe Mengen anderer Stoffe; wie Eisen, Mangan, Silicium, Kupfer, Zink usw., aufweisen, verwenden.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRUCI3: Verwendung von mag.nesiumhaltigen, überwiegend aus Aluminium bestehenden Werkstoffen für Kontaktgestelle zur elektrolytischen Erzeugung von Schutzschichten auf Gegenständen aus Magnesium oder Magnesiumlegierungen.
DES130708D 1938-02-04 1938-02-04 Werkstoff fuer Kontaktgestelle zur anodischen Oxydation von Magnesium und Magnesiumlegierungen Expired DE669757C (de)

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