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Elektrisches Meßinstrument zum Überwachen von Betriebszuständen Zum
Vhcrwachcn von Hetriehszustiinden werden in neuerer Geit in inuner steigendem Maße
elektrische \1eßmethoden benutzt, weil dabei die Anzeigeinstriunente an helichiger
Stelle angeordnet werden können. Weltach soll nun möglichst ein durch die jeweiligen
1rfordernisse des Betriebes bestimmter Betriebszustand innegehalten werden, so claß
<las Meßinstument hei ordnungsgemäß verlaufendem Betriebe stets denselben Wert
anzeigt. Ihn hat vorgeschlagen, diesen Wert durch besondere Maßnahmen deutlich erkennbar
zu machen, um auf diese Weise die lietriehsüherwachung zti vereinfachen, indem man
z. B. auf der D-lefiinstrumentenskala eine entsprechende harke anbrachte. Solange
es sich lediglich um die Alllesung eines einzigen Instrumentes handelt, ist eine
solche Maßnahme hinreichend, -zumal sie die \löglichkeit bietet, ein vorhandenes
Instrument verhalinismäßig leicht auf einen anderen zu überwachenden Normalwert
umzustellen. Mine derartige Anordnung vermag jedoch zur Erleichterung der Überwachung
mir wenig beizutragen, wenn eine Mehrzahl von Instrumenten möglichst gleichzeitig
übersehen werden soll.
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Anordnungen dieser Art sind besonders zum L.`he rwachen von I# ltigzcugiliotoreil
e rforderlich. Dabei wird nun eine besonders günstige Anordnung dadurch erreicht,
daß nichrere elektrische \leßwerl:e so altgeordnet siml, daß ihre Geiger paarweise
tegeneinandergrrichtet sind. Die Meßwerkesind
ge-
i iu äß der
1 -#i-findung,
in einem gemeinsamen Ge-
| häuse angeordnet, und jedes \leliwerk ist mit |
| Mitteln versehen, uni die Lage des zugehöri- |
| gen Geigers auf der Skala hei gleichem Wert |
| <leg \Ießgrö ße in einem beliebig weiten Be- |
| reich so zu verschieben, daß die Zeiger in dem |
| jeweils normalen Betriehszu:tand paarweise |
| eine gerade Linie miteinander bilden. 1)a- |
| durch ist man in der Lage, für jeden ge- |
| wünschten Wert der zu überwachenden lic- |
| triehsgröße die Lage des betrettenden Zeigers |
| se zu wählen, daß hei Anzeige des gewünsch- |
| teti Wertes die Geiger sich in geringem Ab- |
| stand gerade gegenüberstehen, so (laß sich |
| das Bild einer fast ununterbrochenen geraden |
| Linie ergibt. l)a (las Auge für Abweichungen |
| von einer Geraden selig empfindlich ist, kann |
| eci bereits bei flüchtigem Betrachten erkannt |
| %e erden, oh die betrettenden Meßgrößen den |
| gewünschten Wert aufweisen, um! man kann |
| auch etwaige Abweichungen von diesem B,-- |
| trage der Größe nach durch Schätzung mit |
| völlig ausmtdhender Genauigkeit feststellen. |
| 1:s sind bereits Anordnungen von Instru- |
| menten zum t"herwaclicn des .Flugzustandes |
| von Luftfahrzeugen bekanntgeworden. wobei |
| eine Anzahl von Einzelinstrumenten in ge- |
| trennten Gehäusen auf einem Instrumenten- |
| brett clentrt befestigt sind. daß die Zeiger itil |
| normalen Betriebszustand in einer bestimm- |
| tot nämlich in der lioi-izontalrii Stellung |
| stelwil sollen. Zu dieseln Zweck sind s;iint- |
| liche Instrumentengeltiiuse drehbar angecinlnet |
| und k<innen entweder vin vornherein in einer |
| solchen @@-inkelstellun@ befestigt werden. dal,i |
diese Bedingung erfüllt ist, oder es sind besonders mechanische
Getriebe vorgesehen, tim die \\'inl;cllage der Gehäuse entsprechend zu verändern.
Auf diese Weise ist es aller nicht möglich, die Instrumente
so nahe aneinander
anzuordnen, claß ein mit einem Blick zu erfassendes gemeinsames Zeigerbild entsteht,
wie es dtircli die Anordnung der 1leßwerke gemäß der Erfindung in einem gemeinsamen
Gehäuse möglich ist.
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Andererseits sind sogenannte 'Mehrfachinstrumente bekannt, c1.11.
solche, bei denen in einem gemeinsamen Gehäuse mehrere lleßwerke angeordnet sind.
und bei solchen ist auch eine Anordnung bekannt, bei der zwei Zeiger in der Mittellage
einander gegenüberstehen und in einer geraden Linie liegen. Bei solchen Instrumenten
war aber keine Einrichtun- vorgesehen, um die Lage der Zeiger so einzustellen. claß
sie im betriebsmäßigen Zustand der zu überwachenden Anlage eine gerade Linie miteinander
bilden.
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Dadurch, claß die einzelnen Meßwerke gemäß der Erfindung mit "Mitteln
verseben sind. uni die Lage des Zeigers auf Gier Skala entsprechend zu verschieben,
ist es auch möglich, sogenannte abgekürzte Skalenteilungen zu verwenden, d. h. solche,
bei denen der Xullpunkt außerhalb des Skalenbereiches liegt. Dies ]tat den Vorteil,
daß schon kleine Ab-,veichungen von der betriebsni.ißigen Größe der 1leßwerte deutlich
erkennbar sind.
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Mittel, um die Zeigerlage entsprechend einzustellen, sind an sich
bekannt. 'Man kann z. B. die Zeigerlage auf inechanischeni Wege verstellen, indem
tman eine die Rückstellkraft des lleßwerlces bildende Feder in ihrer V orspannung
ändert. Dabei kann die Anordnung so getroffen werden, daß (las Ende der Rückstellfeder
um einen beliebig großen \\`inkel gedreht werden kann, damit der Zeiger bei einem
beliebig zu wählenden Normalwert der betreffenden Meßgröße die entsprechendeLage
einnimmt. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß dadurch die Empfindlichkeit der 1
essen" nicht geändert und nur die ganze Skalenteilung gewissermaßen verschoben wird.
Man kann aber auch elektrische 'Mittel zum Verschieben der Zeigerlage benutzen,
vorzugsweise indem man in den Meßstromkreisen veränderbare 1\% iderstän de anordnet.
Dadurch gewinnt man den Vorteil, daß die betreitenden Mittel gegebenenfalls außerhalb
des Gehäuses angeordnet werden können.
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fn der Zeichnung sind einige Ausfülirungsheispiele des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, wobei vier Drehspulinstruniente der üblichen Art mit Zeigerausschl:igen
von etwa in einem gemeinsamen kreisrunden Geli:iuse in gedrängter Anordnung vereinigt
sind. Diese Anordnung ist insofern besonders giinstig, als dabei der verfügbare
Raum im Gehäuse möglichst vollkommen ausgenutzt wird und die zus@tniinen:@eliörit;en
Zeiger so nahe als ml)glicli aneinander angeordnet werden können. 1)1e waagerechte
Zeigerlage ist besonders zweckmäßig, weil dabei Abweichungen vom Normalwert sinnfällig
dargestellt werden können, indem ein Zeigerausschlaf; nach oben eine Erhöhung und
ein Zeigerausschlag nach unten eine Erniedrigung des Betriebswertes anzeigt. In
manchen len wird man von dieser Norm zweckm:ilüg abgehen. Es ist n:imlicli inö"iicli.
daß mehrere Betriebswerte nebeneinander dargestellt werden, von denen einige eine
bestimmte Grenze nach oben. andere dagegen eine solche Grenze nach unten nicht überschreiten
sollen. In diesem lall ist es vorteilhaft, alle zulässigen 1leßwertbereiclie auf
derselben Seite, d. 11. entweder unterhalb oder auch oberlialh der Horizontalen
anzuordnen. so (1a1.1 hier z. Il. eine Erhebung eines Zeigers über die l-lorizontale
jedesmal eine unerwünschte bzw. gefalirdrohende Betriebszustandsänderung zur Anzeige
bringt.
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In Fig. i und 2 sind Instrumente dargestellt, bei denen durch vier
Meßwerke die für den Betrieb eines 1# lugzeugniotors wicliti,Yen Werte angezeigt
werden, nämlich die U1-temperatur, der Üldruck, die Kühlwassertemperatur und der
Benzindruck. In beiden Fällen sind die zum Einstellen der Zeigerlage dienenden Anordnungen
innerhalb des 11e1.iinstrunientengehäuses untergebracht. Sie werden bedient von
seitlich aus dem Gehäuse Herausragenden gerändelten Scheiben i oder von Drehknöpfen
2, die neben den zugehörigen Skalen angeordnet sind. 'Mit den Einstellvorriclitungen
sind Skalen bzw. Zahlenreihen verbunden, von denen der jeweilig eingestellte Betriebsnortnalwert
angezeigt wird, cl. 1i. der Wert, dein die in der Zeichnung dargestellte Zeigerstellung
entspricht.
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In den Fig. 3 a und 3 b ist ein Gerät dargestellt, bei dem die Einstellvorrichtung
für die Zeigerlage in .einem gesonderten, in der 1#1g.311 gezeichneten hasten untergebracht
ist.
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Will inan den Absolutwert der zu überwacliencfen Betriebsgröße auf
dein Instrument ,(blesen, dann kann entweder die zum Hinstellen der Zeigerlage dienende
Einrichtung so lange verstellt werden, bis der Zeiger die normale Lage eingenommen
hat, uni! dann kann an der Einstellvorrichtung der derzeitige Wert der Betriebs-röße
abgelesen werden. Man kann aber auch die Skala als solche eichen, vorausgesetzt,
claß die 17-niIitiltdliclikeit des Melfn,trumentes boi der Einstellung unverändert
bleibt. In diesem 1#a11 ist die lnstrunientenskala für alle einstellbaren Meß-
Tiereiche
richtig, so daß durch Addition des eingestellten Normalwertes und des Betrages,
um den der Zeiger gegenüber dem Normalwert ausschlägt, der genaue Wert der Betriebsgröße
ermittelt werden kann.
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Wenn angängig, können in demselben Gehäuse die Vorrichtungen zum Einstellen
der Zeigerlage angeordnet sein, insbesondere dann, wenn zum Einstellen der Zeigerlage
z. B. lediglich ein einziger Widerstand verändert zu werden braucht und eine unerwünschte
Erwärmung des Gehäuses durch diesen Widerstand nicht zu befürchten steht. Diese
Anordnung hat den Vorteil, daß man in tinmittelbarer Nähe der Zeiger den zugehörigen
jeweilig eingestellten Normalwert zur Anzeige bringen kann. Dabei kann man entweder
den Normalwert mit Hilfe einer besonderen Skala und eines mit der Einstellvorrichtung
gekoppelten Zeigers erkennbar machen, was für eine'stetige Veränderung des Normalwertes
zweckmäßig ist. Man kann aber auch in Abhängigkeit von der Einstellt-orrichtung
eine Zahlenreihe an einem Aus--chnitt vorbeibewegen> so daß jeweils der eingestellte
Wert unmittelbar als Zahlenwert abgelesen werden kann. Auch dabei ist noch eine
stetige Einstellung möglich, wenn inan neben der Zahlenreihe eine entsprechend geeichte
Skala anordnet.