DE577450C - Elektrisches Messgeraet mit Diagrammaufzeichnung - Google Patents

Elektrisches Messgeraet mit Diagrammaufzeichnung

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DE577450C
DE577450C DE1930577450D DE577450DD DE577450C DE 577450 C DE577450 C DE 577450C DE 1930577450 D DE1930577450 D DE 1930577450D DE 577450D D DE577450D D DE 577450DD DE 577450 C DE577450 C DE 577450C
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DE1930577450D
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Hartmann and Braun AG
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R13/00Arrangements for displaying electric variables or waveforms
    • G01R13/04Arrangements for displaying electric variables or waveforms for producing permanent records

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Recording Measured Values (AREA)
  • Indication And Recording Devices For Special Purposes And Tariff Metering Devices (AREA)

Description

  • Elektrisches Meßgerät mit Diagrammaufzeichnung Durch das Patent 427 605 ist eine Richt kraftverstärkung für schreibende Meßgeräte bekanntgeworden, deren wesentliches Merkmal darin beruht, daß die Richtkraft vor der eigentlichen (Punkt- oder Typen-) Aufzeichnung verstärkt und die Verstärkung nach der eigentlichen Aufzeichnung wieder aufgehoben wird.
  • Die neue Erfindung beruht in einer weiteren Ausgestaltung dieser Anordnung, und zwar durch Anwendung der gleichen Merkmale auf schreibende Meßgeräte mit laufender Aufzeichnung, wie sie unter dem Namen Linienschreiber oder Tintenschreiber bekannt sind.
  • Eine weitere Ausgestaltung erfährt die Erfindung außerdem dadurch, daß die zeitweise Verstärkung vom Werte Null der Richtkraft auf den Gebrauchswert im Augenblick des Schreibens und die Aufhebung der Verstärkung wieder auf den Nullwert stattfindet, so daß auch die reine Ein- und Ausschaltung des die verstärkte Richtkraft hervorrufenden Stromes einbegriffen ist.
  • Die Anwendung des oben gekennzeichneten Erfindungsgedankens auf Linienschreiber erweist sich als eine willkommene Maßnahme, um derartige Linienschreiber erhöhten Anforderungen gegenüber ihrer früheren Verwendung ohne Verstärkung anzupassen. Dies sei an einigen Beispielen erläutert.
  • In Abb. z handele es sich um die Temperaturmessung mit Hilfe. eines Linienschreibers mit Kreuzspulmeßwerk und eines Widerstandsthermometers. Es sind s1 und s2 die über Kreuz angeordneten Spulen und z der auf deren gemeinsamen Achse befestigte Zeiger, an dessen Ende eine Saugrohrfeder r leicht beweglich angeordnet ist. Diese saugt die Tinte aus dem Tintentrog t und überträgt sie auf den Papierstreifen p. Das Widerstandsthermometer wt ist, wie üblich, in Reihe mit der einen Spule si in den einen Zweig der Schaltung eingefügt, während sich in Reihe mit der anderen Spule s2 ein unveränderlicher Widerstand w im anderen Zweig der Schaltung lr-findet. Im Mittelzweig liegt die Batterie b.
  • Erfindungsgemäß ist nun in ähnlicher Weise wie bei der bekannten Anordnung ein Schalter sch in den Batteriezweig eingebaut, welcher von einem Uhrwerk oder einem Motor, z. B. mit Hilfe einer Nockenscheibe n, periodisch für kurze Zeit geschlossen wird, während des übrigen Zeitraumes jeder Periode aber geöffnet bleibt. Dieser Schalter kann durch einen weiteren, in der Zeichnung gestrichelt dargestellten Widerstand wb überbrückt sein. Bei Nichtvorhandensein dieses Widerstandes (wb - co) würde der die Richtkraft erzeugende Strom durch die Einschaltung von Null auf seinen wirksamen Wert, bei - Vorhandensein des Widerstandes dagegen von einem geringeren Wert auf seinen wirksamen Wert gebracht werden.
  • Bisher, d. h. vor Anwendung der periodischen Ein- und Ausschaltung des richtkrafterzeugenden Stromes, war die Temperaturaufzeichnung mit Hilfe eines an ein Widerstandsthermometer angeschlossenen Linienschreibers noch fast unmöglich. Wenn man auch bereits gelegentlich solche Linienschreiber mit Dauerstrom für diese Zwecke verwendet hat, so konnte man aber damit nur ungünstige Skalen erreichen, und mußte überdies erhebliche Meßfehler in Kauf nehmen. Handelte es sich z. B. um eine Höchsttemperatur von 5oo° C, so mußte man die Skala von o bis 5oo° beziffern, während gewöhnlich ein viel engerer Meßbereich, z. B. von 4.0o bis 5oo° C, gefordert wird.
  • Für den Meßbereich des Kreuzspulohmnieters ist die Differenz zwischen der großen und der kleinen Achse des elliptischen Eisenquerschnittes maßgebend. So wird beispielsweise der genannte Meßbereich von o bis 5oo° mit einer Achsendifferenz des Eisenkernes von 45 mm und der Meßbereich von q.oo bis 5oo° mit einer Achsendifferenz von 0,3 mm erzielt. Mit der größeren Achsendifferenz (i,5 mm) würde nun der an das Widerstandsthermometer angeschlossene Linienschreiber notdürftig auch bei Dauereinschaltung des Stromes aufzeichnen. Bei der geringen Achsendifferenz von o,3 mm reicht dagegen die Richtkraft nur zur Bewegung eines reibungslosen Zeigers (anzeigendes Meßgerät), nicht aber eines schreibenden Zeigers mit auf dem Papier aufliegender Schreibfeder aus. Wird nun der Meßstrom gemäß vorliegender Erfindung in den Linienschreiber periodisch kurzzeitig geschickt, so kann man diesen Meßstrom auf ein Vielfaches, z. B. auf den dreifachen Wert, erhöhen, so daß nach Einschaltung des Meßstromes eine hinreichend große Richtkraft entsteht, um die Schreibfeder des Linienschreibers von ihrer letzten Einstellung auf den neuen Meßwert zu rücken. Damit aber ist der Linienschreiber auch für die gewöhnlichen und selbst für die höchsten Anforderungen brauchbar geworden, während er früher nur für geringe Anforderungen höchstens gerade eben noch verwendbar war.
  • Infolge der Pausen, während denen die Stromverstärkung nicht stattfindet, werden nicht alle Linienelemente der aufgezeichneten Linien den genauen Wert der Meßgröße anzeigen. Es werden vielmehr in der entstandenen Linie nur bestimmte, in ihrer Zeitfolge festgelegte Punkte durch die Richtkraftverstärkung.eingestellt und beeinflußt, während zwischen ihnen das Schreibelement nur unter dem Einfuß eines schwachen Meßstroines oder überhaupt keines Stromes sowie der Reibung am Papier und im Instrument unterworfen ist und, auf dem fortbewegten Papier schleifend, Kurvenstücke erzeugt, die von dem eigentlichen Meßverlauf auch verschieden sein können. Diese Linien dienen dann nur zur Kennzeichnung der zu einem Linienzug gehörenden Punkte. Auf diese Weise werden die Kreuzspulinstrumente als Linienschreiber brauchbar gemacht, ohne daß ständig ein starker Strom zu fließen braucht, *der die Spulen unnötig erwärmt und dessen Entnahme die Batterie schnell erschöpft.
  • In Abb. z handele es sich um die Fernaufzeichnung vonMeßwerten mit demKreuzspullinienschreiber finit Hilfe der bekannten Fernsenderwalze (oder eines anderenWiderstandsferngebers), die in bekannter Weise, wie dargestellt, in die Meßschaltung eingefügt sei. Auf dieser Fernsenderwalze w schleift ein Schleifkontakt k, dessen relative Stellung zum Walzenwiderstand von irgendeinem Gebergerät, z. B. einem Manometer oder einem Mengenmesser, beeinflußt wird. In den Seitenzweigen liegen Abgleichwiderständewa, die zusammen mit den äußeren Fernleitungen 1i und 1, bestimmteBeträge haben müssen, um den günstigsten Meßbereich des Gerätes zu erwirken.
  • Es sei beispielsweise angenommen, daß der Eisenkern des Kreuzspullinienschreibers wiederum eine Achsendifferenz von etwa 1,5 mm hat, und daß alsdann die Außenleitungen einschließlich Abgleichwiderstände einen Wert von 3oo Ohm haben müssen, um mit dem Linienschreiber zuverlässig aufzeichnen zu können. Alsdann kann man den Fernleitungen je nach dem verwendeten Leitungsquerschnitt eine bestimmte Länge, beispielsweise iooo m, geben. Bei einer geringeren Achsendifferenz von et-,va o,5 mm würden dagegen die Außenleitungen einschließlich Abgleichwnderstände einen höheren Widerstandswert haben können, etwa goo Ohm, um den gleichen günstigen Skalenausschlag zu erreichen. In diesem Falle würde aber die Richtkraft des Ohmmeters ebenfalls nur ausreichen, um einen reibungsfreien Zeiger (Anzeigegerät) in die Meßstellung zu bringen, nicht dagegen einen schreibenden Zeiger. Schickt man dagegen erfindungsgemäß den Strom nicht dauernd, sondern periodisch kurzzeitig hindurch, so kann man wiederum einen Eisenkern von geringerer Achsendifferenz, z. B. von 0,5 mm, für den Linienschreiber verwenden. Dadurch gewinnt inan den Vorteil des größeren Widerstandes in den Fernleitungen, in dem genannten Beispiel also goo Ohm, d. h. aber, man kann mit dem Gerät erheblich größere Entfernungen überwinden, in vorstehendem Beispiel also 3ooo m statt nur iooo m bei Dauerstrom.
  • Die in obigen Beispielen angegebenen Zahlen stellen keine genauen Werte dar, sondern dienen nur zum Vergleich.
  • In vorstehenden Beispielen ist angenommen, daß es sich bei den Linienschreibern um solche mit Ouotientenmeßwerk ohne Gegenfeder handelt. Statt der ausdrücklich genannten Kreuzspulgeräte können auch andere Quotientenmesser, z. B. Kreuzeisengeräte oder Ringeisengeräte, verwendet werden. Allen diesen Geräten kommt hierbei die Eigenschaft zugute, daß, da keine Gegenfeder vorhanden ist, die Schreibfeder auch beim Ausbleiben des Stromes bis zum nächsten Stromschluß auf ihrem bisherigen Wert verbleibt, um danach in die neue Stellung zu rücken.
  • Aber auch bei Linienschreibern mit Gegenfeder, wie Drehspul- oder Ferraris-Linienschreiber, ist der Erfindungsgedanke mit Vorteil anzuwenden. Hier muß jedoch durch besondere Mittel, z. B. durch eine Bremsfeder, dafür gesorgt werden, daß die Schreibfeder beim Ausbleiben des Meßstromes nicht von der Gegenfeder auf Null zurückgeführt wird, sondern ebenfalls in ihrer letzten Stellung stehenbleibt. Dies kann z. B. in der Weise geschehen, wie es in Abb.3 angedeutet ist. In ihr ist s die Drehspule eines Drehspullinienschreibers, f1 und f2 sind ihre Gegenfedern, und b ist eine Scheibe, die auf der Spulenachse sitzt. Das Gerät sei beispielsweise an einen Nebenwiderstand zaw angeschlossen. In den Spulenstromkreis ist ein Schalter sch eingeschaltet, der durch eine von einem Uhrwerk angetriebene Nockenscheibe nd periodisch für kurze Zeit geschlossen wird. Die Nockenscheibe enthält zwei verschieden breite Nocken n1 und %, von denen die breiteren, den genannten Spulenstrom zeitweise ein- und ausschaltet. Die schmalere Nocke n2 hebt dagegen kurz nach dem Einschalten des Spulenstromes die Bremsfeder f von der Bremsscheibe b ab, so daß sich die Drehspule entsprechend dem Meßwert einstellen kann. Nach - Einstellen der Schreibfeder verläßt die Nocken, die Feder f, so daß sie sich auf die Bremsscheibe auflegt und die Drehspule mit der Schreibfeder wieder festhält. Erst danach verläßt auch die breitere Nocke n1 den Hebel des Schalters sch, so daß der Spulenstromkreis wieder geöffnet wird. Auch hier wird der Spulenstrom selbst gemäß der Erfindung erheblich stärker gewählt als bei Dauerstrom, was in verschiedener Hinsicht vorteilhaft sein kann. Beispielsweise würde man mit einem solchen verstärkten periodischen Meßstrom bei gleichem Ausschlagswinkel einen Linienschreiber mit längerem Schreibhebel verwenden können, der auf einem breiteren Papierstreifen aufzeichnet, als es bei en bisherigen Linienschreibern mit Gegenfedern bei Verwendung von Dauerstrom möglich ist, oder es können längere Verbindungsleitungen zwischen dem Nebenwiderstand und dem Linienschreiber angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrisches Meßgerät mit Diagrammaufzeichnung in ununterbrochenen Linienzügen (Linienschreibern) mit Richtkraftverstärkung, dadurch gekennzeichnet, daß das eine fortlaufende Linie aufzeichnende Schreibgerät periodisch in festgelegten Zeitabständen in bezug auf die Fortbewegung des Aufzeichnungspapiers durch die Richtkraftverstärkung beeinflußt wird. a. Elektrisches Meßgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtkraft periodisch vom Wert Null auf den wirksamen Wert verstärkt wird. 3. Elektrisches Meßgerät . nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die periodische Richtkraftverstärkung auf einen Linienschreiber ohne Gegenkraft angewendet wird, wobei das Meßwerk während der Pausen zwischen den einzelnen Stromstößen von selbst in seiner letzten Einstellung verharrt. q.. Elektrisches Meßgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die periodische Richtkraftverstärkung auf einen Linienschreiber mit Gegenfeder, z. B. Strom-, Spannungs-,. Leistungs-Linienschreiber, angewandt wird, wobei während. der Strompausen der bewegliche Teil des Linienschreiber-Meßwerkes z. B. durch eine Bremsfeder in seiner letzten Meßlage festgehalten wird.
DE1930577450D 1930-06-06 1930-06-06 Elektrisches Messgeraet mit Diagrammaufzeichnung Expired DE577450C (de)

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