DE669142C - Steuerung fuer Kaeltemschinen - Google Patents

Steuerung fuer Kaeltemschinen

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DE669142C
DE669142C DEH147551D DEH0147551D DE669142C DE 669142 C DE669142 C DE 669142C DE H147551 D DEH147551 D DE H147551D DE H0147551 D DEH0147551 D DE H0147551D DE 669142 C DE669142 C DE 669142C
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    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25BREFRIGERATION MACHINES, PLANTS OR SYSTEMS; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS
    • F25B49/00Arrangement or mounting of control or safety devices
    • F25B49/04Arrangement or mounting of control or safety devices for sorption type machines, plants or systems
    • F25B49/046Operating intermittently

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Description

  • Steuerung für Kältemaschinen Gegenstand der Erfindung ist die Steuerung einer Ab- oder Adsorptionskältemaschine, deren Kocherabsorberheizung mittels eines einfach gebauten und durch elektrischen Strom betätigten Regelorgans an- und abgestellt bzw. innerhalb weiter Grenzen ihrer Wärmeabgabe geregelt wird.
  • Es sind Steuerungen bekannt, die unter dem Einflusse von Druckänderungen im Kühlsystem arbeiten. Diese Vorrichtungen besitzen immer Ausdehnungskörper, wie Bälge oder Membranen, die ihre Form unter der Einwirkung des Druckes ändern und durch diese Bewegung die Schaltvorgänge auslösen. Bei diesen Anordnungen ist daher immer ein beweglicher Teil vorhanden, der bei Ermüdungsbrüchen das Abströmen von Gas in den Raum verursachen kann.
  • Weiter wurden Vorrichtungen beschrieben, bei welchen einzelne Teile auf Wärmeeinwirkung oder Kühlung durch Änderung ihrer Ausdehnung ansprechen und auf diese Weise Kontakte oder Schalter betätigen. Auch solche Steuerungsorgane unterliegen wie die zuerst angeführten Anordnungen der im Laufe der Betriebszeit unvermeidlich eintretenden mechanischen Abnützung.
  • Nach anderen Vorschlägen werden innerhalb des Drucksystems Hilfsstromkreise geschlossen, welche auf eine außerhalb desselben liegende Schalteinrichtung dann einwirken, wenn das kondensierte Kältemittel bzw. die absorbierende Flüssigkeit eine gewisse periodisch wiederkehrende Standhöhe im Verdampfer oder im Kocherabsorber erreicht hat. Das Schließen des Hilfsstromes erfolgt dabei entweder direkt durch die Berührung zwischen der Flüssigkeit und einer an der betreffenden Kontaktstelle isoliert in das Drucksystem eingeführten Elektrode oder indirekt über eine komplizierte, von der Standhöhe abhängig arbeitende Schwimmereinrichtung. Eine durch Schwimmer und kontaktschließende Teile im Kältemittelsystem betätigte Steuerung hat ebenso wie die mit mechanischer oder thermischer Ausdehnung betriebenen Typen den Nachteil des Verschleißes ihrer beweglichen Teile. Außerdem gelten für sie noch einige von den nachstehend geschilderten konstruktiven Schwierigkeiten, welche auch bei einer ausschließlich mit Stromschlüssen, d. h. mit unbeweglichen Teilen im System des Kältemittels arbeitenden Steuerungseinrichtung unvermeidlich erscheinen. Die isolierte Einführung von Elektroden in das Drucksystem setzt die für die Absorptionsmaschinen charakteristische und besonders vorteilhafte Sicherheit gegen das Verflüchtigen des Kältemittels während der Betriebsdauer wesentlich herab, weil bei dieser Bauart nicht ausschließlich geschweißte, sondern auchverschraubteVerbindungstellen vorhanden sein müssen. Eine weitere Schwierigkeit be-: steht darin, daß derzeit elektrisch hinreichen isolierende Stoffe noch nicht bekannt sind, die: gleichzeitig eine genügend große `Widerstands-'' fähigkeit gegen die chemische Einwirkung des Kältemittels aufweisen. Außerdem sind die bisher bekannten Kälteträger in wasserfreier, chemisch reiner Form praktisch Nichtleiter für den elektrischen Strom; sie müssen daher erst durch Zugabe von Wasser oder von Leitsalzen elektrisch leitend gemacht werden, auch dann, wenn der über sie geschlossene Hilfsstrom sehr schwach ist. Bei Verwendung von Wasser für diesen Zweck sinkt aber das Kühlvermögen des Verdampfers infolge der zum Leitendmachen nötigen, relativ großen Wasserbeimengung zum Kondensat. Andererseits bedingt wieder die Beigabe von Leitsalzen Korrosionserscheinungen und gefährdet so das Verdampfersystem. Da weiter ein über die Eisenteile der Kältemaschine geschlossener Stromkreis nach den geltenden Sicherheitsvorschriften nur unter einer niedrigen, ungefährlichen Spannung stehen darf, erscheint es auch undurchführbar; den sehr - hohen Leitungswiderstand im reinen Kältemittel durch die Verwendung einer höheren Spannung auszugleichen.
  • Diese Nachteile werden bei der vorliegenden Erfindung durch die Verwendung eines elektrischen Regelorgans vermieden, bei welchem durch die periodische Erwärmung und Kühlung einzelner Teile die Stärke eines Arbeitsstromes geändert und dadurch mittelbar oder unmittelbar die Kocherabsorberheizung betätigt wird. Da die Änderung des Reglerstromes nicht durch das Schließen oder Öffnen von Kontakten im Inneren des Drucksystems erfolgt, sondern als Folge des Wärmeaustausches zwischen einem temperaturempfindlichen Teil des Regelorgans und dem verflüssigten Kältemittel eintritt, kann das unter Druck stehende Verdampfersystem mit dem reagierenden Teile des Reglers durch Verschweißung dicht verbunden werden. Das Kältemittel wird durch die Regelvorgänge nicht beeinflußt und kann in reinem, chemisch nicht aktiven Zustand verwendet werden. Ferner ist es weder nötig, besonders hohe Spannungen zu benützen, noch die Netzspannung in Niederspannung umzuwandeln, weil sämtliche der Berührung ausgesetzten Teile der Kältemaschine in der gebräuchlichen einfachen Art gegen die spannungführenden Teile isoliert werden können.
  • Gemäß der Erfindung ist als Steuerung für die Kocherabsorberheizung jedes elektrische Regelorgan verwendbar, bei dem die Stärke des Arbeitsstromes durch Erwärmung oder Kühlung einzelner Teile geändert wird. Vorzugsweise sind elektromagnetische Apparate geeignet, in deren Magnetjoch Teile aus einer ferromagnetischen Legierung von temperatur-"-bhängiger Permeabilität eingebaut sind. Tem-- turänderungen in solchen Jochteilen be-_"-gen eine Änderung des Kraftflusses, wodurch weder mittels eines Ankers ein Schaltvorgang im Stromkreis der Heizung des Kocherabsorbers ausgelöst oder der Heizstrom innerhalb vorbestimmter Grenzen geregelt wird, falls der Heizwiderstand mit einer Induktionsspule des Reglers in Serie geschaltet ist.
  • Zur Auslösung des Regelvorganges ist es nötig, daß der wärmeempfindliche Teil des Regelorgans dauernd beheizt wird, so daß seine Temperatur während der Austreibeperiode höher ist als die des verflüssigten Kältemittels. Am Ende der Austreibeperiode kühlt das Kondensat den wärmeempfindlichen Reglerteil ab und gleicht während des größten Teiles der Absorptionsperiode die Einwirkung der Heizung auf den Regler aus.
  • Als dauernde Beheizung für das Regelorgan wird vorteilhaft ein kleiner Teil der beim Betrieb einer Absorptionskältemaschine unvermeidlich anfallenden Wärme verwendet. Die dazu notwendige Wärmemenge ist an sich unbedeutend und beträgt im allgemeinen nur etwa der gesamten zum Betrieb der Kältemaschine geforderten Wärme.
  • Falls ein elektromagnetisVhes Regelorgan gemäß der nachstehend beschriebenen Bauart Verwendung findet, genügen die unvermeidlichen Wattverluste einer Induktionsspule, bei Wechselstrom die Wirbelströme im Magnetjoch oderbeide Wärmequellen gemeinsam zur Deckung des Wärmebedarfes der Steuerung.
  • Das verflüssigte Kältemittel gelangt nach erfolgter Füllung eines dem eigentlichen Verdampfer vorgelagerten Speicherbehälters, in der Folge als Vorkammer bezeichnet,. durch eine Überlaufleitung in einen Steuerbehälter des Reglers, in dem es mit dem beheizten Teile desselben Wärme austauscht und so dessen Temperatur herabsetzt. Wird dieser Teil aus einer ferromagnetischen Legierung von temperaturabhängiger Permeabilität, z. B. 3o111, Ni und 7o °/o Fe, hergestellt und in den Eisenkreis eines Elektromagneten eingebaut, dann bedingt dessen Kühlung eine Verstärkung des Kraftflusses. Dadurch wird ein Anker bewegt, welcher die Kocherabsorberheizung schaltet. Falls statt dieser mit beweglichen Teilen arbeitenden elektromagnetischen Schaltvorrichtung eine Drosselspule verwendet wird, die mit dem Heiz-. widerstand des Kocherabsorbers in Serie geschaltet ist, wird deren Drosselwirkung durch die Kühlung verstärkt und so die Wärmeabgabe an den Absorptionsstoff wesentlich herabgesetzt. An Stelle einer Drosselspule kann auch ein Transformator verwendet werden, dessen- Sekundärspule mit dem Heizkörper des Kocherabsorbers in Serie geschaltet ist.
  • Die Dauer der Abschaltung bzw. der Herabsetzung des Kocherabsorberheizstromes auf den Mindestwert ist bestimmt durch die Menge des vom Steuerbehälter aufgenommenen Kondensates und durch jene Zeitspanne, in welcher der temperaturabhängige Teil des Reglers infolge der Einwirkung der Dauerheizung wieder jene Temperatur erreicht hat, bei der die Heizung des Kocherabsorbers eingeschaltet oder auf die stärkste Wärmeabgabe eingeregelt wird. Es ist somit eine gewisse Menge von Kondensat nötig, damit der Einfluß der Reglerheizung so lange ausgeglichen wird, als dies für eine Absorptionsperiode von üblicher Dauer gefordert ist.
  • Um das Regelorgan in Abhängigkeit vom Kältebedarf des Kühlraumes zu bringen; wird erfindungsgemäß der Steuerbehälter der Regeleinrichtung mit einem Nebenbehälter verbunden, der im Kühlraum angeordnet wird und zweckmäßig gemeinsam mit dem Verdampfer von Kühlsole umgeben ist. Dabei ist der Kondensatinhalt des Steuerbehälters derart bemessen, daß er unter Berücksichtigung der zum Aufheizen des Reglers notwendigen Zeit angenähert gleichzeitig mit der Kondensatmenge im Verdampfer, in der Vorkammer und im besagten Nebengefäß des Steuerbehälters während einer Absorptionsperiode von üblicher Dauer verdampft. Wird dagegen von der Kältemaschine eine größere Kälteleistung gefordert, so verdampft der Inhalt des Nebengefäßes im Kühlraum vorzeitig, das noch im Steuerbehälter befindliche Kondensat fließt in das Nebengefäß ab und gibt den Regler für die Wärmeeinwirkung seiner Dauerheizung frei; dadurch wird die Regelung der Dauer einer größeren Beanspruchung angepaßt und so auf einfache Weise erreicht, daß die Kocherabsorberheizung in Betrieb gesetzt wird, bevor noch das gesamte Kondensat im Kühlraum verdampft ist.
  • Außer den eingangs angeführten konstruktiven Vorteilen der Zusammenschweißbarkeit sämtlicher Teile im Drucksystem des Kältemittels mit dem Regelorgan und der Vermeidung verwickelter Schalteinrichtungen mit Hebelübersetzungen, Federn, der Einführung elektrisch isolierter Leitungen zu Kontakten im Drucksystem o. dgl., hat die Vereinigung der vorbeschriebenen Steuerung mit dem im Kühlraum angebrachten Nebengefäß den Vorteil, daß die Beheizung des Kocherabsorbers bereits dann beginnt, wenn die Temperatur im Kühlraum noch nicht angestiegen ist.
  • In Fig. z der Zeichnung sind der Kocherabsorber, der Kondensator und das Verdampfersystem im Zusammenbau mit einer Regeleinrichtung gemäß der Erfindung schematisch dargestellt.
  • Die Fig.2 bis 6 zeigen elektromagnetische Schalt- bzw. Regelvorrichtungen, wie sie vorzugsweise als Regelorgane bei einer Steuerung gemäß Fig. z verwendet werden. Gemäß den Fig. 2 und 5 werden Schaltmagnete, gemäß den Fig. 3 und q. eine Drosselspule bzw. ein Transformator und gemäß Fig. 6 ein Schaltmagnet verwendet, der zur Steuerung einer Gasheizung ausgebildet ist.
  • Das vom Kocherabsorber A mittels . der Heizung q. (Fig. z) ausgetriebene gasförmige Kältemittel gelangt nach der Verflüssigung im Kondensator B durch das Rohr 36 in die Vorkammer 34 des Verdampfers 35. Von dieser Vorkammer 34 zweigt an einer Stelle, die knapp unterhalb des höchsterreichbaren Kondensatstandes liegt, ein Verbindungsrohr 38 ab, das in den Steuerbehälter 39 führt. Der Behälter 39 ist jener Teil des Regelorgans, in welchem das Kondensat in Wärmeaustausch mit dem auf Temperaturänderung ansprechenden Teil tritt. Der Steuerbehälter 39 ist, weiter durch das Rohr 42 mit dem im Kühlraum angeordneten geschlossenen Nebengefäß 43 verbunden, das vorteilhaft gemeinsam mit dem Verdampfer 35 im Kühlsolebehälter 37 untergebracht wird. Die Leitungen 40 verbinden den Heizkörper q. des Kocherabsorbers A und die Steuerung, gegebenenfalls auch ihre Hilfsheizung mit dem Netz.
  • Bei den Reglern gemäß den Fig. 2 bis 6 wird eine ferromagnetische Legierung -von temperaturabhängiger Permeabilität als Teil des Eisenkreises verwendet.
  • Diese Magnetmaterialien weisen bei Raumtemperatur oder unter dieser eine hohe magnetische Induktion auf, wogegen sie diese Eigenschaft bei Erhöhung der Temperatur, je nach ihrer Zusammensetzung, innerhalb des Intervalles von +5o bis etwa 5oo ° C praktisch verlieren. Der bereits beschriebene Vorgang des Temperaturwechsels in der Austreibe- bzw. Absorptionsperiode ist vorteilhaft dazu verwendbar, die besagten elektromagnetischen Vorrichtungen zu steuern und so über letztere das automatische An- oder Abstellen bzw. die Regelung der Kocherabsorberheizung durchzuführen.
  • Die Fig.2 zeigt im Schnitt das Beispiel eines' solchen elektromagnetischen Schaltapparates. Dieser besteht aus einem zweckmäßig aus Lamellen gebauten und mit einem Luftspalt versehenen Magnetjoch 44 aus Weicheisen o. dgl., in dessen Luftspalt 48 ein Schaltrohr 46 mit magnetisierbarem Schwimmkörper 47 als Anker, und einer Quecksilberfüllung ein-.gebaut ist. Über die Kontakte 49 des Schaltrohres und die Leitungen ¢o ist der Heizkörper q. des Kocherabsorbers an das Netz angeschlossen. Das Magnetjoch 44 ist, gegebenenfalls unter Z«rischenschaltung eines Widerstandes 5o, mit einer dauernd am Netz liegenden Erregerspule 45 ausgestattet. Ferner ist in das Magnetjoch 44, zweckmäßig parallel zu dem die Erregerspule aufnehmenden Schenkel, ein Körper 39" eingebaut, der aus einem ferromagnetischen Material von temperaturabhängiger Permeabilität besteht und als Aufnahmegefäß 39 (Fig. z) für das bei Beendigung der Austreibeperiode zufließende Kondensat ausgebildet ist, etwa in Form eines Hohlraumes, wie dies Fig. 2 zeigt. Im oder um diesen Magnetteil 39" ist eine Heizung 41 als elektrische Heizung gezeichnet oder eine andere von einer beliebigen Quelle wärmezuführende Vorrichtung angebracht, welche denselben dauernd beheizt. Die Kammer in 39" steht durch die Rohrleitung 38 mit der Vorkammer 34 (Fig. z) und gegebenenfalls über das Rohr 42 mit dem Nebengefäß 43 im Kühlraum bzw. in der Kühlsole in Verbindung.
  • Bei beheiztem Jochteil 3g" bildet sich im Luftspalt der Höchstwert des magnetischen Kraftflusses aus, da der Jochteil 39" bei höherer Temperatur nahezu unmagnetisch ist. Die auf den Anker 47 einwirkende Kraft ist in diesem Zustand am größten, daher wird dieser in seiner tiefsten Lage festgehalten und verdrängt so das Quecksilber, das wieder die beiden Kontakte 49 und damit den Stromkreis der Kocherabsorberheizung 4 schließt. Wenn nun verflüssigtes Kältemittel durch das Rohr 38 in den Behälter des Teiles 39" eintritt, so kühlt es diesen rasch auf Kondensationstemperatur ab; dadurch wird er für den magnetischen Kraftfluß durchdringbar und vermindert somit die Größe des Kraftflusses im Luftspalt 48. Die auf den Anker einwirkende Kraft ist jetzt bedeutend geringer als bei voller Einwirkung des Kraftflusses, weshalb der Schwimmer (Anker) 47 durch den Auftrieb im Quecksilber gehoben und dadurch der Kontakt bei 49 unterbrochen wird. Bei hinreichender Bemessung der Kühlkammer im Jochteil 39- genügt die dort aufgenommene Kondensatmenge, um die Kocherabsorberheizung über die ganze Absorptionsperiode stromlos zu halten. Das im Kühlraum angebrachte und über das Rohr 42 mit der Magneteinrichtung verbundene Nebengefäß 43, in Fig 2 nicht eingezeichnet, dient wie bereits beschrieben, dazu, die Einschaltung der Austreibeperiode vom Bedarf an Kälteleistung abhängig zu regeln.
  • Das in Fig. 2 eingezeichnete Schaltrohr mit Schwimmer kann erfindungsgemäß auch durch jede beliebige andere mechanische Vorrichtung ersetzt werden, die einen Kontakt betätigt. Ebenso kann das Magnetjoch der nach Fig 2 ° beschriebenen Einrichtung bei beispielsweise geringer Schaltleistung als Topfmagnet ausgebildet sein, der ganz aus einem ferromagnetischen Material von temperaturabhängiger Permeabilität hergestellt ist, einen oder mehrere Hohlräume zur Aufnahme des kühlenden Kondensats enthält und ein Schaltrohr umschließt.
  • Die in den Fig. 3 und 4 dargestellten Steuerungsvorrichtungen beschränken sich ausschließlich auf die Beheizung des Kocherabsorbers mit Wechselstrom, haben aber den Vorteil, daß die Steuerung ganz ohne Verwendung beweglicher Teile, wie Schaltrohre, Wippen u. dgl., durchführbar ist. Die Fig. 3 zeigt im Schnitt den Aufbau einer erfindungsgemäß zur Steuerung der Heizung verwendbaren Drosselspule. Das Magnetjoch-44' ist hier zweckmäßig in U-Form aus lamelliertem Weicheisen mit oder ohne Luftschlitz hergestellt. In dieses Joch ist der ebenso wie beim Elektromagnet nach Fig.2 ausgebildete Teil gg" aus dem temperaturabhängig magnetisierbaren ferromagnetischen Material eingesetzt, der als Aufnahmekammer für das verflüssigte Kältemittel ausgebildet und mit einer elektrischen Heizung 41 versehen ist. Um diesen Jochteil 39" ist die Spule 45' der Drossel gelegt, die in bekannter Weise in Serie mit dem Heizkörper 4 des Kocherabsorbers über die Leitungen 4o an das Netz angeschlossen ist.
  • Der temperaturabhängig magnetisierbare Jochteil 39" wird während der Austreibeperiode durch die Heizung 4z wegen der mangelnden Kühlung auf einer Temperatur gehalten, bei der er praktisch nicht mehr magnetisierbar ist, somit keine wesentliche gegeninduktive Spannung entwickeln kann. In diesem Zustande liegt nahezu die volle Netzspannung am Heizkörper 4 und entwickelt dort den Höchstwert an Heizleistung. Dieser Zustand dauert an, bis, wie bei allen vorbeschriebenen Steuerungsanordnungen, verflüssigtes Kältemittel in den Körper 39" gelangt und diesen auf einen Temperaturwert abkühlt, bei dem er wieder magnetisierbar wird, dabei die gegeninduktive Spannung entwickelt und so die Klemmenspannung der Heizung 4 auf den praktisch vernachlässigbaren Mindestwert reduziert. Durch Einstellung der Menge des kühlenden Kondensats wird auch bei dieser Anordnung die Dauer der Absorptionsperiode bestimmt.
  • Fig. 4 zeigt einen Transformator, welcher die Heizleistung im Kocherabsorber in ähnlicher Weise wie die besprochene Drosselspule regelt. Das Magnetjoch 44" aus lamelliertem Weicheisen o. dgl. ist hier vollkommen geschlossen, trägt an zwei gegenüberliegenden Schenkeln die Primärspule 45' und die Sekundärspule 45" und ist durch einen zu diesen Schenkeln parallel eingebauten Teil X' aus temperaturabhängig magnetisierbarem ferromagnetischem Material unterteilt. Der Jochteil 39" ist gleich wie bei den früheren Anordnungen ausgeführt, er besitzt eine Beheizung 4= und einen Aufnahmera7im für das Kondensat. Die Primärspule 45' liegt unmittelbar am Netz, während die Sekundärspule 45" die Kocherabsorberheizung 4 speist.
  • Während der Austreibeperiode ist der Jochteil 39" voll beheizt, daher praktisch nicht magnetisierbar, weshalb der Kraftfluß ungeteilt im Joche 44"'verläuft und den Höchstwert der Sekundärspannung induziert. Tritt gegen Ende der Austreibeperiode verflüssigtes Kältemittel in den Behälter des Teiles 39" und kühlt diesen ab, so tritt eine Teilung des Kraftflusses ein, wodurch die Sekundärspannung bei zureichender Querschnittbemessung des Teiles 39" auf einen praktisch vernachlässigbaren, sehr kleinen Wert vermindert wird. Die Heizleistung im Kocherabsorber ist damit auf ihren Mindestwert herabgesetzt und bleibt so lange klein, als die Kühlung des Teiles 39" durch das Kondensat anhält. Nach Beendigung der Verdampfung des Kondensats im Behälter 39" setzt wieder die volle Beheizung des Kocherabsorbers ein.
  • Erfindungsgemäß kann bei den Ausführungen nach den Fig. 3 und 4 der Heizkörper 41 des temperaturabhängig magnetisierbaren Teiles 39" statt, wie dargestellt, an das Netz an die Klemmen des Kocherabsorberheizkörpers 4 gelegt werden, wodurch in beiden Fällen während der Absorptionsperiode infolge des Rückganges der Ohmschen Spannungskomponente eine Verminderung der Wärmeabgabe an den Teil 39" eintritt, was wieder mit einer Einsparung an Kondensat verbunden ist.
  • Falls ferner der Jochteil 39" ohne mechanische Unterteilung, z. B. ohne eingefräste Schlitze, Lamellierung o. dgl., ausgeführt wird, tragen die im Teile 39" entwickelten Wirbelströme durch Freimachung Joulescher Wärme ebenfalls dazu bei, die vom Heizkörper 41 zu leistende Wärmeabgabe herabzusetzen.
  • Die in Fig. 2 dargestellte Steuereinrichtung arbeitet in der Weise, daß die Heizung des Kocherabsorbers nicht nur dann abgeschaltet ist, wenn ein Kraftfluß im temperaturabhängig magnetisierbaren Teil 39" besteht, sondern auch wenn die Erregung der Spule 45 aus irgendeinem Grunde entfällt; er stellt daher eine absolute Sicherung der Kocherabsorberheizung dar. Da es jedoch bei Einbau einer Sicherung des Kocherabsorbers gegen Überhitzung nicht unbedingt nötig ist, die Heizung im Falle des Versagens der Steuervorrichtung abzustellen, wurde eine besonders einfache Schalteinrichtung entwickelt, welche in Fig.5 dargestellt ist. Das hier verwendete Quecksilberschaltrohr 46' ist als Ruhestromschalter ausgebildet, bei welchem der Anker 47' dann den Kontakt 49 schließt, wenn er sich in Ruhelage befindet, d. h. wenn er nicht vom Kraftfeld des Magneten gehoben wird. Der Elektromagnet 39" aus dem temperaturabhängig magnetisierbaren Material ist hier zweckmäßig in Form eines Hohlkörpers ausgeführt und umschließt das Schaltrohr 46'. Die elektrische Heizung 41 des Magnetkörpers, die Erregerspule 45 und im Magnetkörper 39" ausgesparte Kühlkanäle mit dem Zu- und Ableitungsrohr 38 bzw. 42 vervollständigen den Schaltapparat. Ist der auch hier dauernd beheizte Magnet, wie bereits beschrieben, während der Absorptionsperiode durch verflüssigtes Kältemittel gekühlt, so wird der Anker 47 durch den Kraftfluß in die punktiert gezeichnete Lage gehoben und dadurch der Stromkreis der Kocherabsorberheizung unterbrochen. Die Erwärmung des Magnetkörpers 39" bedingt eine Schwächung des Kraftflusses, und damit das Zurückgehen des Ankers 47' in seine Ruhelage, wodurch der Heizstrom des Kocherabsorbers wieder eingeschaltet ist.
  • Falls die Beheizung des Kocherabsorbers ausschließlich durch Gas erfolgt, wird vorteilhaft eine Regelvorrichtung verwendet, die aus einem Steuermagnet im Zusammenbau mit einer den Erregerstrom liefernden thermoelektrischen Batterie besteht. Der grundsätzliche Aufbau dieser Steuerungsanordnung ist in Fig. 6 beispielsweise in Verbindung mit einer mittelbaren Umlaufheizung dargestellt. Der zum Anheizen der Wärmeübertragungsflüssigkeit bestimmte Hohlkörper 25' ist durch Leitungsrohre 26 und 27 mit einem Wärmeaustauschrohr 28 im Kocherabsorber A verbunden und wird durch den Gasbrenner 51 beheizt, der über das Rohr 52 mit dem elektromagnetisch gesteuerten Ventil 53 verbunden und über dieses an die Hauptgasleitung 54 angeschlossen ist. Vom Gasrohr 54 zweigt eine Zündflammenleitung 54' zu dem ebenfalls mit einem Elektromagnet verbundenen Ventil 55 ab, das über das Rohr 56 den Zündbrenner 57 speist. Dieser ist so ausgebildet, daß er einerseits die Heizflamme 58 für die Thermobatterie 59, andererseits über eine Nebenbohrung die Zündflamme 6o für die Heizflamme 4' des Kocherabsorbers liefert. In die Abgasleitung der Flamme 58 wird an einer erweiterten Stelle der temperaturabhängig magnetisierbare Teil39" der Steuerung gelegt, so daß derselbe dauernd, d. h. solange die Heizung der Thermobatterie anhält, mitbeheizt wird. Der Steuermagnet besteht aus dem Magnetjoch 44 aus Weicheisen, in dessen Luftschlitz 48 ein Anker 47" axial verschiebbar angebracht ist. Zweckmäßig parallel zur Erregerspule 45 ist der Teil 39" aus dem temperaturabhängig magnetisierbaren Material eingebaut, der, wie in allen bisher beschriebenen Ausführungen, als Behälter für das verflüssigte Kältemittel ausgebildet und mittels der Rohre 38 und 42 an die Vorkammer 34 bzw. an das NebQngefäß 43 im Kühlraum angeschlossen ist. Der Heizkörper des Teiles 39" entfällt bei dieser Anordnung, da die Beheizung durch die Abgase der Flamme 58 erfolgt. Die mechanische Verbindung zwischen dem Hauptbrennerventil 53 und der Magnetsteuerung besteht in der beliebig geführten Stange 61, die den Ventilteller 62 mit dem Anker 47" koppelt. Um auch die Zündflammenzuleitung und damit die Heizung der Thermobatterie gegen Ausströmen zu sichern, wird das Ventil 55 mit einem ebenfalls durch die Thermobatterie erregten Topfmagnet 63 ausgestattet, der den Ventilteller 64 so lange anhebt und damit die Leitung zur Zündflamme offen hält, als der Thermobatterie Wärme zugeführt wird. Der Ventilteller 64 ist durch eine beliebige Handhabe 65 vom Ventilsitze abhebbar.
  • Beim Anstellen der Heizung wird vorerst das Ventil 55 durch Heben des Tellers 64 mittels der Handhabe 65 geöffnet, dabei der Teller 64 an den Magnetkörper 63 gedrückt und die Flamme 58 bzw. 6o angezündet. Der sofort einsetzende Thermostrom der Batterie 59 erregt zunächst den kleinen Elektromagnet 63, so daß der Ventilteller 64 dauernd angehoben bleibt. Indessen ist der thermoelektrische Strom auf seinen Höchstwert angestiegen, so daß auch der Steuermagnet durch die Spule 45 voll erregt ist. Erreicht nun der Teil 39" durch Wärmeaustausch mit den Heizgasen jene Temperatur, bei der er praktisch unmagnetisch wird, so entwickelt sich der gesamte Kraftfluß im Luftspalt 48, hebt den Anker 47" und öffnet so das Ventil 53 durch Anheben des Tellers 62, das nunmehr in den Hauptbrenner 51 Gas eintreten läßt, wobei die Heizflammen q.' durch die Flamme 6o gezündet werden.
  • Tritt in den Behälter 39" verflüssigtes Kältemittel ein, so wird dieser, wie bereits beschrieben, magnetisch, entzieht dem Anker 47" den Großteil des Kraftflusses, wodurch letzterer in seine Ruhelage zurückfällt und damit den Gaszutritt zur Kocherabsorberheizung absperrt. Falls aus irgendwelchen Gründen, beispielsweise infolge Ausbleibens des Heizgases oder wegen einer Beschädigung an der Stromquelle des Systems oder anderen Leitungen ein Erlöschen der Gasflammen eintritt, fallen beide Ventile in ihre Ruhelage und sperren die Gaszuführung ab. Das neuerliche Anstellen der Heizug kann dann nur von Hand aus erfolgen, so daß die beschriebene Steuervorrichtung eine absolute Sicherung gegen das Ausströmen nicht entzündeten Leuchtgases darstellt. Es ist möglich, die beiden Magnetkörper, d. i. den Steuermagnet 44 und den Topfmagnet 63 zu einem einzigen Elektromagnet zu vereinigen, ebenso können die beiden Gasventile 53 und 55 so miteinander kombiniert werden, daß die gesamte Steuerungsapparatur aus einem Körper besteht.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Steuerung für eine absatzweise wirkende Absorptions- oder Adsorptionskältemaschine, bei der am Ende der Austreibeperiode über eine vom Verdampfer knapp unterhalb der Stelle des höchsten Kondensatstandes abzweigende Leitung flüssiges Kältemittel zu einer temperaturabhängigen, auf die Kocherabsorberheizung einwirkenden Steuereinrichtung überströmt, gekennzeichnet durch die Verwendung eines dauernd beheizten und während der Austreibeperiode über die höchste Kondensatiönstemperatur erwärmten elektromagnetischen Regelorgans von temperaturabhängiger Permeabilität, das die Kocherabsorberheizung abstellt, bzw. auf einen praktisch zu vernachlässigenden Wert vermindert, wenn es am Ende der Austreibeperiode durch überströmendes verflüssigtes Kältemittel gekühlt worden ist, dagegen nach Verdampfung des Kältemittels und nach erfolgter Aufheizung die Kocherabsorberheizung wieder anstellt bzw. auf den Höchstwert einregelt.
  2. 2. Steuerung für eine Kältemaschine nach dem Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetiche Kraftstrom in einem ganz oder teilweise aus ferromagnetischen Stoffen von temperaturabhängiger Permeabilität bestehenden Magnetjoch am Ende der Austreibeperiode infolge seiner Schwächung durch das Anfüllen eines Steuerungsbehälters mit flüssigem Kältemittel einen die Heizung des Kocherabsorbers eingeschaltet haltenden Anker freigibt, wodurch die Heizung unterbrochen wird (Fig. 2 u. 5).
  3. 3. Steuerung für eine Kältemaschine mit wechselstrombeheiztem Kocherabsorbernach dem Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit der Heizung (4) in Serie geschaltete Drossel (44', 45') zusammen mi't dem Magnetjoch verwendet wird, dessen temperaturabhängig magnetisierbarer Teil (39") durch eine elektrische Widerstandsheizung (4i) oder durch bei der Magnetisierung auftretende Wirbelströme oder durch beide zusammen dauernd beheizt wird (Fig 3).
  4. 4. Steuerung für eine Kältemaschine mit wechselstrombeheiztem Kocherabsorber nach dem Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Primärspule (45') mit einer mit der Heizung (4) in Serie geschalteten Sekundärspule (45") des Magnetjoches einen Transformator bildet (Fig. 4).
  5. 5. Steuerung für eine Kältemaschine mit einem gasbeheizten Kocherabsorber nach dem Anspruch i, bei welcher das Gas mittels eines durch eine dauernd beheizte Thermobatterie betätigten elektromagnetischen Ventils gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Magnetjoch (44) durch die von der Heizflamme (58) der Thermobatterie (59) abströmenden Verbrennungsgase dauernd beheizt wird (Fig. 6).
  6. 6. Steuerung für eine Kältemaschine nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Aufnahme des verflüssigten Kältemittels dienende Steuexä* behälter (3g) und ein mit ihm verbundenes und im Kühlraum angebrachtes Nebengefäß (43) zusammen derartige Abmessungen aufweisen, daß das Kältemittel in ihnen zur gleichen Zeit wie im Verdampfer (35) und in dessen Vorkammer (34) verdampft (Fig. i)-7. Steuerung für eine Kältemaschine, bei welcher der Verdampfer in einem mit Kühlsole gefüllten Behälter im Kühlraum angeordnet ist, nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß auch das Nebengefäß (43) im Kühlsolebehälter (37) untergebracht ist (Fig. i).
DEH147551D 1935-05-15 1936-05-12 Steuerung fuer Kaeltemschinen Expired DE669142C (de)

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