DE669136C - Verfahren zum Faerben von Mischgeweben aus Cellulosefasern und Acetatkunstseide mit Direktfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zum Faerben von Mischgeweben aus Cellulosefasern und Acetatkunstseide mit Direktfarbstoffen

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DE669136C
DE669136C DEC50060D DEC0050060D DE669136C DE 669136 C DE669136 C DE 669136C DE C50060 D DEC50060 D DE C50060D DE C0050060 D DEC0050060 D DE C0050060D DE 669136 C DE669136 C DE 669136C
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Gruenau Illertissen GmbH
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Chemische Fabrik Gruenau AG
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    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06P—DYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00—Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/82—Textiles which contain different kinds of fibres
    • D06P3/8204—Textiles which contain different kinds of fibres fibres of different chemical nature
    • D06P3/8223—Textiles which contain different kinds of fibres fibres of different chemical nature mixtures of fibres containing hydroxyl and ester groups
    • D06P3/8228—Textiles which contain different kinds of fibres fibres of different chemical nature mixtures of fibres containing hydroxyl and ester groups using one kind of dye

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Description

  • Verfahren zum Färben von Mischgeweben aus Cellulosefasern und Acetatkunstseide reit Direktfarbstoffen Beim Färben von Mischgeweben aus Cellulosefasern, Baumwolle, Viscosekunstseide, Kupferkunstseide, und Acetatkunstseide mit Direktfarbstoffen kann man die Acetatkunstseide dadurch reservieren, daß man Farbstoffe verwendet, die nur die Cellu losefasern, nicht aber die Acetatkunstseide anfärben. Bunteffekte kann man nach demselben Prinzip auf die Weise erzeugen, daß man außerdem das Mischgewebe mit Acetatkunstseidefarbstoffen färbt, die nicht auf Cellulose ziehen.
  • Die Erzeugung von reinen Weiß- bzw. Bun.treserven wird aber leicht dadurch beeinträchtigt, daß auch die Acetatk unstseide durch die Direktfarbstoffe mehr oder weniger oberflächlich angefärbt wird. Erfindungsgemäß wird dies dadurch verhindert, daß man dem alkalischen Färbebad, in dem das Mischgewebe mit Direktfarbstoffen gefärbt wird, Eiweißspaltprodulz:te von der Art der Lys:albn-und Protalbinsäure zusetzt. Auf diese Weise wird die Acetatkunstseide geschont, d. h. man verhindert die,oberflächliche Verseifung. Dies bewirkt, daß die Acetatkunstseide nicht angefärbt wird. Es werden daher reine Weiß- und Buntreserven erhalten.
  • Man hat zwar bereits vorgeschlagen, Acetatkunstseide in Mischgeweben mit Fasern aus Gelluloseoder regenerllerter Cellulose beim Färben mit Schwefelfarbstoffen. oder Küpenfarbstoffen dadurch zu reservieren, daß man Färbebäder verwendet, die einen Zusatz von geschwefelten Phenolen enthalten. Es erscheint naheliegend, diese bekannte Arbeitsweise auf das Färben von Mischgeweben mit Direktfarbstoffen zu übertragen. Eingehende Vergleichsversuche haben jedoch gezeigt, daß die geschwefelten Phenole den Nachteil zeigen, die Anfärbbarkeit der Cellul@osefasern durch Direktfarbstoffe herabzusetzen. Die Eiweißspaltprodukte von der Art der Lysalbin- und Protalbinsäure zeigen diesen Nachteil nicht. Außerdem haben die geschwefelten Phenole die Eigenschaft, den Glanz der Acetatkunstseidenfaser mehr oder weniger zu trüben und ihren Griff ungünstig zu beeinflussen, während dies bei den Eiweißspaltprodukten nicht der Fall ist.
  • Zur Veranschaulichung der Erfindung möge das folgende Beispiel' dienen. Beispiel ioo g eines Gemisches aus 5o % Viscosekunstseide und 5o °'o Acetatkunstseidengarn werden, wie üblich, mit substantiven Farbstoffen in der 3ofachen Menge einer Flotte, die a g Natriumsulfat krist., 0,3 g Natriumcarbonat wasserfrei, 0,4 g Benzoblau BB im Liter enthält (vgl. Schultz, Farbstofftabellen, 5. Auflage, Nr. 337), i Stunde bei 97 bis 99° C gefärbt. Der geringe Natriumcarbonatgehalt der Färbeflotte bewirkt, daß die Acetatkunstseidefasern .oberflächlich leicht verseift werden. Infolgedessen wird die Acetatkunstseide durch den substaxitiven Farbstoff schwach .angefärbt. Führt man dagegen den Färbevorgang unter den.. gleichen Bedingungen in einer Flotte durch, die außer den obergenannten Bestandteilen noch 3 g hoch-e. molekulare Eiweißspaltprodukte von der Axt der Lysalbin-oder Pnotalbinsäure im @itx enthält, so tritt keine Verseifung der Aceiyl cellulosefas,er ,ein. Die Acetatkunstseidebleibt daher rein weiß.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH' Verfahren zum Färben. von Mischgeweben aus Cellulosefasern und Acetat-,kunstseide mit Direktfarbstoffen, dadurch kennzeichnet, daß man alkalische Färbe- lr iverwendet, die Eiweißspaltprodukte
    von .der Art der Lysalbin- und Protälbinsäüre enthalten.
DEC50060D 1935-01-11 1935-01-11 Verfahren zum Faerben von Mischgeweben aus Cellulosefasern und Acetatkunstseide mit Direktfarbstoffen Expired DE669136C (de)

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