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Fahr und aufrichtbares Schaumgießrohr Gegenstand der Erfindung ist
.eine weitere Ausbildung des fahr- und aufrichtbaren, mittels einer Drehscheibe
drehbaren, fernrohrartig ausziehbaren Schaumgießrohres nach Patent 647 983. Dadurch,
daß bei diesem Schaumgießrohr die ausziehbaren Rohrteile von einem dreieckförmigen
Tragwerk getragen werden, das aus dem ersten Rohrteil, einem an dessen unterem Ende
starr befestigten Stützrahmen und einem den Stützrahmen mit dem freien Ende des
ersten Rohrbeiles verbindenden starren Gestänge besteht, wird eine sehr standfeste,
in jeder Lage verwendbare und trotzdem leicht zu bedienende Löschvorrichtung geschaffen.
Diese Vorrichtung erfüllt zwar in technischer Beziehung hinsichtlich des angestrebten
Zweckes alle an sie-gestellten Erwartungen, doch läßt sie sich noch vervollkommnen
und wirkungsvoller ausgestalten, wenn, wie gemäß der Erfindung vorgeschlagen wird,
der vorderste Rohrteil in mehrere gleichlaufend zueinander angeordnete, mit
je einem eigenen Zuführungsschlauch versehene Einzelrohre aufgeteilt ist,
die entweder mit einem gemeinsamen Mundstück oder mit je einem Einzelmundstück versehen
sind. Auf diese Weise läßt sich das Gießrohr zur gleichzeitigen Förderung verschiedener
Schaumarten verwenden. So kann z. B. durch den einen Rohrteil Luftschaum, durch
den anderen Rohrteil chemischer Schaum auf die Brandstelle ;geleitet werden, oder
es kann chemischer Schaum oder Luftschaum zusammen mit Kohlensäure oder anderen
feuererstickenden Gasen verwendet werden. Dies ist mitunter vorteilhaft, da die
verschiedenen Schaumarten bzw. die verschiedenen feuererstickenden Gase verschiedene
spezifische Gewichte haben und dementsprechend ihre Wirkung auf den Brandherd auch
in gewisser Hinsicht unterschiedlich ist. Während beispielsweise chemk
scher
Schaumentsprechend seinem verhältnismäßig hohen spezifischen Gewicht aus dem Mundstück
des Rohrteiles ziemlich senkrecht,' niederfällt und somit leicht auf eine be=;;
stimmte Stelle, vor allem den eigentlichM' Brandherd, zur Einwirkung gebracht werde',.
kann, verteilt sich der Luftschaum nach dem°.' Verlassen des Mundstückes infolge
seines leichteren spezifischen Gewichtes auf eine größere Fläche, so daß auf eine
größere Brandfläche auch an ihren Rändern eingewirkt werden kann; entsprechend verschiedenartig
verhalten sich auch Kohlensäure und andere feuererstickende Gase mit verschiedenem
spezifischen Gewicht. Auch können in an sich bekannter Weise verschiede Stoffe,
die bei ihrer Vereinigung ein Löschm üel!, z. B. Schaum, ergeben, getrennt voneinander
bis zu einem gemeinsamen Mundstück geführt-werden.
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Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform ergibt sich, wenn die Einzelrohre
des vordersten Rohrteiles verschiedene Länge haben, so daß ihre Mundstücke Abstand
voneinander haben und leicht eine größere Brandfläche .überdecken können.
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In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
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Abb. i zeigt das gesamte Gerät betriebsfertig mit eingezogenen Rohrteilen
in der Seitenansicht.
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Abb.2 und 3 sind Querschnitte durch die Rohrteile verschiedener Ausbildungsformen,
und Abb. q. zeigt in schaubildlicher Darstellung den vordersten Rohrteil mit mehreren
verschieden langen Mundstücken.
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Das aus mehreren fernrohrartig zusammengesetzten Rohrteilen 6, 6',
6" bestehende Schaumgießrohr ist .auf der auf dem Fahrgestell 2, q. angeordneten
Drehscheibe i aufrichtbar gelagert. Die Drehung der Drehscheibe i erfolgt mittels
einer auf eilen Zapfen 27 eines Schneckenrades aufsetzbaren Kurbel. Auf der dem
Gießrohr gegenüberliegenden Seite trägt die Drehscheibe einen kastenähnlichen Aufbau
33, der als Gegengewicht für das eigentliche Schaumgießrohr dient und zweckmäßig
aus Rahmenstreben gebildet wird, in .die mit Sand oder Wasser gefüllte Behältereingesetzt
sind. Das Gießrohr selbst enthält an seinem hinteren Teil ein dredueckförmiges Tragwerk,
das aus dem ersten Rohrteil 6, dem an seinem unteren Ende befestigten Stützrahmen
5 und einem das freie Ende des ersten Rohrteiles 6 mit dem Stützrahmen 5 verbindenden
starren Gestänge 5' besteht. Von den oberen Enden der senkrechten Pfosten des Stützrahmens
5 erstrecken sich zwei Verspannungsseile i o zum vorderen Ende des mittleren Rohrteiles
6', wo sie über eine dort vorgesehene Rolle in das Innere des Rohres geführt sind.
Alle fernrohrartig ausziehbaren Rohrteile sind durcheinander durch Zugseile xevet;bunden,
die es ermöglichen, die Rohre auswieder einzuziehen. Als Aufrichtemittel @T e4en
zwei Schraubenspindeln 8, deren Mutt tü 18 in am oberen Ende des Stützrahmens 5
angebrachten Schwenklagern herausnehmbar gelagert sind. Die hinteren Enden der Schraubenspindeln
8 sind an dem als Gegengewicht dienenden Aufbau schwenkbar angebracht, so daß sie
entsprechend der Verschwenkung .des Trag,verkes beim Aufrichten der Rohre um den
erforderlichen Winkelbetrag nachgeben können. Der Spindeltrieb wird durch auf Zapfen
23 aufsetkbare Kurbeln betätigt. Der erste Rohrteil 6 hat an seinem hinteren Ende
einen gabelförmig ausgebildeten Lagerfuß 22, der mittels Bolzen an den senkrechten
Pfosten des Stützrahmens 5 lösbar befestigt ist. Der Stützrahmen 5 selbst besitzt
seitliche Lagerzapfen i i, die in auf der Drehscheibe. i zu beiden Seiten angeordneten
Lagern derart eingreifen, daß das Tragwerk mit den Rohrteilen in diesen Lagern schwenkbar
und somit aufrichtbar ist.
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Der vorderste ausziehbare Rohrteil 6" besteht nun gemäß der
Erfindung aus mchreren ,gleichlaufend und bündelförmig zueinander angeordneten-Einzelrohren,
. die jeweils mit einem in der Zeichnung nicht dargestellten eigenen Zuführungsschlauch
versehen sind. Gemäß Abb. i besteht der vorderste Rohrteil 6" aus den beiden
übereinander an-,geordneten und durch .einen Steg miteinander verbundenen Rohren
7 und 7'. Es können aber auch gemäß der Querschnittsdarstellung nach Abb.3 je zwei
übereinanderliegende Rohre 7 und 7' paarweise nebeneinander angeordnet sein, so
daß der vorderste Rohrteil aus vier Einzelrohren besteht. Bei .der Ausbildung nach
Abb. 2 haben die Rohrteile 6 und 6' zweckmäßig die dargestellte ellipsenähnliche
Querschnittsform. In den Zwischenräumen, zwischen den Rohrteilen laufen die Zugseile
13.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 3 weist das Gießrohr vier ausziehbare
Rohrteile 6, 6', 6" und 6"' auf, wobei die Rohrteile 6, 6' und 6"' aus Formstäben
;gebildet sind, die sich gegenseitig in der dargestellten Weise führen. Der vorderste
Rohrteil6" besteht dagegen aus den vier gleichlaufend zueinander angeordneten Einzelrohren
7, 7'.
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Da. an jedes der Einzelrohre des vordersten Rohrteiles 6" ein eigener
Zuführungsschlauch angeschlossen ist, der durch das Innere der übrigen Rohrteile
geführt ist, können somit durch das Gießrohr verschiedenartige Löschmittel gleichzeitig
oder- nacheinander hindurchgeschickt werden, beispielsweise also
chemischer
Schaum zusammen mit Luftschaum, weiterhin Kohlensäure und sonstige erstickende Gase.
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Mit ihrem vorderen Ende münden die: Einzelrohre 7, 7' entweder in
ein. glemeim-' sames Mundstück, oder jedes Einzelrohr ist mit einem Einzelmundstück
versehen:. Diese Einzelmundstücke und die zugehörigen Einzelrohre können unter sich
verschiedene Länge haben, wie es in Abb. 4. veranschaulicht ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel
besteht der vorderste Rohrteil 6"entsprechend der Querschnittsdarstellung nach Abb.
3 aus vier Einzelrohren. Mittels einer Verflanschung 9 sind an diese Einzelrohre
je ein Mundstück 12, 13, 1q., 15 angeschlossen. Diese Mundstücke haben untereinander
verschiedene Länge, reichen also verschieden weit über den Brandherd hinaus. Zweckmäßig
liegen hierbei auch die GieBffnungen der Mundstücke in verschiedenen Ebenen, so
daß die verschiedenen Löschmittel entsprechend der Richtung der Mundstücke verschieden
weit geführt werden. Auf diese Weise können z. B. von den kürzeren Mundstücken 12,
13 Löschschaum oder erstickende Gase annähernd senkrecht zur Rohrachse herausgeschleudert
werden, .während aus den weiter reichenden Mundstükken 14, 15 die Löschmittel im
Winkel austreten.