DE667540C - Vorrichtung zum selbsttaetigen Bewegen der Mulde von Muldenpressen - Google Patents

Vorrichtung zum selbsttaetigen Bewegen der Mulde von Muldenpressen

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DE667540C
DE667540C DEG93444D DEG0093444D DE667540C DE 667540 C DE667540 C DE 667540C DE G93444 D DEG93444 D DE G93444D DE G0093444 D DEG0093444 D DE G0093444D DE 667540 C DE667540 C DE 667540C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C15/00Calendering, pressing, ironing, glossing or glazing textile fabrics
    • D06C15/04Calendering, pressing, ironing, glossing or glazing textile fabrics between rollers and co-operating concave surfaces

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum selbsttätigen Bewegen der Mulde von Muldenpressen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum selbsttätigen Bewegen der Mulde von Muldenpressen mit mechanisch angetriebener Druckvorrichtung, bei welcher die Mulde mittels eines unter regelbarem und ablösbarem Federdruck stehenden Hebelwerkes einstellbar ist.
  • Die bekannten Walzenpressen erfordern zum An- und Abstellen der Preßmulde eine Antriebsvorrichtung, die in üblicher Weise von Hand mittels Handrädern bedient wird. Bei Anliegen der Mulde an der Walze, also im angestellten Zustand, tritt dann noch eine zusätzliche Druckgebung durch die Druckfeder ein, die wiederum von einem Handrad unter Zwischenschaltung von Gewindespindeln mehr oder weniger gespannt wird, um die Größe des Druckes der Mulde an die Wälze beeinflussen zu können.
  • Ein übelstand dieser Vorrichtung ist der, daß die An- und Abstellung der Mulde große Kraft erfordert. Man sucht dies dadurch zubeheben, daß man genügend viel Übersetzungen einbaut, was aber wieder den Nachteil hat, daß das An- und Abstellen zu viel Zeit erfordert, wodurch besonders bei zu später Abstellung der Mulde beim< Durchlauf des Warenendes die Preßflächen unmittelbar aufeinanderzuliegen kommen und dadurch leicht zerstört werden.
  • An Maschinen, die statt mit Federdruck mit hydraulischem Druck, und zwar selbsttätig arbeiten, hat man diesen Übelstand insofern schon behoben, indem die Druckflüssigkeit durch Ventile abgelassen wird, wodurch sich die Mulde selbstätig senkt; im entgegengesetzten Falle beim Heben der Mulde wird eine Pumpe in Tätigkeit gesetzt, die den Druck wiederherstellt. Diese Ausführung hat aber den Nachteil, daß das An- und Abstellen der Mulde verhältnismäßig sehr langsam vor sich gebt, mithin viel Zeit erfordert.
  • Ein weiterer Übelstand an Walzenpressen ist, daß die eingestellten Druckstärken wohl bei immer gleichen Stoffstärken einen gleichen Druck auf das Gewebe ausüben, jedoch bei Durchlaufen von stärkeren und schwächeren Geweben durch das sich ergebende Mehr-oder Wenigerzusammendrücken der Druckfeder Druckdifferenzen eintreten,.
  • Auch dieser Übelstand konnte bisher nur an hydraulischen Pressen zum Teil behoben «-erden, indem in die Flüssigkeitsleitung ein Akkumulator eingeschaltet wurde, der ein Einregeln der Mulde auf stärkere oder dünnere Waren zuläßt und somit eine Veränderung des eingestellten Druckes zum Teil verhindert werden kann. Da aber diese hydraulischen Pressen infolge der hohen Atmosphärendrücke äußerst kräftige Dichtungen in den Zylindern erfordern, ergeben sich hohe Reibungsziffern, die wiederum ein vollkommen selbstätiges Bewegen der Mulde zur hindurchlaufenden Stoffstärke nicht restlos erreichen lassen.
  • Es ist ferner eine Muldenpresse mit ortsbeweglicher Mulde bekannt, bei welcher der Druck auf elektrischem Wege unter Verwendung eines an sich bekannten Induktionsmotors erzeugt wird. Die Verstärkung des Preßdruckes wird hierbei durch verstärkte oder verminderte Stromzufuhr durch Regeln des Widerstandshebels an Hand einer Skala 'herbeigeführt. Bei dieser bekannten Muldenpresse konnte der Druck zwischen Mulde und Muldenwalze beliebig eingestellt werden. Es. war aber nicht möglich, diesen Druck .so elastisch zu gestalten, wie es bei Federdruck der Fall ist. Auch fehlt das selbsttätige Tiefersteuern der Mulde bei geringem Ansteigen des Preßdruckes.
  • Nach der vorliegenden Erfindung werden diese Nachteile der bisher bekannten Walzenpressen dadurch behoben, daß der Antrieb für die Muldenbewegung auf dem einen Arm eines Winkelhebels gelagert ist, dessen@anderer, gegen eine Feder sich abstützender Arm auf die Kontakte für das Ein- und Ausschalten des Muldenantriebes einwirkt, und- daß der Träger der Kontakte durch eine Stellvorrichtung, z. B. mit einem den Preßdruck angebenden Zeigerwerk, einstellbar ist. Die Kontakteinstellvorrichtung ist hierbei mit einem den Preßdruck angebenden Zeigerwerk versehen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Heb- und Senkvorrichtung für die Preßmulde aus einer Zugspindel, deren Mutter von einem Getriebe in der einen oder anderen Drehrichtung angetrieben wird. Die Zugspindel ist dabei an einem an der Muldenpresse angebrachten Hebelwerk und an einem unter Federdruck stehenden Winkelhebel angelenkt.
  • Außerdem ist vor der Mulde eine Fühlstange oder ein Fühlhebel angeordnet, der mit einem Kontakt zusammenwirkt, der bei Stofffalten oder dem Stoffende ebenfalls das Absenken der Mulde bewirkt.
  • Durch diese Vorrichtung wird der Vorteil erzielt, daß das immerhin Kraft erfordernde An- und Abstellen der Mulde von Hand wegfällt, indem das Heben und Senken der Mulde durch entsprechendes Einschalten des Antriebswerkes, z. B. eines Elektromotors, geschieht. Hierbei kann die Druckbelastung zwischen Walze und Mulde durch eine Stellvorrichtung entsprechend dem auf einer Meßuhr eingestellten Druck selbsttätig eingestellt werden. Werden verschieden starke Stoffe auf der Presse behandelt, so wird durch die hierbei eintretende höhere oder tiefere Bewegung derMulde dieStellvorrichtung selbsttätig geregelt und hierdurch der Preßdruck auf gleicher Höhe gehalten.
  • Die Erfindung ist auf der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführung dargestellt. Abb. i zeigt einen Längsschnitt durch die gesamte Muldenpresse, Abb.2 zeigt die Anzeigevorrichtung mit den elektrischen Kontakten, in Abb. 3 und q. ist in einem Querschnitt und einer Vorderansicht ein Ausführungsbeispiel dargestellt, um beim Einlauf des Tuchendes in die Muldenpresse die Stellvorrichtung selbsttätig in Wirkung treten zu lassen, um die Mulde abzusenken.
  • Wie aus der Abb. z ersichtlich ist, wird die Mulde i durch die beiden Hebel 2 und 3 und die dazugehörigen Zugstangen 2', 3 beim Ziehen an dem langen Schenkel 3" des Hebels 3 in Pfeilrichtung 4 nach oben in Pfeilrichtung 5 an die Walze gedrückt. Die Bewegung des Hebels 3 geschieht durch eine Zugspindel 6, deren Mutter von einem Schnekkengetriebe 7, 7' angetrieben wird. Dieses Schneckengetriebe ist mittels eines Bügels 8 am Druckhebel 9 drehbar gelagert. Die obere Nabe 9' des Druckhebels 9 drückt an eine Druckfeder io in Pfeilrichtung ii. Auf der Nabe 9' ist ein Ansatz 9" befestigt, der auf die Kontakte, und zwar auf den Anlaßschalter 12' und auf den Abstellschalter 12, einwirkt. Diese beiden Kontakte 12' und 12 befinden sich auf einem verstellbaren Schlitten 13, welcher von einer Spindel 1q., die in einem festen Steheisen 15 gelagert ist, bewegt wird. An dem Steheisen 15 ist noch eine Meßuhr mit einer Einstellskala 16 befestigt, deren Zeiger 17 von einem Zahnrad 18 bewegt wird, welches seinen Antrieb von der Zahnstange 13' des Schlittens 13 erhält.
  • Wie aus Abb. 3 und 4. ersichtlich, ist kurz vor der Preßwalze noch eine Fühlstange i9 oder ein Fühlhebel o. dgl. angeordnet, welche durch das in die Preßwalze einlaufende Tuch in der oberen Stellung gehalten wird. Läuft das Ende des Tuches in die Preßwalze, so wird der Fühlstange oder dem Fühlhebel i9 die Unterlage entzogen und durch Niedersinken der Fühlstange oder des Fühlhebels ein elektrischer Kontakt 2o, der zu Kontakt 12' parallelgeschaltet ist, geschlossen, wodurch ebenfalls das Absenken der Mulde herbeigeführt wird.
  • Die Arbeits- und Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Wird der zu pressende Stoff zwischen Mulde und Walze eingeführt, so wird der Elektromotor, welcher die Schnecke 7' antreibt, auf Hochfahren eingeschaltet, wodurch das Schneckenrad 7 die Spindel 6 in Pfeilrichtung q. nach unten zieht, womit die Hebel 2 und 3 gedreht und die Zugstangen 2' und 3' und die Mulde i in Pfeilrichtung 5 nach oben gedrückt werden. Kommt die Mulde zum Anliegen an die Walze, so lassen sich die Hebel 2 und 3 nicht weiterbewegen, was zur Folge hat, daß durch die weiterarbeitende Stellvorrichtung 1q. der Hebel g in Pfeilrichtung ii bewegt und die Feder io zusammengedrückt wird.
  • Vor dem Einlegen der Ware in die Walzenpresse oder während des Hochfahrens der Mulde wird der Schlitten 13 von Hand. mittels der Spindel 14 so eingestellt, daß der Zeiger 17 auf der Skala 16 den gewünschten Preßdruck anzeigt, mit dem die Ware behandelt werden soll.
  • Kommt die Mulde zum Anlegen ag.Aie Preßwalze, so wird, wie oben beschrieben, durch die weiterarbeitende Stellvorrichtung durch den Druckhebel die Druckfeder mehr belastet und durch den Ansatz g" des Druckhebels g' der Abstellschalter 12 äusgeschaltet, wodurch das Triebwerk, z. B. ein Elektromotor, stillgesetzt und die Bewegung der Mulde unterbrochen wird.
  • Das Triebwerk für die Muldenbewegung bleibt nun so lange in Ruhe, bis keine Veränderung des zu pressenden Tuches eintritt. Würde beispielsweise ein stärkeres Stück folgen, so wird sich naturgemäß die Mulde nach unten bewegen, also entgegengesetzt der Pfeilrichtung-, was zur Folge hat, daß der Hebel g in Pfeilrichtung i i sich weiterbewegen und die Feder weiter zusammendrücken wird. Sofort bei Beginn dieser Bewegung wird sich der Kontakt, derAnlaßschalter 12, , schließen, wodurch der Elektromotor eingeschaltet wird, und zwar in entgegengesetzter Drehrichtung, wie vorher beschrieben, um ein Senken der Mulde zu erreichen. Diese Bewegung wird so lange andauern, bis der auf der Meßuhr eingestellte Preßdruck erreicht ist. Ist der Preßdruck erreicht, so wird der Kontakt 12' unterbrochen.
  • Wird beispielsweise ein schwächeres Stück Tuch in die Muldenpresse hineingelassen, so wird durch .den Druck der Feder io die Mulde sofort nach oben bewegt; der Hebel g arbeitet entgegengesetzt der Pfeilrichtung i i, und die Feder io dehnt sich aus, was wiederum zur Folge hat, daß der Kontakt 12 geschlossen wird, der Motor schaltet ein auf »Heben der Mulde«, was wiederum so lange geschieht, bis die Feder io auf den eingestellten Druck angespannt ist und der Kontakt 12 sich öffnet, um den Antrieb stillzusetzen.
  • Eine nach der Erfindung gebaute Muldenpresse arbeitet demnach vollkommen selbsttätig und wird auf die Ware, ganz gleich, welche Stärke dieselbe besitzt, stets den gleichen Preßdruck ausüben. Auch beim Hindurchlaufen einer Falte oder der Naht zwischen zwei zusammengenähten Stücken tritt das Getriebe in Tätigkeit, die Mulde sinkt selbsttätig, um dann unmittelbar nach Durchgang der Naht wieder bis zum angestellten Druck hochzufahren. Ganz gleich, wie oft die Mulde abgesenkt wird, um neue Stücke einzulegen, stets geht beim Einschalten der Antriebsvorrichtung die Mulde bis auf den eingestellten Druck hoch.

Claims (3)

  1. PATrNTANSI'RÜCIIL: i. Vorrichtung zum selbsttätigen Bewegen der Mulde von Muldenpressen mit mechanisch angetriebener Druckvorrichtung, bei welcher die Mulde mittels eines unter regelbarem und ablösbarem Federdruck stehenden Hebelwerkes einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb für die Muldenbewegung auf dem einen Arm eines Winkelhebels (g) gelagert ist, dessen anderer, gegen eine Feder sich abstützender Arm. (g') auf Kontakte für das Ein- und Ausschalten des Muldenantriebes einwirkt, und daß der Träger der Kontakte (12, I2') durch eine Stellvorrichtung (i4) einstellbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakteinstellvorrichtung (i4) mit einem den Preßdruck angebenden Zeigerwerk (I6) versehen ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Heb- und Senkvorrichtung für die Preßmulde aus einer Zugspindel (6) besteht und deren Mutter (7) von einem Getriebe (7') in der einen oder anderen Drehrichtung angetrieben wird und die Zugspindel (6) an dem Zughebel (3) angelenkt und in einem an den gegen die Feder (io) anliegenden Winkelhebel (g) angelenkten Bügel (8) geführt ist. q.. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Mulde eine Fühlstange oder ein Fühlhebel angeordnet ist und mit einem Konitakt (20) zusammenwirkt, der bei Stoffalten oder dem Stoffende ebenfalls das Absenken der Mulde bewirkt.
DEG93444D 1936-08-01 1936-08-01 Vorrichtung zum selbsttaetigen Bewegen der Mulde von Muldenpressen Expired DE667540C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE918092C (de) * 1950-12-10 1954-09-20 Loehe & Dr Ross G M B H Kleinkalander
DE1056572B (de) * 1954-01-28 1959-05-06 Ferd Mathonet Maschinenfabrik Muldenpresse
DE974373C (de) * 1950-02-04 1960-12-08 Franz Mueller Maschinenfabrik Muldenpresse

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