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Trag- und Abwurfvorrichtung für Lasten, insbesondere Bomben, von Luftfahrzeugen
aus Die Erfindung betrifft eine Trag- und Abwurfvorrichtung für Lasten, insbesondere
Bomben, von Luftfahrzeugen aus, bei welcher ein die Last tragender Hebel bei Verstellung
eines zwischen Rollen geführten Schiebers freigegeben und die Last dadurch ausgelöst
wird. Derartige Vorrichtungen sind bereits bekannt. Bei den bekannten Vorrichtungen
trägt der durch den Schieber betätigte Auslösehebel die Bombe o. dgl. nicht direkt,
sondern dient lediglich als Arretiervorrichtung für den einen weiteren Hebel, der
die Bombe trägt und bei Verstellung des. Schiebers und damit des Arretierhebels
freigegeben wird. Dies ergibt eine verhältnismäßig verwickelte und schwere Konstruktion,
die infolge der Anordnung :einer ganzen Reihe bewegter Teile nicht unbedingt zuverlässig
ist. Außerdem sind bei Verstellung des den eigentlichen Traghebel haltenden Arretierhebels
ziemlich erhebliche Reibungskräfte zu überwinden.
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Die Erfindung vermeidet diese nachteilige Anordnung und besteht darin,
daß je zwei zu beiden Seiten des Schiebers liegende Rollen derart angeordnet sind,
daß die eine sich gegen den Schieber legende Rolle an dem die Last unmittelbar tragenden
Hebel gegenüber der anderen im Gestell gelagerten Rolle angeordnet ist. Hierdurch
wird eine einfache und leichte Trag- und Abwurfvorrichtung für die Lasten geschaffen,
die nur wenige "feile enthält, und durch die die Lasten sicher gehalten und doch
leicht und zuverlässig zum Abwurf gebracht werden können. Die beiden Rollen legen
sich ,also derart gegen den Schieber, daß ein Biegu;ngsmoment auf diesen praktisch
.nicht ausgeübt wird.
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Auf .der Zeichnung sind vier Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen
Vorrichtung dargestellt.
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Abb. z zeigt die erste Ausführung im Grundriß.
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Abb. 2 ist ein Querschnitt nach Linie II-II in Abb. i.
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Abb. 3 ist ein in größerem Maßs,tabe gelialtener Querschnitt nach
Linie 111-III in Abb. i. Die Abb. 4. und 5 zeigen Einzelheiten in ebenfalls größerem
1Vlaßs:tabe.
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Die Bomben werden .an einem Rahmen oder Gestell i (Abt. i) angebracht,
das z. B. rechteckig .ausgeführt ist und ,an der Unterseite einer Tragfläche oder
des Rumpfes cinrs Flugzeuges befestigt wird. Der Rahmen enthält
in
der Längsrichtung des Flugzeuges z. B: vier Stege 2 und quer zu diesen eine Schiene
3, die im Querschnitt ein nach unten offenes U aufweist. An den unteren Enden
von Schraubenbolzen 5 sind Bogenstücke @.' .angebracht, von denen nur ein Paar gezeich
net ist und die der Form der zur Verwendubg@' kommenden Bomben angepaßt sind. Die
Schraubenholzen-5 treten ,durch Schlitze in den Stegen 2 hindurch und-sind in der
Längsrichtung der Stege 2 verstellbar. Die Schraubenbolzen 5 haben geriändelte Köpfe
6, durch deren Drehen sich die Bogenstücke q., 4.' s@enkrecht verstellen lassen.
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An jeder Kreuzungsstelle der Schiene 3 mit den Stegen 2 ist eine aus
den Abh. 3 bis 5 ersichtliche Einrichtung 7, 7 ; 7", 7'/t angebracht, die
zwei Seitenplatten 8, 8' enthält, zwischen denen ein Traghebel 9 für .die Bombe
angeordnet ist. Der Hebel ist um einen Zapfen io drehbar, der durch die Seitenplatten
8; 8' hindurchgeht. Das eine Ende 9' des Hebels ist als Haken zum Aufhängen der
Bombe ausgebildet, und das andere Ende trägt eine Rolle 12. Die Seitenplatten 8,
8' erstrecken sich gegenüber der Rollre 12 nach oben und enthalten eine Rolle 13,
die auf einem in die Plattenverlängerungen eingesetzten Zapfen 14. drehbar ist.
Der Zapfen 14 steht parallel zu der Drehachse der Rolle 12. tauf einen Stift 16,
der Teichfalls in die Seitenplatten 8, 8' eingesetzt ist, ist eine Falle 15 drehbar
aufgesetzt, die durch eine Feder 17 nach unten gedrückt wird. Hierbei legt sich
ein Ansatz 15' der Falle 15 gegen einen Anschlag 18, so daß sich die Falle
nicht weiter als in vollen Linien gezeichnet nach unten bewegen kann. Der Anschlag
18 besteht aus einem Querstift und dient ebenso wie der Niet i i dazu, die beiden
Seitenplatten 8; 8' zu verbinden und in dein erforderlichen Abstand zu halten. Die
Einrichtungen selbst werden in der Schiene 3 durch Stifte i 9 gehalten, die durch
die Seitenwände ,der Einrichtung und die senkrechten Schenkel der Schiene 3 hindurchgehen.
Die Oberseite der Schiene 3 ist über den vorher beschriebenen Einrichtungen ausgeschnitten,
so daß die Ansätze der Seitenplatten 8, 8' mit den Rollen. 13 durch die Ausschnitte
hindurchtreten können und zwar so weit; daß ein Schieber äo zwischen der Oberseite
der Schiene 3 und den Rollen 13 Platz findet. Der Querschnitt des Schiebers 20 ist
so bemessen, daß er im Ruhezustande die Rolle 12 in dem erforderlichen Abstand von
der Rolle 13 hält: Der Schieber 20 -wird durch Federn 21 (Abh. 1 ) gegen einen Anschlag
nach rechts gedrängt und. hat für eine jede Einrichtung einen Schlitz.' Der Schieber
2o ist bei 23 an die Schnur der das Stabsystem der Auslösevorrichtung angeschlossen
und kann auf diese Weise entgegen der Spannung der Federn 21 verschoben. werden.
Die Schnur läuft über Rollen, zünd die Stäbe sind mit Hebeln verbunden, die erforderliche
Verbindung mit der üslösevorrichtung des Flugzeuges zu ergeben. Die Bomben werden
angehängt, während der Schieber 2o durch die Federn 21 gegen seinen Anschlag gehalten
'wird. Ein an der Bombe, und zwar etwa über deren Schwerpunkt angebrachter Ring,
der mit strichpunktierten Linien angedeutet ist, wird von unten her gegen die Fallei
5 gedrückt, die sich unter Spannung der Feder 17 hebt, worauf der Ring über das
hakenförmige Ende g' des Hebels 9 geschoben -wird, worauf die Fallei 5 wieder zurückschnappt.
Hierauf schraubt man die Bogenstücke 4., 4.' bis auf die Bombe herab, so daß sie
in der Längs. richtung des Luftfahrzeuges festgestellt wird. Durch das Gewicht der
an dem Haken 9' hängenden Bombe wird die Rolle 12 gegen die Unterseite des Teiles
des Schiebers gedrückt, der sich zwischen zwei benachbarten Öffnungen befindet.
Die Rolle 1 s befindet sich dabei unmittelbar unter der Rolle 13, so daß der Schieber
zwischen diesen beiden Rollen nur festgehalten, aber nicht auf Biegung beansprucht
-wird: Soll die Bombe aus gelöst -werden, so wird der Schieber 2o von rechts nach
links verschoben. Die Öffnungen in ihm sind so verteilt und bemessen, da13 die am
weitesten links befindliche .über der Rolle 12 der Einrichtung 7 zu stehen kommt,
bevor die anderen Öffnungen und das rechte Ende des Schiebers 2o die Rollen 12 der
anderen Einrichtungen 7'j 7", 7"' erreichen. Die Rolle 12 der Einrichtung
7 geht durch die ihr ,gegenüberstehende Öffnung in dem Schieber 2o empor, !der Haken
9' geht nieder, und der Ring der Bombe gleitet von ihm ab, so daß .diese niederfällt.
Bei der weiteren Bewegung des Schiebers 2o nach links kommt zunächst die zweite
Öffnung gegenüber der Rolle 12 der Einrichtung 7'; alsdann die dritte Öffnung gegenüber
der Rolle 12 der Einrichtung 7" und schließlich das rechte Ende des Schiebers 20
gegenüber der Rolle i2 der i Einrichtung 7"' zu stehen, so daß die vier Bomben nacheinander
abgeworfen werden. Nachdem die Bomben freigegeben sind, legen sich die Hebel 9 gegen
ihre Anschläge i i.
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Die Bomben können indessen auch durch schrittweise Bewegung des Schiebers
20 einzeln oder in schneller Folge durch eine volle Verschiebung des Schiebers 2o
abgeworfen -werden.
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Der Drehpunkt der Hebel 9 liegt den Haken 9' wesentlich näher als
den Rollen 12, so daß deren Druck _-egen den Schieber 20
nur einen
kleinen Teil des Bombiengewichtes beträgt. Da die Rollen 12 und 13 so angeordnet
sind, daß sie auf den Schieber 20 keine biegende Wirkung ausüben, so läßt sich letzterer
leicht bewegen, weil im wesentlichen nur die durch den Druck der Rollen verursachte
Reibung zu überwinden ist. @ Die nicht ausgeschnittenen Teile des Schiebers sind
ferner hinreichend lang, um etwaige Streckungen oder andere Veränderungen in der
Länge der Schnur oder der sönstigen Mittel auszugleichen, durch die der Schieber
von der Auslö.sevorrichtung bewegt wird.