DE662969C - Verfahren zur Verwertung von tonerde- und kieselsaeurereichen Hochofenschlacken - Google Patents

Verfahren zur Verwertung von tonerde- und kieselsaeurereichen Hochofenschlacken

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DE662969C
DE662969C DER93905D DER0093905D DE662969C DE 662969 C DE662969 C DE 662969C DE R93905 D DER93905 D DE R93905D DE R0093905 D DER0093905 D DE R0093905D DE 662969 C DE662969 C DE 662969C
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Germany
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slag
alumina
blast furnace
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furnace slag
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DER93905D
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Dr Otto Johannsen
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Roechlingsche Eisen und Stahlwerke GmbH
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Roechlingsche Eisen und Stahlwerke GmbH
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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B3/00General features in the manufacture of pig-iron
    • C21B3/04Recovery of by-products, e.g. slag
    • C21B3/06Treatment of liquid slag
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/02Aluminium oxide; Aluminium hydroxide; Aluminates
    • C01F7/20Preparation of aluminium oxide or hydroxide from aluminous ores using acids or salts
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B2400/00Treatment of slags originating from iron or steel processes
    • C21B2400/02Physical or chemical treatment of slags
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Description

  • Verfahren zur Verwertung von tonerde- und kieselsäurereichen Hochofenschlacken Wenn man arme, tonige Eisenerze ohne Kalkzuschlag bei saurer Schlackenführung verhüttet, entfällt eine Hochofenschlacke, die durch hohe Gehalte an Tonerde und Kiesel.-i gekennzeichnet ist. Diese Schlacke bils iiure , det eine spröde glasartige Masse, -die nur schwer in den kristallinischen Zustand überzuführen ist. Als Beispiel wird nachstehend die Zusammensetzung einer derartigen Hochofenschlacke mitgeteilt, die beim Verhütten von südbadischen Doggererzen zwecks Herstellung von Roheisen für die Thomasstahlerzeugung entfällt:
    Si 02 ............. 45 °l o
    Ca O ............. 25 °1o
    A12 0g ............ 21 oio
    Fe O ............. 2,5 °/o
    Mg O ............. 4,5011.0
    K2 0 .............. 3,0 °!o
    Die bei der Verhüttung derartiger armer Erze entfallende Schlackenmenge ist sehr bedeutend. Bei den obenerwähnten Doggererzen entfallen je t Roheisen 2,4 t Schlacke. Die Unterbringung der Schlacke auf Halden entzieht der Landwirtschaft wertvolles Gelände. Es ist deshalb zu versuchen, die Schlacke auf andere Weise unterzubringen; und zwar möglichst nutzbringend.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß man diese Schlacke zur Gewinnung von Tonerde verwenden kann. Der Gedanke, Hochofenschlacke auf Tonerde zu verarbeiten, ist an sich bekannt, neu ist aber der Vorschlag, hierzu eine kieselsäurereiche Schlacke zu verwenden, um den Verbrauch an Säure beim Aufschließen der Schlacke zu verringern. Die Erfindung geht aus von der Tatsache, daß der Aufschluß um so weniger Säure benötigt, je weniger Kalk und Magnesia zu binden sind. Dies ist von großer Bedeutung, denn auch in dem Falle, daß man zum Aufschluß Salpetersäure und das gebildete Calciumnitrat als Düngemittel verwendet oder durch Glühen wieder daraus die Salpetersäure zurückgewinnt, steigen die Betriebskosten.
  • Der Verwendung derartiger glasiger Schlacken zu Tonerdegewinnung stand bisher das Bedenken entgegen, daß .diese Schlacken von starken Säuren (Salzsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure) mit Ausnahme von Flußsäure zu langsam zersetzt werden, weil sie in ihrer Zusammensetzung den eigentlichen Gläsern nahe stehen. Um festzustellen, ob .die bei der beabsichtigten Verhüttung derartiger Erze mit saurer Schlackenführung entfallende Schlacke genügend leicht von Säure aufgeschlossen wird, wurde das Erz in einem kleinen Versuchshochofen durchgeschmolzen und das Verhalten der in Wasser granulierten und .der langsam erstarrten Schlacke gegen Säuren festgestellt. Es ergab sich, daß
    beide Arten von Schlacke durch Säure fast
    augenblicklich unter starker Wärmeentwick-
    lung zersetzt werden. Es 'besteht in dri
    Hinsicht kein wesentlicherUnterschiedg
    über der üblichen basischen Hochdfensch
    Die weitere Behandlung des Aufschfuß-, erzeugnisses erfolgt in nachstehender, an sich bekannter Weise. Zuerst .wird die Kieselsäure abfiltriert, die bei der Behandlung der Schlacke mit Salpetersäure gut filtrierbar ist, bei der Behandlung mit Salzsäure aber erst in bekannter Weise ausgeschieden werden. muß. Aus dem Filtrat wird die Tonerde vermischt mit den anderen Erden gefällt, worauf die Tonerde in bekannter Weise gereinigt -wird. Das Filtrat enthält die Erdalkalien und Alkalien. Hieraus kann man in an sich bekannter Weise die Kalisalze gewinnen. Beim Aufschluß mit Salpetersäure kann man das Filtrat eindampfen und auf diese Weise einen wertvollen Stickstoffdünger gewinnen.
  • Das Verfahren ist für diejenigen Länder gon Bedeutung, die keine Vorkommen von 'Üauxit und anderen für die Toner.degewin-6nung geeigneten Rohstoffen besitzen, und ermöglicht es, die hohen Kosten der Verhüttung armer Erze wesentlich zu senken.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRUCI1: Die Verwendung der bei der Verhüttung von armen, tonigen Eisenerzen bei saurer Schlackenführung anfallenden Hochofenschlacke für die Gewinnung von Kali und Tonerde durch Säureaufschluß der Schlacke und Abscheidung von Kali und Tonerde aus der Säurelösung nach an sich bekannten Verfahren.
DER93905D 1935-07-31 1935-07-31 Verfahren zur Verwertung von tonerde- und kieselsaeurereichen Hochofenschlacken Expired DE662969C (de)

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