DE660369C - Messerschleif- und -poliermaschine - Google Patents
Messerschleif- und -poliermaschineInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B24—GRINDING; POLISHING
- B24B—MACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
- B24B3/00—Sharpening cutting edges, e.g. of tools; Accessories therefor, e.g. for holding the tools
- B24B3/36—Sharpening cutting edges, e.g. of tools; Accessories therefor, e.g. for holding the tools of cutting blades
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft Messerschleifmaschinen, bei denen das Werkstück mittels eines
umklappbar und einstellbaren Trägers von Hand an der umlaufenden Schleifscheibe entlang
geführt wird und der Träger von dem mittels eines Fußtrittes regelbaren Schleifdruck
mit einem Arm gegen eine Stützschiene gedrückt wird. Sie unterscheidet sich von
bekannten derartigen Schleifmaschinen dadurch, daß der in an sich bekannter Weise
an einer Gleitschiene entlang längs verschiebbare Werkstückträger mit 'seinem Stützarm
gegen eine aus zwei spiegelbildlich zueinander angeordneten, einstellbaren, quer zur Umklappbeweguing
liegendenSchenkelnbestefoende Stützvorrichtung gedrückt wird. Durch diese
Ausbildung der Maschine wird der Schleifer befähigt, den Schleifvorgang auf der Maschine genau so zu lenken und zu leiten,
ao wie er dies beim Handschleifen vermag. Die
Abstützung, die der längs verschiebbare, urnklappbare Messerhalter auf die Stützvorrichtung
findet, ermöglicht es ihm, diese für eine selbsttätige Schleifformänderung nutzbar zu
machen, während die spiegelbildliche Anordnung der Stützschienen ihm die Möglichkeit
bietet, in einem Arbeitsvorgang zwei Messerseiten schleifen zu können. Durch schwingbare
Ausbildung der Lagerung für die Gleitstange und für die Abstützungsschienen des Werkstückträgers sowie der Schleifscheibe
läßt sich die Maschine noch derart weiter vervollkommnen, daß der Schleifer mit der
Maschine nicht nur in der Längenrichtung, sondern gleichzeitig auch in der Querrichtung
jederzeit die Schleifform nach Bedarf ändern und alle diejenigen Schleif vorgänge,
sei es ein balliger, derber und hohler Schliff mit oder ohne gleichzeitige Herbeiführung
eines schüssigen Längsschliffes, in genau der gleichen Weise ausführen kann, wie er dies
beim Schleifen mit dem Schleifholz tut. Der Schleifer bleibt dabei in jedem Zeitpunkt
Herr über die von der Maschine zu leistende Schleifarbeit, die er genau wie beim Handschleifen
nach freiem Ermessen zu regeln vermag. Die Erfindung bietet dem Schleifer den
wesentlichen Vorteil, daß er jeden Klingenrohling nicht nur genau so sorgfältig wie
bisher mit dem Schleifholz, sondern mit erheblich geringerer körperlicher Beanspruchung
und weit schneller als bei Benutzung dieses Hilfsmittels zu schleifen vermag.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel erläutert. Es
zeigen:
Abb. ι eine Vorderansicht,
Abb. 2 eine Seitenansicht,
Abb. 3 einen Grundriß der Schleif- oder Poliermasichine,
Abb. 4 einen Querschnitt (in größeiem
Maßstabe) durch das die Werkstücke ab·.
stützende Schleifholz und den mit diesem
verbundenen Stütztisch, (
Abb. 5 in größerem Maßstabe eine Ansicht
des das schwenkbar gelagerte Schleifholz weiterhin abstützenden, gleichzeitig als WaIkeinrichtung
dienenden Schienenpaares,
Abb. 6 einen Querschnitt durch die Anordnung nach Abb. 5.
Die zu schleifenden. Werkstücke, z. B. Messer i, werden ebenso wie bei der Hand-Schleiferei
gegen ein Schleifholz 2 gelegt, auf dem sie an kleinen Vorsprüngen Stütze finden.
Das Schleifholz greift mit einem bogenförmigen Auflager 3 um eine Stange 4,- die
auf Wangen 5 eines Tisches 6 aufgesetzt ist, der auf einem auf dem Maschinengestell 7
angebrachten Winkelstück 8 aufruht und um einen Bolzen 9 schwenkbar ist. Durch Federn
ι o, die am Winkelstück 8 abgestützt sind und nach den beiden Enden des Tisches zu an
diesem angreifen, wird der Tisch und damit das Schleifholz 2 in einer schräg zu der
umlaufenden Schleifscheibe 11 verlaufenden Lage gehalten. Die Lage des Bolzens 9 ist
verstellbar in einem ebenfalls schräg verlaufenden Schlitz 12 von Gestell und Winkelstück, so daß er der Breite und Gestaltung
der Schleifscheibe entsprechend stets so eingestellt werden kann, daß der Tischdrehpunkt
der Mitte der leicht gewölbten, schleifenden Fläche der Schleifscheibe gegenüberliegt.
Ferner können auch die die Schiene 4 tragenden Wangen 5 einstellbar zum Tisch gemacht
werden, um den waagerechten Abstand des Schleif holzes von der Schleif scheibe, wenn
erforderlich, regeln zu können. Mit dem Schleifholz 2 ist ein Arm 13 verbunden, durch
den das an der Stange 4 drehbar angehängte Schleifholz eine weitere Stütze auf einem
Schienenpaar 14, 15 findet. Dieses sitzt an
einem" Tragkörper 16, der mit in waage- und
senkrechter Richtung verstellbarer Lage an der senkrechten Stange 17 befestigt ist. Die
Lage der Schienen 14, 15 ist in senkrechter Richtung in bezug auf den Tragkörper 16 dadurch
verstellbar, daß sie auf dem Stift 18 gelenkig gelagert sind und an ihren freien
Enden eine Stellschraube 19 tragen, durch die
dieses Ende nach Bedarf gehoben oder gesenkt werden kann. Die Stange 17, die in
dem Führungslager 20 des Gestells auf und ab zu gleiten vermag, stützt sich mit ihrem
unteren, - einstellbaren Ende auf eine Walze 21. Diese sitzt mit einer exzentrischen Bohrung
auf einer Welle 22, die verschiebbar in einer ein Triebrad 23 tragenden Hohlwelle
gelagert ist. Durch eine Feder 24 wird die Welle 22 in einer solchen Lage gehalten, daß
die Stange 17 auf einem zentrisch umlaufen-,4^n
Teil 21 Auflage findet. Durch einen Fußftjäbel
25 kann die Welle 22 unter Überwindung der Spannung der Feder 24 verschoben
und die Stange 17 auf einen mehr oder weniger exzentrisch umlaufenden Teil der
Walze 21 zur Abstützung gebracht werden.
Die von dem Schutzgehäuse 26 umgebene Schleifscheibe 11 sitzt auf einer Welle 27,
die in einer die Antiiebsseite 28 und das Übertragungsrad 29 tragenden Hohlwelle
längs verschiebbar gelagert ist und durch eine Feder 30 von dem Schleifholz 2 abgezogen
gehalten wird. Durch einen Fußhebel 31 kann die Schleifscheibe nach Bedarf dem Sehleifholz
2 und damit dem zu bearbeitenden Werkstück mehr oder weniger genähert werden.
Der Arbeitsvorgang auf dieser Maschine spielt sich wie folgt ab. Der Schleifer legt
das oder die zu bearbeitenden Werkstücke in gleicher Weise wie beim Handschleifen gegen
das Schleifholz 2 und drückt dann mittels des Fußhebels 31 die Schleifscheibe gegen
das Werkstück, wobei er dieses durch Verschieben des Schleifholzes an der Stange 4
entlang an der Schleifscheibe vorbeiführt. Der Schleifer hat hierbei, wenn es sich z.B. um
das Schleifen von Messern handelt, ständig die Schneide vor Augen und vermag dadurch
den Schleif Vorgang in jedem Zeitpunkt auf das sorgfältigste zu überwachen und wenn
erforderlich, an irgendeiner Stelle durch vermehrte oder verminderte Einwirkung der
Schleifscheibe eine vermehrte oder abgeschwächte Schleifwirkung an dieser Stelle
hervorzurufen. Will der Schleifer feststellen, ob die der Schleifscheibe zugekehrte Oberfläche
des Werkstückes sauber geschliffen ist, so läßt er die Schleifscheibe durch Nachlassen
des Druckes auf den Fußhebel 31 zurückgehen und dreht nun das Schleifholz 2
um die Stange 4 in die in Abb. 4 punktiert gezeichnete Stellung. Stellt der Schleifer
beim Schleifen von Messern fest, daß die Schleifscheibe die vor seinen Augen liegende
Schneide zu weit wegschleift, dann stellt er den Tragkörper 16 auf der Stange 17 ein
wenig höher ein, wodurch die Schleifholzlage ein wenig gedreht und die Schneide entsprechend
aus dem Wirkungsbereich des Steines herausgerückt wird. Der Schleifer vermag auch durch einseitigen Druck gegen das
Schleifholz in bezug auf den Bolzen 9 die Lage des die Gleitstange 4 tragenden Tisches 6
zur Schleifscheibe zu ändern und dadurch das Werkstück in veränderter Stellung der
Einwirkung der Scheibe auszusetzen.
Weiter wird die Schleifwirkung beeinflußt
durch die Lage der Schienen 14, 15, auf die
sich das Schleifholz 2 mit dem Arm 13 aufstützt. Liegt die Stützbahn waagerecht, dann
bleibt die Lage des Werkstückes über die ganze Länge der Verschiebung des Schleifholzes
an der Gleitstange 4 entlang unverändert. Liegt die Stützschiene, schräg, dann
dreht sich das Schleifholz bei seiner Verschiebung an der Stange 4 entlang entsprechend
der Änderung der Höhenlage des Stützpunktes des Armes 13. Es wird dadurch beim
Messerschleifen die Schneide mehr oder weniger in den Wirkungsbereich der Schleifscheibe
gebracht, wodurch man erreicht, daß bei in der Längsrichtung 'konischen Klingen die Schneide beim Vorüberfuhren an der
Schleifscheibe gleichmäßig dünn geschliffen wird. Sollen die Werkstücke ballig geschliffen
werden, dann bedient sich der Schleifer
ao des Fußhebels 25, womit er die Walze 21 nach Bedarf mehr oder weniger weit unter
die Stange 17 vorschiebt und diese statt des bis dahin zentrisch umlaufenden Stützpunktes
eine mehr oder weniger exzentrisch umlaufende Stützunterlage erhält. Die Stange 17
und damit der Stützkörper 16 sowie die Stützschienen
14, 15 erhalten eine auf und ab gehende Bewegung, die sich als hin und her
gehende Schwenkbewegung auf das Schleifholz überträgt. Während bei den bekannten
Messerschleifmaschineni für jede Messerseite ein Stein erforderlich ist, vermag man auf
der erläuterten Maschine, indem man zwei Klingen vor das Schleifholz legt, beide Messerseiten
in einem Arbeitsgang vor einem Stein zu schleifen. Dabei können durch entsprechendes
Einstellen der Schienen 14, 15 oder Benutzung des Fußhebels 25 beim Vorbeiführen
des Schleifholzes an der Schleifscheibe
entlang die beiden Messerseiten verschieden, z. B. für Brotmesser, die eine Seite
derb und die andere rund geschliffen werde». Es können auch andere Gegenstände, sei es
mit gerader, sei es mit runder Fläche, z. B.
Schraubenschlüssel und andere Werkzeuge, mit Vorteil auf einer solchen Maschine geschliffen
oder poliert werden.
Erwähnt sei noch das Schleifen von Scherenblättern mit der erläuterten Maschine.
Bei diesen Werkstücken gestaltet man, um einen guten Schnittverlauf der allmählich übereinander
hinweggleitenden Schneidkanten der beiden zusammenarbeitenden Scherenblätter zu erreichen, deren Schnittseiten derart, daß
sie in der Querrichtung eine leicht gewölbte hohle Fläche bilden, während sie gleichzeitig
in der Längsrichtung eine geringe Verwinduaig, den sog. Dreh besitzen. Hat der Schleifer
einen so gestalteten Gegenstand zu bearbeiten, so erhält er den Hohlschliff in der
Querrichtung des Scherenblattes dadurch, daß er das Schleifholz mit seinem Tisch 6 entgegen
den Federn 10 ein wenig so verdreht, daß die Schleifscheibe mehr nach ihrer Umfangskante
zu zum Angriff kommt und dementsprechend hohl schleift. Wird dabei das
Schleifholz an der Stange 4 entlang verschoben, so bewirkt die Schiene 14 bzw. 15
bei einer dem Dreh des Blattes entsprechenden Einstellung gleichzeitig die in der Längsrichtung
erforderliche allmähliche Änderung der Einwirkung der Schleifscheibe auf das Werkstück.
Claims (7)
1. Messerschleif- und -poliermaschine mit umklappbar und längs verschiebbar gelagertem
Werkstückträger, der durch den mittels eines Fußtrittes regelbaren Schleifdruck mit einem Arm gegen eine Stützschiene
gedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der von Hand an einer Gleitschiene längs verschiebbare Werkstückträger
(2) mit seinem die Umklappbewegung abstützenden Arm (13) vom Schleifdruck
gegen eine aus zwei spiegelbildlich zueinander angeordneten, einstellbaren, quer zur Umklappbewegung liegenden
Schienen (14, 15) bestehende Stützvorrichtung
gedrückt wird.
2. Messerschleif- und -poliermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schienen (14, 15) gelenkig und durch Stellschrauben (19) einstellbar
an einem Tragkörper (16) angebracht sind, der an einer längs verschiebbar gelagerten
Stange (17) sitzt, die sich mit ihrem unteren Ende auf einer umlaufenden, exzentrisch
gelagerten Walze (21) abstützt.
3. Messerschleif- und -poliermaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Tragkörper (16) längs der Stange (17) ein- und feststellbar ist.
4. Messerschleif- und -poliermaschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützwalze (21) auf einer durch einen Fußhebel (25) verschiebbaren
Welle sitzt, die durch eine Feder (24) in einer solchen Lage gehalten wird, daß die
Walze mit einer zentrisch umlaufenden Stützzone unter der Stange (17) liegt.
5. Messerschleif- und -poliermaschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schleifscheibe auf einer durch eine Feder (30) vom Schleifholz (2) weggezogenen Welle sitzt, die in einer
das Antriebsrad (28) sowie das Übertragungsrad (29) für die Stützwalze (21) tragenden
Hohlwelle verschiebbar gelagert ist und durch einen Fußhebel (31) in
Richtung des Schleifholzes bewegt werden kann.
6. Messerschleif- und -poliermaschine nach Anspruch ι bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die den Werkstückträger (2)
tragende Gleitstange (4) an einem Tisch (6) befestigt ist, der um einen Bolzen (9)
schwenkbar und in seiner Schwenkbewegung durch Federn (10) abgestützt ist.
7. Messerschleif- und -poliermaschine nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Bolzen {9) in seiner Entfernung zur Schleifscheibe (11) einstellbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK137601D DE660369C (de) | 1935-04-13 | 1935-04-13 | Messerschleif- und -poliermaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK137601D DE660369C (de) | 1935-04-13 | 1935-04-13 | Messerschleif- und -poliermaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE660369C true DE660369C (de) | 1938-05-23 |
Family
ID=7248919
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK137601D Expired DE660369C (de) | 1935-04-13 | 1935-04-13 | Messerschleif- und -poliermaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE660369C (de) |
-
1935
- 1935-04-13 DE DEK137601D patent/DE660369C/de not_active Expired
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