DE65918A - Kochofen mit zwei Feuerungen - Google Patents
Kochofen mit zwei FeuerungenInfo
- Publication number
- DE65918A DE65918A DE1891K8892 DEK8892 DE65918A DE 65918 A DE65918 A DE 65918A DE 1891K8892 DE1891K8892 DE 1891K8892 DE K8892 DEK8892 DE K8892 DE 65918 A DE65918 A DE 65918A
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- room
- kitchen
- cooking
- flap
- around
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 238000010411 cooking Methods 0.000 title claims description 24
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 15
- 238000010792 warming Methods 0.000 claims description 6
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 5
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 2
- 239000000779 smoke Substances 0.000 description 13
- 239000003546 flue gas Substances 0.000 description 3
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 2
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 1
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 description 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 1
Description
KAISERLICHES
■ PATENTA-MT.V&
- KLASSE 36: Heizungsanlagen.
Die Erfindung betrifft einen Regulirfüllkochofen mit zwei Feuerstellen und einem gemeinschaftlichen,
von der Küche und vom Zimmer aus gleichzeitig zugänglichen Kochraum, welcher durch eine Zwischenthür in zwei getrennte
Kochräume zerlegt werden kann, wobei die Anordnung derart getroffen ist, dafs die Beheizung
des gemeinschaftlichen oder aber eines der beiden getrennten Kochräume entweder vom Zimmer, oder von der Küche, oder gleichzeitig
von Zimmer und Küche aus erfolgen kann.
Der Ofen kann entweder mit gestürztem Rauchabzug, wie in Fig. 1 bis 4 und Fig. 7
bis 9, oder mit gewöhnlichem Rauchabzug, wie in Fig. 5 und 10, versehen sein, wobei
die zur Beheizung des einen oder des anderen Raumes oder beider gemeinschaftlichen Räume
erforderliche Zugrichtung durch besondere Klappen geregelt wird.
Der Ofen enthält eine vom Zimmer aus regulirbare Feuerung mit Rüttelröst d', während
nach der Küchenseite zu eine gewöhnliche Holzfeuerung liegt, einen Zwischenfeuerraum d
und den neben dem gestürzten Zug e' gelegenen, von diesem durch die Wandplatten 0
getrennten Wärmekasten f. Ueber letzterem befindet sich die Klappe i, welche in geöffneter
Stellung dem Feuer gestattet, seinen Weg über den Wärmekasten hinweg unmittelbar nach der
Oeffnung e des für beide Feuerungen dienenden Rauchabzuges zu nehmen, während sie in
geschlossener Stellung das Feuer zunächst nach der Oeffnung a' leitet. Auf der rechten Ofenseite
oberhalb der Oeffnung e ist ferner die Klappe k angeordnet, durch deren Schliefsen
die Feuergase in den gestürzten Zug e' geleitet werden, während sie bei geöffneter Klappe k
unmittelbar nach oben entweichen können. Ueber der Rückwand des Wärmekastens f befindet
sich eine Zunge /, oberhalb der Feuerung der Kochraum g und im Oberofen.der Wärmekasten
U1 während über der nach der Küchenseite zu gelegenen Feuerung die Kocheinrichtung
b vorgesehen ist.
Mittelst der Klappe k können die Feuergase durch den Kanal V bis in den durch -die
Platte ρ unten geschlossenen Fufsraum e " um die Zunge m, Fig. 3 und 9, geleitet oder um
die Kocheinrichtung g und den oberen Wärmekasten u in das Rohrloch ν geführt werden.
Die beiden durch die heruntergeklappte Zwischenthür h getrennten Kochräume g und b
haben bei s und t ihre Dampfabzüge in den Rauchkanal und können durch Oeffnen der
Zwischenthür (Fig. 2) in einen einzigen, vom Zimmer und von der Küche aus zugänglichen
Kochraum für das eine oder das andere Feuer verwandelt werden.
Geschieht die Beheizung nur des einen Raumes g vom Zimmer aus (um die Wärme
auf dieses Zimmer zu beschränken), so wird die Zwischenthür h verschlossen (Fig. 6) und die
Klappe i geöffnet, wodurch das- Feuer den Topf g' umspielt und seine Richtung über den
Wärmekasten f durch die Oeffnung e nimmt. Wird die Klappe k geschlossen, so streichen
die Feuergase durch den gestürzten Kanal e' bis in den Fufsraum e", um die Zunge m
herum in der Richtung der Pfeile, umspielen die Kocheinrichtung g und den oberen Wärmekasten
und entweichen in das Rauchabzugsrohr v.
Beim Oeffnen der Klappe k nimmt das Feuer seinen Weg unmittelbar um g und u in das
Rohr o, was jedoch nur beim Anfeuern in Anwendung kommt.
Geschieht die Beheizung für die beiden Räume vom Zimmer aus, was bei kalter
Witterung sehr von Bedeutung ist, so wird die Klappe i geschlossen (Fig. 4 und 7); das
Feuer umspielt dann den Topfg·' und nimmt
seinen Weg durch die Oeffnung a', Fig. 6, um die beiden Töpfe c der äufseren Kocheinrichtung
und die Zunge Z in den Rauchkanal e, und da nur eine Oeffnung für den Rauchabzug
nöthig ist und die Klappe k in gleicher Weise wie oben beschrieben wirkt, so nehmen die
Feuergase ihren Weg in der Richtung der gezeichneten Pfeile. Die Zwischenthür h kann
dabei geöffnet oder geschlossen sein.
Geschieht die Beheizung des Ofens von der Küche aus, so kann die Klappe i geschlossen
oder offen sein. Die Feuergase nehmen dann ihren Weg nach derselben Oeffnung e, umziehen
bei geöffneter Klappe i die beiden Töpfe c, treten durch die Oeffnung α', umspielen
den Topf g' und nehmen ihren Weg um die Zunge Z in1 den Rauchabzug e, indem
sie den Ofen in der bereits beschriebenen Weise erwärmen.
Bei gelinder Witterung dagegen wird die Klappe i geschlossen gehalten, wodurch die
Feuergase um den äufseren Feuerraum α und um die in der äufseren Kocheinrichtung eingehängten
Töpfe c spielen und in der Richtung der gezeichneten Pfeile. ihren Abzug in den
Kanal e' nehmen oder bei geöffneter Klappe k einen schnellen Abzug in das Rohr ν finden.
Fig. 5 und 10 stellen den Ofen mit nicht
gestürztem Rauchabzug dar. Die Klappe k, die Platten ο und p, sowie Zunge m werden
bei dieser Anordnung entbehrlich und sind daher fortgelassen, dagegen wird der Boden r',
sowie der Deckel des Wärmekastens f nach der Seite verlängert, wodurch der Wärmekasten
breiter wird. Das Putzthürchen η bleibt unverwendet und wird geschlossen gehalten.
Das Beheizen des Ofens von beiden Feuerungen aus geschieht in der Weise wie bei
dem Ofen mit gestürztem Zug, ebenso ist die Art der Anwendung der beiden Kocheinrichtungen
die gleiche.
Bei der Anwendung des in vorbeschriebener Weise eingerichteten Ofens ergeben sich die
nachstehend erläuterten neuen Wirkungen:
ι. Das Feuer zieht sich, einerlei ob die Beheizung
vom Zimmer oder von der Küche aus stattfindet, ohne Anwendung der Klappen i
und k um die Zunge Z nach der auf der rechten Seite des Ofens befindlichen Oeffnung e.
Infolge dessen ist die Kocheinrichtung, da bei dieser Anordnung die Rauchabzugsöffnung nicht
im Wege ist, auch vom Zimmer aus zugänglich.
2. Die Anordnung der Klappe i und Zunge Z ermöglicht es, bei Beheizung des Ofens vom
Zimmer oder von der Küche aus nach Belieben in nur einer oder auch in beiden Kocheinrichtungen
gleichzeitig zu kochen. Dies gilt auch für den Ofen mit nicht gestürztem Zug.
3. Die zwischen den beiden Kocheinrichtungen angebrachte Thür h, welche sich nach
dem Deckel der äufseren Kocheinrichtung g aufschlagen läfst, hält die entweichenden Dämpfe
vom Zimmer fern und ermöglicht deren Austritt nach dem Rauchabzug durch die in beiden
Kocheinrichtungen b und g befindlichen Dampflöcher s und t. Ferner ist durch Anordnung
des neben dem Feuerraum d gelegenen, mit einer durchbrochenen Thür versehenen Wärmekastens
f für eine gleichmäfsige Erwärmung des Zimmers gesorgt, wobei durch die beschriebene
Anordnung der Klappen i und k Und des gestürzten Rauchabzuges e' der Wärmekasten
f von vier Seiten erwärmt wird, zumal die Feuergase, wie die gezeichneten Pfeile
zeigen, über den Wärmekasten f durch den gestürzten Zug e' in den Fufsraum e" und
von dort um die Zunge m herumziehen, um alsdann um die Kocheinrichtung g und um den
oberen Wärmekasten u herum ihren Weg zu nehmen und schliefslich in das Rauchrohr ν zu
gelangen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei einem Kochofen mit zwei Feuerungen, von denen die eine von dem Zimmer, die andere von der Küche aus geheizt wird, die Anordnung, dafs der Kochraum sowohl von dem Zimmer als auch von der Küche aus zugänglich ist, durch Schliefsen einer Zwischenthür (h) aber in zwei getrennte Kochräume zerlegt werden kann, und dafs die Feuergase vermittelst der Zunge (I), sowie der Klappen (i und k) entweder unter dem Kochraum der einen oder unter denen der beiden Seiten und von dort entweder zum Heizen des Zimmers in einen in der Nähe eines Wärmekastens (f) angeordneten gestürzten Rauchzug (e) oder direct nach oben geführt werden können, zum Zwecke, die Beheizung entweder des gemeinschaftlichen oder aber eines der beiden getrennten Kochräume entweder vom Zimmer oder von der Küche oder gleichzeitig vom Zimmer und von~ der Küche aus bewirken zu können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE65918A true DE65918A (de) |
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| CH681254A5 (de) | ||
| DE2515553A1 (de) | Raumheizvorrichtung | |
| DE65918A (de) | Kochofen mit zwei Feuerungen | |
| DE4208575A1 (de) | Garten-back-grill | |
| DE390090C (de) | Kochherd mit Feuerung ueber dem Backofen | |
| DE529258C (de) | Kochherd mit Warmwasserheizkessel | |
| DE8433995U1 (de) | Etagenbackofen mit indirekter heissgas- oder heissoel-umwaelzheizung mit zusaetzlicher direkter backraumheizung mittels verbrennungsgas | |
| DE868217C (de) | Kochplatte mit OEffnung zum Schueren | |
| DE22952C (de) | Neuerungen an dem durch das Patent Nr. 10718 geschützten Backofen mit Oberfeuerung und Leitung der Feuergase unter dem Backraume hin | |
| DE597988C (de) | Kuechenherdkessel | |
| DE1261C (de) | Heiz- und Ventilationsofen aus Thon | |
| DE51750C (en) | Brat und Kochofen | |
| DE638614C (de) | Mit einem Brateinsatz versehener Kuechenherd | |
| DE362664C (de) | Tragbarer Herd mit ausziehbarem Back- oder Bratkasten | |
| DE414444C (de) | Heiz- und Kochofen | |
| DE147372C (de) | ||
| DE541722C (de) | Als Fuellofen ausgebildeter Einsatzofen | |
| DE801225C (de) | Ofen fuer Heiz- und Kochzwecke | |
| AT41964B (de) | Tragbarer, mehrstöckiger Hausbackofen mit unmittelbarer Innenheizung. | |
| DE74240C (de) | Ofen zum Veraschen und Glühen mit Vorrichtung zum schnellen Anheizen | |
| DE1679149A1 (de) | Heizvorrichtung fuer feste Brennstoffe | |
| DE425291C (de) | Leim-, Furnier- und Trockenofen | |
| DE637558C (de) | Holzkohlendauerfeuerung fuer OEfen und Herde | |
| DE83703C (de) | ||
| DE439274C (de) | Auf den Kochherd aufzusetzende, von den Heizgasen der Herdfeuerung bespuelte Backhaube |