DE658982C - Anordnung zur Erzielung einer Zwangskommutierung bei beliebigem Leistungsfaktor fuerUmformungseinrichtungen mit gesteuerten Entladungsstrecken - Google Patents
Anordnung zur Erzielung einer Zwangskommutierung bei beliebigem Leistungsfaktor fuerUmformungseinrichtungen mit gesteuerten EntladungsstreckenInfo
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
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- H02M1/02—Circuits specially adapted for the generation of grid-control or igniter-control voltages for discharge tubes incorporated in static converters
- H02M1/04—Circuits specially adapted for the generation of grid-control or igniter-control voltages for discharge tubes incorporated in static converters for tubes with grid control
- H02M1/042—Circuits specially adapted for the generation of grid-control or igniter-control voltages for discharge tubes incorporated in static converters for tubes with grid control wherein the phase of the control voltage is adjustable with reference to the AC voltage
- H02M1/045—Circuits specially adapted for the generation of grid-control or igniter-control voltages for discharge tubes incorporated in static converters for tubes with grid control wherein the phase of the control voltage is adjustable with reference to the AC voltage for multiphase systems
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Description
Gegenstand des Patentes 644 083 ist eine Anordnung zur Erzielung einer Zwangskommutierung
bei beliebigem Leistungsfaktor für Cmiormungseinrichtungen, die mit gesteuerten
Entladungsstrecken, vorzugsweise gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken,
in Gleich- und Wechselrichterschaltung arbeiten, und zwar werden zwischen den nicht an die L'mformungstransformatoren angeschlossenen
Hauptelektroden der jeweils in einer Gruppe zusammenarbeitenden Entladungsstrecken
Schaltungselemente zur Lieferung einer zusätzlichen Kommutierungsspannung vorgesehen, wobei diese Kommu-
tierungsspannung durch den Belastungsstrom hinsichtlich der Größe und Phasenlage gesteuert
wird. Zweckmäßigerweise verwendet man besondere zusätzliche Kommutierungskondensatoren, die an von den Teilentladungs-
strömen durchflossene Stromtransformatoren angeschlossen sind.
Die Erfindung betrifft eine Weiterbildung des obengenannten Patentes, und zwar eine
Steuerung der lastabhängigen Kommutierungsspannung, wodurch erreicht wird, daß die Kommutierungsspannung bei Leerlauf
einen ausreichenden Wert aufweist und bei sehr großer Belastung hinsichtlich ihrer Größe
begrenzt wird, d.h. eine den Betriebserfordernissen entsprechende, vorbestimmte Bemessung
der Kommutierungsspannung für die einzelnen Belastungswerte.
Der Erfindungsgedanke ist in der Zeichnung an einer als Gleichrichter oder Wechselrichter
arbeitenden Umformungseinrichtung beispielsweise veranschaulicht. Das Gleichstromnetz
10 und das Wechselstromnetz 11 sind über einen Haupttransformator mit den
Wicklungen 12 und 13 und die gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrekken
20 bis 31 miteinander verbunden. In den Gleichstromkreis kann ferner eine Drosselspule
14 eingeschaltet sein. Die Transformatorwicklung 12 enthält eine sechsphasige,
in Stern geschaltete Witklungsgruppe 16 und eine in Vieleck geschaltete Wicklungsgruppe
15, die miteinander in sieben Knotenpunkten verbunden sind. Die Gitterkreise der Ent-
ladungsstrecken erhalten eine Steuerwechselspannuiig
durch den Gittertransformator.mit den Wicklungen 17 und 18. Die Phase der
Steuerwechselspannung kann mittels eines
Drehtransformators iya den Betriebserfordlfi
• nissen entsprechend eingestellt werden. JnJ
\Oi"liegenden Falle ist angenommen, daß das Wechselstromnetz 11 eine taktgebende
Wechselspannung aufweist, so daß die den Gitterkreisen zugeführte Steuerwechselspannung
unmittelbar, d. h. über die phaseneinstellende Vorrichtung 170, dem Wechselstromnetz
11 entnommen werden kann. Durch Ändern der Phase der Gitterwechselspannung
■5 wird zugleich, wie bereits im Hauptpatent erläutert ist, der Leistungsfaktor des Drehstrornnetzes
beeinflußt. Es wird noch bemerkt, daß beim Arbeiten des Umformers auf ein Wechselstromnetz ohne taktgebende
Wechselspannung eine Steuerung des Leistungsfaktors nicht möglich ist. Vielmehr
ergeben sich die Phasenverhältnisse dann aus den Belastungsverhältnissen. Im allgemeinen
empfiehlt es sich auch, den Gitterkreisen eine Steuerwechselspannung spitzer Wellenform
zuzuführen, die,-wie an anderer Stelle erläutert ist, für den Betrieb -von Umformungseinrichtungen vorteilhaft ist. Eine Wechselspannung
spitzer Wellenform kann man z.B. mittels eines gesättigten Transformators erzeugen,
bei geeigneter Bemessung des Gittertransformators also "durch den Gittertransformator
selbst.
Für die Durchführung der Kommutierung bei beliebigem Leistungsfaktor des Wechselstromnetzes
11 sind zwei Kommutierungswicklungen
32 und 33 vorgesehen; jede von beiden ist als Autotransformator mit Mittelanzapfung
ausgebildet, und zwar ist jede Mittelanzapfung au einen Gleichstromleiter
geführt. Die Umformungseinrichtung ist in Graetzschaltung ausgeführt, und es sind die
Entladungsstrecken mit gleichem Kathodenpotential an die Kommutierungswicklung 32,
diejenigen mit gleichem Anodenpotential an die Konimutier ungswicklung 33 angeschlossen.
Parallel zu den beiden Kommutierungswicklungen ist je ein Kondensator 34 bzw. 35 geschaltet,
der, wenn man die Streuinduktivität der beiden Kommutierungswicklungen außer acht läßt, in Reihe mit den Teilentladungsstromkreisen
liegt. Für die Steuerung der Größe der lastabhängigen Kommutierüngsspannung
ist parallel zu jedem der beiden Kondensatoren ein veränderlicher Scheinwiderstand
vorgesehen, der entweder induktiv oder kapazitiv ist. Vorzugsweise sollen jedoch
Induktivitäten "36 und 37 verwendet
werden, deren Sättigung gesteuert wird. Hierfür sind Sättigungswicklungen 38 und 39 vorgesehen,
die in den Gleichstromkreis eingefügt sind und in Zusammenarbeit mit zwei weiteren Sättigungswicklungen 40 und 41, die
z. B. durch eine konstante, aber einstellbare. '^Gleichspannung gespeist werden, die Induktt-yitäten
36 und 37 in vorbestimmter Weise steuern.
:;; Sieht man von dem Einfluß der Umformung
durch die lastabhängige Kommutierungsspannung ab, so wird die LTmformungseinrichtung
in bekannter Weise als sechsphasiger Gleichrichter oder Wechselrichter
arbeiten, wobei bei Gleichrichterbetrieb ein nacheilender Leistungsfaktor, bei Wechselrichterbetrieb
ein voreilender Leistungsfaktor besteht. Wie nun aber in dem Hauptpatent
ausgeführt ist, kann man die Umformung bei beliebigem Leistungsfaktor durchführen, indem man eine vom Belastungsstrom gesteuerte.
Kommutierungsspannung verwendet. Läßt man zunächst die veränderlichen Induktivitäten
36 und 37 außer Betracht, so ergibt sich, daß eine im wesentlichen dem Belastungsstrom
proportionale Kommutierungsspannung an den Wicklungen 32 und 33 zur Verfügung steht, die auch dann eine Kommutierung, ermöglicht,
wenn die folgende Entladungsstrecke ein geringeres Anodenpotential aufweist als
die noch Strom führende Entladungsstrecke. Wie ersichtlich ist, hat die an den Kommutierungswicklungen
32 und 33 auftretende Wechselspannung eine Frequenz, die die dritte Harmonische der Frequenz des Wechsel ·
Stromnetzes 11 ist.
Wie bereits angegeben ist, erhält jeder der Kondensatoren 34 und 35 eine Spannung, die
proportional dem Belastungsstrom ist. Bei leiclaten Belastungen (Leerlauf) ist diese Kommutierungsspannung
nicht immer ausreichend. Dies kann man vermeiden, indem man die Kondensatoren 34 und 35 reichlicher bemißt,
aber das hat zur Folge, daß bei Vollast oder Überlastungen die an den Kondensatoren auftretenden
Spannungen zu große Werte annehmen. Diese Nachteile kann man dadurch vermeiden, daß man parallel zu den Kondensatoren
34 und 35 veränderliche Scheinwiderstände 36 und 37, vorzugsweise gleichstrommagnetisierte
Drosseln, verwendet. Da die Ladeströme der Kapazitäten 34 und 35 auch 1x0 durch die Drosselspule 14 fließen, die vorzugsweise
einen Ohmschen Scheinwiderstand aufweist, der wesentlich größer ist als der der Kondensatoren 34 und 35, so verringert
bei der gegebenen Frequenz des Wechsel-Stromkreises die in Reihe erfolgende Zufügung
der kleinen Reaktanz der Sättigungswicklungen 36 und 37 die äquivalente Kapaität
dieser Parallelkreise derart, daß der durch die Kapazitäten 34 und 35 fließende Ladestrom einen größeren Spannungsabfall
an ihnen für eine angemessene harmonische
KonimuticTungsspannung erzeugt. In dem
Maße, wie der Belastungsstrom wächst, versucht die S ättigungs wicklung 38 bzw. 39 die
Reaktanz 36 bzw. 3~ zu entsättigen und dadurch
die äquivalente Kapazität des Kreises mit der Kapazität 34 bzw. 35 zu vergrößern.
Wächst also der Belastungsstrom, so wächst auch die äquivalente Kapazität des Kommutierungskreises,
so daß die Spannung an den Kapazitäten keine ungewöhnlich großen Werte einnimmt. Durch geeignete Auswahl
der Konstanten des Kreises und der Windungszahlen der Wicklungen 38 bis 41 kann
die harmonische Kommutierungsspannung je nach den Erfordernissen wesentlich konstant
gehalten werden oder einer vorbestimmten Regelcharakteristik genügen.
Hinsichtlich der Wirkungsweise ergeben sich keine grundsätzlichen Unterschiede zwisehen
Gleichrichter- und Wechselrichterbetrieb. Wie nicht weiter erläutert zu werden braucht, arbeiten je zwei Entladungsstrecken (z. B. 31 und 26) während je 60°
der Wechselstromperiode und werden alsdann durch das nächste Paar (z. B. 21 und 28) abgelöst.
Es wird noch bemerkt, daß der Erfindungsgedanke zwar bei einer mehrphasigen Graetzschaltung erläutert ist, aber hierauf
nicht beschränkt ist, da er auch bei Einphasenwechselrichtern anwendbar ist.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Anordnung zur Ei-zielung einer Zwangskommutierung bei beliebigem Leistungsfaktor für Uniformungseinrichtungen mit gesteuerten Entladungsstrecken, vorzugsweise gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken nach Patent 644 083, unter Verwendung von Schaltelementen zur Lieferung einer zusätzlichen, durch den Belastungsstrom hinsichtlich der Größe und der Phasenlage gesteuerten Kommutierungsspannung, dadurch gekennzeichnet, daß weitere stromabhängige, nicht linear arbeitende Scheinwiderstände vorgesehen sind, die die Größe der Kommutierungsspannungen den jeweiligen Belastungsverhältnissen angleichen.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch' gekennzeichnet, daß parallel zum Kommutierungstransformator (32 bzw. 33) außer der konstanten Kapazität (34. bzw. 35) eine Induktivität (36 bzw. 37) geschaltet ist, deren Größe durch den Belastungsstrom (Wicklung 38 bzw. 39) gesteuert wird.
- 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine derartige Bemessung der einzelnen Elemente der die stromabhängige Kommutierungsspannung erzeugenden Anordnung", daß einerseits bei Leerlauf die Kommutierungsspannung eine ausreichende Größe besitzt, andererseits bei Vollast die Kommutierungsspan nung auf einen hinreichenden Wert begrenzt ist.
- 4. Anordnung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Induktivität (36 bzw. $j) außer der lastabhängigen Steuerung (Wicklung 38 bzw. 39) eine-weitere Beeinflussung durch eine andere'Spannungsquelle (Wicklung 40 bzw. 41) erfährt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US658982XA | 1931-10-01 | 1931-10-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE658982C true DE658982C (de) | 1938-04-22 |
Family
ID=22065871
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA67195D Expired DE658982C (de) | 1931-10-01 | 1932-09-21 | Anordnung zur Erzielung einer Zwangskommutierung bei beliebigem Leistungsfaktor fuerUmformungseinrichtungen mit gesteuerten Entladungsstrecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE658982C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE892489C (de) * | 1942-03-31 | 1953-10-08 | Philips Nv | Vorrichtung zum Loeschen einer Entladungsroehre mit Quecksilberkathode |
-
1932
- 1932-09-21 DE DEA67195D patent/DE658982C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE892489C (de) * | 1942-03-31 | 1953-10-08 | Philips Nv | Vorrichtung zum Loeschen einer Entladungsroehre mit Quecksilberkathode |
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