DE658010C - Verfahren zum Biegen von Rohrbogen o. dgl. mit geraden Schenkeln - Google Patents

Verfahren zum Biegen von Rohrbogen o. dgl. mit geraden Schenkeln

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DE658010C
DE658010C DEM129884D DEM0129884D DE658010C DE 658010 C DE658010 C DE 658010C DE M129884 D DEM129884 D DE M129884D DE M0129884 D DEM0129884 D DE M0129884D DE 658010 C DE658010 C DE 658010C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D9/00Bending tubes using mandrels or the like
    • B21D9/12Bending tubes using mandrels or the like by pushing over a curved mandrel; by pushing through a curved die

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)

Description

Es ist ein Verfahren zur Herstellung von Rohrbogen bekannt, bei dem das gerade rohrförmige Ausgangswerkstück durch ungleichmäßiges Aufweiten auf seinem Umfang zu dem Rohrbogen umgeformt wird. Während des Verformungsvorganges wird das Werkstück entweder durch das gekrümmte Ende des Aufweitedorns oder durch ein Rollensystem geführt. Nach diesem Verfahren erhält man Rohrbogen, die zwar eine überall gleich starke Wand besitzen, aber keine geraden Schenkel. Um diese herzustellen, muß man die krummen Enden des Bogens unter Zuhilfenahme eines geraden Dorns und von Preßgesenkeu geradedrücken. Die so erzeugten geraden Schenkel können aber nur in kurzen Längen hergestellt werden und besitzen zudem eine über den Umfang ungleichmäßige Wandstärke.
Es ist ferner bekannt, abwechselnd Bogen und gerade Stücke bei einem Rohr dadurch zu erzeugen, daß ein an einer Dornstange sitzender, zur Dornstangenmittelachse symmetrisch ausgebildeter Dornkopf das Rohr in seinem Umfang gleichmäßig aufweitet, und daß an den Stellen, an denen eine Biegung des Rohres gewünscht wird, die innere Rohrwandung erwärmt wird.
Bei einem anderen Verfahren zur Herstellung von Rohrbogen wird das gerade Ausgangsrohr um ein Biegegesenk herumgebogen. „ Nach der Erfindung gelingt es, Rohrkrümmer mit geraden Schenkeln einwandfrei und mit über den Umfang gleichmäßiger Wandstärke herzustellen, indem man das bei dem Aufweiten von geraden Rohren bekannte auf dem Umfang gleichmäßige Aufweiten und das bei der Herstellung von Rohrbogen bekannte auf dem Umfang ungleichmäßige Aufweiten miteinander kombiniert und abwechselnd und nacheinander bei der Herstellung jedes Rohrbogens zur Anwendung bringt..
Bei der Herstellung von Rohrbogen oder Schlangen mit geraden Schenkeln oder Mehrfachkrümmern mit geraden Zwischenstücken zwischen den Bögen wird also in der Weise gearbeitet, daß dem auf dem Umfang ungleichmäßigen Aufweiten eines Teiles des rohrförmigen Vorwerkstücks zur Herstellung der Bögen ein auf dem ganzen Umfang gleichmäßiges Aufweiten eines anderen Teils zur Herstellung der Schenkel oder geraden Zwischenstücke in demselben Arbeitsgang vorangeht oder nachfolgt bzw. vorangeht und nachfolgt.
In der Abb. 1 ist beispielsweise eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung schematisch dargestellt. Das Werkstück α besitzt an dem Ende, mit dem es sich gegen das Widerlager c abstützt, eine Aufweitung b. Durch das Werkstück ist eine Dornstange d geschoben, die die lichte Weite des Ausgangsrohres ausfüllt und als Führung für das Rohr dient. An dem Ende der Dornstange sitzt der Aufweitedornkopf e, der erfindungsgemäß derart gegenüber der Dornstange beweglich und verstellbar ist, daß er entweder, wie Abb. 2 zeigt, eine auf dem
Umfang gleichmäßige Aufweitung oder, wie Abb. 3 zeigt, eine auf dem Umfang ungleichmäßige Aufweitung des Werkstücks erzeugt. Das Verstellen des Dornkopfes geschieht z. B. durch Betätigen des an der Dornstange angebrachten Hebels f während des Herstellungsprozesses, z, B. durch eine Kurvenführung g, die den Hebelf auch in der jeweils erforderlichen Lage festhält. Durch mehr ίο oder weniger starkes Verstellen bzw. Neigen des Dornkopfes ist man in der Lage, einen größeren oder kleineren Krümmungsradius im Bogen zu erzielen. Das Verstellen des Dornkopfes muß allmählich erfolgen, damit ein einwandfreier und faltenfreier Übergang zwischen dem geraden Schenkel und dem Bogen erzielt wird. Die Verstellung erfolgt durch eine Anordnung, wie sie in Abb. 3 a beispielsweise dargestellt ist. Der Dornkopf e sitzt um das Gelenk t schwenkbar auf der Dornstange d und wird durch die Schraube« mit der Dornstange verbunden gehalten. Durch die Zugstange ν wird der Dornkopf e in seiner jeweiligen Lage zur «5 Dornstange d gehalten. Das Verstellen der Zugstangen erfolgt durch Drehen des in dem verdickten Teil der Dornstange d gelagerten Drehteils w, der mit dem Hebel f fest verbunden ist. Die Zugstange ν stützt sich mit der Mutter χ und dem Druckstück y gegen den Dreliteil w ab. In dem Widerlager c für das Rohr führt sich der verdickte Teil der Dornstange.
Um auch bei größeren Rohren dieselbe Dornstange benutzen zu können, wird auf die Dornstange eine Büchse aufgesetzt, die den Raum zwischen Ausgangsrohr und Dornstange ausfüllt.
Die Aufweitung & ist notwendig, um das Werkstück ohne Schwierigkeit von dem Aufweitedorn e abziehen oder um den Aufweitedorn ganz durch das Werkstück ziehen zu können. Bei der Herstellung von Muffenrohrkrümmern dient zweckmäßig die Muffe als Aufweitung b.
Nach den Abb. 1 bis 3 steht das Widerlager c fest, und der Auf weitedorn e wird durch das Werkstück gezogen. Deshalb bleibt das Werkstück während des Biegens sich selbst überlassen. Die Erfindung schließt auch die kinematische Umkehrung in sich ein. Kehrt man die Bewegungsrichtung um, wie die Abb. 4, 5 und 6 zeigen, dann ist es möglich, das Werkstück α während des Verformungsprozesses an einer Schablone h zu führen. Abb, 4 zeigt, wie der erste gerade Schenkel i in eine an der Schablone h angebrachte gerade Führung k hingeweitet wird. Dabei wird das Werkstück α von dem Widerlager c über den Dorn hinweggeschoben, während sich die auf einem Schlitten befindliche Schablone h mit dem Werkstück mitbewegt. Während der Herstellung des Bogens steht der Schlitten, wie Abb. 5 zeigt, still, während sich die Schablone h um den Drehpunkt / bewegt. Abb. 6 zeigt, wie der zweite gerade Schenkel des Werkstücks α gebildet wird. Die Schablone hat ihre Drehung um den Drehpunkt / beendet und bewegt sich mit ihrem Schlitten wieder mit dem Werkstück mit, wobei eine mit dem Widerlager c mitgehende Gegenschablone m mit der Schablone h eine geschlossene gerade Führung für den zweiten Schenkel bildet. Auf diese Weise ist es möglich, geringe Differenzen in der Krümmung, die durch irgendwelche unvorhergesehenen Umstände eintreten können, zu beseitigen. Man kann auch auf die Führung der geraden Schenkel verzichten und nur den Bogen an einer Schablone führen.
Eine weitere Ausbildung der Vorrichtung zur Herstellung von Rohrbogen mit geraden Schenkeln ist in den Abb. 7 und 8 dargestellt. Auf der Dornstange 0 sitzt fest und unbeweglich der Auf weitedorn p. Zur Erzeugung des Bogens wird, wie Abb. 7 zeigt, eine exzentrische Büchse q über die Dornstange bis zum Auf weitedorn p geschoben. Durch die dem lichten Durchmesser des Vorwerkstücks angepaßte Außenfläche dieser Büchse wird das go Werkstück r so gehalten und geführt, daß eine auf dem Umfang ungleichmäßige Aufweitung und damit eine Krümmung des Werkstücks entsteht. Ist der Bogen fertig, dann wird die exzentrische Büchse q von der Dornstange 0 entfernt und, wie Abb. 8 zeigt, der gerade Schenkel durch das jetzt eintretende gleichmäßige Aufweiten des Werkstückumfangs hergestellt.
Man kann auch zwei ineinandergesteckte exzentrische Hülsen vorsehen, die, entsprechend gegeneinander verdreht, die gewünschte Aufweitung erzeugen.
Wie dargestellt, lassen sich mit der Vorrichtung nach den Abb. 7 und 8 sehr gut Muffenrohrkrümmer mit geraden Schenkeln herstellen, bei denen der eine gerade Schenkel durch die Muffe s gebildet wird und der Bogen unmittelbar hinter der Muffe beginnt. Für den Auslauf des Domes muß dann an dem nicht aufgemufften Ende des Werkstücks eine Aufweitung angebracht werden.
Um bei dem neuen Herstellungsprozeß das Anfertigen von Aufweitungen an einem Ende des Werkstücks zu vermeiden, kann man auch kurz vor Beendigung des Herstellungsprozesses eines Rohrbogens das Vorwerkstück für den nächsten Rohrbogen auf den Dorn stecken und damit das erste Werkstück vom Dorn wegdrücken.
Der Vorteil des neuen Verfahrens Jiegt darin, daß man Rohrbogen o. dgl. mit ge-

Claims (9)

raden Schenkeln über den Umfang gleichmäßiger Wand und überall rundem Querschnitt , in einem einzigen Arbeitsgang, also in der kürzesten Zeit, herstellen kann. Die Herstellung kann kalt oder warm erfolgen, wobei bei letzterem nur eine einzige Hitze für die Herstellung des Rohrbogens mit geraden Schenkeln bzw. des Mehrfachrohrbogens mit geraden Schenkeln und geraden ίο Zwischenstücken nötig ist. Ρατενϊλ ν Spruch E:
1. Verfahren zum Biegen von Rohrbogen, Rohrkrümmern, Schlangen o. dgl.
mit geraden Schenkeln oder von Mehrfachkrümmern mit geraden Zwischenstükken zwischen den Bögen unter Aufweiten mittels eines verdickten Dornkopfes, dadurch gekennzeichnet, daß durch Änderung der Lage des Dornkopfes in bezug auf die Dornstangenmittelachse dem auf dem Umfang ungleichmäßigen Aufweiten eines Teiles des rohrförmigen Vorwerk-Stücks zur Herstellung der Bögen ein auf dem ganzen Umfang gleichmäßiges Aufweiten eines anderen Teils zur Herstellung der Schenkel oder geraden Zwischenstücke in demselben Arbeitsgang vorangeht oder nachfolgt bzw. vorangeht* und nachfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Abziehen des fertigen Rohres von dem Aufweitewerkzeug am Ende des zu biegenden Rohres vor dem Biegeprozeß eine zylindrische, konische oder sonstwie gestaltete Aufweitung angebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß · das gerade Rohr mit der Muffe versehen wird und von dem Einsteckende aus durch gleichmäßiges Aufweiten der gerade Schenkel und anschließend durch ungleichmäßiges Aufweiten der in die Muffe übergehende Bogen erzeugt wird, wobei das Muffenende den zweiten geraden Schenkel bildet und das Abziehen des Krümmers von Aufweitewerkzeug gestattet.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das gerade Rohr an einem Ende mit der Muffe und am anderen Ende mit der Aufweitung versehen wird und daß von der Muffe beginnend durch ungleichmäßige Aufweitung der Bogen und anschließend durch gleichmäßiges Aufweiten der gerade Schenkel hergestellt wird.
5. Werkzeug zur Ausführung'des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zugstange als Führung für das zu biegende Rohr dient oder eine solche Führung trägt und daß am Ende dieser Führung bzw. Zugstange der Aufweitedornkopf beweglich und verstellbar angeordnet ist.
6. Werkzeug zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufweitedornkopf fest auf der Zugstange sitzt und vor dem Aufwei tedorn zur Erzeugung der für die Herstellung des Bogens notwendigen ungleichmäßigen Aufweitung eine exzentrische Büchse auf die Dornstange aufgesetzt wird, die bei der zur Erzeugung des geraden Schenkels notwendigen gleichmäßigen Aufweitung entfernt wird.
7. Vorrichtung mit einem Werkzeug nach Anspruch 5, gekennzeichnet * durch eine durch Kurvenführung (g) oder sonstige Mittel betätigte Steuerung, die den Aufweitedorn während des Aufweiteprozesses verstellt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellung des Aufweitedornes von der einen Ruhestellung in die andere allmählich erfolgt.
9. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß entweder die Teile des ganzen Werkstücks oder nur die Teile des Bogenstücks, die bereits aufgeweitet sind, durch eine Schablone (h)
o. dgl. von außen geführt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEM129884D 1935-01-29 1935-01-29 Verfahren zum Biegen von Rohrbogen o. dgl. mit geraden Schenkeln Expired DE658010C (de)

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DE (1) DE658010C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2996100A (en) * 1957-04-08 1961-08-15 Dravo Corp Method and apparatus for bending pipe to short radh with minimum thinning of the outer wall thickness at the bend
EP0043335A1 (de) * 1980-06-27 1982-01-06 VALLOUREC Société Anonyme dite. Vorrichtung zum fortlaufenden Warmherstellen metallischer Rohrbogen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2996100A (en) * 1957-04-08 1961-08-15 Dravo Corp Method and apparatus for bending pipe to short radh with minimum thinning of the outer wall thickness at the bend
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