DE657940C - Handstricknadel - Google Patents

Handstricknadel

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DE657940C
DE657940C DEB174066D DEB0174066D DE657940C DE 657940 C DE657940 C DE 657940C DE B174066 D DEB174066 D DE B174066D DE B0174066 D DEB0174066 D DE B0174066D DE 657940 C DE657940 C DE 657940C
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Handstricknadel mit hinter der Nadelspitze verdicktem Endteil nach Patent 637 750, bei der die Verdickung durch Einpressen von Längsnuten oder durch Schlitzen und Aufweiten, also durch Werkstoffverdrängung, hergestellt ist. ·
Wenn auch allgemein anerkannt wird, daß die neu.vorgeschlagene Formgebung des Arbeitsgriffteils die Strickarbeit wesentlich erleichtert und auch die Herstellung einer gleichmäßigeren Strickware ermöglicht, so hat andererseits aber auch die Praxis gelehrt, daß der Übergang von den bisher runden Stricknadeln auf diejenigen mit der neuen Nadelspitzform doch eine ziemliche Umgewöhnung erfordert. Vor allen Dingen kommt es vor, daß die noch ungeübte Strickerin beim Maschenabheben ungewollt mit der Spitze der
ao aktiven Nadel in die Nut der passiven Nadel, von welcher abgestrickt wird, einfährt und sich beim weiteren Strickvorgang die Spitze der aktiven Nadel in der Längsnut der passiven Nadel stößt. Wenn auch diese störende Erscheinung mit der Gewöhnung an die neue Nadel in Fortfall kommt, so erschwert sie doch nicht unwesentlich die Einführung der betreffenden Nadel. Die Erfindung bezweckt, die im Patent 637 750 bekanntgegebene Formgebung der Nadel so weit zu vervollkommnen, daß auch der Nachteil einer besonderen Gewöhnung an die neue Nadelform in Wegfall kommt und kein Unterschied in der Handhabung der früheren und der neuen Nadel merkbar ist.
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die Nut, die bis dicht an die Nadelspitze durchgeführt werden muß, um diese überhaupt in einer stricktechnisch geeigneten, gewölbten Form aus dem dünneren Nadelschaftdraht fachgemäß herstellen zu können, in ihrem vorderen Teil durch bei ihrer Formgebung stehengelassenes Material verengt ist. Dadurch wird der für das Einhaken und Aufstoßen der aktiven Nadelspitze in Frage kornmende' Teil der Längsnut in der passiven Nadel sozusagen überbrückt und so jede fehlerhafte Nadelführung ausgeschlossen.
Vorzugsweise wird die Formgebung der Nadelspitze so durchgeführt, daß das stehengelassene Material innerhalb der Nut eine Insel bildet, die zweckmäßig zungenförmig gestaltet sein kann.
Für das Stricken verschränkter Maschen, die vielfach bei Kunststrickmustern Anwendung finden, wird das Material vorteilhaft nur in einem Teil der in dem Stricknadelende vorgesehenen Längsnuten stehengelassen.
■■ .pi
Hierbei sticht nämlich die Nadelspitze der aktiven Nadel von der der Strickerin abgewandten Seite her in die Nute zwischen der^ Nadel und dem Garn einer beliebigen MaschV und hebt diese oder mehrere zugleich von §" passiven Nadel ab und strickt sie dann in Strickarbeit ein. Bei diesem Vorgang fährt die aktive Nadelspitze mit den abzuhebenden Maschen entlang der Nute der passiven Nadel zu deren Spitze hin nach oben. Bei diesem Entlangfahren würde naturgemäß die Materialinsel eine kleine Störung bedeuten, so daß es vorteilhaft ist, für solche Strickzwecke die betreffende Nadel beispielsweise nur auf einer Seite mit einer Materialinsel auszustatten. Selbstverständlich muß dabei darauf geachtet werden, daß e'ine solche Spezialnadel stets richtig geführt wird.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Fig. ι zeigt in Ansicht eine Stricknadel mit durchgehender Längsnut nach dem Hauptpatent 637 750;
Fig. 2 zeigt in gleicher Darstellung eine Stricknadel nach der vorliegenden Erfindung;
Fig. 3 ist ein Längsschnitt durch die Stricknadel gemäß Fig. 2;
Fig. 4 und 5 sind Querschnitte entsprechend den Schnittlinien IV-IV und V-V (Fig. 2); Fig. 6 ist eine der Fig. 4 entsprechende Schnittdarstellung einer anderen Ausführungsform der Nadel.
Bei der Stricknadelausführung nach Fig. 2 bis 6 ist zum Unterschied von der Ausführung nach der Fig. 1 in dem vorderen Teil der Längsnut ι die Materialinsel 2 belassen worden, durch die seitlich die Nuten 3 gebildet werden, die hinter der Insel wieder in die Längsnut übergehen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 sind in dem Nadelende neben den Längsnuten 1 mit den Materialinseln 2 noch quer dazu fjL,ängsnuten 4 vorgesehen, die ebenfalls zur ■f-Veidickung des Nadelendes beitragen, in "jd^nfin jedoch keine Materialinseln stehenge-' 'lassen sind. Alle vorbeschriebenen Ausführungsformen der Nadelspitze lassen sich ohne ■'· weiteres in einem Arbeitsgang herstellen.
Die Erfindung beschränkt sich selbstverständlich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel, sondern umfaßt auch andere Ausführungen, sofern bei ihnen von dem der Erfindung zugrunde liegenden Gedanken Gebrauch gemacht wird.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Handstricknadel mit hinter der Nadelspitze verdicktem Endteil nach Patent 637 750, bei der die Verdickung* durch Einpressen von Längsnuten hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die' Längsnut in ihrem vorderen Teil durch bei ihrer Formgebung stehengelassenes Material verengt ist.
2. Handstricknadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das stehengelassene Material innerhalb der Nut eine Insel bildet.
3. Handstricknadel nach Anspruch 2, ■ dadurch gekennzeichnet, daß die Insel
' zungenförmig gestaltet und nach außen gewölbt ausgeführt ist.
4. Handstricknadel nach den Ansprüchen ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nur in einem Teil der in dem Stricknadelende vorgesehenen Längsnuten Material stehengelassen ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEB174066D 1936-05-10 1936-05-10 Handstricknadel Expired DE657940C (de)

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