DE657495C - Stromwendungseinrichtung - Google Patents
StromwendungseinrichtungInfo
- Publication number
- DE657495C DE657495C DEA75897D DEA0075897D DE657495C DE 657495 C DE657495 C DE 657495C DE A75897 D DEA75897 D DE A75897D DE A0075897 D DEA0075897 D DE A0075897D DE 657495 C DE657495 C DE 657495C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- auxiliary
- windings
- winding
- coil
- main
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 61
- 230000005611 electricity Effects 0.000 description 1
- 230000001939 inductive effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K3/00—Details of windings
- H02K3/04—Windings characterised by the conductor shape, form or construction, e.g. with bar conductors
- H02K3/12—Windings characterised by the conductor shape, form or construction, e.g. with bar conductors arranged in slots
- H02K3/16—Windings characterised by the conductor shape, form or construction, e.g. with bar conductors arranged in slots for auxiliary purposes, e.g. damping or commutating
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Dc Machiner (AREA)
Description
Bei Kommutatormaschinen ohne Wendepole ist man gezwungen, zur Beherrschung der
Kommutierung die Spannungen in den zur Stromwendung gelangenden Spulen klein zu
halten. Dies gilt sowohl für die eigentliche Stromwendespannung als auch für die sogenannte
Transformatorspannung. Auch bei Maschinen mit Wendepolen sind diese Spannungen begrenzt, weil es nicht möglich ist,
den Verlauf des Wendefeldes dem Spannungsbedarf der kommutierenden Spule genau anzugleichen.
Es sind verschiedene Mittel vorgeschlagen worden, die Stromwendung zu verbessern. So
ig wurde z. B. versucht, das Nutenstreufeld durch eine zusätzliche, in jeder Nut verlaufende
Windung zu umfassen, die mehr oder weniger kurzgeschlossen war, so daß sich der Strom in der Nut bei kleinerer Feldänderung
ändern kann. So hat man z. B. bei einer bekannten Anordnung die Verwendung von später als die gleichgelegenen Hauptwicklungen
zur Kommutierung kommenden Hilfswindungen vorgeschlagen, wobei man alleras
dings den Nachteil in Kauf nahm, daß die Hilfswindungen an besondere Stromwender
oder aber an zusätzliche Lamellen des eigentlichen Stromwenders angeschlossen werden
mußten, die beide erheblichen Platz bean-Sprüchen. Ein anderer Vorschlag sieht mittels
besonderer oder in die Ankernuten eingebauter Transformatoren eine Parallelschaltung
benachbarter Ankerwindungen zu der kommutierenden vor, mit dem Ziel, die Selbstinduktion
der kommutierenden Windung zu verringern. Ein anderes bekanntes Mittel schließlich ist die Anwendung von Widerstandsverbindungen,
die vorwiegend gegen die Transformatorspannung vorgesehen wurden bzw. von Anordnungen, bei denen eine
mit hohem Ohmschen Widerstand ausgeführte Hilfswicklung parallel zur Hauptwicklung an
den Stromwender angeschlossen ist. Sie haben den Nachteil, daß sie bei Stillstand des
Ankers unter Strom leicht auslöten.
Erfindungsgemäß werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß die in bekannter
Weise in den Nuten der Hauptwindung untergebrachten Hilfswindungen mit hohem Ohmschen
Widerstand zu allen oder zu einem Teil der Ankerwindungen am Stromwender derart parallel geschaltet sind, daß sie zur Zeit der
Kommutierung der in denselben Nuten gleichgelegenen und mit der Hilfswindung induktiv
eng gekoppelten Hauptwindungen noch im Kurzschluß sind. Wenn der Arbeitsstrom
oder der von der Transformatorspannung erzeugte Strom am Ende der Stromwendung in
der Hauptwindung unterbrochen wird, so springt der Reststronj auf die Hilfswindung
über und klingt dort ab. Die Stromwendung der Hilfswindung erfolgt deshalb von einem
kleineren Anfangs- zu einem kleineren Endwert. Ferner wird der Strom in der nach-
") Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Arthur Mandl in Berlin.
komniutierenden Hilfswindung nicht unterbrochen
; sie bleibt vielmehr auf eine andere Hauptwindung zum Teil kurzgeschlossen. Es
handelt sich demnach um Widerstandswindüngen, die parallel zur Ankerwicklung liegen,
und am Ende der Stromwendung induKj
eingeschaltet werden. "■-
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.
ίο Die in Abb. ι dargestellte Einrichtung für
Schleifenwicklung ist in gleicher Weise auch für Wellenwicklung ausführbar. Die Bürste B
bewege sich nach links, der Stromwender drehe sich also nach rechts. Der Kurzschluß
an der Spule 1 wird gerade unterbrochen. Die Spule ι ist mit der Hilfsspule 1' transformatorisch
gut verkettet. Die Spule i' ist jedoch so an den Stromwender angeschlossen, daß sie
noch kurzgeschlossen ist, wenn die nachlaufende Kante den Steg I überschreitet und den
Kurzschluß an der Spule 1 unterbricht. Das hat zur Folge, daß der in der Spule 1 noch
fließende Strom auf die Hilfsspule i' überspringt und dort abklingen kann. Der Kurz-Schluß
an der Hilfsspule 1' wird später unterbrochen, in Abb. 1 um ein Segment später.
Wenn der Widerstand der Hilfsspule 1' entsprechend groß gewählt wird, ist der nach 1
• übergegangene Strom, während sich die nachlaufende Bürstenkante von Steg I nach Steg II
bewegt, stark abgeklungen.
Die Hilfsspule i'.ist mit der Hauptspule2
direkt leitend verbunden. Der Kurzschluß wird an den Spulen i' und 2 von der nachlaufenden
Bürstenkante gleichzeitig unterbrochen. Wenn die Spule 2 in diesem Moment
— genau so wie früher die Spule 1 ■ —
noch eine kurzgeschlossene, mit ihr gut verkettete Spule in derselben Nut vorfindet, so
ist dadurch auch die Hilfsspule 1' kurzgeschlossen, so daß der im Moment der
Unterbrechung in der Hilfsspule 1' und Hauptspule 2 noch fließende Reststrom auf
die mit der Hauptspule 2 möglichst streuungslos gekoppelte Kurzschlußspule überspringt.
Abb. 2 zeigt die Anordnung der Hilfsspule
1" für Rechtslauf der Bürste.
Sieht man, wie in Abb. 3 dargestellt, die beiden Hilfsspulen i' und 1" gleichzeitig vor,
also zwei Hilfsspulen für jede Hauptspüle, so ist der Anker für beide Drehrichtungen
geeignet. Bei Linkslauf der Bürste z. B. wird zuerst der Kurzschluß der Hilfswindung 1"
unterbrochen, die wegen des größeren 0hmschen Widerstandes nur einen kleineren
Strom führt und außerdem transformatorisch gut mit der noch kurzgeschlossenen Hauptspule
ι verkettet ist.
Bei entsprechend breiten Bürsten ist es möglich, den Anschluß der Hilfsspule um
zwei oder mehr Segmente zurückzuziehen, wodurch dem Abklingen des Stromes mehr
Zeit gelassen wird. Damit steigen die in der ■.Hilfsspule auftretenden Verluste an.
* .Man kann die Hilfswindungen 1' und 1"
4ίίϊΐ: an sich bekannter Weise als besondere
■£Wicklung neben oder unter der Hauptwick-" lung in den Ankernuten vorsehen. Wesentlich
ist, daß sie mit dem Streufeld der Hauptwicklung transformatorisch gut verkettet
sind. In der Regel wird es am einfachsten sein, die Hilfswindungen 1' und 1"
in gleicher Form wie die Hauptwicklung anzuordnen, also gewissermaßen von ihrem
Querschnitt abzuspalten. Für eine Ankerspule mit vier Windungen und vier Segmenten
je Nut ergibt sich dann die in Abb. 4a und 4b dargestellte Form. Abb. 4a vereinigt
die Wicklungen 1 und τ', Abb. 4b die Wicklungen
1' und 1". Die Vereinigung der Hauptwicklung
ι mit den beiden Hilfswindungen 1'
und 1" ist daraus leicht abzuleiten. Die Spulen der Abb. 4 a und 4 b haben je ein
Schaltende mehr, die nichtgezeichnete Spule mit beiden Hilfswindungen hat zwei Schaltenden
mehr.
Die Ausführung einer solchen Ankerwicklung für Linkslauf der Bürsten (Rechtsdrehung
des Stromwenders) zeigt Abb. 5 mit der Hauptwicklung 1 und der Hilfswicklung 1'.
Abb. 6 zeigt die Ausführung für beide Drehrichtungen mit der Hauptwicklung 1 und
den Hilfswindungen 1' und 1".
Die Anordnung dieser Wicklung wird sehr vereinfacht, wenn man die Hilfswindungen
nur für diejenigen Ankerwindungen und nur in der Richtung vorsieht, in welcher sie selbständig
kommutieren. Das trifft für die letzte Windung in jeder Nut zu, die zur Stromwendung
gelangt. Wenn bei* ihr der Kurzschluß durch die nachlaufende Bürstenkante
unterbrochen wird, ist keine Windung derselben Nut mehr im Kurzschluß. In Abb. 7
sind diese selbständigen Windungen — die »05 äußersten in jeder der Nuten A, B, C —
durch / und r bezeichnet. Die Windungen 7 wirken als selbständige Windungen und erhalten
deshalb Hilfswindungen 1'. Die Windungen r wirken als selbständige Windungen,
wenn die Bürste sich nach rechts· bewegt und erhalten deshalb Hilfswindungen 1". Alle anderen Windungen m kommutieren nicht selbständig
und finden, wenn der Kurzschluß an ihnen unterbrochen wird, eine andere noch im Kurzschluß befindliche Windung in· derselben
Nut vor. Abb. 8 zeigt eine solche Spule mit vier Segmenten je Nut und mit
sieben statt normal fünf Schaltenden.
Die Stromwendung für Linkslauf der Bürste spielt sich für die Schaltung der
Abb. 7 folgendermaßen ab: Die nachlaufende,
nach links wandernde Bürstenkante befinde sich in der Stellung I1 also unmittelbar vor
Unterbrechung des Kurzschlusses der in dieser Richtung selbständig kommutierenden
Hauptwindung I und der für die andere Drehrichtung vorgesehenen Hilfswindung i".
Diese beiden Windungen sind miteinander direkt leitend verbunden. Der Reststrom von
beiden Windungen springt deshalb auf die
ίο mit der Windung / gut verkettete Hilfswindung
i' über, die durch die Bürste noch kurzgeschlossen ist. Die nachlaufende Bürstenkante
kommt nun in die Stellung II und unterbricht den Kurzschluß an der in dieser Drehrichtung nicht selbständig kommutierenden
Hauptwindung r und an der Hilfswindung 1'. Diese beiden Windungen sind miteinander
direkt leitend verbunden. Der Reststrom von beiden Windungen springt deshalb
auf die mit der Windung r gut verkettete nächste Hauptwindung m über, die durch die
Bürste noch kurzgeschlossen ist. Die Stromwendung verläuft vollständig gleichartig auch
in der anderen Drehrichtung.
Durch die Beschränkung der Hilfswindungen auf die Endwindungen, und zwar nur in
der Richtung, in der sie selbständig kommutieren, werden auch die zusätzlichen Verluste
stark verringert. Diese zusätzlichen Verluste entstehen dadurch, daß nicht gleichphasige
Spulen der Haupt- und Hilfswicklung aufeinandergeschaltet sind. Der Phasenunterschied
entspricht in den Abb. 5, 6, 7 einem Stromwendersegment. Da der Widerstand der Hilfswicklung jedoch sehr groß gewählt
wird, bleiben diese Verluste in durchaus zulässigen Grenzen.
Claims (2)
- Patentansprüche:ι . Stromwendungseinrichtung, bestehend aus in den Nuten der Hauptwicklung untergebrachten Hilfswindungen hohen Widerstandes, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfswindungen zu allen oder zu einem Teil der Ankerwindungen am Stromwender derart parallel geschaltet sind, daß sie zur Zeit der Kommutierung der in denselben Nuten gleichgelegenen und mit den Hilfswindungen induktiv eng gekoppelten Hauptwindungen noch im Kurzschluß sind.
- 2. Stromwendungseinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfswindungen nur für solche Hauptwindungen und nur in solcher Richtung vorgesehen werden, in welcher diese als selbständige Windungen zur Kommutierung gelangen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA75897D DE657495C (de) | 1935-04-27 | 1935-04-27 | Stromwendungseinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA75897D DE657495C (de) | 1935-04-27 | 1935-04-27 | Stromwendungseinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE657495C true DE657495C (de) | 1938-03-05 |
Family
ID=6946606
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA75897D Expired DE657495C (de) | 1935-04-27 | 1935-04-27 | Stromwendungseinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE657495C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1107334B (de) * | 1954-07-27 | 1961-05-25 | Forges Ateliers Const Electr | Anordnung zur verbesserten Kommutierung von Wechselstrom-Kollektormotoren |
-
1935
- 1935-04-27 DE DEA75897D patent/DE657495C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1107334B (de) * | 1954-07-27 | 1961-05-25 | Forges Ateliers Const Electr | Anordnung zur verbesserten Kommutierung von Wechselstrom-Kollektormotoren |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2617694C2 (de) | Stromrichteranordnung | |
| DE657495C (de) | Stromwendungseinrichtung | |
| DE1638316A1 (de) | Steuerschaltung fuer die elektronische Kommutierung eines Elektromotors | |
| EP0897212B1 (de) | Reihenschlussmotor | |
| DE693695C (de) | Schaltung zum Anlassen von Wechselstrommotoren, insbesondere Mehrphasensynchronmotoren | |
| DE631172C (de) | Ventilgesteuerter Mehrphasenmotor | |
| DE656277C (de) | Polumschaltbare Zweischichtwicklung fuer das Polzahlverhaeltnis 2:3 | |
| DE621012C (de) | Hochspannungsgleichstrommaschine hoher Leistung mit zwei in den gleichen Ankernuten untergebrachten, mit je einem Kollektor versehenen Ankerwicklungen | |
| DE452027C (de) | Anordnung der Kompensationsspulen bei Kommutatormaschinen mit ausgepraegten Polen | |
| DE157883C (de) | ||
| DE358963C (de) | Umlaufende elektrische Kommutatormaschine mit Trommelanker | |
| DE744563C (de) | Wechselstromkommutatormaschine mit Unterdrueckung der Transformatorspannung durch Flussabdraengung | |
| DE676750C (de) | Wechselstromreihenschlusskollektormotor mit feststehenden Buersten | |
| DE760637C (de) | Anordnung zur Verbesserung der Kommutierung von Gleich-und Wechselstromkommutatormaschinen | |
| DE456113C (de) | Einrichtung zur Verbesserung der Kommutierung bei wendepollosen Kommutatormaschinen | |
| DE407083C (de) | Anordnung zur funkenfreien Kommutierung bei Kollektormaschinen mit zwei auf einem gemeinsamen Ankerkern liegenden Ankerwicklungen | |
| DE647376C (de) | Polumschaltbare Dreiphasenwicklung | |
| DE702452C (de) | wendepollosen Kommutatormaschinen | |
| DE455158C (de) | Dynamoelektrische Maschine des Einzelmaschinen-Kaskadentyps | |
| DE195005C (de) | ||
| DE547883C (de) | Gleichstrommaschine mit Nebenschluss- und Hauptstromerregung | |
| DE475418C (de) | Elektrische Maschine mit einer an zwei Stromwender angeschlossenen mehrfachen Parallelwicklung | |
| DE757164C (de) | Drei- oder Mehrphasentransformator | |
| DE217507C (de) | ||
| DE472205C (de) | Anordnung der Staenderwicklungen von Mehrphasen-Kollektormaschinen |