DE456113C - Einrichtung zur Verbesserung der Kommutierung bei wendepollosen Kommutatormaschinen - Google Patents

Einrichtung zur Verbesserung der Kommutierung bei wendepollosen Kommutatormaschinen

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DE456113C
DE456113C DESCH79764D DESC079764D DE456113C DE 456113 C DE456113 C DE 456113C DE SCH79764 D DESCH79764 D DE SCH79764D DE SC079764 D DESC079764 D DE SC079764D DE 456113 C DE456113 C DE 456113C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K13/00Structural associations of current collectors with motors or generators, e.g. brush mounting plates or connections to windings; Disposition of current collectors in motors or generators; Arrangements for improving commutation
    • H02K13/14Circuit arrangements for improvement of commutation, e.g. by use of unidirectionally conductive elements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Dc Machiner (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Verbesserung der Komtnutierung bei wendepollosen Komtnutatormaschinen. schlossen ist. Das Prinzip der Erfindung soll nun an Hand der schematischen Darstellung der Abb. i erläutert werden. In dieser Abbildung stellen TV, WI, WII usf. Windungen der kommutierenden, als Gleichstrornschleifenwicklung ausgeführten Wicklung S; I(, KI, I(11 usf. die zugehörigen Kommutatorstege und B die auf dem Kommutator schleifende Bürste dar. An die Kommutatorstege ist nun außer der Hauptwicklung noch eine Hilfswicklung, die aus den Spulen HI, H11, HmI usf. besteht, angeschlossen. Jede dieser Spulen ist zwischen je zwei benachbarte Kommutatorstege, z. B. HI zwischen KI und K°, HII zwischen KII und KIII usf., eingeschaltet. Je zwei benachbarte Hilfswicklungssysteme sind nun -mit einem gemeinsamen magnetischen Kreis verkettet, z. B. HI und HII mit T1, HIII und HIV mit TZ usf. Es bilden also je zwei der Hilf swicklungssysteme die Primär- und Sekundärwicklung eines Transformators mit dem Übersetzungsverhältnis i : i. Bei der gezeichneten Stellung der Bürste B kommutiert eben die Windung 1V1. Parallel geschaltet mit dieser Windung ist das Wicklungssystem HI des Transformators T. Vernachlässigt man die Selbstinduktion von III, die ja nur durch Streufeldbildung zwischen HI und HII bedingt ist, so besitzt HI bloß den induktiven Widerstand des Sekundärkreises des Transformators T, dessen Primärwicklung HI darstellt (Übersetzungsverhältnis i : i). Die Sekundärwicklung HII ist nun über die Stege KII, KIu und die zu diesem Die Erfindung hat eine Wicklungsanordnung zum Gegenstand, die eine wirksame Herabsetzung der Reaktanzspannung der Kommutation und damit eine günstige Beeinflussung der Kommutationsverhältnisse von wendepollosen Kollektormaschinen irgendwelcher Art zu erzielen gestattet. Die am Schlusse der Beschreibung erläuterte besondere Ausführungsform der Erfindung gestattet auch eine wirksame Herabsetzung der auf die Bürsten von Wechselstrom- oder Drehstromkollektormaschinen wirkenden Transformatorspannung. -Statt der Wendepole, welche eine der Reaktanzspannung der Kommutation entgegengerichtete Spannung der kommutierenden Windungsgruppe erzeugen, wurden bereits verschiedene Mittel vorgeschlagen, um die Selbstinduktion der kommutierenden Windungen herabzusetzen und dadurch die Reaktanzspannung auf zulässige Werte herabzudrücken. Erwähnt sei beispielsweise die Anwendung von Dämpferwicklungen, von Widerstandsverbindungen zwischen den Kommutatorstegen usw. Alle diese Mittel beruhen darauf, die Änderung der kommutierurgsstörenden Felder durch die Möglichkeit der Ausbildung von Ausgleichsströmen herabzusetzen.
  • Die Erfindung geht nun einen anderen Weg. Verwendet wird ein zu der Hauptwicklung parallel geschaltetes Hilfswicklungss_vstem, das an die gleichen Kommutatorstege ange- Zeitpunkt nicht kommutierende Windung Wll der Hauptwicklung kurzgeschlossen. Die Gesamtinduktivität des Sekundärkreises und damit auch des Primärkreises wird also, da die Selbstinduktion von Hf ebenfalls vernachlässigbar ist, dargestellt durch die Selbstinduktion der Windung WII. Da nun die Selbstinduktion der Windung Wll gleich der kommutierenden Windung WI ist, ergibt die Parallelschaltung der Hilfswicklung HI mit WI eine auf die Hälfte reduzierte Gesamtreaktanz des kommutierenden Systems. Selbstverständlich ist hierbei Voraussetzung, daß Wll mit einem von WI getrennten magnetischen Kreis für die kommutationsstörenden Felder verkettet ist, mit anderen Worten, daß W° in anderen Nuten liegt als Wl. Die Anordnung kann nun auch ohne weiteres so getroffen werden, daß mehr als zwei Hilfswindungsstems noch wesentlich weiter getrieben wird werden, wodurch dann die Parallelschaltung von ebensoviel Windungen der Hauptwicklung in der Kommutationsperiode erreicht wird. Die Reaktanzspannung der Kommutation kann auf diese Weise (d. i. durch Parallelschaltung von drei, vier usf. Windungen) auf 4 usf. der Reaktanzspannung einer Windung herabgesetzt werden. Die Zahl der miteinander transformatorisch zu koppelnden Spulen der Hauptwicklung ist nur dadurch begrenzt, daß Spulen, die allzuweit in bezug auf das Hauptfeld räumlich und damit elektrisch gegeneinander verschoben sind, auch indirekt nicht ohne weiteres parallel geschaltet werden dürfen, z. B. Windungen außerhalb der neutralen Zone von Gleichstrommaschinen. Die Hilfswicklungen HI, H° usf. stellen ein geschlossenes Wicklungssystem dar, das parallel zu der Hauptwicklung der Maschine geschaltet ist. Die Wicklungen entnehmen der Hauptwicklung den Magnetisierungsstrom der Transformatoren, der verhältnismäßig niedrig ist in Anbetracht der gegenüber der Hauptwicklung im allgemeinen groß zu wählenden Windungszahl der Hilfswicklungen. Abgesehen davon können die Transformatoren, die in den weiter unten näher beschriebenen Ausführungsformen miteinander vereinigt werden, mit geringem magnetischen Widerstand versehen sein, um so mehr, als sie im allgemeinen keinen Luftspalt enthalten und geschlossene Eisenkerne bilden. Der Magnetisierungsstrom der Transformatoren ist außerdem von der Periodenzahl unabhängig, da sich proportional mit der Periodenzahl des Hauptankers auch dessen Windungsspannung ändert, die zugleich auch die der Hilfswicklung aufgedrückte Spannung ist. Im Synchronismus und in Synchronismusnähe ist nur der Ohmsche Widerstand der Hilfswicklung für den in ihr fließenden Strom maßgebend. Selbstverständlich ist infolge des geringen Kupferquerschnittes, mit dem die Hilfswicklungen ausgeführt werden, abgesehen von deren verhältnismäßig höherer Windungszahl, ihr Widerstand im Verhältnis zum Widerstand des Hauptankers so groß, daß der durch die Hilfswicklung fließende Strom und seine Verluste praktisch vernachlässigbar klein werden.
  • Die Abbildungen stellen Ausführungsformen der im vorstehenden prinzipiell erläuterten erfindungsgemäßen Anordnung dar. Die Abb. 2, 2a und 2b zeigen eine Ausführungsform für den magnetischen Kreis der Hilfstransformatoren und die Anordnung der Hilfswicklungen. T stellt die Vereinigung sämtlicher Kopplungstransformatoren der Maschine dar. Die Hilfswindungen HI und IIll sind um einen gemeinsamen Kern Tkzl des Transformators gewickelt. Sämtliche Kerne Thl, Tkl usf. sind durch gemeinsame Joche 1, und 1" (Abb. 2a und 2b) miteinander verbunden. Auf diese Weise erhalten alle in der Maschine vorhandenen Hilfstransformatoren einen gemeinsamen magnetischen Rückschiuß. Abb.2a stellt einen schematischen Längsschnitt durch die Maschine dar, aus dem eine der baulichen Ausführungformen des gemeinsamen Hilfstransformators T in der Maschine ersichtlich ist. Dieser befindet sich, wie Abb. 2a zeigt, unterhalb der Spulenköpfe und Ausleitungen der Hauptwicklung S zwischen Kommutator K und Ankerkörper A.
  • Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die Hilfswicklung als Gleichstromwicklung, die in eigenen hierfür bestimmten Nuten untergebracht ist, ausgebildet (Abb. 3 und 3a). Die transformatorisch miteinander gekoppelten Spulen HI, HIl bzw. HIII, HIV usf. sind nunmehr als Windungen oder Windungsgruppen einer Gleichstromwicklung ausgeführt und werden gruppenweise in gemeinsame Nuten N1 und N,' oder N2 und N2 (Abb. 3a) gelegt. Sie sind durch die Lage in den gleichen Nuten praktisch streuungsfrei miteinander transformatorisch verkettet. Die durch -die beiden angeführten Spulen der Hilfswicklung HI und HIr miteinander verbundenen Windungen der Hauptwicklung WI und Wll liegen, wie bereits erörtert, in verschiedenen Nuten des Hauptankers. Bei der gezeichneten Anordnung, die nur je einen Stab pro Lage der Hauptwicklung enthält, ergibt sich die halbe Nutenzahl für die Hilfswicklung, wobei vorausgesetzt wird, daß nur je zwei Windungen der Hauptwicklung miteinander transformatorisch verbunden werden. Werden mehr Windungen der Hauptwicklung -miteinander verbunden, so vermindert sich die Nutenzahl der Hilfswicklung dementsprechend. In Abb. 3a ist der magnetische Kreis der Hauptwicklung -(27 eingezeichnet und die magnetischen Kreise der Hilfswicklung T, für das System HI, HII und T. für das System HIII, HIV. Wie ersichtlich, stimmen die beiden magnetischen Kreise weitgehend miteinander überein, so daß auch zwischen nicht in gleichen Nuten liegenden Spulen der Hilfswicklung eine weitgehende transformatorische Verkettung vorhanden ist. Es wird also auch eine Übertragung der Ausgleichsströme zwischen nicht unmittelbar miteinander verbundenen Wicklungssystemen herbeigeführt werden, so daß die Verminderung der Ablaufspannung des kommutierenden Systems noch wesentlich weiter getrieben wird als bei Anordnung vollständig getrennter magnetischer Kreise.
  • Die Anordnung des magnetischen Kreises für die nunmehr zu einer Gleichstromwicklung vereinigten Hilfswicklungen kann z. E. nach Abb. d. mit Hilfe eines eigenen Hilfsankerkörpers A" erfolgen, der wie früher zwischen Kommutator IL und Hauptanker .3 unterhalb der Hauptwicklung S und deren Ausleitungen angeordnet ist. Statt dessen ist es auch möglich, die Nuten der Hilfswicklung in den Hauptankerkörper selbst zu legen, wie in Abb. 5 angedeutet. Die Nuten N der Hilfswicklung werden als geschlossene Nuten, getrennt von den Hauptnuten, untergebracht, derart, daß sich die magnetischen Kreise T in der bezeichneten Weise ausbilden können. Der Rückschluß des Hauptfeldes (77 und des Hilfsflusses T erfolgt gemeinsam im Rücken des Hauptankers.
  • Eine grundsätzlich andere Anordnung für die magnetischen Irreise der Hilfswicklungen wird durch die Anordnung der Abb.6 erreicht. In dieser bedeuten lI7I und lT'Il zwei Windungen der Hauptwicklung, die der übersichtlichkeit halber allein herausgezeichnet sind. Diese Windungen befinden sich in verschiedenen Nuten N1, N, bzw. N,', N.' und sollen mit Hilfe der Hilfswindungen HI und HII miteinander transformatorisch verbunden werden. Die beiden Hilf swindungssysteme HI und Hl!- «-erden nun in entsprechend gelegene Hauptnuten eingelegt (z. B. auf deren Grund), und zwar in solche Nuten, die die Ausbildung eines getrennten magnetischen Kreises für die Hilfswicklung ermöglichen. In der Abbildung ist die Hilfswicklung mit verkürztem Wicklungsschritt ausgeführt. Die beiden Hilfswicklungssysteme HI und H° liegen nun in gemeinsamen Nuten IV, und A', innerhalb der Nuten N1, N, und N,', N,'. Der magnetische Kreis, der sich für den durch HI und HII gebildeten Transformator ergibt, ist ebenfalls in der Abbildung eingezeichnet und mit T, bezeichnet. Er schließt sich über den Ständer St und dem Luftspalt der Maschine in der angedeuteten Weise. Da das Feld innerhalb der Windungen der Hauptwicklung den Luftspalt zweimal überschreitet, d. h. sich vollständig innerhalb der Windungen schließt, übt es keine induzierende Wirkung auf die Hauptwicklung aus und kann sich ungehindert ausbilden. Die Wirkung dieses Feldes äußert sich bloß in einer Deformation der örtlichen Verteilung des Hauptfeldes. Die Hilfswicklung liegt also mit der Hauptwicklung in gemeinsamen Nuten.
  • Wird nun überdies der Wicklungsschritt der Hilfswicklung, deren Windungszahl und Lage so eingerichtet, daß die in dem betreffenden Windungssystem vom Hauptfeld induzierte Spannung gleich der Spannung ist, welche in der zugehörigen Hauptwindung induziert wird, so treten außerhalb der Kommutationszone keine Magnetisierüngsströme oder Augleichsströme zwischen Haupt-und Hilfswindung mehr auf. In der Abbildung ist die Anordnung so angedeutet, daß die Hauptwicklung als Durchmesserwicklung ausgeführt ist, während der Wicklungsschritt der Hilfswicklung auf 1/. verkürzt wird und die entsprechenden Hilfswicklungen in die Mitte symmetrisch zwischen die zugehörigen Hauptwindungen gelegt werden. Wird nun die Hilfswicklung mit doppelter Windungszahl ausgeführt wie die Hauptwicklung, so ist die in der Hilfs- und Hauptwicklung induzierte Spannung gleich. (Der von einer Windung mit auf 1/3 verkleinertem Wicklungsschritt umfaßte maximale Kraftfluß ist bekanntlich 1/. des vollen Kraftflusses bei sinusförmiger Feldverteilung.) Die letztere Anordnung ergibt, wie ersichtlich, auch die baulich einfachste Lösung und erfordert nur die Anbringung einer zusätzlichen Hilfswicklung in den Nuten der Maschine, ohne irgendwelche sonstige bauliche Änderungen derselben. Durch entsprechende Abänderung der erläuterten Ausführungsformen läßt sich auch die Wirkung der bei Wechselstrom- und Drehstromkollektormaschinen auftretenden Transformatorspannung auf die Kommutation herabsetzen. Die Transformatorspannung entsteht bekanntlich durch die Transformatorwirkung der Erregerwicklung in den durch die Bürsten während der Kommutationsperiode kurzgeschlossenen Windungsgruppen außerhalb des synchronen Laufes der Maschine. Erfindungsgemäß wird nun die auf die Bürsten wirkende Transformatorspannung dadurch herabgesetzt, daß die zwischen je zwei benachbarten Kommutatorstegen entstehende Transformatorspannung mit Hilfe von Zwischensegmenten in zwei oder mehrere Teile geteilt wird. Entsprechend schmale Bürsten vorausgesetzt, wirkt dann auf die Bürste nur der Teil der Transformatorspannung, der zwischen den von der Bürste gleichzeitig berührten Stegen wirksam ist. Die Einführung von Zwischenstegen als solche wurde schon früher vorgeschlagen, der Anschluß derselben erfolgte jedoch meist an Punkte der Hauptwicklung, z. B. an die vom Kommutator abgewandten Spulenenden. Bei der Erfindung werden jedoch die Transformatorwicklungen, die zwischen zwei Kommutatorstegen eingeschaltet sind, mit entsprechenden Anzapfungen versehen und an diese Anzapfungen die Zwischenstege angeschlossen. Die prinzipielle Ausführungsform zeigt Abb. 7, bei der das angedeutete Prinzip auf .die Anordnung der Abb. r angewendet erscheint. Hier ist eine Teilung der normalerweise zwischen zwei benachbarten Kommutatorstegen vorhandenen Transformatorspannung in drei Teile angenommen. Die Transformatorwicklung HI erhält demnach zwei Anzapfungen b und c, an die die Zwischenstege KI, und KI, angeschlossen sind. Je nachdem, ob nun die Bürste B so breit wie ein Kommutatorsteg oder (wie gestrichelt eingezeichnet B') so breit wie zwei Kommutatorstege ist, wirkt auf sie 1-/3 oder 2j, der gesamten Transformatorspannung et. Diese genannten Werte müssen unterhalb der für den funkenfreien Gang der Maschine zulässigen Grenze liegen. - Die Unterteilung kann natürlich beliebig weit getrieben werden, ohne daß sich die sonstigen elektrischen Verhältnisse der Maschine ändern. Der Bürstenbetriebsstrom Tb muß allerdings durch die Spannungsteilerwicklung hindurchtreten, wenn die Bürste die Zwischenstege berührt. Da die Wicklungsabschnitte eines Spannungsteilers, in diesem Fall z. B. die drei Abschnitte a-b, b-c, c-d von HI, den gleichen Ohmschen und induktiven Spannungsabfall erhalten, so tritt auch eine gleichmäßige Aufteilung des Bürstenhauptstromes auf, d. h. es wird sich der Strom nach beiden Richtungen hin, entsprechend den eingeschalteten Widerständen, verzweigen. Es wird also bei Stellung der Bürste B auf dem Segment KI, (Abb. 7a) -/3 des Bürstenstromes Tb nach links und 1-/3 nach rechts fließen. Rückt die Bürste von KI. nach KI, (Abb. 7b), so wird die Aufteilung des Stromes sich so ändern, daß % nach links und 2/3 nach rechts fließen. Da bei den Stellungen der Bürste auf den Stegen KI (Abb. 7) und KII' der ganze Strom unmittelbar in die Hauptwicklung eintritt, wird die gesamte Kommutationsperiode genau so unterteilt, als ob die Zwischenstege nicht da wären, die Hauptstege daher entsprechend breiter wären und die Kommutation geradlinig vor sich ginge.
  • Wesentlich ist nun, daß dem Durchtritt des Hauptstromes durch die Spannungsteiler-Wicklung in den Zwischenstellungen der Bürsten kein induktiver Widerstand entgegengesetzt wird, da dieser die Reaktanzspannung der Kommutation erhöhen würde. Wird nun, was nach der Erfindung ohnehin der Fall ist, die ganze Wicklung HI, also alle Teile der Spannungsteilerwicklung, mit einem gemeinsamen magnetischen Kreis möglichst streuungsfrei verkettet, so wird der Betriebsstrom, der sich auf die Wicklungsteile des Spannungsteilers aufteilt, gegenseitig sich aufhebende Amperewindungszahlen hervorrufen. Steht z. B. die Bürste laut Abb-. 7a auf Kommutatorsteg KID, so fließt, wie erwähnt, 2/3 des Betriebsstromes nach links, nach rechts. Die nach links fließenden 2@3 fließen durch halb soviel Windungen a-b wie das eine Drittel des Stromes, das nach rechts fließt (b-c, c-d). Die Amperewindungszahl ist also in beiden Abschnitten entgegengesetzt gleich. Das heißt, der Betriebsstrom ruft keine magnetisierende Wirkung auf den magnetischen Kreis 7l hervor. Ein induktiver Spannungsabfall tritt als Nebenerscheinung nur insoweit auf, als die Wicklungsabschnitte der Wicklung HI gegeneinander Streuung besitzen. Selbstverständlich wird für die praktischen Ausführungsformen die Streuung sehr gering, da ja die Wicklungsabschnitte auf dem gleichen Kern unmittelbar aufeinandergewickelt werden, können oder in gemeinsame Nuten gelegt werden. Selbstverständlich ist die Ausführung der durch Vorstehendes grundsätzlich erläuterten Spannungsteilung auch für sich allein möglich, also ohne die Verkettung verschiedener Windungen der Hauptwicklung, d. h. ohne die Einrichtung zur Verminderung der Reaktanzspannung. In diesem Fall ist der magnetische Kreis von HI von dem für HII getrennt auszuführen. Im allgemeinen wird jedoch die Verbindung beider Grundprinzipien sich als zweckmäßig erweisen.
  • Der bauliche Aufbau der Maschinen und auch des Hilfsankers bleibt natürlich erhalten und entspricht den Abb. 2 bis 6, wobei immer nur entsprechende Zwischenstege in den Kommutator einzuschieben sind. Wird die Hilfswicklung so, wie oben erörtert, als geschlossene Gleichstromwicklung ausgeführt, so ergibt sich die Ausführung nach Abb.8, die der Abb.3 entspricht. Nur sind hier für jede Gruppe HI, HII usw. -je zwei Windungsgruppen oder je eine Anzapfung angenommen, an die j e ein Zwischensteg angeschlossen ist, KID, K11, usf. Es ist also nur jeder zweite Steg an die Hauptwicklung angeschlossen. Die hier durch die Spannungsteilung erzielte Verminderung der Segmentspannung ist auf die Hälfte angenommen. Voraussetzung ist hierbei, wie bereits erwähnt, daß die zu einer Spannungsteilergruppe, z. B. HI, gehörenden sämtlichen Windungen in einer gemeinsamen Nut untergebracht sind, was ja auch bereits in Abb. 3ä angedeutet ist. Auch die Anordnung der Abb. 6 kann mit Spannungsteilung ausgeführt werden, wobei dann an die Punkte i', 2' der Hilfswicklungsgruppen HI, HII usf. Zwischenstege angeschlossen werden, wodurch bei der eingezeichneten Anordnung eine Spannungsteilung auf die halbe Spannung erzielt wird.
  • Eine weitere bauliche Anordnung zeigt Abb. 9. Hier ist der Hilfsanker Ah, der die ebenfalls als Gleichstromwicklung ausgeführte Hilfswicklung H trägt, so ausgeführt, daß die Hilfswicklung in offenen oder halb geschlossenen Nuten untergebracht wird. Der Kraftfluß der Hilfswicklung schließt sich aber über den Ständer der Maschine, der zu diesem Zweck über seine normale Länge hinaus verlängert ist. Um die wirksame Mitarbeit der Hilfswicklung zu ermöglichen, kann auch in der Ständerverlängerung St, eine Wicklung lT",, untergebracht werden, die ohne weiteres als Verlängerung der normalen Ständerwicklung 117 ausgeführt werden kann. Die L#laschine besteht dann aus zwei hintereinander angeordneten Teilen, die auf der gleichen Welle sitzen. Der Hauptteil arbeitet __:it großem Kraftfluß pro Pol, der Hilfsteil einem entsprechend der Spannungsteilung verringerten Kraftfluß. Die Transformatorspannung wird durch den kleineren magnetischen Kraftfluß des Hilfsteiles bestimmt und kann daher unabhängig von der Maschinengröße beliebig weit heruntergesetzt werden. Die Hauptwicklung ist nur an einen Teil der Stege angeschlossen, die regelmäßig in gleichen Abständen wiederkehren. Die Wicklung des Hilfsteiles führt während der Kommutationsperiode, d. h. während des Überganges der Bürsten von einem zum nächsten Kommutatorhauptsteg, kurzzeitig in dem zwischen die Hauptstege geschalteten Teil den Betriebsstrom der Hauptwicklung. Im übrigen aber arbeitet der Hilfsteil wie eine selbständige, auf der gleichen Welle sitzende Maschine. Diese Anordnung ergibt natürlich, wie alle beschriebenen Anordnungen, auch bei entsprechender Schaltung und Lage der zwischen je zwei Hauptstegen eingeschalteten Wicklungsteile gegeneinander die erörterte Herabsetzung der Reaktanzspannung im Betrieb.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Verbesserung der Kommutierung bei wendepollosen Kommutatormaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß immer je zwei aufeinanderfolgende, in verschiedenen Nuten liegende Ankerspulen beliebiger Windungszahl (z. B. WI, Li'II) durch einen Transformator miteinander verkettet sind, dessen primäre und sekundäre Spule (z. B. Hl, HII) an die gleichen Kommutatorstege (z. B. KI, IVI, KIII) wie die Ankerspulen (WI, WII), also in Parallelschaltung zu diesen angeschlossen sind (Abb. i).
  2. 2. Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetischen Kreise der verschiedenen Teiltransformatoren (T,, TZ) baulich vereinigt sind, indem für jeden derselben ein' eigener Kern (Tkl, Tk2), um den die transformatorisch zu verbindenden Spulen (HI, HII) gewickelt werden, angeordnet ist und die Kerne durch gemeinsame Joche (h, I.) miteinander verbunden sind (Abb. 2, 2a, 2b).
  3. 3. Ausführungsform nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Transformatorhilfswicklung (HI, HIT) als geschlossene Gleichstromwicklung ausgeführt ist, die in Nuten eines eigenen Hilfsankerkörpers untergebracht wird, und daß diejenigen Spulen der Hilfswicklung, die transformatorisch miteinander verbunden werden, in gemeinsame Nuten des Hilfsankerkörpers gelegt sind (Abb.3, 3a, 4).
  4. Ausführungsform nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Hauptankerkörper eigene Nuten zur Aufnahme der Transformatorhilfswicklung vorgesehen sind, und zwar derart, daß die Ausbildung der magnetischen Kreise für die Hilfswicklung unabhängig vom Hauptankerfeld erfolgen kann (Abb. 5).
  5. 5. Ausführungsform nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulen der Transformatorhilfswicklung (HI, HII) in die Hauptankernuten gelegt sind, und daß diejenigen Spulen der Hilfswicklung (HI, HII), die zur transformatorischen Verbindung von Spulen der Hauptankerwicklung (WI, lT'II) dienen, in anderen Nuten untergebracht sind als die betreffenden Hauptankerspulen (Abb.6).
  6. 6. Ausführungsform nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Transformatorhilfswicklung mit verkürztem Wicklungsschritt ausgeführt ist und so viel Windungen pro Kommutatorsteg erhält, daß durch den umfaßten Teil des Kraftflusses in ihr die gleiche Spannung erzeugt wird wie in der zugehörigen parallel geschalteten Windungsgruppe der Hauptankerwicklung.
  7. 7. Ausführungsform nach Anspruch i bis 6 zur Verminderung des Einflusses der sogenannten Transformatorspannung auf die Kommutation von Wechselstromkommutatormaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Teilung der Transformatorspannung zwischen die mit der Hauptankerwicklung verbundenen Kommutatorstege (KI, Kii) Zwischenstege (Kir, KI,) eingeschoben sind, welche an innerhalb der Wicklungsgruppen der Transformatorhilfswicklung (Hl, Hii ... ) gelegene Anzapfpunkte (b, c) angeschlossen werden (Abb. 7). B.
  8. Ausführungsform nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die sämtlichen Abschnitte der zwischen je zwei aufeinanderfolgenden, mit der Hauptwickluilg verbundenen Kommutatorstegen (KI, Kii) eingeschalteten "Transformatorhilfswicklung auf gemeinsamen Kernen liegen oder in gemeinsamen Nuten untergebracht sind (Abb. 7 und 8).
  9. 9. Ausführungsform nach Anspruch r bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetische Kreis für die Transformatorhilfswicklung sich über den ruhenden Erregerteil der Maschine schließt, so daß dieser auf die Hilfswicklung induzierend wirkt-
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE917020C (de) * 1939-06-12 1954-08-23 Benno Schwarz Dr Ing Einrichtung zur Verbesserung der Kommutierung bei Kommutatormaschinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE917020C (de) * 1939-06-12 1954-08-23 Benno Schwarz Dr Ing Einrichtung zur Verbesserung der Kommutierung bei Kommutatormaschinen

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