DE65747C - Maschine zur Herstellung von Cigarrenwickeln aus ganzen Tabaksblättern - Google Patents

Maschine zur Herstellung von Cigarrenwickeln aus ganzen Tabaksblättern

Info

Publication number
DE65747C
DE65747C DENDAT65747D DE65747DA DE65747C DE 65747 C DE65747 C DE 65747C DE NDAT65747 D DENDAT65747 D DE NDAT65747D DE 65747D A DE65747D A DE 65747DA DE 65747 C DE65747 C DE 65747C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tobacco
rollers
machine
belts
tobacco leaves
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT65747D
Other languages
English (en)
Original Assignee
H. SCHMEISSER in Berlin, Chausseestrafse 25
Publication of DE65747C publication Critical patent/DE65747C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24CMACHINES FOR MAKING CIGARS OR CIGARETTES
    • A24C1/00Elements of cigar manufacture
    • A24C1/02Tobacco-feeding devices with or without means for dividing the tobacco into measured quantities

Landscapes

  • Manufacturing Of Cigar And Cigarette Tobacco (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 79: Tabak.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. April 1891 ab.
Die in den Zeichnungen dargestellte und nachstehend beschriebene Maschine hat den Zweck, sogen. Cigarrenwickel aus ganzen, nicht entrippten Tabaksblättern herzustellen, Verlust an Material bei der Herstellung möglichst oder ganz zu vermeiden und jeder Cigarre ein genau bemessenes Quantum Tabak zuzutheilen.
Die für Herstellung der Cigarrenwickel bisher construirten Maschinen haben alle den Mangel, dafs die Wickel meist aus kleinen zusammengeschrumpften Blättern und Abfällen hergestellt werden müssen, wobei es nicht zu vermeiden ist, dafs das Material ungleich vertheilt wird; die Rippen, welche mit dem Wickelmaterial verarbeitet werden, hindern das gleichmäfsige Brennen der Cigarren, und überhaupt verursachen kurze Tabaksbestandtheile die lästige Eigenschaft des Abbröckeins.
Bei der vorliegenden Maschine werden diese Uebelstände dadurch vermieden, dafs die einzelnen Tabaksblätter durch Quetschwalzen in die Form eines gleichmäfsigen, zusammenhängenden Bandes gebracht werden. Dieses Band, welches man endloses Tabakspapier nennen könnte, wird in Längsstreifen zerschnitten und von diesen werden rechteckige Stücke so abgetrennt, dafs sie auf einander gelegt und aufgerollt einen Winkel bilden.
Die Einrichtung der Maschine und ihre Arbeitsweise ist die folgende:
Die angefeuchteten, nicht entrippten Tabaksblätter werden auf das endlose Rolltuch R ausgebreitet (Fig. 1 und 5), so dafs sie einander zum Theil decken, wie dies aus Fig. 5 hervorgeht; durch Bewegung des Rolltuches von der Welle α aus gelangen die ausgebreiteten Blätter zwischen die Walzen K^1, Fig. 1 und 5, durch welche sie so stark zusammengedrückt werden, dafs sie nicht nur ein zusammenhängendes Band bilden, sondern dafs zugleich auch ein vollständiges Zerquetschen der aus den Blättern nicht entfernten Rippen erfolgt, so dafs diese mitgeraucht werden können, ohne beim Verbrennungsprocefs hinderlich zu sein.
Beim Verlassen der Quetschwalzen wird das Tabaksband durch eine beliebige Anzahl von Kreismessern mx m.2m3mi, Fig. 1 und 5, in lange zusammenhängende Streifen geschnitten, wie aus Fig. 5 ersichtlich.
Durch ein zweites Rolltuch r, Fig. 1 bis 5, werden die Längsstreifen den geheizten Walzen CC1 zugeführt, welche den Zweck haben, das Material für die weitere Bearbeitung etwas vorzutrocknen. Damit die Güte des Tabaks durch unmittelbare Berührung mit den heifsen Walzen nicht leidet, wird jeder Tabaksstreifen zwischen zwei Gurten ee, Fig. 2, geführt, welche sich von den Spulen λ, Fig. 1, abwickeln.
Diese Gurte sind nicht allein zum Aufspulen der Tabaksstreifen nothwendig, sondern sie verhindern auch ein Zusammenschrumpfen derselben vor dem weiteren Verbrauch. Nachdem die Gurte mit dem dazwischen liegenden Tabaksstreifen die geheizten Walzen durchlaufen haben, wickelt sich das dreifache Band auf die neben einander liegenden Spulen E1 E2 Es, Fig. i, 3 und 5. Die Umfangsgeschwindigkeit dieser Spulen mufs stets gleichförmig sein, gleich der der Walzen und Messer, da sonst ein Zerren der Tabaksbänder und ein Zerreifsen derselben eintreten würde.
Um diese gleichmäfsige Geschwindigkeit zu
erzielen, sind die Scheiben F1 F2 Fs angebracht (Fig. i, 3 und 5), welche durch Reibung das Aufrollen der Gurte mit ihrem, dazwischen liegenden Tabaksstreifen bewirken. Die Scheiben F1 F2 Fa empfangen von den Quetsch- -walzen ww^ Fig. 1, dieselbe Umfangsgeschwindigkeit wie der Tabaksstreifen. Auf diese Weise häuft sich das Wickelgut auf den Spulen Ex E2 E3, Fig. ι und 3, wobei sie, in den Gabeln G geführt, langsam in die Höhe steigen können.
Sind die Spulen voll, so werden sie herausgenommen und auf die Welle H gesteckt (Fig. ι links). Hier werden die Gurte mit dem dazwischen liegenden Tabäksstreifen durch die Walzenpaare J1 J2 J3 abgewickelt in der Weise, dafs ein Gurt nach oben auf K2 aufgerollt wird, während in gleicher Weise der andere Gurt nach unten auf K1 geleitet wird. Der auf diese Weise frei gewordene Tabaksstreifen wird unter die Messer L1 L2 L3, Fig. 1, geführt und dort in entsprechenden Längen abgeschnitten. Das Aufspulen der Gurte geschieht in derselben Weise, wie vorher beschrieben und in Fig. 3 gekennzeichnet, durch die Reibungsräder/j und/2, Fig. 1 und 4. Diese werden durch Ketten von den Walzen J, J2 J4 angetrieben (Fig. 1, 4 und 5). Die Walzen J1 J2 J3 werden durch die gekröpfte Welle o, Pleuelstangen P1 P, P3 und die Knarrenhebel i\ Ii #3 m ruckweise Bewegung gesetzt (Fig. 1, 5 und 6). Die Winkelhebel Af1 M2 M3, welche die Messer L1 L2 L3 auf- und abbewegeh (Fig. 1 und 6), werden durch die rohrenden Daumen M1 n2 W3 in Bewegung gesetzt, und diese letzteren empfangen ihre Bewegung von der rohrenden Welle 0, Fig. 1 und 6. Das Heben der herabgedrückten Messer L1 L2 L3 wird durch die Spiralfedern s bewerkstelligt (Fig. 1), die durch die Messer L1 L2 L3 abzuschneidenden Blätter ij t2 tB, Fig. 5, müssen der Form der Cigarre entsprechend in ihrer Länge verschieden sein. Zur Erzielung dieser verschiedenen Länge dienen die Knarrenhebel ^1 ^2 #3 > welche von den Pleuelstangen P1 P2 P3 in schwingende Bewegung versetzt werden, und daj sie mit verschiebbaren Hülsen versehen sind (Fig. 1 und 6), auch den betreffenden Walzenpaaren J1 J2 J3 den entsprechenden Vorschub geben. Jedes Walzenpaar hat seinen besonderen Kettentrieb, um die ihm zugehörigen Spulen - mit seiner eigenen Geschwindigkeit anzutreiben. Um auch am hinteren Ende der Cigarre Abstufungen erzielen zu können, sind die Messer L1 L2 L3 mit ihrem Gestell χ und den Schlitzführungen v, Fig. 5 und 6, in der Längsrichtung der Maschine verschiebbar. In Fig. 5 ist diese Anordnung durch die bezügliche Lage der abgeschnittenen Stücke I1 i2 ig gekennzeichnet.
Das Aufeinanderlegen der abgeschnittenen Blätter zu einem Wickel, wie es in den Fig. 8, 9 und 10 dargestellt ist, geht folgendermafsen vor sich:
Durch Drehen der langen Hauptantriebswelle % mit ihrer Kurbel A, Fig. 1, 5 und 6, wird die Pleuelstange B sowie der Knarrenhebel D, Fig. ι, 5 und 6, mit seiner verschiebbaren Hülse in Bewegung gesetzt. Dadurch bewegt sich auch die damit verbundene Walze und das Rolltuch T, Fig. 1. So entspricht also jedem Vorschub und Abschnitt der Tabaksstreifen eine Seitwärtsbewegung des Rolltuches von L1 bis L2. Es fällt also das durch L2 abgeschnittene Stück auf das schon durch L1 abgeschnittene und das durch L3 abgeschnittene auf die beiden anderen. Auf diese Weise lassen sich drei oder mehr Blätter genau auf einander legen und werden durch den Arbeiter vom Rolltuch T weggenommen, um im Sinne der Fig. 7 zusammengewickelt und in die Form gelegt zu werden.
Der Antrieb der ganzen Maschine geht von der Welle \ aus, welche mittelst Kegelräder und senkrechter Welle mit den Walzen w W1 verbunden ist. Auch die Welle ο ist durch Kegelräder mit der Welle \ verbunden.
Die Maschine kann natürlich für eine beliebige Anzähl von Messern und Spulen gebaut werden. Der Deutlichkeit halber sind die Spulen d dx , die Daumen η und die Winkelhebel M im Grundrifs (Fig. 5) weggelassen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Maschine zur Herstellung von Cigarrenwickeln aus ganzen, nicht entrippten oder entrippten Tabaksblättern, dadurch gekennzeichnet, dafs die einander zum Theil deckenden Tabaksblätter zwischen Walzen w W1-, Fig. 1 und 5, welche die Blattrippen zerquetschen, zu einem Band zusammengedrückt werden, welches Band durch Kreismesser Ot1 m2 ... in mehrere Längsstreifen zerlegt wird, die durch das Rolltuch r zwischen die sich von den Spulen d d1 abwickelnden Gurte e ex befördert, durch die geheizten Walzen c C1 getrocknet und sammt den Gurten auf die Spulen E1E2 ... aufgewickelt werden, worauf die Gurte durch Walzen J1J2... von den Tabaksstreifen abgewickelt werden und letztere durch Messer L1L2 ... in rechteckige Stücke verschiedener Länge zerschnitten werden, die zu einer fertigen Einlage auf einander geschichtet werden (s. Fig. 8 bis 10).
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT65747D Maschine zur Herstellung von Cigarrenwickeln aus ganzen Tabaksblättern Expired - Lifetime DE65747C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE65747C true DE65747C (de)

Family

ID=339510

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT65747D Expired - Lifetime DE65747C (de) Maschine zur Herstellung von Cigarrenwickeln aus ganzen Tabaksblättern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE65747C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2923947C2 (de)
DE2927084C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Verpackung einer Mehrzahl von gefalteten Zuschnitten
DE1238303B (de) Bahnaufwickelvorrichtung
DE1948727C3 (de) Maschine zum Aufwickeln von bahnförmigem Gut auf rohrförmige Wickelkerne
DE65747C (de) Maschine zur Herstellung von Cigarrenwickeln aus ganzen Tabaksblättern
DE673458C (de) Verfahren zur Herstellung von Zigarrenwickeln und Einlageueberfuehrungsvorrichtung
DE1145637B (de) Hilfsstapelvorrichtung
DE632790C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Stumpen
DE3216942A1 (de) Verfahren und anordnung zum wickeln von folienbahnen
DE2347700A1 (de) Filmsplit- und aufwickelmaschine
DE939421C (de) Vorrichtung zum Herstellen von banderolierten Wickeln aus endlosen steifen Bahnen, insbesondere Dachbedeckungsbahnen
DE962220C (de) Vorrichtung zum kernlosen Aufrollen von Bahnen, insbesondere Cellulose-, Holzschliff- u. dgl. Bahnen
DE2831700A1 (de) Bindeeinrichtung fuer landwirtschaftliche rundballenpressen
DE1749743U (de) Vorrichtung zum rollenwechsel bei mehrfach-wickelvorrichtungen fuer kontinuierlich zugeliefertes bandfoermiges wickelgut.
DE375934C (de) Selbsttaetig arbeitende Maschine zur Herstellung von Zigarren
DE2609060A1 (de) Vorrichtung zum verbinden von aus tabakblaettern geschnittenen streifen zur bildung eines bandes
DE71347C (de) Maschine zur Herstellung cylindrischer Cigarren ohne Umblatt
DE856576C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von Faserstoffen
DE119930C (de)
DE31033C (de) Cigarettenmaschine
DE605507C (de) Vorrichtung zum Herstellen, Nachrollen und Decken von Zigarrenwickeln
DE133090C (de)
DE272616C (de)
DE542757C (de) Verfahren zum Einwickeln eines laenglichen Gegenstandes
DE34312C (de) Neuerungen an Cigarren- und Cigaretten-Roll- und Wickelmaschinen