DE65734C - Verfahren zur Herstellung von Kohlenstäben für Bogenlampen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kohlenstäben für Bogenlampen

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DE65734C
DE65734C DE189165734D DE65734DA DE65734C DE 65734 C DE65734 C DE 65734C DE 189165734 D DE189165734 D DE 189165734D DE 65734D A DE65734D A DE 65734DA DE 65734 C DE65734 C DE 65734C
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carbon rods
phosphoric acid
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carbon
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DE189165734D
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English (en)
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r SOCIETE LA-COMBE & CIE in Levallois-Perret, 33 Rue de Lorraine, Seine, Frankreich
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps

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  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT^
(Seine, Frankreich).
Die bisherigen Verfahren, die zu elektrischen Bogenlampen verwendeten Kohlenstäbe mit gewissen Stoffen zu vermengen oder zu tränken und dadurch ein helleres Bogenlicht zu erhalten bezw. den Stäben eine längere Dauer der Brennzeit zu geben, haben ein praktisch brauchbares Ergebnifs nicht geliefert. Der Grund für dieses mangelhafte Ergebnifs dürfte darin zu suchen sein, dafs die zum Mischen oder Tränken bestimmten Stoffe nicht geeignet waren, die mit der Verbrennung der Kohlenstäbe verbundene Nebenverbrennung (Schwamm bildung) zu beseitigen. So wurden die Kohlenstäbe mit phosphorsaurem Kalk, Calciumchlorid, bor- und kieselsaurem Kalk, Kieselsäure, Magnesia, bor- und phosphorsaurer Magnesia, Aluminiumoxyd und kieselsaurem Aluminiumoxyd, ferner mit Borsäure, Zinkchlorid, salpetersaurem Kupferoxyd, salpetersaurem Strontian, Kalihydrat, Borax und Schwefelsäure und Borax und schwefelsaurem Natron vermengt bezw. mit Lösungen dieser Stoffe getränkt, und es wurde durch die Behandlung der Kohlenstäbe mit den vorgenannten Stoffen auch der Zweck erreicht, dafs infolge der gut leitenden Beschaffenheit dieser Stoffe die Leitungsfähigkeit der Kohlenstäbe vortheilhaft geändert und dadurch auf Stromstärke und Spannung ein solcher Einflufs ausgeübt wird, dafs die Helligkeit des elektrischen Lichtbogens sich vergröfsert; indefs konnte dem Uebelstande, die Kohlenstäbe von der Nebenverbrennung oder Schwammbildung zu befreien, nicht begegnet werden, so dafs mit der Einführung der oben erwähnten Stoffe eine längere Brennzeit für die Kohlenstäbe nicht verbunden war.
Die Vergröfserung der Dauer der Brennzeit kann nun, wie durch zahlreiche Versuche erprobt und festgestellt wurde, den Kohlenstäben dadurch ertheilt werden, dafs in dieselben Stoffe eingeführt werden, welche jene während der Verbrennung mit einer gasförmigen Schutzschicht umgeben, wodurch der Lichtstrom an einem seitlichen Umsichgreifen verhindert und gewissermafsen gezwungen wird, nur von Kohlenspitze zu Kohlenspitze überzugehen. Eine seitliche Verbrennung an den Kohlenstäben tritt alsdann nicht ein, wodurch eben die Dauer der Brennzeit verlängert wird.
Keiner der vorerwähnten Stoffe besitzt nun die Eigenschaft, den Kohlenstab während der Verbrennung mit dieser erforderlichen gasförmigen Schutzschicht zu umgeben. Diese Eigenschaft besitzen nach den vielfach angestellten Versuchen nur die Phosphorsäure und das phosphorsaure Ammoniak.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung besteht demnach darin, die Kohlenstäbe mit einer Lösung von Phosphorsäure oder phosphorsaurem Ammoniak in geeigneter Weise zu behandeln. Zu diesem Zweck werden die fertigen Kohlenstäbe, also die bereits geformten und verkokten Kohlenstäbe in eine wässerige, gesättigte Lösung von Phosphorsäure oder phosphorsaurem Ammoniak gelegt und so lange in dieser Lösung belassen, bis sie genügend durchdrungen sind. Alsdann werden die Stäbe aus

Claims (1)

  1. dem Bade herausgenommen und in einer Trockenkammer bei einer Temperatur bis zu ioo° C. getrocknet, worauf sie zum Gebrauch fertig sind.
    Bei der Verbrennungstemperatur entwickeln sich nun aus den Kohlenstäben, welche z. B. mit einer Lösung von phosphorsaurem Ammoniak getränkt sind, verbrennungshindernde Gase, welche sich um die Kohlenstäbe sammeln und dadurch eben die gewünschte gasförmige Schutzschicht erzeugen, so dafs die seitliche Verbrennung, die Schwammbildung, nicht stattfinden kann.
    Patent-Ansρruch:
    Verfahren zur Herstellung von Kohlenstäben für elektrisches Licht, darin bestehend, dafs die Kohlenstäbe vor ihrer Verwendung mit einer Lösung von Phosphorsäure oder phosphorsaurem Ammoniak getränkt werden.
DE189165734D 1891-05-22 1891-05-22 Verfahren zur Herstellung von Kohlenstäben für Bogenlampen Expired DE65734C (de)

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