DE657176C - Vorrichtung zum Messen von Kraeften und Bewegungen - Google Patents

Vorrichtung zum Messen von Kraeften und Bewegungen

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DE657176C
DE657176C DEE47566D DEE0047566D DE657176C DE 657176 C DE657176 C DE 657176C DE E47566 D DEE47566 D DE E47566D DE E0047566 D DEE0047566 D DE E0047566D DE 657176 C DE657176 C DE 657176C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L1/00Measuring force or stress, in general
    • G01L1/02Measuring force or stress, in general by hydraulic or pneumatic means

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Investigating Strength Of Materials By Application Of Mechanical Stress (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Messen von Kräften und Bewegungen Man kennt Vorrichtungen zum Messen von Kräften und Bewegungen, bei welchen eine einen hochelastischen, nicht metallischen und nicht flüssigen Werkstoff, wie z. B. Gummi, aufnehmende Kammer mit einer oder mehreren Öffnungen versehen ist, durch welche der Werkstoff oder ein von außen eingeführter Körper durch den auf den Werkstoff ausgeübten Druck nach außen gedrückt wird, so daß die Größe der Auspressung des elastischen Werkstoffes oder die Größe der Ausstoßbewegung des eingeführten Körpers als Maßstab für die zu messende Kraft oder Bewegung ;gewertet wird. Bei Anwendung von sehr großen. Drücken. von 'etwa 5, ro oder mehr Tonnen hat sich diese Anordnung als nicht besonders geeignet erwiesen, - da der elastische Werkstoff bei .sehr hohen Drücken in eine teigartige oder flüssige Form übergeht und in zu großer Menge aus der öffnuing der Kammer ausfließt. Dieser Nachteil wird durch die vorliegende Erfindung beseitigt. Es geschieht das dadurch, daß der elastische Werkstoff in einer allseitig geschlossenen Kammer eingebettet wird, in welcher er nur durch einen Kolben zusammengepreßt wird, ohne daß in dieser Kammer eine weitere Öffnung vorgesehen ist, durch welche der elastische Werkstoff oder ein in ihn eingeführter Körper nach außen gedrückt wird. Beim Aufhören des Druckes geht der elastische Werkstoff wieder in seine iursprüngliche Form zurück, so daß die Vorrichtung ohne Auswechslung der elastischen Werkstoffmasse wieder erneut verwendbar isst. Eine Auswechslung der elastischen Werkstoffmasse braucht erst nach längerer Zeit zu erfolgen, wenn ihre Elastizität gewisse Ermüdungserscheinungen zeigt.
  • Es ist auch schon eine. Vorrichtung bekannt, bei welcher ein elastischer Werkstoff in einer Kammer angeordnet ist und durch einen Kolben zus,ammengepreßt wird, wobei ein durch eine weitere Öffnung in die Kammer eingeführter Kolben unter der Wirkung des in der Kammer verdrängten Werkstoffes auf einen Waagebalken einwirkt, der zum Messen, des ausgeübten Druckes durch Verschiebung eines Gewichtes in den Gleichgewichtszustand gebracht werden muß. Diese Vorrichtung ist für sehr große Drücke gleichfalls nicht anwendbar, da, der Werkstoff auch hier nicht in einer `geschlossenen Kammer ohne Ausstoßöffnung angeordnet ist und ferner die Waagebalken anordnung schon die Anwendung größerer Drücke verbietet. Man kennt ferner auch eine Einrichtung zum Messen des Rückdrucks bei Schneckengetrieben, bei welcher eine in einer geschlossenen Kammer eingeschlossene Masse zusammengepreßt und der Rückdruck auf eine Anzeigevorrichtung übertragen wird. Diese Einrichtung, die überdies in der Druckkauimer keine hochelastische Werkstoffmasse vorsieht, ist gleichfalls nur für kleinere Drücke anwendbar.
  • In der Abbildung ist ein Ausfü" beispiel der Erfindung schematisch im= dargttstellt. "" Mit 3 ist die den hochelastischen Werkstoff, z. B. Gunnni, aufnehmende geschlossene Kammer bezeichnet, die durch die Unterlage i und durch den Druckkolben 2 gebildet wird. Der .elastische Werkstoff 3 wird in dieser Kammer durch den Druckkolben 2 nur einer Kompression unterworfen, ohne daß die elastische Werkstoffmasse deformiert wird. Die Bewegung des Druckkolbens 2 entspricht hierbei der Stärke der Kompression und kann als Maßstab für den ausgeiibten Druck bewertet werden, indem die Bewegung des Kolbens z. B. auf eine diesen Druck anzeigende Meßvorrichtung 8 übertragen wird. Zu diesem Zwecke ist in der gezeichneten Ausführungsform mit der Druckplatte 2 :ein Glied 4¢ verbunden, das bei 45 an einem festen Teil der Meßuhr 8 befestigt ist. Der Füblheb:el9 oder Stehstift 4f> der Meßuhr arbeitet dabei mit einem festen Widerlager derart zusammen, daß die Bewegung des Druckkolbens 2 und des an diesem befestigten Gliedes 44 eine entsprechende Arrzeigebewegung in der Meßuhr 8 auslöst.
  • Es kann natürlich auch an Stelle der Meßuhr 8 ein anderes Anzeigegerät gewählt werden. So kann z. B. in einfachster Weise an dein Druckkolben 2 seitlich eile Zeiger angebracht sein, der mit einer an der Unterlage i angebrachten Skala zusammenarbeitet und die Größe der Bewegung des Druckkolbens a an dieser Skala. anzeigt.
  • Wie Versuche ergeben haben, ist Gummi als Druckmedium .ebensowenig wie Wasser bei hohen Drücken volumenbeständig. Bei einem Druck von z. B.-3ooo Atm..komplimiert sich ein Gummikörper um etwa 70/0 des ursprünglichen Volumens und verhält sich also in dieser Beziehung ähnlich wie Was,'ser. Wird der Druck wieder aufgehoben, so nimmt Gummi nicht nur das ursprüngliche Vollumen, sondern auch die ursprüngliche Form wieder an, gleichviel wie hoch der Druck war, im Gegensatz zu nderen, insbesondere metallischen Werkstoffen, die bei hohen Drücken, wenn die Elastizitätsgrenze überschritten wird, bekanntlich eine bleibende Formänderung und ein geringeres Volumen annehmen. Dabei wird die eigentliche Elastizität des hochelastischen Mediums nicht oder nur in geringem Maße in Anspruch genommen. Die Reibungsverluste des Kolbens und des Druckmediums sind sehr gering, da der Kolben keine besonderen Packungen hat und das Fließen des Druckmediums vorzugsweise im Kern des Stoffes und nicht an den Wänden der Druckammer vor sich geht, wo die Reibung gröe ist.
  • ;.'Urn hei hohen Drücken ein Durchfließen des elastischen Werkstoffes an den Kanten zu vermeiden, kann der Druckkolben 2 nach der den :elastischen Werkstoff 3 aufnehmenden Druckkammer zu ausgehöhlt bzw. mit innen konisch verlaufenden Kantenansätzen 47 versehen sein. Unter der Einwirkung des Druckes von dem hochelastischen Werkstoff federt die Kante 47 des Kolbens gegen die durch die Unterlage i gebildete Wand der Druckkammer, wodurch die Dichtung :erhöht und ein Durchfließen des elastischen Werkstoffes verhindert wird.
  • Die beschriebene Vorrichtung kann für die verschiedensten Anwendungszwecke benutzt werden, so z. B. bei Maschinenelementen aller Art, bei Materialprüfmaschinen, Pressen, Hebezeugen usw., kurz, überall da, wo es darauf ankommt, Drücke zu messen. Es können hierbei ganz flache Meß.dosen Anwenduing finden, die verhältnismäßig dünne Gummi- o. dgl. Scheiben aufnehmen.
  • Anstatt Gummi kann. gegebenenfalls auch ein anderer hochelastischer und stark deformierbarer, nicht metallischer Stoff als Druckmittel Anwendung finden, wie z. B. Gelatine, deren Komprimierungsverhältnisse ähnlich denen von Gummi sind.

Claims (2)

13ATEIVTAI\TSPRliCHF. i. Vorrichtung zum Messen von Kräften und Bewegungen, dadurch gekennzeichnet, daß ein hochelastischer, nicht metallischer und nicht flüssiger Werkstoff, z. B. Gummi, in einer allseitig geschlossenen Kammer (3) einsgebettet ist, in welcher er durch einen Kolben (2) nur zusammengeßreßt und in seinem Volumen verringert wird, und daß die Bewegung des Kolbens (2) als Maß für. den zu messenden Druck bzw. für die zu messende Bewegung auf ein Anzeigegerät übertragen wird:
2. Vorrichtung nach Anspru;h i, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfläche dies Druckkolbens (2) am Rande nach dem Innern der den hochelastischen Werkstoff aufnehmenden Kammer vorspringt, so daß der vorspringende Teil (47) durch die zusammengepreßte Werkstoffmasse gegen die Kammerwandung abgedichtet wird.
DEE47566D 1931-07-16 1931-11-27 Vorrichtung zum Messen von Kraeften und Bewegungen Expired DE657176C (de)

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DE (1) DE657176C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2536117A (en) * 1945-05-16 1951-01-02 Johansson Ab C E Pressure pad for apparatus for measuring forces
DE1179032B (de) * 1962-07-10 1964-10-01 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Selbsttaetige Tiefensteuerung fuer ein Bodenbearbeitungsgeraet

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2536117A (en) * 1945-05-16 1951-01-02 Johansson Ab C E Pressure pad for apparatus for measuring forces
DE1179032B (de) * 1962-07-10 1964-10-01 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Selbsttaetige Tiefensteuerung fuer ein Bodenbearbeitungsgeraet

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