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Feuerzeug mit über dem Watteraum herausnehmbar angeordnetem Brennstoffbehälter
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des durch Patent 6.13 252 geschützten
Feuerzeuges. Das Merkmal dieses Patents besteht darin, daß der Brennstoffbehälter
von einem den Brenndocht aufnehmenden Rohr durchsetzt wird. Der Brennstoffbehälter
sitzt dabei über dem Watteraum, so (laß der Brenndocht oben unmittelbar an der Flaminenstelle
und unten leicht zugänglich in den Watteratun austritt. Der Watteraum wird dabei
durch einen besonderen Docht aus dem Brennstoffbehälter fortlaufend mit Brennstoff
gespeist.
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Die zusätzliche Erfindung kennzeichnet :=ich nun dadurch, daß das
den Brennstoffbehälter durchsetzende Brenndochtrohr in seiner Wandung innerhalb
des Brennstoffbehälters eine Brennstoffdurchtrittsöffnung aufweist. Dadurch wird
zunächst erreicht, daß die Tränkung des Brenndochtes keinen besonderen Docht mehr
erfordert. Der Brenndocht wird vielmehr ummittelbar aus dem Brennstoffbehälter durch
die neue Brennstoffdurchtrittsöffnung gespeist. Der Watteraum dient jetzt vorzugsweise
als Speicher zur Brennstoffversorgung des Brenndochtes bei stoßweiser Beanspruchung;
er wird nunmehr ebenfalls durch den Brenndocht über die neue Brennstoffdurchtrittsöffnung
von dem Brennbehälter aus mit Brennstoff gespeist.
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Die Erfindung hat den weiteren Vorteil, daß die sichere Versorgung
des Brenndochtes mit Brennstoff bis zu einem gewissen Grade unabhängig von der Länge
des infolge Abbrandes an der Flammenstelle kürzer werdenden Brenndochtes ist, weil
die Trä nkungsstelle innerhalb des Brenndochtrohres selbst liegt. Außerdem kommt
durch die dem fortschreitenden Abbrand entsprechende Verschiebung des Brenndochtes
von Zeit zu Zeit eine neue Dochtstelle an die Brenstoffdurchtrittsöffnung, so daß
sich die Saugkraft des Dochtes stetig erneuert. Der Brenndocht nimmt ferner bei
den Verschiebungen infolge des Abbrandes an der Flammenstelle etwaige Verkrustungen
fort, die sich an der Brenn-, stoffdurchtrittsöffnung ansetzen. Ein weiterer Vorteil
ist, daß der Brenndocht an der Brennstoffdurchtrittstelle stets unter gleichen Druckverhältnissen
mechanischer Art steht, wie sie durch die lichte Weite des Brenndochtrohres. und
die Dicke des darin befindlichen Brenndochtes vorausbestimmt sind.
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Es sind Feuerzeuge bekannt, bei denen der Brenndocht lose zwischen
Wattebäuschen in einem Rohr sitzt, (las in den Brennstofbehälter
eintaucht
und am unteren Boden mit Durchtrittsöffnungen versehen ist. DerBrenndocht geht hier
nicht an den Durchtrittsöffnungen vorbei, der Brennstoff muß vielmehr erst durch
die ständig an den Durchtritt= öffnungen sitzende Watte, um an den iri=@ folge Abbrandes
sich immer weiter voii. den Durchtrittsöffnungen entfernenden Docht gelangen zu
können. Der Brenndocht ist infolgedessen . auch an seinem in das Feuerzeug eintauchenden
Ende nicht zugänglich. Auch die übrigen vorstehend angeführten Vorteile finden sich
bei dieser bekannten Einrichtung nicht.
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Ferner ist ein Feuerzeug vorgeschlagen worden, bei dem das enge, lediglich
den Brenndocht umfassende Dochtröhrchen unmittelbar in den Brennstoffbehälter taucht,
wobei der Brennstoff durch eine Öffnung am unteren Boden des Brenndochtrohres eintritt.
Hier fehlt der Watteraum vollständig, so daß die Länge des Brenndochtes sehr beschränkt
ist und bei kürzer werdendem Brenndocht die Brennstoffversorgung schon aufhört,
wenn der Brennstoffvorrat nicht mehr an das untere Dochtende heranreicht. Die betriebsmäßig
sehr vorteilhafte, im Watteraum unterzubringende Reservelänge des Brenndochtes ist
hierbei nicht möglich. Auch besitzt dieses bekannte Feuerzeug nicht den Vorteil,
daß der Brenndocht an dem in das Feuerzeug eintauchenden Ende zugänglich ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung im senkrechten
Schnitt dargestellt.
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Die äußere Gehäusehülse io umfaßt den Brennstoffbehälter i i. Auf
dem oberen Dekkel des Brennstoffbehälters i i sitzt das Zündsteinrohr i2. Der Brennstoffbehälter
ii wird von dem Brenndochtrohr 13 durchsetzt. Eine Feder 15 beeinflußt den Fuß der
Dochtkappe 17 derart, daß die Dochtkappe entweder in geschlossener oder in geöffneter
Stellung leicht festgehalten wird. Das Reibrad 18 sitzt ebenfalls auf dem Deckel
des Brennstoffbehälters unmittelbar vor dem Zündsteinrohr 1a.
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Die Schraube 2o verschließt die Einfüllöffnung des Brennstoffbehälters
am Boden desselben. Eine Dichtung 24 an dieser Stelle kann in bekannter Weise Brennstoff
durchlassen, um den Watteraum 23 stetig zu tränken. Diese Maßnahme ist jedoch nicht
unbedingt erforderlich; die Füllöffnung kann auch an irgendeiner anderen Wand des
Brennstoffbehälters sitzen und mit einer undurchlässigen Dichtung versehen sein.
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,In der Wandung des Brenndochtrohres 13 is.f)nahe am unteren Boden
des Brennstoff-1 ehülters i i eine Brennstoffdurchtrittsöff-#ung i i vorgesehen.
Der im Brenndochtrohr `13 sitzende Brenndocht 22 reicht von der Flammenstelle
vor dem Zündsteinrohr 12 durch das Rohr 13 hindurch bis in den Watteraum 23. Der
Brenndocht 22 wird durch die Öffnung 21 stetig mit Flüssigkeit aus dem Brennstoffbehälter
i 1 getränkt. Die Öffnung2i ist so bemessen, daß der flüssige Brennstoff aus dem
Behälter i i nur dann in den Brenndocht 22 übertritt, wenn der Docht 22 und der
mit ihm in Berührung stehende Watteraum 23 nicht unter dem normalen Sättigungsdruck
stehen. Alsdann überwindet der relative Überdruck im Brennstoffbehälter den in der
engen Bohrung 21 bestehenden Widerstand und speist den Brenndocht 22 sowie weiterhin
den Watteraum 23 mit Brennstoff bis zur Sättigung. Die neue Einrichtung vermeidet
ein nutzloses Verdunsten von Brennstoff durch eine Verhütung der Übersättigung des
Brenndochtes und des Watteraums.
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Der Durchtrittswiderstand der Öffnung 21 kann auch in der Weise gebildet
werden, daß vor die Öffnung 21 in Richtung auf das Innere des Brennstoffbehälters
i i ein Rohr i9 geschaltet wird, das durch seinen geringen freien Querschnitt einen
Widerstand für die durchtretende Flüssigkeit bildet, der von der Länge des Rohres
abhängig ist.
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Die gekennzeichnete Anordnung kann im allgemeinen bei allen Pyrophorfeuerzeugen
angewendet werden, gleichgültig wie die übrigen Teile der Zündung oder die sonstige
Ausstattung des Feuerzeugs sonst hergestellt werden.