DE655998C - Herstellung von Antimontrioxyd - Google Patents

Herstellung von Antimontrioxyd

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DE655998C
DE655998C DED59971D DED0059971D DE655998C DE 655998 C DE655998 C DE 655998C DE D59971 D DED59971 D DE D59971D DE D0059971 D DED0059971 D DE D0059971D DE 655998 C DE655998 C DE 655998C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G30/00Compounds of antimony
    • C01G30/004Oxides; Hydroxides; Oxyacids
    • C01G30/005Oxides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

  • Herstellung von Antimontrioxyd Nach dem Verfahren der Patentschrift 649935 gewinnt man hochwertige Antimontrioxyde, die reinweiß und ausgesprochen amorph sind.
  • Die Erfindung bezweckt eine weitere Verbesserung dieses Verfahrens. Besonders bezweckt sie die Verwertung der stets in geringen Mengen anfallenden höheren Oxyde.
  • Die Erfindung besteht darin, daß die in Mengen bis zoo/o des Gesamtentfalles entstehenden falschen Oxyde (Tetroxyd, Pentoxyd) mit dem zur Verarbeitung kommenden Konzentrat gemischt und dieses Gemisch nach der Arbeitsweise der Patentschrift 649 935 weiterverarbeitet wird. Zweckmäßig können auch an Stelle der Abfalloxyde, welche Tetroxyd und Pentoxyd enthalten, Mischungen von sulfidischen und höher oxydischen Erzen, höhe' oxydische Erze allein oder minderwertige höher oxydische Erzabfälle verwendet werden. Dadurch, daß man die höheren Oxyde zusammen mit den Antimonerzen bzw. dem Antimonmetall in den Ofen einbläst, werden sie reduziert und ihr überschüssiger Sauerstoff für eine andere Oxydierung, z. B. für die Oxydation des Schwefels, verwendet. Das Verfahren läßt sich technisch mit Erfolg durchführen, wenn man die anfallenden höheren Oxydmengen in einem bestimmten Prozentsatz, nämlich etwa 30:7o, den Erzen zusetzt. Die höheren Oxyde, sowohl das Tetroxyd wie das Pentoxyd, zersetzen sich in der Hitze und geben den überschüssigen Sauerstoff ab (r oder 2 Atome), so daß dadurch die Bildung des Trioxyds wesentlich beschleunigt und eine fast quantitative Ausbeute an Trioxyd erhalten wird. Durch diese Arbeitsweise, nämlich Zusatz der höheren Oxyde zu dem zu verarbeitenden sulfidischen Antimonerz, gelingt es, die höhere Oxydationsstufe wieder in Kreislauf zu bringen.
  • Es hat sich ergeben, daß beispielsweise bei Verarbeitung eines sulfidischen Antimonerzkonzentrates mit 6o0/, Antimon etwa so % höhere Oxyde entstehen. Werden dann nach dem vorliegenden Verfahren diese Oxyde dem Erz etwa im Verhältnis 25 :75 zugemischt, so werden sie fast restlos in Trioxyd umgewandelt. Besonders eignet sich das Verfahren auch für Erzkonzentrate mit hohem Kieselsäuregehalt, weil bei derartigen Erzsorten sich noch mehr höhere Oxyde bilden können als bei Erzen mit geringem Kieselsäuregehalt. Nach einer besonderen Ausführungsform des Verfahrens können an Stelle der Abfalloxyde auch geringhaltige oxydische Erze Verwendung finden.
  • Der Effekt des Verfahrens besteht darin, daß die Ausbeute an handelsfähigem Antimontrioxyd, bezogen auf den Originaleinsatz, fast restlos reines Trioxyd darstellt. Weiter hat es den Vorteil, daß man die sogenannten falschen Oxyde nicht erst auf Antimonmetall im Regulusofen verhüttet. Ferner können auch andere z. B. minderwertige oxydische'' Erze oder Mischungen von armen ox3#discheri " oder sulfidischen Erzen mit gleichem Vorteil als Zusatz Verwendung finden. Der Erfolg ist stets eine Steigerung der Ausbeute an Antimontrioxyd.
  • Beispiel 5ooo kg Antimonerz mit 6o 0/0 Antimon und Zooo kg Antimonoxyd (Tetroxyd, Pentoxyd) mit 78"/, Antimon werden in einem mit Heizöl betriebenen Oxydofen verhüttet und ergeben 5300 kg Antimontrioxyd mit einer Weinsäurelöslichkeit von 99,6911, in- rein amorphem Zustande und mit einem Antiinongehalt von 8300. Die verbleibenden 3 bis ¢0/0 im Antimongehalt sindVerluste (Schlacke, Filtration, Verzettelung usw.). Das erhaltene Oxyd ist reinweiß, amorph und zeigt keine Spuren von Kristallen. Es wird als Farbstoff für Weißpigmente verwandt, ebenfalls mit hohem Erfolg als Weißtrübungsmittel für Emails und für chemische Zwecke.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Weitere Ausbildung des Verfahrens zur Herstellung von Antimontrioxyd nach Patent 649 935, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Ausübung des Verfahrens in Mengen bis ioo/o des Gesamtentfalles entstehenden höheren Oxyde (Tetroxyd, Pentoxyd) mit dem zur Verarbeitung kommenden Konzentrat gemischt und verarbeitet werden. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle der Abfalloxyde Mischungen von sulfidischen und höher oxydischen Erzen, höher oxydische Erze allein oder minderwertige höher oxydische Abfälle verwandt werden.
DED59971D 1929-12-21 1929-12-21 Herstellung von Antimontrioxyd Expired DE655998C (de)

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