AT145489B - Verfahren zur Herstellung von sauerstoffarmem Kupfer. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von sauerstoffarmem Kupfer.

Info

Publication number
AT145489B
AT145489B AT145489DA AT145489B AT 145489 B AT145489 B AT 145489B AT 145489D A AT145489D A AT 145489DA AT 145489 B AT145489 B AT 145489B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
copper
sep
oxide
slag
added
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Electro Chimie Metal
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Electro Chimie Metal filed Critical Electro Chimie Metal
Application granted granted Critical
Publication of AT145489B publication Critical patent/AT145489B/de

Links

Landscapes

  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von sauerstoffarmem Kupfer. 



   Im Patent Nr. 142550 ist ein Verfahren beschrieben, bei welchem oxydierte Kupfer der Sauerstoff fast augenblicklich entzogen wird, indem man eine heftige Durchwirbelung des oxydierten Kupfers mit einer geschmolzenen Schlacke durchführt ; die Schlacke, die synthetisch hergestellt wird und sehr dünnflüssig ist, besitzt ein grosses Lösungsvermögen für Kupferoxydul und ist deshalb vorzugsweise sauer. Die Durchwirbelung geschieht mit einer solchen Wucht, dass man eine Zerstäubung der Schlacke und eine besonders feine Verteilung im Metall in Form einer Emulsion gleichzeitig mit einer stürmischen Durchwirbelung der Metall-und Sehlackenmasse erzielt. 



   In der obzitierten Patentschrift ist ausgeführt worden, dass die Durchwirbelung zugleich mit der Desoxydation auch eine Reinigung des Kupfers von andern Verunreinigungen als Sauerstoff, beispielsweise von Eisen, mit sich bringt. Dies ist eine Folge davon, dass Eisenoxyd, welches sich in der Kupfermasse gemäss der Gleichung 
 EMI1.1 
 gebildet hat, aufgelöst wird. 



   Es ist nun gefunden worden und darin besteht die vorliegende Erfindung, dass man die Desoxydationswirkung der Schlacke im Zeitpunkt der Durchwirbelung steigern, d. h. schliesslich zu einem Kupfer mit geringerem Sauerstoffgehalt gelangen kann, wenn man von der gleichen Kupfermenge mit dem- 
 EMI1.2 
 einanderfolgenden Durchwirbelungen eine relativ kleine Menge von Hilfszusätzen zufügt, welche imstande sind, das Kupferoxydul im   Bde   zu   reduzieren ; als solche Zusätze. eignen sich vorzugsweise Metalle,   deren Oxyd sich unter   Wärmepntwicklung   bildet, die, bezogen auf. ein Molekül   02, höher ist   als die von   CuaO. ''  
Es bildet sich durch die umkehrbare Reaktion :

   
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 
 EMI1.5 
 
<tb> 
<tb> Titanoxyd <SEP> (TiO).............................................. <SEP> 65%
<tb> Kieselsäure <SEP> .......................................................... <SEP> 30%
<tb> Magnesia...................................".................... <SEP> 5%.
<tb> 
 



   Man erhitzt die Schlacke vorher auf eine Temperatur, die sie sehr flüssig macht. Man setzt das Mangan in geschmolzenem Zustand oder in pulverförmigem Zustand vor oder während der Durchwirbelung oder zwischen zwei aufeinanderfolgenden Durchwirbelungen zu. 



   Nachdem die Durchwirbelung 1 oder 2 Minuten vor sich gegangen ist, lässt man absitzen. Die Schlacke sammelt sich an der Oberfläche und lässt unter sich ein desoxydiertes Metall zurück, während die Oxyde, welche das Kupfer verunreinigten, in die Schlacke gegangen sind. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Nach einer andern Ausführungsform des Verfahrens gemäss der Erfindung fügt man zu einem Kupferbad, das eine Gesamtmenge von 30% Sauerstoff enthält, vor der Durchwirbelung   1 %   Mangan zu. Nach der Durchwirbelung enthält das Kupfer nur mehr 0'1% Sauerstoff. 



   Es hat sich gezeigt, dass man die Desoxydation des Kupfers auch dadurch erleichtern kann, dass man dem Kupferbad (vor oder während der Durchwirbelung oder zwischen zwei aufeinanderfolgenden   Durehwirbelungen)   statt eines Metalles, wie es oben angegeben ist, ein Metalloid zusetzt, beispielsweise Phosphor oder Silizium, die imstande sind, das Kupferoxyd zu reduzieren. Für die heftige Durchwirbelung bedient man sieh sodann einer Schlacke, die einen Bestandteil enthält, welcher sich mit dem Oxyd des zur Verwendung gelangten Metalloides zu verbinden vermag. 



   In Fällen, wo man mit Metalloiden, wie Phosphor oder Silizium, arbeitet, kann man die Entfernung der Oxyde des Kupfers mit Hilfe basischer Schlacken bewerkstelligen. Die Metalloide reduzieren das Oxyd des Kupfers, das in dem Metallbad, dem sie zugesetzt werden, enthalten ist und geben selbst Oxyda-   tionsprodukte (von Phosphor oder Silizium z. B. ), die im Kupfer weniger löslich sind als das Kupfer-   oxyd selbst und die daher von der Schlacke leichter aufgenommen werden als Kupferoxyd, indem sie sich mit dem basischen Schlackenanteil verbinden. 



   Im folgenden sind zwei Beispiele für Schlackenzusammensetzung mit basischen Bestandteilen angeführt, wenn man dem Kupferbad ein Reduktionsmittel, wie Phosphor oder Silizium, zusetzt. 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  1. <SEP> NaO................. <SEP> 25% <SEP> 2. <SEP> cas <SEP> 60%
<tb> CaO.................. <SEP> 45% <SEP> mono <SEP> 25%
<tb> MnO <SEP> .................. <SEP> 15% <SEP> FeO <SEP> ................... <SEP> 10%
<tb> FeO.................. <SEP> 10% <SEP> MgO <SEP> + <SEP> Al......... <SEP> 5%
<tb> MgO <SEP> + <SEP> Alz03 <SEP> "........ <SEP> 501
<tb> 
 
Die Erfindung ist jedoch an die genannten Zahlen nicht gebunden. 



   Man kann gemäss der Erfindung jedes Metall oder Metalloid dem zu desoxydierenden Kupfer zusetzen, das imstande ist, das Kupferoxyd zu reduzieren und dessen Oxyd sich mit den Schlackenbestandteilen, seien sie sauer oder basisch, zu verbinden vermag. 



   Es genügt ein sehr geringer Zusatz von Reduktionsmitteln, im allgemeinen von der Grössenordnung von   1% oder   weniger, wobei die Menge, welche das gewünschte Ergebnis zu erzielen gestattet, vom Gehalt des Kupfers an Oxyd abhängt. Es ist experimentell festgestellt worden, dass von dem Zusatz wenig oder nichts im Metall verbleibt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von sauerstoffarmem Kupfer durch heftige Durchwirbelung des Bades des zu behandelnden Kupfers mit einer aufgeschmolzenen, leichtflüssigen Schlacke, welche imstande ist, die im Metall enthaltenen Oxyde aufzunehmen, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Kupferbad vor oder während der Durchwirbelung oder zwischen zwei aufeinanderfolgenden Durchwirbelungen einen desoxydierend wirkenden Hilfsstoff zufügt, welcher das Kupferoxyd reduziert und dessen Oxydationsprodukt in der Schlacke leichter aufgenommen wird als Kupferoxyd.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Kupfer als Hilfsstoff ein Metall, wie Mangan, Eisen, Zinn, Blei, Kobalt, Chrom, Zink oder Magnesium, zufügt, bei dem die Bildungswärme des Oxyds bezogen auf 1 Molekül Sauerstoff grösser ist als die des Kupferoxyds.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Kupfer eine solche Menge des reduzierend wirkenden Hilfsstoffes zufügt, dass die Löslichkeitsgrenze des Oxyds des betreffenden Zusatzes im Kupfer nicht überschritten wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Kupfer als Hilfsstoff ein Metalloid zusetzt, wie z. B. Phosphor, Silizium, oder Arsen, bei dem die Bildungswärme des Oxydationsproduktes bezogen auf 1 Molekül Sauerstoff grösser ist als die des Kupferoxyds und welches die Desoxydation des Kupfers unter Durchwirbelung mit Hilfe einer basischen Schlacke auszuführen gestattet.
AT145489D 1933-03-13 1934-02-10 Verfahren zur Herstellung von sauerstoffarmem Kupfer. AT145489B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IT145489X 1933-03-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT145489B true AT145489B (de) 1936-04-25

Family

ID=11145214

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT145489D AT145489B (de) 1933-03-13 1934-02-10 Verfahren zur Herstellung von sauerstoffarmem Kupfer.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT145489B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0235291B1 (de) Verfahren zur herstellung von vanadiumschlacke
AT145489B (de) Verfahren zur Herstellung von sauerstoffarmem Kupfer.
DE608397C (de) Verfahren zur Herstellung von sauerstoffarmem Kupfer
DE681073C (de) Verfahren zum Desoxydieren von Kupfer
DE2406845A1 (de) Stahlraffinationsverfahren
DE631985C (de) Legierung fuer Gegenstaende, die sowohl gute Verarbeitbarkeit als auch hohe Hitzebestaendigkeit besitzen muessen
AT139419B (de) Verfahren zur Erzeugung eines als Bestandteil von Glas-, Emaille-, Glasursätzen od. dgl. dienenden blei- oder bleioxydhaltigen Produktes.
DE595749C (de) Verfahren zur Herstellung von sauerstoffarmem Kupfer
DE526499C (de) Verfahren zum Einbringen von Mangan und Eisen in Kupfer oder Messing
DE651315C (de) Verfahren zum Wiedernutzbarmachen metalloxydhaltiger saurer Schlacken durch Reduktion der Oxyde
AT158400B (de) Verfahren zur Abscheidung von Tantal aus Niob und Tantal enthaltenden Legierungen.
DE951089C (de) Exothermisches Gemisch und Verfahren zum Vergueten von Eisen
AT165280B (de) Verfahren zur Herstellung von schwefelarmem Stahl besonderer Schlackenreinheit
DE670980C (de) Verfahren zur gemeinsamen Gewinnung von Tantal und Niob
DE426123C (de) Verfahren zur Erzeugung von kohlenstoffarmen Eisen-Chrom-Legierungen
AT95310B (de) Eisenlegierung.
DE919772C (de) Verfahren zur Herstellung von Stahl
DE655835C (de) Verfahren zur Herstellung von sauerstoffarmem Stahl
AT97896B (de) Verfahren zur Herstellung von Wolframlegierungen.
DE942566C (de) Verfahren zur Entschwefelung und gegebenenfalls zur Entphosphorung von Stahl
AT142551B (de) Verfahren zur Herstellung von sauerstoffarmem, reinem Kupfer.
DE515805C (de) Verfahren zur Herstellung sehr feinkoerniger Kupferlegierungen mit geringen Gehalten an Aluminium, Silicium und Eisen
AT29740B (de) Verfahren zur Gewinnung von Metallen nach Art des Goldschmidt-Prozesses.
AT101003B (de) Verfahren zur Herstellung von Schweißeisen.
DE415323C (de) Verfahren zur Herstellung kohlenstoff- und siliciumarmer bzw. siliciumfreier Chrom- und Manganlegierungen