AT139419B - Verfahren zur Erzeugung eines als Bestandteil von Glas-, Emaille-, Glasursätzen od. dgl. dienenden blei- oder bleioxydhaltigen Produktes. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung eines als Bestandteil von Glas-, Emaille-, Glasursätzen od. dgl. dienenden blei- oder bleioxydhaltigen Produktes.

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AT139419B
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Paul Dr Ing Beyersdorfer
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   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung eines blei-oder bleioxydhaltigen Produktes, das als Bestandteil von Glas-, Emaille-,   Glasursätzen od.   dgl. Verwendung finden kann. Es ist bereits bekannt, metallisches Blei oder Bleilegierungen an Stelle von   Mennige   im Glassatz zu verwenden. 



   Die Erfindung besteht darin, dass Blei oder bleihaltige Legierungen in fein verteiltem oder geschmolzenem Zustand mit Bestandteilen des Glassatzes, insbesondere mit Sand in Gegenwart von Luft, Sauerstoff oder andern Oxydationsmitteln bei Temperaturen von etwa   400-500  C   innig vermengt werden, so dass das von dem Sand od. dgl. zunächst adsorbierte Metall mehr oder weniger vollständig oxydiert wird. Das so erhaltene Produkt wird bei seiner Verwendung zur Herstellung von Glas, Glasuren oder Emaille mit den übrigen Bestandteilen fertig verschmolzen. 



   Infolge der äusserst feinen, gleichmässigen Verteilung des Bleies über den ganzen Sand-jedes   Sandkornchen   ist mit einer dünnen Schicht, bestehend aus Blei, Bleioxyden bzw. Bleilegierung oder deren Oxyden,   überzogen-wird   das Blei durch den Salpetergehalt des Glassatzes vollständig oxydiert. Der feine Zerteilungsgrad und die Oberflächenenergien hindern das Blei daran, zu Tröpfchen zusammen- 
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 mengung im Verein mit der im Hafen frei werdenden Oxydationswärme bewirken ein besseres Schmelzen des Glases. 



   Ein weiterer Vorteil des neuen Verfahrens hat sich beim Niederschmelzen verschiedener Kristallgläser gezeigt. Die Gläser werden nämlich ohne Zusatz von Entfärbungsmitteln optisch viel reiner als solehe, in welche das Blei z. B. in Form hochwertiger Mennige eingeführt worden war. Das neue Verfahren bringt also gleichzeitig eine Ersparnis an Entfärbungsmitteln mit sich, welche als Selen und Selenverbindungen ziemlich teuer sind. Ausserdem liefert aber das Verfahren noch optisch reinere und darum wertvollere Kristallgläser. 



   Hinsichtlich der Ausdehnungskoeffizienten und der Brechungsexponenten zeigen bei äquivalenten Gemengebestandteilen die nach dem neuen Verfahren hergestellten Gläser, wie die Prüfung ergeben hat und wie es auch nicht anders zu erwarten war, keinerlei Unterschiede gegenüber mit dem üblichen Verfahren erzeugten Gläsern. 



   Werden neben dem Blei auch noch andere Metalle, wie z. B. Zink, Antimon, Zinn, Tallium, Kupfer, Nickel, Eisen, Silber, Gold usw. verwendet, so können Metalle, die sich mit Blei überhaupt legieren, dem geschmolzenen Blei vor dem Vermengen desselben mit Sand od. dgl. zugesetzt werden. 



   Beispiel : 50 kg Hohenbockaer Sand und   41 leg metallisches   Blei werden auf einer Pfanne bis zum Schmelzen des Bleies erhitzt. Sobald das Blei geschmolzen ist, wird mittels einer   Rührvorrichtung   das geschmolzene Blei mit dem Sand innig vermengt. 



   Nach etwa achtstündigem Rühren bei einer Temperatur von 400-5000 C ist ein grosser Teil des mit Sand innig vermischten Bleies zu Bleioxyd und Bleimennige oxydiert, was sich durch die Orangefärbung des Sandes nach aussen hin kenntlich macht. Die fertige Sand-Blei-Mischung wird zwecks Entfernung von etwa vorhandenen Eisenteilchen über einen Magnetscheider geführt und dann mit 10 kg Pottasche, 10 kg Bariumkarbonat, 6 kg Kalisalpeter und geringen Mengen Arsenik in einer rotierenden Trommel gemischt. Das Gemisch wird dann allmählich in den Glashafen eingegeben und kann nach Beendigung des oxydierenden Schmelzvorganges verarbeitet werden. Die sonst bei bleihaltigen Gläsern auftretende Dunkelfärbung wird bei diesem Verfahren vollständig vermieden. 



   Wenn die zur Herstellung der Sand-Blei-Mischung verwendeten Vorrichtungen und Gefässe nicht aus Eisen bestehen oder mit einem nicht eisenhaltigen Überzug oder Auskleidung versehen sind, können keine Eisenteile in die Mischung gelangen, so dass es nicht erforderlieh ist, die Mischung über einen Magnetscheider oder   ähnliche     Enteisenungsvorrichtungen   zu leiten. 

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  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Erzeugung eines als Bestandteil von Glas-, Emaille-, Glasursätzen od. dgl. dienenden blei-oder bleioxydhaltigen Produktes, dadurch gekennzeichnet, dass Blei oder bleihaltige Legierungen in fein verteiltem oder geschmolzenem Zustand mit Bestandteilen des Glassatzes, insbesondere mit Sand in Gegenwart von Luft, Sauerstoff oder andern Oxydationsmitteln bei Temperaturen von etwa 400-500 C innig vermengt werden, so dass das von dem Sand od. dgl. zunächst adsorbierte Metall mehr oder weniger vollständig oxydiert wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT139419D 1931-05-20 1932-04-27 Verfahren zur Erzeugung eines als Bestandteil von Glas-, Emaille-, Glasursätzen od. dgl. dienenden blei- oder bleioxydhaltigen Produktes. AT139419B (de)

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