DE655874C - Zweitaktbrennkraftmaschine mit Kurbelgehaeusepumpe - Google Patents

Zweitaktbrennkraftmaschine mit Kurbelgehaeusepumpe

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DE655874C
DE655874C DES113728D DES0113728D DE655874C DE 655874 C DE655874 C DE 655874C DE S113728 D DES113728 D DE S113728D DE S0113728 D DES0113728 D DE S0113728D DE 655874 C DE655874 C DE 655874C
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  • Zweitaktbrennkraftmaschine mit Kurbelgehäusepumpe Die Erfindung betrifft eine Zweitaktbrennkraftmaschine mit 1,'-urbelgehäusepumpe. Bei Zweitaktbrennkraftmaschinen mit vom Kolben oder von Membranklappen gesteuerten Einlaßschlitzen wird die Gassäule während der Ansaugzeit beschleunigt, um beim Schließen der Gaseinlaßschlitze durch den Kolben oder die Membranklappen plötzlich gestaut zu werden. Bei niederen Drehzahlen wirkt sich diese Erscheinung durch Rückprall der Gase und durch sprühartiges Ausströmen des Brennstoffes aus dem Vergaser aus. Man führt deshalb die Einlaßkanäle häufig winklig aus. oder ordnet vor dem Vergaser besondere Scbirinbleche an. Besonders schädigend wirkt sich dieses Zurückprallen der Gassäule auf die Füllung des Zylinders aus.
  • Diese Nachteile der Kurbelgehäusepumpe lassen für die Dreikanalzweitaktbrennkraftmaschine nur niedrige Drehzahlen und kleine Abmessungen zu, d a bei hohen Drehzahlen die Frischgasfüllung ungenügend und demzufolge die Leistung unbefriedigend wird.
  • Bekannt sind Zweitaktbrennkraftmaschinen mit Kurbelgehäuseptlmpe, bei denen der Ansaugkanal geteilt ist und zum Teil unter der Kolbenmantelkante direkt in den Zylinder einmündet, zum anderen Teil über ein Rückschlagventil mit dem Kurbelgehäuse in Verbindung steht. Bei diesen Ausführungen hat jeder Zweig des Ansaugkanals für sich eigene Gasschwingungen, deren Ausnutzung für eine günstige Kurbelgehäusefüllung namentlich wegen ungenügender Länge der Einl:aßleitung vor ihrer Verzweigung nicht möglich ist. Bei Motoren ohne Kurbelgehäusepumpe ist es zwar schon vorgeschlagen worden, die in einer verhältnismäßig langen Einlaßleitung erzeugte Strömungsenergie zum Nachladen des Zylinders auszunutzen. Die hierfür angegebenen Mittel sind jedoch nicht ohne weiteres für Zweitaktbrennkraftmaschinen mit Kurbelgehäusepumpe verwendbar.
  • Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer Zweitaktbrennkraftmaschine mit Kurbelgehäuseladepumpe, bei der die Füllung durch die Schwingungen des angesaugten Frischgases nicht behindert, sondern verstärkt wird. Erreicht wird dieser Zweck dadurch, daß der Einlaßkanal eine zur Bildung einer Gassäule ausreichende Länge aufweist und sich vom Vergaser bis zu seiner von der Kolbenunterkante gesteuerten Einmündungsstelle in den Zylinder konisch erweitert und von hier ab in einen gegebenenfalls gegabelten, trichterartig sich verengenden Fortsatz ausläuft, dessen unterhalb der vom Kolben gesteuerten Einmündung liegendes Ende ebenfalls mit dem Zylinderinnern durch Öffnungen verbunden ist, die durch Membranklappen gesteuert werden.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt Abb. i eine Zweitäletbrennkraftmaschine.im Längsschnitt, Abb. a einen Schnitt nach der Linie A-B der Abb. i.
  • Der Ansaugkanal a für die Ladung ist schräg abwärts geneigt am Zylinder b angeordnet und erweitert sich etwas von dem nicht gezeichneten Vergaser ab bis zu seiner oberen Einmündungsstelle g in den Zylinder b, welche durch die Unterkante des Kolbens c gesteuert wird. Der Kanal a geht nachdem Kurbelgehäuse d zu in einen trichterförmig sich verengenden Fortsatz e über, der, ebenfalls in das Innere des Zylinders b ein-. mündet, wobei seine Einlaßöffnungen in das Zylinderinnere durch 11embranklappen f gesteuert werden. Geht der Kolben c aufwärts, so geben zuerst die Membranklappen f die von ihnen nachgiebig verschlossen gehaltenen Einlaßöffnungen des Fortsatzes e frei, und die Füllung des Zylinders b beginnt, wobei die Gassäule im Ansaugrohr a beschleunigt wird. In der Nähe des oberen Kolbentotpunktes überschleift die Kolbenunterkante den oberen direkten Einlaßkanal g, durch dennun weiter die Ladung einströmt und das Kurbelgehäuse d sowie das Zylinderinnere unter dem Kolben c füllt. Das im Kurbelgehäuse noch vorhandene Gas rotiert dabei in Richtung der einströmenden Frischgase. Es ist also den einströmenden Frischgasen gleichgerichtet, so daß diese von dem aus dein Kurbelgehäuse d tangential in den Zylinder b eintretenden Gaswirbel nicht behindert werden. Gegen Ende der Füllung, sobald der schon wieder abwärts gehende Kolben c die oberen Gaseinlaßöffnungen g wieder verschlossen hat, erfolgt bei hohen Drehzahlen des Motors eine Stauung der Gassäule im trichterförmig verengten Fortsatz e. Die Strömungsenergie wirkt sich durch den Staudruck in Drucksteigerung im Fo-rtsatz e aus, unter deren Einfiuß eine Nachladung mit Frischgas erfolgt.
  • Die Maschine gemäß der Erfindung besitzt folgende Vorteile: i. Durch die von den Membranen gesteuerten zusätzlichen Ein:laßöffnungen wird die Einlaßzeit und damit die Füllungsdauer und Füllungsmenge vergrößert.
  • 2. Vor Öffnung des direkten Frischgaseinlasses wird die Gassäule über den Fortsatz e des Gaszuführungsl:anals beschleunigt, so daß eine größere Menge einströmt.
  • 3. Durch die Stauwirkung in dem Fort-,".satz e wird bei hohen Touren eine Nachladung ,.läewirkt.
  • .: Außer diesen Vorteilen tritt insofern eine @-;,weitere günstige Wirkung ein, als die im Ansaugrohr a vor den Einlaßschlitzen g beim Abwärtsgang des Kolbens c auftretende Rückschwingung der Gassäule gleich nach ihrem Entstehen durch den Fortsatz e stark abgeschwächt oder absorbiert wird. Bei den durch die Ausbildung des Kanals a erzielten strömungstechnischen Vorgängen werden die Strömungsenergien, die durch die Ansaugearbeit des Kolbens im Ansaugrohr a erzeugt werden, für die Füllung und Ladung des Kurbelgehäuses ausgenutzt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zweitaktbrennkraftmaschine mit Kurbelgehäusepumpe, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Zuführung der Ladung dienende Einlaßkanal (a) eine zur Bildung einer Gassäule genügende Länge aufweist und sich vom Vergaser bis zu seiner von der Unterkante des Kolbens (c) gesteuerten Einmündungsstelle (g) in den Zylinder (b) konisch erweitert und von hier ab in einen gegebenenfalls gegabelten, trichterartig sich verengenden Fortsatz (e) ausläuft, dessen unterhalb der vom Kolben (c) gesteuerten Einmündung (g) liegender Endteil nach dem Kurbelgehäuse (d) zu mit dem Zylinderinnern durch Öffnungen verbunden ist, die durch Meinbr anklappen (f) gesteuert werden.
  2. 2. Z-weitaktbrennkraftmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Meinbranklappen (f) am Zylinder (b) derart angeordnet sind, daß sie nach dem Kurbelgehäuse (id) zu in. der Strömungsrichtung der durch die Kurbeldrehung erzeugten Gasströmung öffnen.
DES113728D 1934-04-24 1934-04-24 Zweitaktbrennkraftmaschine mit Kurbelgehaeusepumpe Expired DE655874C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE908315C (de) * 1951-12-02 1954-04-05 Ernst Otto Zusatzgeret fuer ventillose Zweitakt-Brenkraftmaschinen
DE969105C (de) * 1951-08-02 1958-04-30 Heinrich Lanz Ag Vor dem Ansaugventil oder den Ansaugschlitzen von intermittierend arbeitenden Brennkraftmaschinen angeordnetes Rohrsystem
DE1038333B (de) * 1954-12-18 1958-09-04 Bosch Gmbh Robert Einrichtung zum Erleichtern des Andrehens von Zweitaktbrennkraftmaschinen
DE102007052420B4 (de) 2007-11-02 2020-01-23 Andreas Stihl Ag & Co. Kg Verbrennungsmotor

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