DE543393C - Zweitaktbrennkraftmaschine mit Haupt- und Hilfskolben - Google Patents

Zweitaktbrennkraftmaschine mit Haupt- und Hilfskolben

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DE543393C
DE543393C DEM111630D DEM0111630D DE543393C DE 543393 C DE543393 C DE 543393C DE M111630 D DEM111630 D DE M111630D DE M0111630 D DEM0111630 D DE M0111630D DE 543393 C DE543393 C DE 543393C
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internal combustion
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B75/00Other engines
    • F02B75/28Engines with two or more pistons reciprocating within same cylinder or within essentially coaxial cylinders
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B75/00Other engines
    • F02B75/02Engines characterised by their cycles, e.g. six-stroke
    • F02B2075/022Engines characterised by their cycles, e.g. six-stroke having less than six strokes per cycle
    • F02B2075/025Engines characterised by their cycles, e.g. six-stroke having less than six strokes per cycle two

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  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)

Description

  • Zweitaktbrennkraftmaschine mit Haupt- und Hilfskolben Gegenstand der Erfindung ist eine Zweitaktbrennkraftmaschine mit einem Haupt- und einem Hilfskolben, bei welcher der Kompressionsdruck über die obere Totpunktlage des Hauptkolbens aufrechterhalten wird. Die Aufrechterhaltung der Kompression ist an sich bei Viertaktmaschinen bekannt; bei Zweitaktmaschinen dieser Art jedoch macht das Zuführen der Ladeluft und die Steuerung der Auslaßkanäle Schwierigkeiten insofern, als durch die Erhitzung der höher komprimierten Ladung leicht eine Beschädigung der Steuerorgane entsteht.
  • Dies tritt besonders dann in Erscheinung, wenn in den Einlaßöffnungen leichte Rückschlagventile oder -klappen für den Eintritt der komprimierten Lade- und Spülluft vorgesehen sind. Die Rückschlagventile oder -klappen müssen in jedem Falle gegen die Einwirkung der Verbrennung geschützt werden.
  • Das Wesen der Erfindung besteht demgemäß darin, daß die mit selbsttätigen Ventilen versehenen Einlaßöffnungen des Zylinders durch den Hilfskolben, die Auslaufsöffnungen in an sich bekannter Weise durch den Haupt- und Hilfskolben so gesteuert werden, daß die Abgase in der Längsrichtung des Arbeitshubes durch die unter Druck zugeführte Spülluft oder das Brennstoffgemisch ausgeblasen werden, wobei die Spülluft oder das Gemisch nach Schluß der Auslaßöffnungen so lange einströmt, bis der Kompressionsdruck des Hauptkolbens gleich dem Druck der zugeführten Spülluft oder Brennstoffgemisches ist, und der Hilfskolben die Einlaßöffnungen abschließt.
  • Die Einrichtung hat gegenüber den bekannten Einrichtungen den Vorteil, daß durch die Kombination der an sich bekannten Steuerung der Auslaßkanäle durch einen Haupt- und Hilfskolben mit der neuen Anordnung, der Steuerung der mit Rückschlagklappen versehenen Einlaßöffnungen durch den die Kompression über die obere Totpunktlage aufrechterhaltenden Hilfskolben eine schnelle und sorgfältige Spülung des Zylinders in der Richtung der bereits ausströmenden Abgase erfolgt. Die unter Druck eintretende Spülluft kann also ohne Richtungsänderung eine intensive Spülung der Zylinder erzeugen, so daß man mit einer verhältnismäßig kleinen Spülluftmenge auskommt.
  • Da die Spülluft nach Schließen der Auslaßöffnungen weiter einströmen kann, bis die Kompression des Arbeitskolbens gleich dem Ladedruck ist, so erfolgt die Ladung vollkommen stoßfrei, so daß die Maschine auch mit höheren Drehzahlen ruhig läuft und dabei den günstigsten volumetrischen Wirkungsgrad besitzt.
  • In der Zeichnung ist Abb. i ein Längsschnitt einer Zweitaktdieselmaschine gemäß der Erfindung, Abb. 2 ein Längsschnitt nach der Linie 2-2 der Abb. i, Abb.3 bis 9 schematische Längsschnitte, welche die verschiedenen Stellungen des Arbeitskolbens und des Hilfskolbens während eines vollständigen Arbeitsganges der Maschine zeigen.
  • Abb. t o bis 15 schematische Ansichten der Kurbelstellungen während der Bewegung des Haupt- und Hilfskolbens, bezogen auf die Abb. 3 bis 9, Abb.16 ein Längsschnitt einer Zweitaktbrennkraftmaschine, bei der ein Brennstoffgemisch oder Gas in den Zylinder gedrückt und durch eine Zündkerze entzündet wird.
  • Es soll zunächst die Zweitaktdieselmaschine gemäß der Erfindung nach den Abb. i bis 15 einschließlich beschrieben werden. In dem Maschinenzylinder A bewegt sich ein Hilfskolben B, in welchem der Arbeitskolben C läuft. Das obere Ende des Hilfskolbens B ist bei i verstärkt und läuft mit diesem Teil in der erweiterten Bohrung z des Zylinders A. Um ein Ansammeln der Luft in dem unteren Teil der Bohrung z zu verhindern, sind öffnungen 3 in dem Zylinder vorgesehen, die ein freies Einströmen und Entweichen der Luft aus der Bohrung a gestatten.
  • Die übliche Kurbelwelle D trägt das Schwungrad F und läuft in dem Kurbelgehäusse G. Der Kurbelzapfen q. der Welle D ist durch eine Pleuelstange s mit dem Arbeitskolben.C verbunden. Auf der Welle D sind ferner Exzenter 6 angeordnet, welche mittels der Exzenterringe 7 durch Stangen 8 den Hilfskolb;enB antreiben. Die Exzenter 6 sind in .einem Winkel zu dem Kurbelzapfen ¢ angeordnet und eilen der Kurbel nach. Der Hilfskolhen- B hat nur einen kurzen Hub und hält infolge seiner Nacheilung und Größe die vom Arbeitskolben erzeugte Kompression über die obere Totpunktlage des letzteren aufrecht.
  • Der Hilfskolben regelt auch den Ein- und Auslaß. Der Zylinder A hat einen Schutzmantel 9, der eine Luftkammer io bildet. An seinem oberen Ende besitzt der Zylinder eine Anzahl Einlaßöffnungen i i, die den Zylinder mit der Luftkammer i o verbinden. In den öffnungen i i sind Rückschlagklappen 1? vorgesehen, welche nur den Luftdurchgang von der Luftkammer i o nach dem Zylinder gestatten, und zwar so lange, bis der Druck im Zylinder größer wird als der in der Luftkammer. Die Einlaßöffnungen werden durch den verbreiterten Kolbenteil i des Hilfskolbens B geöffnet bzw. geschlossen. Die Kammer io wird mit Luft z. B. durch den schematisch dargestellten Luftkompressor 13 versehen, der die Luft bei 1 ¢ in den unteren Teil der Luftkammer i o drückt. In der Wandung des Zylinders ,4 ist eine Anzahl Auslaßöffnungen 15 vorgesehen, durch welche die Abgase abgeleitet werden.
  • Der Hilfskolben B besitzt Auslaßöffnungen 16, die zweckmäßig kleiner sind als die Aus-Z> 15 im Zylinder A; die Auslaßöffnungen 16 werden durch den Arbeitskolben C geschlossen oder freigegeben, so daß die zusammengesetzte Bewegung des Hilfskolbens B und des Arbeitskolbens C das Offnen und Schließen der Auslaßöffnungen regelt, während der Hilfskolben B allein das Schließen der Einlaßöffnungen i i bewirkt. Der Zylinder ist mit einer Einspritzdüse 17 für den Brennstoff versehen; es ist schematisch eine Pumpe 18 dargestellt, die den Brennstoff der Düse 17 zuführt.
  • Bei einer Dieselmaschine kann jede Art Brennstoff, der für diesen Zweck benutzbar ist, verwendet werden, doch ist die Erfindung auf diese Art von Maschinen nicht beschränkt, sondern eignet sich auch für Vergasermaschinen, wie sie in Abb. 16 dargestellt sind.
  • Die Arbeitsweise der Maschine ist schematisch in den Abb. 3 bis 15 einschließlich dargestellt.
  • Abb. 3 zeigt den Arbeitskolben C in der oberen Totpunktlage, während der Hilfskolben B sich weiter aufwärts bewegen kann. Die Zündung der Ladung erfolgt erst, wenn der Hilfskolben seine obere Lage erreicht hat und der Hauptkolben sich abwärts bewegt, und setzt sich ungefähr um 3o° der Kurbelwellenbewegung fort. Diese Bewegung ist in Abb. i o angegeben, und es ist die Bewegung aus der Stellung der in Abb. 3 gezeigten Teile in die Stellung der in Abb. q. gezeigten Teile, welche annähernd 3o° beträgt. In der in Abb. 3 und q. gezeigten Stellung sind die Ein- und Auslaßöffnungen geschlossen, so daß die Rückschlagklappen 12 gegen das brennende Gasgemisch während des ganzen Krafthubes des Arbeitskolbens geschützt sind.
  • Durch die Bewegung des Hilfskolbens wird eine möglichst vollkommene Mischung der Luft und des Brennstoffes erzeugt, wodurch eine schnellere und wirksamere Verbrennung erzielt und die Bildung von Ruß und Niederschlägen vermieden wird. Die Maschine eignet sich daher insbesondere für schnellaufende Maschinen, weil durch die kräftige Mischung eine schnellere und vollkommenere Verbrennung erzielt wird.
  • Wenn der Arbeitskolben sich in seinem Krafthub abwärts bewegt (Abb. q., 5 und i i), wird diese als Expansion bekannte Periode sich ungefähr über i oo° der Kurbeldrehung erstrecken. Sobald der Arbeitskolben C die Stellung Abb. 5 erreicht, befindet sich auch der Hilfskolben B auf seiner Abwärtsbewegung. Die Öffnungen 16 treten vor die Auslaßöffnungen 15, und der Arbeitskolben C 'gibt plötzlich die Auslaßöffnungen 16 frei, so daß die Abgase durch die Auslaßöffnungen entweichen können. Diese Bewegung bildet annähernd-i ö° der Bewegung der Kurbelwelle (Abb. 12). Nach der Vollendung dieser i o° Bewegung wird sich der Hilfskolben B weiter abwärts bewegen, wodurch auch die Einlaßöffnungen i i freigelegt werden, und da die Auslaßöffnungen noch offen sind, wird die unter Druck einströmende Spülluft den Zylinder vollständig spülen (Abb. 6).
  • Die folgende Bewegung der Kurbehvelle um einen Winkel von annähernd 50° ist in Abb.13 angegeben, wobei die Teile sich aus der Stellung Abb.6 in die nach Abb.7 bewegen. Am Ende dieser Bewegung sind die Auslaßöffnungen geschlossen entsprechend der Abwärtsbewegung des Hilfskolbens und der geringen Aufwärtsbewegung des Hauptkolbens. Die Einlaßöffnungen i i indessen sind vollständig offen, und die Ladeluft strömt unter Druck in den Zylinder so lange ein, bis der Druck im Zylinder gleich dem Druck der Ladeluft ist.
  • In diesem Augenblick werden die Rückschlagklappen 12 geschlossen, und die Aufwärtsbewegung des Hauptkolbens bewirkt die Kompression. Diese Bewegung zeigt Abb.8 und 9. Sie erstreckt sich über einen Winkel von annähernd i5o° der Kurbelbewegung. Die Kompression erfolgt bis zu einer Stellung der Kurbel, die annähernd i o' hinter dem oberen Totpunkt liegt, wie durch die punktierte Linie in Abb. 15 angegeben ist.
  • Die Abb.9 zeigt den Hilfs- und Arbeitskolben in der Stellung, in der der Hilfskolben die Spülluftöffnungen i i schließt. Die beiden Kolben bewegen sich dann in die Stellung Abb.3. In dieser ist die höchste Kompression noch nicht erreicht, sondern sie steigt weiter über die in Abb.3 dargestellte Stellung hinaus, sobald der Hilfskolben schneller steigt als der Arbeitskolben fällt; und dieser Punkt des höchsten Druckes ist annähernd durch die strichpunktierte Kurbelstellung in Abb. 15 angedeutet. Die schematische Darstellung dieser Abbildung zeigt nur die Bewegung des Kurbelarmes während der angegebenen Bewegung des Hauptkolbens. Wenn aber der Hilfskolben zu dieser Zeit sich auch aufwärts bewegt, würden die vereinigten Bewegungen des Kolbens und des Hilfskolbens theoretisch wenigstens einen Winkel von 15o' bilden; infolgedessen ist nur der Bewegungswinkel des Arbeitskolbens dargestellt, um Irrtümer zu vermeiden.
  • Abb.9 zeigt auch, wie der Hilfskolben die Einlaßöffnungen schließt, wenn Druck und Temperatur stärker steigen, so daß die Rückschlagklappen geschützt sind.
  • In Abb. 16 ist eine Maschine dargestellt, bei der ein Brennstoffgemisch aus dem Vergaser 2o durch eine Pumpe 21 in den Zylinder gedrückt wird. Die Zündung geschieht durch die Zündkerze i9 oder eine andere Zündvorrichtung.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zweitaktbrennkraftmaschinemit Haupt-und Hilfskolben, bei welcher der Kompressionsdruck über die obere Totpunktlage des Hauptkolbens aufrechterhalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß die mit selbsttätigen Ventilen versehenen Einlaßöffriungen des Zylinders durch den Hilfskolben, die Auslaßöffnungen in an sich bekannter Weise durch den Haupt-und Hilfskolben so gesteuert werden, daß die Abgase in der Längsrichtung des Arbeitshubes durch die unter Druck zugeführte Spülluft oder das Brennstoffgemisch ausgeblasen werden, wobei die Spülluft oder das Gemisch nach Schluß der Auslaßöffnungen so lange einströmt, bis der Kompressionsdruck des Hauptkolbens gleich dem Druck der zugeführten Spülluft oder des Brennstoffgemisches ist und der Hilfskolben die Einlaßöffnungen abschließt.
  2. 2. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückschlagklappen in den Einlaßöffnungen während der Verbrennungsperiode durch den die Einlaßöffnungen deckenden Hilfskolben gegen die Einwirkung der Verbrennungsgase geschützt sind.
DEM111630D 1929-08-28 1929-08-28 Zweitaktbrennkraftmaschine mit Haupt- und Hilfskolben Expired DE543393C (de)

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DE (1) DE543393C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE751833C (de) * 1937-09-30 1953-11-09 Alexander Mandich Brennkraftmaschine
EP0115257A1 (de) * 1982-12-31 1984-08-08 Mario Bertocci Vergasender Verdrängungsmotor mit ineinander angeordneten Kolben und Schiebern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE751833C (de) * 1937-09-30 1953-11-09 Alexander Mandich Brennkraftmaschine
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