DE655499C - Pressluftreifen - Google Patents
PressluftreifenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60C—VEHICLE TYRES; TYRE INFLATION; TYRE CHANGING; CONNECTING VALVES TO INFLATABLE ELASTIC BODIES IN GENERAL; DEVICES OR ARRANGEMENTS RELATED TO TYRES
- B60C9/00—Reinforcements or ply arrangement of pneumatic tyres
- B60C9/02—Carcasses
- B60C9/12—Carcasses built-up with rubberised layers of discrete fibres or filaments
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Tires In General (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen neuartigen Aufbau von Preßluftreifen für Kraftfahrzeuge,
wodurch diese den üblichen Preßluftreifen überlegen sind.
Die neuzeitlichen Kraftfahrzeuge, die wachsenden Geschwindigkeiten und andere Betriebsverhältnisse
stellen an Preßluftreifen immer größere Anforderungen. Die Karkasse des Reifens 'hat die Beanspruchungen von
dem Protektor über die verschiedenen darunter befindlichen Cord- und Gewebeschichten
bis zur Nabe oder Felge zu übertragen. Zu den gewöhnlichen und bis zu einem gewissen
Grade übersehbaren Beanspruchungen, z. B.
infolge des Luftdruckes, der zu tragenden Fahrzeuglast, der örtlichen Biegebeanspruchungen,
denen aufeinanderfolgende Teile des Reifens während der Berührung mit der Straßendecke unterliegen, kommen in immer
steigendem Maße weitere Beanspruchungen, die nur schwer rechnerisch zu erfassen und
durch den Aufbau des Reifens und seiner Bestandteile zu beherrschen sind. Insbesondere
kommen zu den gewöhnlichen Beanspruchungen die umfänglichen, in ihrer Größe und Richtung wechselnden Beanspruchungen
beim Beschleunigen und Bremsen des Fahrzeuges, die außerordentlich hoch sein können,
sowie die Beanspruchungen infolge des Erhitzens und der Schleuderwirkung, besonders
natürlich bei Reifen für Rennfahrzeuge.
Es ist begreiflicherweise von großer Wichtigkeit, einen Preßluftreifen so aufzubauen,
daß die verschiedenen Cord- und Gewebeeinlagen, der Protektor und die Protektoreinlagen
oder Zwischenlagen einen erhöhten Widerstand gegen "Lösung oder Trennung in
der Laufrichtung oder quer dazu mit daraus folgender Reibung und Erhitzung haben, die
stellenweise eine Trennung des den Reifen bildenden Werkstoffs und desjenigen, der die
stützenden Teile oder Lagen biegsam miteinander verbindet, hervorrufen oder unterstützen.
Solche inneren Schädigungen und deren Gefahren sind äußerlich nicht immer erkennbar,
vielmehr machen sie sich meist erst bemerkbar, wenn eine teilweise Trennung einzelner
Teile oder Schichten des Reifens voneinander eingetreten ist.
Die Erfindung macht von dem bekannten Gedanken Gebrauch, in die Kautschukschichten
lose und unzusammenhängende Fasern einzubetten. Dieser wurde jedoch bisher nur insoweit verwirklicht, als eine lose Fasern
enthaltende Kautschukschicht zwischen dem Protektor und der die Gewebeeinlage enthaltenden
Schicht zwischengeschaltet ist, oder es wurden, falls der Preßluftreifen mit Draht-
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kabeln bewehrt war, diese Drahtkabel in mit geschnittenem Haar vermischten Kautschukschichten
eingebettet. Jedenfalls wurden stets nur gewisse Teile des Preßluftreifens aus der-^
artigen Kautschukfasergemischen gebildet, oder es wurden die Gewebeeinlagen zum Te
durch Fasereinlagen ersetzt, die mit Käu.t-..?
schuk umhüllt waren.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugründe,
daß zur Vermeidung des Lockerns oder Lösens der Schichten des Reifens die
beim Aufbau des Reifens verwendeten Cordoder Gewebeeinlagen von einem Kautschukfasergemisch
unmittelbar eingehüllt sein müssen.
Die Fasern können pflanzlicher, tierischer, mineralischer oder künstlicher, also beliebiger
Herkunft sein und dabei z. B. ganz oder teilweise aus Baumwolle, Hanf, Jute, Ramie,
Sisal oder aus Haar, Wolle, Seide oder aus
Asbest, Schlackenwolle, Glaswolle oder aus Kunstseide, Kunsthaar, synthetischen Celluloseerzeugnissen
o. dgl. oder aus Mischungen dieser bestehen.
Das Herstellen der beschriebenen Reifen erfolgt in der Weise, daß die Fasern, gegebenenfalls
nach vorheriger Umhüllung mit Kautschuk oder einer Kautschukmischung, mit
der der Cord oder die Gewebeschichten überzogen zu werden pflegen, in einer Kautschukmischung
fein verteilt werden. Der Gehalt der Kautschukmasse an Fasern kann S bis 10
Gewichtsteile oder mehr betragen; jedenfalls wurden gute Ergebnisse mit einem Faser-,
35 gehalt bis zu 20 Gewichtsteilen, bezogen auf den in der Masse enthaltenen Kautschuk,
erhalten.
Wichtig ist die Einführung der Fasern in guter Verteilung, um ihre Xeigung zum
Vließbilden und zum Ballen zu vermeiden. Um ein gleichmäßiges Isolieren und Verjlen
der Einzelfasern im Reifen zu erchen, empfiehlt es sich, diese in gekardeter roder gekämmter Form zu verwenden. Das
' Einbringen der Fasern wird erleichtert und wirkt sich günstiger aus, wenn sie vorher in
bekannter Weise mit einer dünnen Kautschukschicht überzogen' werden.
Je nach den besonderen Verhältnissen verwendet man Fasern von diesen angepaßter
Länge und Dicke, und zwar einerseits solche von gutem Wärmeisoliervermögen, anderseits
von hoher Wärmeleitfähigkeit, oder auch Fasermischungen in beliebigen Mengenverhältnissen,
um den angestrebten Zweck, mögliehst hohe zusätzliche Widerstandsfähigkeit
gegen Trennungsbeanspruchungen herbeizuführen, auch tatsächlich zu erreichen.
Da, wo isolierende Kautschukschichten verwendet werden, können diese insgesamt oder
teilweise Fasereinbettungen haben oder Cordoder Gewebeschichten aufliegen, deren Oberflächen mit derartigen faserhaltigen Kautschukschichten
bedeckt sind.
Claims (1)
- Patentanspruch:Preßluftreifen mit Kautschukschichten, in die lose und unzusammenhängende Fasern eingebettet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Aufbau des Reifens verwendeten Cord- oder Gewebeeinlagen von 'diesem Kautschukfasergemisch unmittelbar eingehüllt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB655499X | 1933-12-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE655499C true DE655499C (de) | 1938-01-17 |
Family
ID=10490477
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED69177D Expired DE655499C (de) | 1933-12-16 | 1934-11-18 | Pressluftreifen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE655499C (de) |
-
1934
- 1934-11-18 DE DED69177D patent/DE655499C/de not_active Expired
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