AT145245B - Luftreifen. - Google Patents
Luftreifen.Info
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- Tires In General (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Luftreifen. EMI1.1 denen die verschiedenen Teile des Reifens ausgesetzt sind, an Dauerhaftigkeit nichts einbüsse. Alle Beanspruchungen, die auf die Lauffläche einwirken, werden durch die verschiedenen übereinandergelagerten Schichten des Reifenunterbaues auf die Felge bzw. die Nabe des Rades übertragen. Zu den normalen Beanspruchungen, die sich in gewissem Masse voraus bestimmen lassen, wie z. B. die Spannung infolge des inneren Druckes, die Beanspruchung durch die vom Reifen abgestützte Belastung und die örtlichen Abbiegungen, welche sich an allen Teilen beim Abwälzen des Reifens auf der Strassenoberfläche ergeben, treten noch andere Beanspruchungen hinzu, die, mit dem Fortschritt im Fahrzeugbau an Grösse und Intensität zunehmend, schwer vorauszubestimmen sind und denen daher durch besondere Gestaltung des Mantels nicht leicht entgegengewirkt werden kann. Als solche zusätzliche Beanspruchungen sind im besonderen zu nennen : die in der Umfangsrichtung wirkenden, sowohl der Grösse als auch der Richtung nach veränderlichen Beanspruchungen, die bei der Beschleunigung sowie beim Abbremsen entstehen. Beanspruchungen dieser Art können ganz gewaltig werden. Ferner Beanspruchungen infolge der Erhitzung sowie andere durch die Fliehkraft hervorgerufene Beanspruchungen, die besonders bei den hohen Umlaufzahlen der Reifen von Rennwagen in Erscheinung treten. Die dargelegten Umstände machen es klar, dass der Unterbau des Reifens in der Richtung einer Verbesserung bedarf, dass die verschiedenen Gewebelagen, die Kissenschicht und der Protektor, den auf das Ablösen hinwirkenden Kräften, u. zw. sowohl den in der Umfangsrichtung als auch den in der Querrichtung des Reifens wirkenden Kräften, einen erhöhten Widerstand entgegensetzen. Beim Auftreten dieser Kräfte entsteht Reibung und Hitze, wodurch die einzelnen Schichten bzw. das die Schichten verbindende elastische Material zerstört werden kann. Solche innere Schäden und die dadurch veranlasste Gefahr treten nicht sogleich in Erscheinung. Die Aussenfläche kann intakt aussehen, obgleich die innere Zerstörung bereits begonnen hat oder sogar in ein fortgeschrittenes Stadium getreten ist. Der Schaden wird meistens erst erkannt, nachdem das Loslösen der verschiedenen Teile des Reifens bereits eingesetzt hat. Die Erfindung zielt darauf ab, den Zusammenhalt zwischen den einzelnen Elementen des Reifens so zu erhöhen, dass der Widerstand gegen Kräfte, die die Elemente voneinander loszulösen suchen, wesentlich vergrössert wird, was eine Erhöhung der Lebensdauer der Reifen zur Folge hat. Insbesondere soll durch die Erfindung das Ablösen der Lauffläche bzw. des die Lauffläche tragenden Mantels verhindert werden. Es handelt sich also vor allem um die Verbesserung der Verbindung zwischen Gewebe-und Gummischichten, die sich aus einer der angeführten Ursachen voneinander loslösen können. Gemäss der Erfindung besteht das wesentliche Merkmal eines Reifens, der aus Gewebelagen und Gummi aufgebaut ist, darin, dass in den inneren Gummischichten, die mit den Gewebelagen in Berührung stehen, lose Fasern vorhanden sind. Die Fasern können kardiert oder gekämmt sein und werden zweckmässig vor der Einführung in die Kautschukmischung, aus der schliesslich die mit dem Gewebe in Berührung stehende Lage gebildet wird, mit Kautschuk überzogen. Eine oder mehrere solcher mit Fasern versetzter Kautschuklage können zwischen dem Reifenmantel und der Kissenschicht angeordnet sein. Ferner können mit Fasern versetzte Kautschuklage auch zwischen der bzw. den Kissenschichten und den Kord-oder Gewebelagen, die den Unterbau des Reifens bilden, eingesetzt sein. <Desc/Clms Page number 2> Solche Fasern enthaltende Kautschukzwischenschichten können zwischen sämtlichen Lagen des Reifens angeordnet sein, auch zwischen Schichten, die das Abscheuern verhindern, bei den Wulsteinlagen und Ansatzstücken und überall dort, wo Faser-und Gummischichten zusammenstossen. Die Fasern können vegetabilischen, mineralischen oder tierischen Ursprungs sein oder synthetisch erzeugt werden. So sind verwendbar als vegetabilische Fasern Baumwolle, Hanf, Jute, Ramie, Sisalhanf ; als mineralische Fasern Asbest, Schlackenwolle, Glaswolle ; als tierische Fasern Haare, Wolle, Seide ; als künstliche Fasern Kunstseide, Kunsthaar, synthetische Zelluloseprodukte oder Mischungen solcher Fasern. Die Gewebelagen des Reifens können aus schussfreien oder gewebten Kordstoffen oder leinwandartigen Stoffen bestehen. Das Verfahren zur Herstellung der Reifen besteht im wesentlichen darin, dass lose Fasern in einer Kautschukmischung verteilt werden, mit welcher die Kord- bzw. Textilgewebeschichten überdeckt werden. Gegebenenfalls können die Fasern vor diesem Vermischen mit einer kautsehukhaltigen Masse überzogen werden. Gemäss einem Ausführungsbeispiel enthält die Mischung 5-10% Gewichtsteile Fasern. Der Faseranteil kann aber auch bis zu 20% des Kautschukgewichtes betragen. Es ist wesentlich, dass die Fasern verteilt eingebracht werden und dass ein Verfilzen sowie die Entstehung von Anhäufungen vermieden wird. Um das Vereinzeln der Fasern möglichst weit zu treiben, werden sie kardiert oder gekämmt und in diesem Zustande in die Kautschukmischung eingebracht. Zweckmässig werden die Fasern vorher mit einer dünnen Kautschuklage oder Hülle überzogen, wodurch das Einbringen erleichtert wird. Die Länge und Dicke der Fasern wird zweckentsprechend gewählt. Man kann Fasern verwenden, die wärmeisolierend wirken, und solche, die die Wärme gut leiten. Man kann auch verschiedene miteinander gemischte Fasersorten benutzen. Die Anteile werden dem Zweck, für welchen der Reifen bestimmt ist, angepasst. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Luftreifen, der aus Gewebelagen und Gummi zusammengesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die inneren Kautschuksehichten, die mit den Gewebelagen in Berührung stehen, lose Fasern enthalten. 2. Luftreifen, dadurch gekennzeichnet, dass als Fasern kardierte oder gekämmte Baumwollfasern verwendet werden.
Claims (1)
- 3. Verfahren zur Herstellung von Luftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern vor dem Einbringen in die Kautschukmischung, die zur Herstellung der mit den Gewebelagen in Berührung stehenden Kautschukschichten dient, mit Kautschuk überzogen werden.
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