DE422940C - Verfahren zur Herstellung von Zuendschnueren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zuendschnueren

Info

Publication number
DE422940C
DE422940C DEF54634D DEF0054634D DE422940C DE 422940 C DE422940 C DE 422940C DE F54634 D DEF54634 D DE F54634D DE F0054634 D DEF0054634 D DE F0054634D DE 422940 C DE422940 C DE 422940C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fibers
fibrous
layer
cord
layers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF54634D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JOHANNES FRITZSCHE DIPL ING
Original Assignee
JOHANNES FRITZSCHE DIPL ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JOHANNES FRITZSCHE DIPL ING filed Critical JOHANNES FRITZSCHE DIPL ING
Priority to DEF54634D priority Critical patent/DE422940C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE422940C publication Critical patent/DE422940C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06CDETONATING OR PRIMING DEVICES; FUSES; CHEMICAL LIGHTERS; PYROPHORIC COMPOSITIONS
    • C06C5/00Fuses, e.g. fuse cords
    • C06C5/08Devices for the manufacture of fuses

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Zündschnüren. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf solche Zündschnüre, bei denen das eigentliche Zündmittel, z. B. präparierter Faden (Pulver), von einer Umhüllung umgeben ist.
  • Die Umhüllung, welche im folgenden auch als Zündschnurschlauch oder Mantel bezeichnet wird, wird bisher meist in der Weise erzeugt, daß um die aus Zündmittel bestehende Seele eine oder mehrere Lagen Garn gewunden oder geflochten «erden oder ein aus Garn gewebtes Band darumgewickelt wird. Meist wird diese Umhüllung mit Leimfarbe oder Teer oder Pech imprägniert, indem die Schnur durch ein Leim-, Teer- oder Pechbad gezogen wird. Vor dem Aufrollen werden die im übrigen fertigen Schnüre nötigenfalls mit Bergkreide oder einem anderen Mineralpulver eingestäubt.
  • Die dem vorliegenden Verfahren zugrunde liegende Absicht ist: die Herstellung der Zündschnüre zu verbilligen, die Qualität und das Aussehen zu verbessern und die Erzeugung zu vereinfachen oder zu erleichtern bzw., wenn malt nicht -alle diese Vorteile gleichzeitig nebeneinander erreicht, einen dieser Vorteile zu erzielen.
  • Erreicht wird die genannte Absicht nach der vorliegenden Erfindung dadurch, daß man die bisher zur Erzeugung der Umhüllung verwendeten Materialien, insbesondere das Garn, ganz oder teilweise durch Fasern oder unversponnenes faseriges oder schwammiges Material oder durch Fasern enthaltendes unversponnenes Material ersetzt oder außer den bisher verwendeten Materialien noch Fasern oder unversponnenes faseriges öder schwammiges Material oder Fasern enthaltendes unversponnenes Material zum Aufbau der Umhüllung verwendet.
  • Das ist das Wesen der vorliegenden Erfindung. Einige besondere Ausführungsbeispiele sind folgende: a) Man verwendet zur Umwickelung nur die halbe Anzahl Garnfäden, legt aber unter diese Garnumwickelung eine Schicht unversponnene Fasern, etwa Baumwollabfälle, Tierhaare, Kunstrolle, Juteabfälle.
  • Vorteile: i. Verbilligung durch Ersparnis der halben Garnmenge. Der Kostenaufwand für die Fasern beträgt nur einen kleinen Bruchteil der Garnkosten.
  • 2. Qualitätsverbesserung dadurch, daß die Faserschicht ein engmaschiges Netz bildet, welches keine Stichflammen, sondern nur Pulverdampf durchläßt.
  • 3. Wenn die Zündschnur scharf umgebogen wird, gibt die Faserschicht nach, ohne daß Spalten entstehen.
  • b) Man gibt um die Pulverseele eine Garn-' umwickelung, darauf eine zweite Garnumwickelung, imprägniert mit einer klebenden Masse und trägt an Stelle der bei der bisherigen Arbeitsweise oft folgenden dritten Garnumwickelung eine Schicht Wollfasern auf.
  • Vorteile: i. Verbilligung durch den Wegfall der dritten Garnumwickelung und der dann nötigen zweiten Imprägnierung.
  • 2. Qualitätsverbesserung wie bei a, 2 und 3. 3. Qualitätsverbesserung dadurch, daß die Schnüre auch bei warmer Lagerung nicht aneinanderkleben; weil die Wollfaserschicht etwa vorhandenen überschuß von klebriger Imprägnierungsmasse zwischen ihren einzelnen Fäserchen aufnimmt und nicht bis an die Außenfläche der Schnur gelangen läßt.
  • c) Man gibt um die Pulverseele eine Lage Garn, imprägniert diese mit klebriger Masse, läßt eine Lage Fasern, nochnialigc Imprägnierung mit klebriger Masse urd nochmaligo Faserauftragung folgen.
  • Vorteile: i. Verbilligung durch Wegfall der durch die zwei Faserschichten ersetzten zwei Garnumwickelungen.
  • 2. Qualitätsverbesserung dadurch, daß keine Stichflammen, sondern nur Pulvergase durch den Mantel dringen können. Der filzähnliche Mantel bläht sich beim Abbrennen der Schnur auf, aber Stichflammen gehen nicht durch.
  • 3. Die abgebrannte Schnur glimmt nicht nach.
  • .4. Die Zündschnur verträgt schärfste Abbiegung oder Knickung, ohne daß sich Risse und Spalten im Mantel bilden.
  • d) Man umkleidet die aus Zündmittel bestehende Seele direkt mit einer aus faseriger oder filziger Masse bestehenden Schicht, nötigenfalls unter Zusatz eines Bindemittels, und schützt diese Umkleidung, wenn nötig, durch Auftragung weiterer Schichten aus klebriger Masse und Fasern.
  • Vorteile: i. Billigkeit.
  • 2. Geringes Gewicht der Zündschnur.
  • 3. Geringer Durchmesser der Zündschnur. e) Man umkleidet vorteilhaft mittels einer Schlauchpresse die aus Zündmittel bestehende Seele finit einer Schicht aus Gummi oder ähnlicher Masse mit oder ohne Faserzusatz und trägt auf diese Schicht Fasern auf.
  • Vorteile wie bei d.
  • Geeignete Fasern oder geeignetes unversponnenes faseriges oder schwammiges Material im Sinne der Erfindung sind z. B.: Abfallfasern der Textilindustrie, Kunstwolle, unversponnene pflanzliche oder tierische Fasern, Haare, Asbestfasern, Glas-oderSclilackenwolle, Kunststoffasern, Kunstseide-Abfallfasern, Holzmehl,Ledermehl oder sonstige organische, mehr oder weniger staubähnliche Stoffe, deren Partikel entweder infolge der faserigen Struktur des Rohstoffes, aus dem sie gewonnen sind, oder der Art ihrer Zerkleinerung faserige oder filzige Struktur oder Form haben oder schwammigeEigenschaft haben,wieSchwammmehl, Korkmehl, Gummimehl.
  • Falls die Substanzen kurzfaserig sind, werden sie vorteilhaft mittels Preßluft, Windstrom oder Aufschleudern aufgetragen, falls sie langfaserig sind, kann man die Fasern auch vor dem Auftragen, ähnlich wie es in der. Spinnerei vor dem Verspinnen geschieht, zu einem Flor oder Vließ ordnen oder einen watteähnlichen oder filzähnlichen Streifen aus dem Fasermaterial formen und diesen um die imprägnierte oder mit Klebmittel überzogene Schnur legen.
  • Das Imprägnierungs- oder Bindemittel kann man vor oder nach oder gleichzeitig mit der Auftragung der Faser- oder Filzschicht auftragen, man kann auch die Fasern vor dem Auftragen imprägnieren oder die Fasern dem Imprägnierungs- oder Bindemittel beimengen. Man kann auch nach Erzeugung einer filzähnlichen Umkleidung noch eine Umkleidung in der alten Weise folgen lassen oder mehrere Faserumkleidungen und Imprägnierungen aufeinanderfc1gen lassen.
  • Einige bisher noch nicht hervorgehobene Vorteile des neuen Verfahrens sind noch folgende: i. Wenn beim Arbeiten nach dem alten Verfahren über eine Schicht aus Imprägnierungs- oder Dichtungsmasse noch eine Lage Garn gewickelt wurde, karre es bisweilen vor, daß Fäden infolge der starken Spannung beim Wickeln die noch weiche Imprägnierungsmasse- oder Dichtungsmasseschicht durchschnitten und an -der- betreffenden Stelle die Dichtungsschicht unterbrochen war. Die Schnur war infolgedessen an dieser Stelle nicht wasserdicht. Beider Auftragung von Fasern kann eine solche Durchschneidung .der Dichtungsschicht durch die Fasern nicht vorkommen, weil die Fasern während ihrer Auftragung nicht gespannt sind.
  • 2. Durch eine filzähnliche oder aus faserigeiii Material bestehende Schicht wird die darunter befindliche Imprägnierungs-oder Dichtungsmasseschicht viel widerstandsfähiger gegen äußere Einwirkungen und Verletzungen als durch die bisher übliche Einstäubung der Außenschicht mit Bergkreide. Die Faserschicht wird nicht so leicht abgekratzt oder abgeschleudert wie eine Schicht aus Bergkreide oder anderem mineralischen Pulver, weil die einzelnen Fäserchen sich bei der Auftragung in die noch weiche Imprägnierungsmasse einstechen und infolge ihrer Biegsamkeit einem abscherend wirkenden Angriff ausweichen. Schwammige Teilchen saugen sich fest und bieten ebenso wie Fasern infolge ihrer Elastizität einer abkratzend oder abscherend wirkenden äußeren Einwirkung keine gute Angriffsmöglichkeit.
  • 3. Eine filzähnliche oder faserige Schicht macht die Oberfläche der Schnur gut aufnahmefähig-für einen Farb- oder Lack- oder Leimanstrich, weil die einzelnen Fäserchen einerseits mit der Barunterliegenden Schicht, anderseits -mit der Barüberliegenden Schicht verbunden sind und gewissermaßen eine Verzahnung beider Schichten bilden, welche eine Trennung, etwa ein Abblättern der äußeren Schicht, verhindert.
  • Eine Umwickelung- mit Garn oder aus Garn bestehenden Bändern läßt zwischen den einzelnen Fäden oder den Maschen des Bandes meist verhältnismäßig große Poren frei. Wenn diePoren auchzunächstdurchImprägnierungsmasse verklebt sind, so -schmilzt die Imprägnierungsmasse doch während des Abbrennens der Zündschnur und quillt durch die großen Poren heraus. Hierbei blasen auch manchmal Stichflammen mit heraus, man sagt: »Die Schnur funkt«. Schlagwetter- und Kohlenstaubexplosionen oder Entzündung von leicht brennbarem Material können durch eire funkende Schnur veranlaßt- werden. Bei Zündschnüren mit filziger oder faseriger Schicht wurde bisher niemals beobachtet, daß die Schnur funkt. Dieses gute Verhalten ist dadurch begründet, daß die filzige oder faserige Schicht nicht wenige große, sondern viele winzig kleine Poren hat, welche zwar die Verbrennungsgase des Pulvers, aber keine Stichflammen oder Funken durchlassen. Die filzige oder faserige Schicht der Zündschnüre bewirkt auch folgendes nützliche, weil gleichfalls das Durchschlagen von Stichflammen erschwerende Verhalten: Beim Abbrennen von mit Imprägnierungsmasse von geeignetem Schmelzpunkt imprägnierten und mit geeigneten Fasern umkleideten Zündschnüren löst sich während des Brennens der Zündschnur die filzige Ummantelung als geschlossener, nur durch viele kleine Poren Dampf durchlassender Schlauch von der Unterlage, dieser Schlauch bläht sich auf (infolge der Dehnbarkeit des Filzes), es bildet sich zwischen Seele der Schnur und Filzmantel eine Pulverdampfschicht, welche gegen die aus der brennenden Seele herausschießenden Stichflammen wie ein druckverteilendes und stoßabschwächendes Luftpolster wirkt und ein Durchbrechen der Stichflamme n sicher verhindert.
  • 5. Zündschnüre mit aus Garn gebildeter Umhüllung explodieren manchmal oder geben vorzeitige Zündungen. Das hat folgende Gründe: Die Zündschnüre mit Garnumhüllung müssen, das ist durch die Fabrikationsart bedingt, fest gewickelt werden, und es muß festes Garn verwendet werden, weil das Garn wegen der während der Umwickelung auftretenden Spannung sonst beim Umwickeln oft reißt. Die ganze Garnumhüllung bildet also einen sehr festen und nicht nachgebenden Panzer, besonders wenn eine schwer schmelzende Imprägnierungsmasse oder Leim j die Poren verschließt und doppelt oder dreifach umwickelte Schnur vorliegt. Beim Abbrennen solcher Schnur platzt ---manchmal- -durch den Druck der Verbrennungsgase die -Schnur, oder, was noch schlimmer ist, das Feuer in der Schnur wird durch den Druck der nicht schnell genug entweichenden Gase viel schneller vorwärts getrieben, als der nortnale.i Brenngeschwindigkeit entspricht. In diesem Falle hat die Schnur eine ungleiche, stellenweise zu hohe Brenngeschwindigkeit, der Schuß geht früher los, als es gemüli der Schnurlänge berechnet wurde, und die Sicherheit. der Arbeiter wird gefährdet. Zündschnüre, welche nach dem neuen Verfahren erzeugt sind, zeigen den beschriebenen Übelstand nicht, weil kein Panzer aus festem Garn vorhanden ist, sondern ein Mantel aus nachgebendem, sich geschmeidig ausdehnenden Filz oder filzähnlichem bzw. faserigem Material.
  • Eine Zündschnur nach Ausführungsbeispiel a ist in Abb.'r im Schnitt skizziert. Abb. z stellt die Zündschnur nach Ausführungsbeispiel a in Ansicht unter Bloßlegung der einzel.ien Schichten dar. Abb. 3 ist eine schematische Darstellung des Erzeugungsvorganges. Der Erzeugungsvorgang ist hier wie folgt: Aus einem Pulvertrichter rieselt durch ein Mundstück Pulver zwischen die Umwickelungsfäden, welche von auf einer rotierenden Scheibe angeordneten Garnrollen kommen. Die durch die Garnfäden zusammengehaltene Pulverseele läuft durch einen Trichter mit Fasern oder durch eine andere geeignete Auftragsvorrichtung für Fasern und nimmt eine gewisse Fasernmenge mit.
  • Die mit anhängenden Fasern versehene Schnur wird mit einer zweiten Garnumwickelung versehen. Hierzu dient ein zweiter Spinnteller (rotierender Garnrollenträger), durch welchen die Zündschnur hindurchläuft.
  • Ausführungsbeispiel b der Beschreibung wird durch Abb. ,4 im Schnitt und Abb. 5 in Ansicht unter Bloßlegung der einzelnen Schichten dargestellt. Abb. 6 erläutert schematisch den Erzeugungsvorgang. Dieser ist wie folgt: Durch einen Trichter rieselt Zündmittel zwischen die Garnfäden des ersten Spinntellers. Mittels eines zweiten Spinntellers wird eine zweite Garnumwickelung aufgebracht. Dann durchläuft die Schnur einen Klebemasseauftragsapparat und hierauf einen Faserauftragsapparat.
  • Ausführungsbeispiel c der Beschreibung wird durch Abb. 7 im Schnitt, durch Abb. 8 in der Ansicht unter Freilegung der einzelnen Schichten dargestellt. Der Erzeugungsvorgang ist durch Abb.9 schematisch dargestellt. Der Vorgang ist wie folgt: Aus einem Pulvertrichter rieselt Pulver zwisehen-die durch einen rotierenden Spinnteller kommenden Fäden. Der durch die Fäden zusammengehaltene Zündmittelstrang passiert eine Klebemasseauftragsvorrichtung und dann einen Faserauftragsapparat, dann abermals eine Klebemasseauftragsvorrichtung und abermals einen Faserauftragsapparat.
  • Ausführungsbeispiel d der Beschreibung ist durch Abb. io im Schnitt und durch Abb. i i in Ansicht unter Bloßlegung der einzelnen Schichten dargestellt. Der Erzeugungsvorgang ist durch Abb. 1a schematisch dargestellt. Der Vorgang ist wie folgt: In einer Strangpresse wird ein Zündmittelstrang erzeugt; dieser Strang wird in einem Faserauftragsapparat mit einer Faserschicht versehen. Die aus dein Faserauftragsapparat austretende Schnur durchläuft einen Klebemasseauftragsapparat und hierauf nochmals einen Faserauftragsappärat.
  • Eine Schnur nach Ausführungsbeispiel e der Beschreibung ist durch Abb. 13 im Schnitt, durch Abb. 14 in Ansicht unter Bloßlegung der einzelnen Schichten dargestellt.
  • Abb. 15 erläutert einen Herstellungsvorgang. Dieser ist wie folgt: Ein Zündmittelstrang wird durch eine Schlauchpresse mit einer Gummischicht umkleidet, und auf diese Gummischicht werden mittels eines Faserauftragsapparates Fasern aufgebracht.
  • Abb. 16 zeigt, daß die faserigen Materialien statt auf die fertige Schnur auch auf die zur Umwickelung der Schnur dienenden Garnfäden aufgetragen werden können, ehe die Garnfäden auf die Schnur gewickelt sind. In diesem Falle kann man weniger Garnfäden als sonst verwenden. Die Garnfäden laufen vor der Aufwickelung auf die Schnur durch Klebemasse, und auf die klebrigen Garnfäden werden Fasern aufgetragen.
  • Die mit aufgeklebten Fasern versehenen Garnfäden werden auf die Zündschnur gewickelt. Wenn die klebrigen Garnfäden beim Auftragen der Fasern in einer Ebene liegen, so werden die Garnfäden durch die Fasern zu einem filzähnlichen Band vereinigt. Statt des durch Garnfäden versteiften filzähnlichen Bandes kann auch ein anderer irgendwie erzeugter Watte- oder Filzstreifen aufgewickelt werden.
  • Abb. 17 zeigt in der Ansicht unter Bloßlegung der einzelnen Schichten eine Zündschnur. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird um eine mit einer Klebemasse überzogene Zündschnur ein Vließ aus Fasern (z.B. Wattestreifen) gelegt. Dieser Wartestreifen kann durch eine Umwicklung noch besonders festgehalten werden. Abb. 18 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel eines Faserauftragsapparates.
  • Der Faserauftragsapparat besteht hier aus einem Kasten, in dessen unterem Teil Fasern liegen. An der Vorderseite besitzt der Kasten eine Eintrittsöffnung für die Zündschnur, an der Rückseite eine Austrittsöffnung.
  • Im Apparat dreht sich ein Schaufelrad, welches die im Apparat, liegenden Fasern gegen. die durch den Apparat hindurchlaufende Zündschnur schleudert. Außerdem befindet sich am Apparat ein Walzenpaar, welches die auf die Zündschnur geschleuderten Fasern an die Zündschnur anpreßt.
  • Vor (lern Eintritt in den Faserauftragäapparat durchläuft die Zündschnur einen Apparat zur Auftragung von Klebemasse.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erzeugung von Zündschnüren, dadurch gekennzeichnet, daß die bisher zum Aufbau des Zündschnurschlauches (der Zündmittelumhüllung) verwendeten Materialien ganz oder teilweise durch Fasern oder unversponnenes faseriges oder schwammiges Material oder durch Fasern enthaltendes unv ersponnenes Material ersetzt werden oder außer den bisher verwendeten Materialien noch Fasern oder unversponnenes faseriges oder schwammiges Material oder Fasern enthaltendes unversponnenes Material zum Aufbau oder zur Umkleidung desZündschnurschlauches verwendet wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündschnüre mit einer oder mehreren beliebig dicken filzigen oder filzähnlichen Schichten oder Schichten aus unversponnenem faserigen oder schwammigen Material oder Schichten, welche unversponnenes faseriges oder schwammiges Material enthalten, versehen werden. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftragung der faserigen oder schwammigen Materialien bzw. die Erzeugung der betreffenden Schichten durch Aufschleudern (z. B. mittels Wurfvorrichtungen oder Wind, Preßluft) oder Aufpressen oder durch beides erfolgt. q.. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig oder fast gleichzeitig mit der Aufschleuderung des faserigen Materials ein Imprägnier- oder Bindemittel aufgetragen, aufgeschleudert oder aufgespritzt wird.
DEF54634D 1923-09-01 1923-09-01 Verfahren zur Herstellung von Zuendschnueren Expired DE422940C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF54634D DE422940C (de) 1923-09-01 1923-09-01 Verfahren zur Herstellung von Zuendschnueren

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF54634D DE422940C (de) 1923-09-01 1923-09-01 Verfahren zur Herstellung von Zuendschnueren

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE422940C true DE422940C (de) 1925-12-19

Family

ID=7107212

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF54634D Expired DE422940C (de) 1923-09-01 1923-09-01 Verfahren zur Herstellung von Zuendschnueren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE422940C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102006007483A1 (de) * 2006-02-17 2007-10-18 Atc Establishment Zündschlauch

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102006007483A1 (de) * 2006-02-17 2007-10-18 Atc Establishment Zündschlauch
DE102006007483B4 (de) * 2006-02-17 2010-02-11 Atc Establishment Zündschlauch

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2528837A1 (de) Zusammengesetztes, versponnenes garn und verfahren zur herstellung desselben
DE675267C (de) Verfahren zum Erzeugen eines Vorgarns oder Garns aus Glasfasern o. dgl.
DE1028926B (de) Filterelement fuer Tabakrauch
DE930947C (de) Verfahren zum Schutz der Faeden in einer fortlaufenden Glasfadenlitze
DE2630576C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Tabakrauch-Filterstäben
DE422940C (de) Verfahren zur Herstellung von Zuendschnueren
CH632980A5 (de) Sprengstoff-zuendschnur.
DE1510376C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines verzugsfahigen Stapelfaserbandes
DE3406654C2 (de) Flexibler Flächenfilter
DE2136526A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Filterstäben für Tabakwaren, sowie hiernach hergestellte Filter
AT102803B (de) Verfahren zur Erzeugung von Zündschnüren.
DE1785011A1 (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung textiler Verbundstoffe aus langgestrecktem strangfoermigem Faserstoffgut
DE2602768A1 (de) Verfahren zur herstellung von drehungsfreiem garn oder garn mit einer relativ geringen drehung und das durch anwendung dieses verfahrens erhaltene garn
DE2436997A1 (de) Naehfaden aus coregarn
DE2232417A1 (de) Verfahren zur erzeugung eines faserflors
DE851211C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bildung von Isolierbandagen auf Kabeln u. dgl. mittels Fasern aus Glas oder aehnlichen mineralischen Stoffen
AT226875B (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Trocknung und Fixierung von bereits gekräuselten Kabeln aus endlosen synthetischen Fäden
DE813697C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Impraegnieren von Faeden
DE19642715A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines hitzebeständigen Garns
DE19800725C2 (de) Faserverbund in Strangform und Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung
AT211619B (de) Verfahren zur Herstellung von Stopfbüchsenpackungen
DE524929C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schnueren
DE693193C (de) Verfahren zur Herstellung von dochtartigen Stricken
DE2544464A1 (de) Seil- und strickartige erzeugnisse und verfahren zur herstellung derselben
DE555608C (de) Verfahren zur Verhuetung bzw. Ableitung reibungselektrostatischer Aufladungen von idioelektrisierbaren natuerlichen oder kuenstlichen Textilfasern, insbesondere von Acetatkunstseide