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Vorrichtung zum Steuern der Rechenfunktionen von aus Schreib- und
Rechenmaschine zusammengesetzten Buchungsmaschinen In dem Patent 615 859
ist eine Vorrichtung zum elektromagnetischen Steuern der Rechenfunktionen von aus
Schreib- und Rechenmaschine -zusammengesetzten Buchungsmaschinen beschrieben, bei
der die die Rechenfunktion auslösenden Elektromagnete durch vom Papiervagen beeinflußte
Schleifkontaktvorrichtungen gesteuert werden, deren feste Kontakte mit Hilfe von
Kontakthaltern auf einer am Gestell der Buchungsmaschine parallel zur Bewegungsrichtung
des Papierwagens befestigten Leiste auswechselbar und einstellbar angeordnet sind,
und bei der die in den Kontakthaltern gelagerten festen Kontakte als elektrische
Leiter ausgebildet sind, deren eine Enden beim Aufsetzen der Kontakthalter auf die
Halteleiste mit je einer von mehreren Kontaktschienen in Verbindung treten und deren
andere Enden in bekannter Weise über eine vom Papierwagen bewegte Strombrücke Init
der Stroinzufiihrungsschiene in Verbindung treten.
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Bei der Einrichtung nach dem Hauptpatent werden für ieden Vordruck
mehrere Kontaktlialter benutzt, die jeder einer Spalte des Vordrucks zugeordnet
sind. Diese Halter sind unabhängig voneinander einstellbar und auswechselbar. Beim
Übergang zur Bearbeitung eines anderen Vordruckes ist ein Auswechseln oder Umordnen
der Kontakthalter erforderlich. Je nach Spaltenzahl, Spaltenbreite, Spaltenanordnung
und je nach den in den einzelnen Spalten auszulösenden Rechenfunktionen sind dabei
Halter der verschiedensten Art in den verschiedensten Stellungen zti verwenden.
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Dieses Umstellen auf einen anderen Vordruck erfordert wegen der Vielzahl
und der Verschiedenheit der auszuwechselnden oder umzuordnenden Halter von dem die
Rechenmaschine Bedienenden viel Umsicht und Erfahrung. Bei wenig Geübten kommt es
daher häufiger vor, daß bei der Vorbereitung der Steuervorrichtung für einen neuen
Vordruck Verwechselungen bei der Wahl und Anordnung der Halter stattfinden, wodurch
die nachfolgende Rechnung falsch wird.
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Um derartige Fehler durch falsches Einrichten der Steuervorrichtung
zu vermeiden, wird gemäß der Erfindung für jeden mit der Maschine zu bearbeitenden
Vordruck ein von der die Rechenmaschine liefernden Finna initgelieferter
einziger
Halter verwendet, in dem sämtliche für die Bearbeitung des Vordrucks erforderlichen
Steuerkontakte gelagert sind und der durch schnell und bequem zu bedienende Befestigungsmittel
an der die Kontaktschienen und die Stromschiene enthaltendem Leiste leicht auswechselbar
befestigt, z. B. verschraubt wird und zugleich durch an den Befestigungsmitteln
angeordneten Führungsflächen mit hoher Genauigkeit in eine vorher festgelegte Lage
zum ÄTaschinengestell gebracht wird. Die nach dein Hauptpatent verwendeten, den
einzelnen Spalten zugeordneten Teilhalter werden in den richtigen Abmessungen und
in dem richtigen Abstand an einer sich über die ganze Breite der Schreibmaschine
erstreckenden Schiene befestigt und dadurch zu einem einzigen Großhalter vereinigt.
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Bei Vordruckwechsel ist jetzt nach Lösen der Befestigungsmittel lediglich
der dem bisher benutzten Vordruck zugeordnete Großhalter abzunehmen und der dem
neuen Vordruck zugeordnete Großhalter anzubringen. Die Maschine kann dadurch auch
von völlig Ungeübten für die verschiedensten, auch die schwierigsten Vordrucke eingerichtet
werden.
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In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung nach
der Erfindung dargestellt.
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Es veranschaulicht Fig. i eine Rückansicht der Einrichtung nach der
Erfindung in Verbindung mit dem Gestell der Schreibmaschine, Fig. 2 eine Seitenansicht
zu Fig. i, Fig. 3 die Befestigung .des Kontakthalters an der Halterleiste, Fig.
:I eine Einzelheit zu Fig. 3.
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Die Vorrichtung nach der Erfindung zum elektromagnetischen Steuernder
Rechenfunktionen von aus Schreib- und Rechenmaschine zusammengesetzten Buchungsmaschinen
stimmt im wesentlichen überein mit der Einrichtung nach dem Hauptpatent 615 859.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist bereits in dem Hauptpatent eingehend erläutert
worden, so daß hier von einer nochmaligen Beschreibung derselben abgesehen wird.
Im Gegensatz zu der Einrichtung nach dem Hauptpatent werden nicht mehr eine Mehrzahl
von Kontakthaltern i, die je einer Spalte des Rechnungsvordruckes zugeordnet sind,
einzeln auf die Kontaktleiste 6 aufgesetzt, sondern die Spaltenkontakthalter i sind
mit einer Winkelschiene :2 fest verbunden, und zwar in einem Abstand voneinander,
der den Spaltabständen auf dein jeweils benutzten Rechnungsvordruck entspricht.
Die Halter i sind also durch .die Winkelschiene 2 zu einem einzigen Halter miteinander
vereint.
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Die Winkelschiene 2 wird, nachdem zunächst die Kontakthalter i mit
den Haken 5 unter die an der Leiste 6 angeordnete Stromschiene 6ü gehakt worden
sind, mit an ihren beiden Enden vorgesehenen Langlöchern 3 auf zwei in die Kontakthalterleiste
6 an entsprechender Stelle eingesetzte Schraub enbolzen.I aufgesetzt und durch die
Kordelmuttern 7 fest verschraubt. Sowohl die Schraubenbolzen .I als auch die Langlöcher
3 sind mit Schrägflächen 4, bzw. 3a versehen. Beim Anziehen der Kordelmuttern 7
werden durch die Schrägflächen die Haken 5 der Kontakthalter i fest gegen die untere
Seite der Leiste gepreßt, wodurch der gesamte Halter an der Kontaktleiste6 sicher
und zuverlässig verspannt wird. Durch Lösen nur zweier Kordelmuttern ist es also
möglich, ohne Schraubenschlüssel, Schraubenzieher oder sonstiges Werkzeug den Halter
schnell und leicht auszuwechseln.
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Es ist nicht unbedingt erforderlich, daß die Teilkontakthalter auf
einer Winkelschiene angeordnet und durch diese zu einem Großhalter vereinigt werden,
sondern es kann das gleiche Ziel auch durch einen Rahmen oder ähnliche Mittel erreicht
werden.