DE655254C - UEberlagerungsempfaenger mit einer Zwischenfrequenzbildung in einer Mehrgitterroehre - Google Patents
UEberlagerungsempfaenger mit einer Zwischenfrequenzbildung in einer MehrgitterroehreInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
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- H03D—DEMODULATION OR TRANSFERENCE OF MODULATION FROM ONE CARRIER TO ANOTHER
- H03D7/00—Transference of modulation from one carrier to another, e.g. frequency-changing
- H03D7/06—Transference of modulation from one carrier to another, e.g. frequency-changing by means of discharge tubes having more than two electrodes
- H03D7/10—Transference of modulation from one carrier to another, e.g. frequency-changing by means of discharge tubes having more than two electrodes the signals to be mixed being applied between different pairs of electrodes
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung für den Empfang elektromagnetischer
Wellen, bei der von dem sogenannten Transponierungsprinzip Gebrauch gemacht wird. Dieses besteht bekanntlich darin, daß
den Empfangsschwingungen eine am Empfangsort erzeugte Hilfsschwing-ung überlagert
wird und daß aus Hilf s- und Empfangsschwingungen die Kombinationsschwingun- gen gebildet werden. Durch geeignete Wahl
der Überlagerungsfrequenz ist man imstande, die Empfangsscliwingungen auf eine Zwischenfrequenz
gewünschter Größe zu transponieren und diese, die jetzt als Träger des Signals dient, weiter zu verstärken.
Aus der Überlegung, daß der Modulationseffekt für die Zwischenfrequenzbildung mit
stärkerer Kennlinienkrümmung anwächst, und um möglichst große Empfangsempfindlichkeit
zu erzielen, wählte man bisher die Arbeitsbedingungen des Mischrohres im allgemeinen
so, daß eine möglichst wirksame Gleichrichtung der Stetlerschwingungen eintrat. Man
erblickte in dem Vorgang der Gleichrichtung eine für die Mischung wesentliche Hauptwirkung
des Mischrohres, welches daher in der Literatur als erster Gleichrichter oder erster Detektor bezeichnet wurde.
Es sind auch Schaltungen bekanntgeworden, bei denen die Transponierung nicht
durch eine Modulation im obigen Sinne, sondern durch eine periodische Zerhackung der
Empfangsschwingungen im Rhythmus der Überlagerungsschwingung erfolgt (Strobodynprinzip).
Eine genaue Untersuchung dieses Mischvorganges zeigt, daß bei Anwendung von Dreielektrodenröhren hierbei stets
eine starke zusätzliche Gleichrichterwirkung auftritt. Da die Überlagerungs- und Empfangsschwingungen
an demselben Gitter zur Wirkung kommen und da die Überlagerungsspannung zum Zwecke der Zerhackung besonders
hoch gewählt werden muß, werden stets nichtlineare Kennlinienteile von den zugeführten
Schwingungen ausgesteuert.
Es ist auch bekannt, als Mischröhre eine Schirmgitterröhre in der Weise zu verwenden,
daß die Hilfsschwingung dem Schirmgitter zugeführt wird. Die Wirkungsweise dieser Anordnung beruht auf einer Kennlinienverschiebung
gegen die Lage des Arbeitspunktes, hervorgerufen durch die Änderung der Schirmgitterspannung. Um
eine Modulation zu erzielen, muß dabei der Arbeitspunkt für das Eingangsgitter von
vornherein in gekrümmte Teile der Kennlinie gelegt werden, da sich sonst nur eine einfache
Überlagerung der zu mischenden Schwingungen ergibt. Es tritt mithin auch dabei eine
unvermeidbare zusätzliche Gleichrichtung der Empfangsschwingungen auf.
Auch eine Mischschaltung, bei der die Steilheit der Kennlinie des Empfangssteuergitters
durch die dem 'Raumladegitter züge1
führte Überlagerungsfrequenz geändert und deshalb durch die Schwenkung einer Kennlinie
ein Modulationsvorgang herbeigeführt wurde, war schon bekannt, jedoch wurde auch hierbei auf die Geradlinigkeit der ausgesteuerten
Kennlinienteile kein besonderer Wert gelegt, sondern nur empfohlen, zur
Vermeidung einer Empfangsschwächung die Schaltelemente für eine Gittergleichrichtung
fortzulassen.
Gelangt nun beim Arbeiten eines Empfängers überhaupt nur eine einzige aufgenommene
Frequenz an das Eingangsgitter einer Mischröhre, so· ist es ziemlich gleichgültig, ob
eine Gleichrichterwirkung im Rohre auftritt oder nicht, da ja nur die gewünschte Zwi~-
schenfrequenzbildung zwischen aufgenommener Schwingung und örtlich erzeugter
Schwingung entstehen kann. Bei \forhandensein
nur eines zu empfangenden Senders ist diese Forderung naturgemäß von vornherein
erfüllt, aber auch beim -Vorhandensein weniger schwacher, im Frequenzspektrum
voneinander genügend weitab liegender Sender werden sich bei ausreichender Vorselektion
keine Schwierigkeiten ergeben.
Sind nun mehrere mit starker Energie einfallende Sender vorhanden und wird nicht
durch eine größere Anzahl von Vorselektionskreisen verhindert, daß zwei oder mehrere
Senderschwingungen das Eingangsgitter einer Anordnung erreichen, so treten bei dem Vorhandensein
von merkbarer Gleichrichterwirkung erhebliche Schwierigkeiten auf. Erstens entstehen Differenz- und Summenschwingungen
durch das Zusammenwirken • der verschiedenen aufgenommenen Senderschwingungen,
außerdem bildet aber auch noch jede aufgenommene Sender schwingung
infolge der Kennlinienkrümmung Ober-, schwingungen, die nun wieder untereinander
und mit den Grundschwingungen der verschiedenen aufgenommenen Sender Kombinationsschwingungen
bilden, so daß Störungen durch Pfeif töne dann unvermeidlich sind und
auch die Eindeutigkeit des Empfanges gestört wird.
Es ist daher das Ziel der vorliegenden Erfindung, die Gleichrichtung der Empfangsschwingungen
beim Transponierungsempf ang zu vermeiden. Für die Erzielung des Modulationseffektes macht sich die Erfindung die
bekannte, obenerwähnte Erscheinung zunutze, daß innerhalb gewisser Grenzen der Gitterspannungen einer Mehrgitterröhre, bei
der je einem Gitter Hilfsschwingungen und
Empfangsschwingungen getrennt zugeführt werden,, die Steilheit der auf das eine Gitter
bezogenen Anodenstromkennlinie durch die
Spannung an dem anderen gesteuerten Gitter ■! verändert werden kann, wenn eine Stromverteilungssteuerung
wie z. B. bei der Raumladegitterröhre vorliegt. Bei dieser werden die Elektronen je nach der Spannung am
■Steuergitter in verschiedenem Maße zwischen : djem. Raumladegitter und der Anode verteilt,
'■jTOfpurch die Kennlinienschwenküng zustande
Es sollen gemäß der Erfindung bei Überlagerungsempfängern, bei denen die Vorselektion
nicht ausreicht, um alle nicht gewünschten Senderschwingungen vom Eingangsgitter
der Mehrgittermi sehrohr e fernzuhalten, welche mit einer fächerförmigen Schar
von Eingangsgitterspannungsanodenstromkennlinien für verschiedene Oszillatorgitterspannungen
arbeitet, nur im wesentlichen lineare Teile dieser Kennlinien ausgesteuert werden. Dies kann durch geeignete Wahl
der Gittervorspanriungen erreicht werden. - Die Erfindung ist insbesondere bei Überlagerungsempfängern
mit halbaperiodischem oder aperiodischem Eingang wegen deren geringer
Eingangsselektion anwendbar,
Fig. ι zeigt ein Ausführungsbeispiel einer solchen Empfangsanordnung. In diesem Falle
werden die Empfangsschwingungen dem äußeren Gitter 1 und die Oszillatorschwingungen
dem inneren Gitter 2 einer Doppelgitterröhre 3 zugeführt. Naturgemäß könnte es auch anders sein. Diese Anordnung hat
jedoch den Vorteil, daß sich verhältnismäßig gerade Stücke auf den Kennlinien aussteuern
lassen.
In Fig. 2 sind die Vorgänge in der Mischröhre für eine Periode der Oszillatorschwingung
dargestellt. In der linken Hälfte der Figur sind als Ordinäten die Ströme der
Ausgangselektrode und als Abszisse die Spannungen am Eingangsgitter aufgetragen. Für
verschiedene Spannungen des Osziliatorgitters ergeben sich dann Kennlinien verschiedener
Steilheit. Der rechte Teil der Fig. 2 zeigt die Zuordnung der einzelnen Kennlinien zu verschiedenen
Werten der Oszillatorspannung.
''Wie sich aus Versuchen ergab und auch
in Fig. 2 dargestellt ist, haben beis Doppelgitterröhren
die Empfangsgitteranodenstromkennlinien erst von einer gewissen Mindestspannung des Oszillatorgitters an
größere geradlinige Bereiche, die nach dem oben Gesagten zur Vermeidung der Gleichrichterwirkung
von den Empfangsschwingungen nicht überschritten werden sollen.
Es wird daher eine weitere Verbesserung erzielt, wenn man dafür sorgt, daß diese geeigneten
Bereiche beim Anwachsen der Oszillatorspannung nicht im allmählichen Übergang
erreicht werden, sondern plötzlich unter möglichst schnellem überschreiten der ungeeigneten
Gebiete. Dieselbe Bedingung gilt sinngemäß auch für den Abfall der Oszillator-
spannung. Es kann daher zweckmäßig Sein, der Oszillatorspannungskurve eine angenähert
rechteckige Form zu geben.
Das wird gemäß der weiteren Erfindung bewirkt durch die Einschaltung einer oder
mehrerer Ventilröhren Va, F4 in Fig. ι zwischen
dem Oszillatorgitter des Mischrohres und dem Oszillatorkreis. Beim Erreichen der
Zündspannung der Ventilröhre F4 schnellt die
ίο Spannung am Oszillatorgitter plötzlich auf
einen durch die im Kreis liegenden Widerstände bestimmten Wert empor, verläuft dann
ein Stück entsprechend der Spannungskurve der Oszillatorschwingung und fällt bei
Unterschreiten der Brennspannung der Ventilröhre wieder steil ab (Fig. 3 a). Durch Einschalten
einer zweiten Ventilröhre F3 kann man erreichen, daß die Spannungskurve einen
Verlauf nach Fig. 3 b mit einem während eines Teiles der Periode konstanten Spannungswert
erhält. Die Abflachung des Schei-' tels wird durch das Einsetzen der Entladung der Röhre V3 bei ihrer Zündspannung bewirkt.
Die Zündspannung der Röhre V3 muß dabei höher liegen als die von V1.
Durch die in der Erfindung angegebenen Maßnahmen wird eine Transponierung ermöglicht,
ohne daß die ankommenden Schwingungen die geradlinigen Teile der Steuergitteranodenstromkennlinien
wesentlich überschreiten, was durch geeignete Wahl der Gitterspannungen leicht bewirkt werden kann.
Durch die angegebene Ausbildung der Oszillatorspannungskurve können dabei durch Ausscheidung der Kennlinien mit zu kurzen
geradlinigen Gebieten die Aussteuerungsverhältnisse für die Empfangsschwingungen
verbessert werden.
Claims (8)
- Patentansprüche:i. Überlagerungsempfänger mit einer Zwischenfrequenzbildung in einer Mehrgitterröhre, welche mit einer durch verschiedene Oszillatorgitterspannungen bedingten fächerförmigen Schar von Kennlinien für die Abhängigkeit des Anodenstromes von der Eingangsgitterspannung arbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß bei Eingangsschaltungen, deren Selektion nicht ausreicht, um unerwünschte Schwingungen vom Eingangsgitter der Mischröhre praktisch fernzuhalten, zwecks Erhöhung der Reinheit und Eindeutigkeit des Empfanges nur im wesehdichien lineare Teile dieser Kennlinien ausgesteuert werden.
- 2. Überlagerungsempfänger nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Anwendung auf Überlagerungsempfänger mit halbaperiodischem oder aperiodischem Eingangskreis.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlagerungsschvvingungen dem der Kathode näheren und die Erngangsschwingungen dem äußeren der beiden Steuergitter zugeführt werden.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit Stromverteilungssteuerung arbeitende Röhre (z. B. Raumladegitterröhre) verwendet wird.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkerwirkung der Mischröhre in bezug auf die Empfangsschwingungen durch die Überlagerungsschwingung unterbrochen wird und daß die der Mischröhre zugeführte Überlagerungsspannung eine angenähert rechteckige Kurvenform hat.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß für die Erzeugung der Oszillatorschwingung eine besondere Generatorröhre vorgesehen ist.
- 7. Einrichtung nach -Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung der angenähert rechteckigen Spannungskurve Ventilröhren benutzt werden, die erst von einem bestimmten Minimalwert an Spannungen zum Gitter der Mischröhre durchlassen, unterhalb dieses Minimalwertes aber das Mischrohrgitter abschalten.
- 8. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Oszillatorröhre Schwingungen liefert, deren Amplitude größer ist als die Zündspannung einer Ventilröhre und diese Ventilröhre derartig zwischen einen Oszillatorkreis und das Mischrohrgitter gelegt ist, daß nur Spannungsstöße, welche höher als die Brennspannung der genannten Ventilröhre sind, an das Mischrohrgitter gelangen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE655254T | 1930-02-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE655254C true DE655254C (de) | 1938-01-12 |
Family
ID=6582092
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930655254D Expired DE655254C (de) | 1930-02-21 | 1930-02-21 | UEberlagerungsempfaenger mit einer Zwischenfrequenzbildung in einer Mehrgitterroehre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE655254C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE971556C (de) * | 1933-01-14 | 1959-02-19 | Hazeltine Corp | Oszillator-Modulatorschaltung |
-
1930
- 1930-02-21 DE DE1930655254D patent/DE655254C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE971556C (de) * | 1933-01-14 | 1959-02-19 | Hazeltine Corp | Oszillator-Modulatorschaltung |
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