DE655187C - Vorrichtung zum beiderseitigen Beleimen von Werkstuecken aus Papier, Pappe o. dgl. - Google Patents

Vorrichtung zum beiderseitigen Beleimen von Werkstuecken aus Papier, Pappe o. dgl.

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DE655187C
DE655187C DEJ53043D DEJ0053043D DE655187C DE 655187 C DE655187 C DE 655187C DE J53043 D DEJ53043 D DE J53043D DE J0053043 D DEJ0053043 D DE J0053043D DE 655187 C DE655187 C DE 655187C
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gluing
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Jagenberg Werke AG
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Jagenberg Werke AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05CAPPARATUS FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05C1/00Apparatus in which liquid or other fluent material is applied to the surface of the work by contact with a member carrying the liquid or other fluent material, e.g. a porous member loaded with a liquid to be applied as a coating
    • B05C1/04Apparatus in which liquid or other fluent material is applied to the surface of the work by contact with a member carrying the liquid or other fluent material, e.g. a porous member loaded with a liquid to be applied as a coating for applying liquid or other fluent material to work of indefinite length
    • B05C1/08Apparatus in which liquid or other fluent material is applied to the surface of the work by contact with a member carrying the liquid or other fluent material, e.g. a porous member loaded with a liquid to be applied as a coating for applying liquid or other fluent material to work of indefinite length using a roller or other rotating member which contacts the work along a generating line
    • B05C1/0821Apparatus in which liquid or other fluent material is applied to the surface of the work by contact with a member carrying the liquid or other fluent material, e.g. a porous member loaded with a liquid to be applied as a coating for applying liquid or other fluent material to work of indefinite length using a roller or other rotating member which contacts the work along a generating line characterised by driving means for rollers or work
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B05C9/04Apparatus or plant for applying liquid or other fluent material to surfaces by means not covered by any preceding group, or in which the means of applying the liquid or other fluent material is not important for applying liquid or other fluent material to opposite sides of the work

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Description

  • Vorrichtung zum beiderseitigen Beleimen von Werkstücken aus Papier, Pappe o. dgl. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum beiderseitigen Beleimen von Werkstücken aus Papier, Pappe u. dgl. mittels eines Paares von umlaufenden, nachgiebig gegeneinandergedrückten Leimauftragwerkzeugen. Bei solchen Vorrichtungen ist die Verwendung von Heißleim mit Schwierigkeiten verbunden, weil der Leim von der Stelle aus, an der die Berührung zwischen Werkstück und Leimauftragwerkzeug aufhört, Fäden zieht. Bei Heißleim wird der gesponnene Faden, der wegen seiner kleinen Masse bald erkaltet, schnell fest und ist dann in hohem Maße geeignet, Störungen hervorzurufen.
  • Gemäß der Erfindung wird das Werkstück zwischen den Leimwerkzeugen hindurch entgegengesetzt zu diesen bewegt. Das Zuführen der Werkstücke erfolgt ebenso wie das Wegführen mit Hilfe von Vorzugwalzenpaaren. Durch diese Anordnung ist es möglich, auch einzelne Werkstücke, wie z. B. flach liegende Schachtelhälse, beiderseits zu beleimen. Die FQrderwalzen sind paarweise vor und hinter den beiden Leimwerkzeugen angeordnet, die entgegengesetzt zur Drehrichtung der Leimwerkzeuge bewegt werden.
  • Beim Zuführen wird das- Werkstück durch Führungen unterstützt, besonders wenn es sich um dünne oder schon zur Weiterbearbeitung vorbereitete z. B. geritzte Werkstücke, wie *Schachtelhälse, handelt. Die Führungen erstrecken sich von den Vorzugwalzen bis über die Leimwerkzeuge hinaus und führen das Werkstück während der Beleimung an seiner oberen und unteren Kante oder an einer dieser Kanten, um das Ausknicken des Werkstücks durch die Wirkung der gegenläufigen Leimwerkzeuge zu verhindern.
  • Auf diese Weise wird nicht nur eine Leistungssteigerung erzielt, sondern es" wird auch erreicht, daß an der Stelle, an der das Werkstück und das Leimauftragwerkzeug sich trennen, keine Fäden gebildet werden, denn infolge der Gegenläufigkeit der Bewegung wird die Leimmenge, die bei einem andersartigen Arbeiten Anlaß zur Fadenbildung geben könnte, in den Spalt zwischen Werkstück und Werkzeug hineingezogen.
  • Es ist schon vorgeschlagen worden, die von einer Rolle abgezogene Papierbahn durch eine entgegengesetzt zu dieser bewegten Walze einseitig mit einer überzugmasse zu bestreichen und die Bahn dann wieder aufzuwickeln. Bei dieser Einrichtung sind aber keine Anweisungen gegeben, um auch kurze Werkstücke auf beiden Seiten zugleich zu beleimen. Es ist auch bekannt, das Leimrad in gleicher Richtung wie das Werkstück zu bewegen und das Werkstück nur auf einer Seite zu beleimen. Ferner ist es bekannt, das Werkstück nicht durch. Vorzugwalzen, sondern mit Hand den Auftragwalzen zuzuführen, worauf die Auftragwalzen das Werkstück erfassen und weiterbefördern, so daß die Weiterführung in Richtung der Drehbewegung der Auftragwalzen erfolgt. Nachstehend wird der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführung dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine Draufsicht auf den mit ei,h
    Beleimvorrichtüng ausgerüsteten, in Be.
    kommenden Teil der Maschine, Abb. 2 eine Ansicht, teilweise im Schnit':Y'Abb. 3 einen Schnitt gemäß der Linie A-B der Abb. i.
  • Die Abbildungen veranschaulichen einen Teil einer Maschine, mit der die flach zusammengelegten Hälse von Halsschächteln beleimt, aufgespreizt und dann in den Schachtelunterteil eingesetzt werden.
  • Der Stapel i, aus dem die flach gelegten Hälse H entnommen werden, ist in Abb. i nur zu einem Teil dargstellt. Zum Befördern der aus dem Stapel i ausgeschobenen Hälse dienen die paarweis angeordneten Vorzugwalzen 2 bis 5. Die Vorzugwalzen werden in Richtung der in Abb. i eingetragenen Pfeile angetrieben. Unterhalb des durch die Vorzugwalzen 2, 3 und 4, 5 bestimmten Wegs der Werkstücke H ist eine Führungsplatte 6 und oberhalb dieses Wegs eine rinnenförmig gestaltete Führung 7 angeordnet.
  • Zwischen den Vorzugwalzenpaaren 2; 3 und 4,3 befinden sich zwei umlaufende Leimscheiben 8 und 9, welche durch Schlitze in die Leimbehälter io und ii hineingreifen. Die Leimscheiben 8 und 9 sind drehbar in den Schlitten 12 und 13 gelagert, auf denen sich auch die Leimbehälter io und ii befinden. Die in den Schlitten 12 bzw. 13 gelagerten Bolzen, auf denen die Leimscheiben 8, 9 angebracht sind, tragen auf ihrem unteren Ende die Zahnräder 14; i 5, welche in zugeordnete, ständig umlaufende, in der Zeichnung nicht dargestellte Antriebsräder eingreifen. Die Leimscheiben 8, 9 werden hierdurch in Richtung der in Abb. i eingetragenen Pfeile angetrieben. Die Schlitten 12, 13 sind auf dem Gestell 16 in Führungen angeordnet, so. daß sie senkrecht- zur Bahn der Werkstücke H verschoben werden können. Die Schlitten 12, 13 sind an ihrem unteren Teil mit Ansätzen a versehen, zwischen welche die an den Hebeln 18 bzw. i9 angebrachten Rollen eingreifen. Gegen das längere freie Ende.dieser Hebel 18, i9 können die Stellschrauben b wirken, die in den Hebeln 2o, 21 angebracht sind. Die Hebel 2o, 21 sind an ein Gestänge 22, 24, 25 angelenkt, welches durch den Bedienungsgriff c betätigt werden kann und zum Abstellen der Maschine, d. h. zum Ausschalten des Vorschubs der Hälse und Schachtelunterteile, dient. In jedem Schlitten 12 und 13 ist ferner eine Spinde126 bzw. 27, welche eine Stellmutter 28 bzw. 29 trägt, befestigt. Zwischen der Stellmutter 28 bzw. 29 und einem am Gestell 16 angebrachten festen Gegenlager 30 bzw. 31 ist eine Schraubenfeder 32 bzw. 33 angeordnet.
  • Die Maschine ist ferner mit den Mitteln zum Heranbringen und Vorbereiten des ;,Schachtelunterteils sowie mit den Werkzeu-°gen 34, 35, 36, 37 zum Aufspreizen des Halses und zum Einsetzen desselben in, den Unterteil versehen.
  • Der beschriebene Teil der Maschine wirkt folgendermaßen: An dem Stapel i wird durch einen in der Zeichnung nicht dargestellten Schieber ein Hals H ausgeschoben. Das ausgeschobene Werkstück wird von den Vorzugwalzen 2 und 3 und später von den Vorzugwalzen 4. und 5 erfaßt und vorgeführt. Dabei läuft das Werkstück zwischen den Leimscheiben 8, 9 hindurch, die durch die Federn 32 und 33 gegen die beiden Seiten des Werkstücks gedrückt werden. Die 'Leimscheiben 8, 9 bewegen sich an der Leimauftragstelle entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung des Werkstücks. Der aus den Behältern io, ii von den Scheiben 8, 9 herangebrachte Leim wird hierdurch gut verrieben, ohne daß die störenden Leimfäden gesponnen werden. Der Leimauftrag ist in Abb. 3 bei L angedeutet. Der Leim wird also oberhalb der Stelle, an der die ,Vorzugwalzen 4, 5 angreifen, aufgetragen. 4 Die Vorbewegung .des Werkstücks wird auch nicht durch die entgegengesetzte Bewegung der Leimauftragwerkzeuge 8, 9 beeinträchtigt, denn die Werkstücke werden in ihrer Bahn durch die Führungen 6 und 7 ge-' halten. Die rinnenförmige Gestalt der Führungen 7 verhindert ein Ausknicken der Werkstücke, was besonders für Werkstücke aus dünnem Werkstoff von Bedeutung ist.
  • Die beleimteri Hälse H werden durch die Förderwalzen 4, 5 an die Werkzeuge 34 bis 37 weitergegeben, von diesen Werkzeugen gespreizt und in die Schachtelunterteile eingesetzt.
  • Wenn eine Arbeitspause der Maschine eintreten ünd daher die weitere Zufuhr von Schachtelunterteilen und Hälsen unterbrochen werden soll, so wird der Bedienungsgriff c geschwenkt und dadurch das angeschlossene Bedienungsgestänge 22 betätigt, welches in bekannter Weise das Weiterarbeiten der zum Heranbringen der Werkstücke dienenden Werkzeuge unterbricht.
  • Die Räder 14, 15 bleiben jedoch im Eingriff mit den auch weiterhin laufenden Rädern des Antriebs. Durch die Vermeidung eines Stillstandes der Leimscheiben 8, 9 wird verhütet, daß diese Scheiben 8, 9 verkrusten. Damit jedoch während der Arbeitspausen die umlaufenden Leimscheiben 8, 9 nicht einander berühren und hierbei nicht Leimfäden spinnen, werden die Schlitten 12, 13 entgegen der Kraft der Feder zurückgezogen.
  • Bei der Schwenkung des Hebels c werden durch das Gestänge 22, 2q., 25 die Hebel 20 und 21 gesenkt, so daß die Stellschrauben b auf die Hebel 18, i9 auftreffen. Diese werden hierdurch ebenfalls geschwenkt und schieben mit den zwischen die Ansätze a eingreifenden Rollen die Schlitten 12 und 13 entgegen den Kräften der Federn 32, 33 zurück.
  • Da zwischen den Hebeln 18, 2o bzw. 19, 21 keine formschlüssige Verbindung besteht, sondern lediglich eine kraftschlüssige Verbindung hervorgerufen wird, so wird während des gewöhnlichen Arbeitens der durch die Federn 32, 33 hervorgerufene Anpressungsdruck der Leimscheiben 8, 9 gegen die Werkstücke nicht durch die Stellung des Bedienungsgriffes c bzw. des Bedienungsgestänges 22 beeinflußt.
  • Wenn eine den vorstehenden Angaben entsprechende Vorrichtung für solche Werkstücke benutzt werden soll, die nur auf einer Seite mit Leimauftrag versehen werden sollen, so wird eine Leimscheibe durch eine einfache Gegendruckwalze ersetzt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung @ zum beiderseitigen Beleimen von Werkstücken aus Papier, Pappe o. dgl. mittels eines Paares von umlaufenden, nachgiebig gegeneinandergedrückten Leimauftragwerkzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück zwischen den Leimwerkzeugen hindurch entgegengesetzt zu diesen bewegt wird.
  2. 2. Vorrichtung züm beiderseitigen Beleimen von Papier, Pappe u. dgl. nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bewegung des Werkstücks Vorzugwalzen paarweise vor und hinter den beiden Leimwerkzeugen angeordnet sind, die entgegengesetzt zur Drehrichtung der Leimwerkzeuge bewegt werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch Führungen (6, 7), die sich von den Vorzugwalzen (2, 3) bis über die Leimwerkzeuge (8, 9) hinaus erstrecken und das Werkstück.während der Beleimung an seiner oberen Kante führen, um das Ausknicken des Werkstücks durch die Wirkung der gegenläufig bewegten Leimwerkzeuge zu verhindern.
DEJ53043D 1935-08-17 1935-08-17 Vorrichtung zum beiderseitigen Beleimen von Werkstuecken aus Papier, Pappe o. dgl. Expired DE655187C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE973395C (de) * 1948-11-04 1960-02-11 Wilhelm Wolk Anleimmaschine fuer Vorsatzblaetter eines Buchblocks mit Vorleimvorrichtung fuer die auf den Vorsatzblaettern liegenden Laengsraender des Gazestreifens des Buchrueckens

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE973395C (de) * 1948-11-04 1960-02-11 Wilhelm Wolk Anleimmaschine fuer Vorsatzblaetter eines Buchblocks mit Vorleimvorrichtung fuer die auf den Vorsatzblaettern liegenden Laengsraender des Gazestreifens des Buchrueckens

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AT150864B (de) 1937-10-11

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