-
Kern zum Herstellen von hohlen Betongegenständen o. dgl. Es ist bekannt,
als Gußform für die Herstellung von hohlen Betongegenständen einen durch ein Druckmittel
aufblasbaren Gummischlauch so. dgl. zu benutzen, der nach der Herstellung dies Betonkörpers
entleert und aus diesem herausgezogen wird. Ferner ist vorgeschlagen worden, einen
Kern zu benutzen, bestehend aus Einem aufblasbaren, sich ausdeehnien de.n Gummischlauch,
umgeben von einem Schlauch aus biegsamem Werkstoff, welcher die Ausdehnung des inneren
Schlauches begrenzt. Bei diesen Verfahren stößt das Loslösen .des Keines aus dem
Beton auf Schwierigkeiten: es treten häufig Verzerrungen an der Innenwand des. Hohlkörpers
ein, der Kern haftet stellenweise überaus stark an der Betonwand. Die bekannten
Verfahren haben ferner den Nachteil, daß je nach der erforderlichen Form
und Größe des Hohlraumes verschieden große Schläuche verwendet werden müssen, und
daß die Hohlräume stets zylindrisch ,ausfallen, so daß nicht die 1Vhöglichkeit bestellt,
andere als zylindrisch geformte Kerne herzustellen.
-
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Herstellung von hohlen
Betongegenständen o. dgl. mittels seines aufblasbaren Schlauches und einer ihn umgebenden
Hülle, derart, daß zwischen dem aufblasbaren Schlauch und der äußeren Hülle mindestens
eine aus einer oder mehreren Schichten bestehende, biegsame, je-
doch nicht
federnde Zwischenhülle zur Begrenzung der Form und der Größe des. aufgeblasenen
Schlauches vorgesehen ist. Auf diese ß'eise kann je nach der Form und der Größe
der Zwischenhülle der Schlauch mehr oder weniger aufgepumpt werden und die versch'edenartig-sten
Formen annehmen. Das kann beispielsweise in der Weise erfolgen, daß die Zwischenhülle
.aus mehreren Abteilungen besteht, die so ausgebildet sind, daß der durch diese
Abteilungen hindurchgeführte Schlauch mehrfach gefaltet ist, so daß mittels eines
und desselben Schlauches je nach der Zahl, Größe und Form der Abteilungen der Zwischenhülle
verschieden große und verschieden geformte Gußkerne erhalten werden können.
-
Die Zeichnung stellt eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung
dar.
-
Abb. i zeigt im Schnitt eine Ausführungsform für ,ein in einem Formkasten
herzustellendes Betonstück.
-
Abb. z zeigt die Formgebung eines aufblasbaren Schlauches samt den
ihn umgebenden Hüllen.
-
Abb. 3 ist ein Schnitt nach der Linie A-B der Abb. i.
Abb.
4. veranschaulicht wie Abb. Seine ähnliche Ausführunjsform.
-
Der Gußkern besteht aus einem federnden, , aufblasbaren Schlauch,
z. B. aus Gummi, d@eT-. mit einem Ventil b zur Einführung eines Druckmittels, z.
B. Druckluft, Dampfes, eines Dampf-Luft-Gemisches odereinerDruckflüssigkeit,v.rsehen
ist. Der Schlauch 2 ist von einer Hülle 3 aus einem biegsamen, jedoch nicht federnden
Stoff, z. B. aus Baumwollgewebe, Zeltleinen, Leder oder einem ähnlichen Stoff, umgeben.
Die Hülle 3 umschließt eine weitere, gleichfalls aus biegsamem Stoff bestehende
Hülle 3a, und das Ganze befindet sich. in einer biegsamen Außenhülle 5.
-
Bei den darg@estelltenAusführungsbeispielen erhält die Zwischenhülle
3 eine besondere Form, die es ermöglicht, den Schlauch in der aus den Abb. i und
2 ersichtlichen Weise zu falten. Zu diesem Zwecke werden in der Hülle 3 drei Abteilungen
tl, e und f 'ausgebildet, und zwar dadurch, daß die Hülle z. B. aus zwei überei.nanderliegenden
Stoffstücken besteht, die, wie Abb. i und 2 zeigen, längs der äußeren Ränder d'
und f i sowie längs der Linien ei und e= zusammengenäht oder geheftet werden. Auf
diese Weise entsteht eine äußere- Abteilung d, die durch ein gekrümmtes Stück mit
der zweiten äußeren Abteilung/ in Verbindung steht, die wieder durch ein gekrümmtes
Stück in die innere Abteilung übergeht (Abb. i). An den Randteilen d2 und e3 werden
die beiden die Hülle 3 bildenden Stoffstücke erst nach dem Einführen des Gumrnisclilauches
geschlossen.
-
Der nicht aufgepumpte Schlauch 2 wird auf die Weise in die Zwischenhülle
eingeführt, daß von dein noch ,offenen Rande e3 her eine Stange durch die Abteilung
d durchgesteckt wird, ,an die nun das Ende des Schlauches befestigt wird. Die Stange
wird hierauf durch die Abteilung a.' (in Abb. i von links nach rechts) durchgezogen
und nimmt dadurch den .daran befestigten Schlauch mit, der somit durch die Abteilung
d und das gekrümmt Verbindungsstück zwischen den Abteilungen d und f durchgezogen
wird. Nun wird die Stange vom Schlauch gelöst, vom Rande d= her wieder in die Abteilung/
eingeführt, arn Schlauch befestigt und der Schlauch (in Abb. i von rechts nach links)
durch die Abteilung f durchgezogen. Auf eine ähnliche Weise wird der Schlauch durch
die mittlere Abteilung e hindurchgezogen, so daß er nun in der aus der Zeichnung
ersichtlichen Weise dreifach gefaltet ist. Hierauf wird die Hülle an den Randteilen
d2 und e3, z. B. durch Vernähen, geschlossen. Die zweite Zwischenhülle 3a ist als
einfacher, die Hülle 3 umschließender Sack l.;:@1purch die besondere Formgebung
der :hülle 3 wird verhindert, daß der Schlauch 2 Aufpumpen eine zylindrische Form
annimmt. Er wird annähernd so geformt, daß die (in Abb.3)oberen und unteren Ränder
des aufgepumpten Schlauches flach, die Seitenränder (in den äußeren Abteilungen
d und f) annähernd halbkreisförmig sind. Wird die Hülle 3 s,o ausgebildet, daß die
mittlere Abteilung e breiter ist als die beiden anderen Abteilungen, so- kann der
Kern die in Abb. 4. angedeutete Form erhalten. Durch das Vorsehen einer Zwischenhülle
ist es somit möglich, die Form und Größe des Kernes innerhalb gewisser Grenzen zu
verändern und mittels eines und desselben Schlauches je nach der Ausbildung der
Zwischenhülle verschiedenartig geformte und verschieden große Kerne zu erhalten.
-
Blei dem Ausführungsbeispiel wird der Betonblock in einem Kasten 2o
gebildet. Hierbei sind die Enden des Kernes s@o- eingerichtet, daß sie durch ein
abnehmbares Querstück 2i, vorzugsweise .aus Holz, gesteckt sind, das herausgenommen
wird, sobald der Kern aus dem fertigen Block entfernt werden soll. Beim Entfernen
des Kerns wird zuerst der Schlauch 2 durch Öffnen des Ventils b entleert, worauf
der Schlauch samt den Hüllen 3 und 3a leicht aus der äußren Hülle 5 herausgenommen
werden kann. Letztere ist in an sich bekannter Weise mit einem Band 12 versehen
(Abb. i bis 3), an welchem es erfaßt und üi umgestülptem Zustande herausgezogen
wird.