DE654172C - Aus zwei gleichen hohlen Halbsteinen zusammengesetzter Hohlbaustein - Google Patents

Aus zwei gleichen hohlen Halbsteinen zusammengesetzter Hohlbaustein

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DE654172C
DE654172C DEF77904D DEF0077904D DE654172C DE 654172 C DE654172 C DE 654172C DE F77904 D DEF77904 D DE F77904D DE F0077904 D DEF0077904 D DE F0077904D DE 654172 C DE654172 C DE 654172C
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    • E04B2/30Walls having cavities between, but not in, the elements; Walls of elements each consisting of two or more parts kept in distance by means of spacers, all parts being solid using elements having specially designed means for stabilising the position; Spacers for cavity walls
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Description

  • Aus zwei gleichen hohlen Halbsteinen zusammengesetzter Hohlbaustein Die Erfindung betrifft einen aus zwei gleichen hohlen Halbsteinen zusammengesetzten Hohlbaustein bzw. Dränagebaustein. Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, einen Hohlstein als Baustein öder Kabel- und Dränagerohr insbesondere aus Kalksandstein herzustellen, und zwar vor= zugsweise auf mechanischen Pressen. Dieser Hohlstein soll mehrteilig aus zwei vollkommen übereinstimmenden Teilen gebildet werden, die auch, jeder für sich für besondere Zwecke verwendbar sind. Diese gleichen Teile sollen mit ihren Rändern so ineinandergreifen, daß ein Verschieben der Teile gegeneinander sicher verhindert wird. Jeder Teil soll einen kantenverstärkten Stein darstellen, vorteilhaft in der halben Höhe des Normalsteines, so. daß beide zusammen einen normalen Hohlstein abgeben, oder sie werden in der Höhe des Normalsteines hergestellt und ergeben dann zusammen einen Stein von doppelter Höhe.
  • Das gleiche gilt auch, wenn die Halbsteine in ihrer Zusammensetzung als Kabel- oder Dränagerohr Verwendung finden sollen.
  • Es sind zwar schon Hohlsteine bekannt, deren gleiche Halbsteine mit ihren Rändern falzartig -ineinandergreifen,, um eine Verschiebung der Halbsteine gegeneinander in der Quer- und Längsrichtung zu verhindern. Der Widerstand gegen Querverschiebung der Halbsteine ist jedoch bei diesen Hohlsteinen wegen der Abschrägung der Halbsteinränder gering. Demgegenüber ist -der -Erfindung gemäß die Verfalzung an den Rändern der hohlen Halbsteine so eingerichtet, daß jeder Halbstein in zwei um 18o° gegeneinander versetzten Stellungen stets mit dem anderen Halbstein sich verfalzt und sie sich gegenseitig in der Quer- und Längsrichtung gegen Verschiebung sicher festhalten. Es ist also nicht notwendig, beim Zusammensetzen der Halbsteine besondere Aufmerksamkeit auf die Anordnung der Falzleisten zu verwenden, da die Steine in jeder Längslage zusammenpassen. Außerdem besteht die Möglichkeit, wie bei den bekannten Hohlsteinen mit einem Modell auszukommen und außerdem die Halbsteine trotz ihrer Sicherung gegen Längsverschiebung auch um eine halbe Länge gegeneinander versetzt zu vermauern, was besonders dann erwünscht ist, wenn jeder Halbstein die Höhe eines ganzen normalen Ziegels besitzt.
  • Dieselbe Erfindung läßt sich, wie bereits eingangs erwähnt, nicht nur auf geschlossene Bausteine, sondern auch auf an den Enden offene Kabel- oder Dränagerohre anwenden.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
  • Fig. r zeigt ein Kabel- oder Dränagerohr in normaler Höhe der Bausteine in Seitenansicht, teilweise in senkrechtem Schnitt, nach Linie y-y der Fig. 2.
  • Fig. 2 veranschaulicht einen Halbstein dieses Rohres in Draufsicht auf die Mittelebene-: der Fig. i.
  • Fig. 3 zeigt einen Baustein in der üblichen Normalgröße in Seitenansicht, teilweise üi;* senkrechtem Schnitt, nach Linie y-y der Fig. 4, Fig. q. diesen Halbstein nach Fig. 3 in Draufsicht von der Mittelebene aus gesehen.
  • Fig. 5 ist ein Querschnitt nach Linie A-B der Fig. 3 bzw. Fig. q..
  • Fig.6 veranschaulicht eine abgeänderte Ausführungsform mit mehrfach unterteilten Verfalzungen in Seitenansicht, teilweise im .Schnitt, nach Linie y-y der Fig. ; .
  • Fig. 7 ist eine Draufsicht auf einen Halbstein nach Fig. 6 von der Mittelebene aus gesehen.
  • Fig. 8 stellt schaubildlich zwei auseinandergezogene, d. h. zum Zusammensetzen übereinandergehaltene Halbsteine nach Fig. 3 bis 5 dar.
  • Fig. i und 2 veranschaulicht die Anwendung der Erfindung bei einem Kabel- oder Dränagerohr. Die beiden Halbsteine a3 und b3 bilden in ihrer Zusammensetzung,. wie Fig. i veranschaulicht, ein an den Enden offenes Rohr. Die beiden zusammentreffenden, der Mittelebene- zugekehrten Oberflächen der Halbsteine sind erfindungsgemäß mit Falzleisten c, c1, c2, C3 und Ausspärungen d, d1, d2, d3 eingerichtet, die je zu zwei aufeinander und auf der die Falzleisten schneidenden Mittelebene z-z senkrecht stehen und zu den den Steinseiten parallelen Ebenen x-x und y-y antisymmetrisch liegen, derart, daß jeder Halbstein in zwei um r8o° gegeneinander versetzten Stellungen mit dem anderen Halbstein zusammengesetzt werden kann. Es liegt also beispielsweise in Fig. 2 neben der Falzleiste c an der einen Seite in der Verlängerung die Aussparung d2 und an der Innenseite des Hohlsteines parallel dazu die Aussparung d3, während auf der anderen Seite auf der Innenseite die Falzleiste c3 liegt, an die sich parallel außen die Aussparung d2 und in der` Verlängerung die Aussparung d3 anschließen. In entsprechender Weise sind auch auf der gegenüberliegenden Seite Falzleisten und Aussparungen, wie in der Zeichnung veranschaulicht, vorgesehen. Setzt man zwei Halbsteine nach Fig. 2, wie in Fig. i veranschaulicht, aufeinander, so kommen diese, ganz gleichgültig in welcher Stellung um i8o° gedreht sie zusammentreffen, dank dieser antisymmetrischen Anordnung der Falzleisten und Aussparungen in ihrer Längsrichtung stets mit den einander, zugekehrten Falzflächen in Eingriff. Diese Halbsteine aus Kalksandsteinmasse sind besonders als Dränagerohre geeignet. Sie lassen im kalkarmen Zustand das Sicker--wasser gut durch und erhöhen die Leistungsf@higkeit der Dränage. Durch Massenherstel-;Jiüg auf der mechanischen Presse und weil ein langwieriges Trocknen und Brennen nicht erforderlich ist, kann ihre Herstellung wesentlich billiger erfolgen als beispielsweise die der üblichen porösen gebrannten Tonrohre.
  • In den Fig. 3 bis 5 ist die Anwendung der Erfindung bei geschlossenen zweiteiligen hohlen Bausteinen dargestellt. Die beiden Teile a und b sind vollständig gleich. Sie stimmen in Form und Größe in allen Einzelheiten überein, so daß jeder Halbstein als Unterteil oder Oberteil verwendbar ist. Die Verfalzung erfolgt wiederum wie in Fig. -, kreuzweise, und Falzleisten und Aussparungen sind in gleicher Weise ausgebildet und angeordnet. Die beiden Halbsteine werden also stets in allen Längslagen zu einem geschlossenen Hohlstein zusammengesetzt, ineinander verfalzt und sich gegenseitig gegen Quer- und Längsverschiebung festlegen. Sie sind, wie die Zeichnung veranschaulicht, an den Enden durch zu den Hauptebenen antisymmetrisch ausgebildete Stirnwände f abgeschlossen. Diese Stirnwände sind also, wie besonders Fig. 5 veranschaulicht, nicht rechteckig, sondern am linken Ende nach vorn abfallend, am rechten Ende nach hinten abfallend an ihrem oberen Rand ausgebildet, derart, daß ihre Außenkanten von der anschließenden. Falzleiste zur gegenüberliegender Aussparung verlaufen und umgekehrt. Zusammengesetzt ergänzen sich somit die Stirnseitenwände f, wie Fig. 5 darstellt, zu einer den Hohlkanal des zusammengesetzten Bausteines abschließenden Stirnwand.
  • Während in den Ausführungsformen nach Fig. i bis 5 die Verfalzung in der Mitte nach der Ebene x-x geteilt ist, zeigt die Darstellung nach Fig. 6 und 7 eine mehrfache Unterteilung, und zwar in den bei einem Viertel der Steinlänge befindlichen Querebenen Es sind dort auf jeder Hälfte des Halbsteines vier Falzleisten cl, c2, c11, c12 bzw. C31, C32, C21, C22 und vier Aussparungen dl, d2, d31, d32 bzw. d11, d12, d21, d22 vorgesehen, die antisymmetrisch zur Querebene w-w angeordnet sind.
  • Sämtliche Falzleisten und Aussparungen sind aber im übrigen in gleicher Weise, wie bereits beschrieben, antisymmetrisch zu den zu den Steinseiten parallelen Ebenen x-x und y-y angeordnet. Auch hier lassen sich in jeder Längslage die beiden Halbsteine in der durch die Zusammensetzung gebildeten Mittelebene verfalzen und gegen Verschieben in Längs- und Querrichtung festlegen. Es ist also auch hier eine besondere Aufmerksamkeit beim Zusammensetzen und Vermauern nicht erforderlich. An ihren Enden können aucldiese Steine in gleicher Weise, wie vorher beschrieben, durch Stirnwände abgeschlossen werden. Es kann aber auch in der Ebene x.--v ein Versteifungssteg vorgesehen sein oder auch zwei Versteifungsstege nebeneinander oder in den Ebenen w-w, die in gleicher Weise wie die Stirnwände f ausgebildet und beim Pressen der Steine mit eingepreßt werden. Damit wird eine Teilung in der Längsrichtung erleichtert, und es können zwei geschlossene Viertelsteine aus je einem Halbstein gebildet werden.
  • In Fig.8 sind zwei einfache Halbsteine, wie sie die Fig.3 veranschaulicht, auseinandergezogen schaubildlich dargestellt. Der obere Stein ist mit dem vorderen Ende etwas angehoben, utn die Verfalzung besser erkennbar zu machen. In dem oberen Halbstein sind die Falzleisten und Aussparungen doppelt bezeichnet, z. B. d-d=, c°-c; der zweite Buchstabe zeigt die jeweilige Falzleiste oder Aussparung an, wenn der obere Halbstein über den unteren um i8o° gedreht wird. Bei jedem Halbstein paßt immer wieder Falzleiste auf Aussparung, sooft man diese in der Längsrichtung um i8o° verdreht.
  • Zur Herstellung dieser Halbsteine oder Rohre kann man die bereits bekannten üblichen Pressen verwenden. Diese lassen in der Regel eine Füllung zu, welche nach dem Pressen einen normalen Stein von 6.5 mm Höhe liefert. Es läßt sich; wie vorher gesagt wurde, der Halbstein auch in der gewöhnlichen Höhe des Ziegelsteines pressen. Man erhält dann einen allseitig geschlossenen Hohlstein von 130 mm Höhe, also etwa in den an sich bekannten Abmessungen 25O # I2O # I30 mm bzw. 25o- 120 # 120 mm. Es ist nur notwendig, einen neuen Satz Stempel für die Preßform anzuschaffen. Die Ziegeleien und Herstellerfirmen brauchen also kein großes Kapital aufzuwenden, um die Produktion des zweiteiligen allseitig geschlossenen Hohlsteines aufzunehmen.
  • Der Doppelstein eignet sich besonders für Blocksteinbauten und ist wegen seiner Leichtigkeit und Billigkeit für Siedlungshäuser geeignet. Der Stein erhält eine große isolierende Luftschicht, er vereinfacht und verbilligt die Maurerarbeit und die Transportkosten.
  • Das Absetzen der Formlinge auf den Steinwagen erfolgt in der üblichen Weise, nur mit dem Unterschied, daß.ein Halbstein beim Absetzen umgedreht und auf einen darunterliegenden aufgesetzt wird. Es werden also auf dem Steinwagen die Halbsteine gleich 'zu ganzen Steinen zusammengesetzt. Die Steine werden in der üblichen Weise in den Härtekanal öder Härtekessel gebracht und in bekannter Weise gehärtet.
  • Für die Kalksandstein- und Ziegelindustrie bedeutet der neue Baustein eine wesentliche Bereicherung. Der geringe Verbrauch an Masse bedeutet eine Ersparnis an Sand und Kalk, so daß die Sandläger länger reichen. Der neue Stein ist besonders auch als Deckenstein, für Zwischenwände, zum Auskleiden von Fachwerkbauten oder von Stahlskeletten verwendbar. Er läßt sich auch. aus jedem geeigneten Material herstellen, z. B. der außenliegende Teil auch- aus hochwertigem Material, etwa aus glasiertem Tonstein, der innenliegende Teil aus billigerem Material, etwa Kalksandstein.
  • Jede Kalksandsteinziegelei kann diese zweiteiligen Dränagesteine anfertigen. Man kann diese Halbsteine mit der Öffnung nach oben verlegen und mit Reisig, Kaddig, Holz o. dgl. abdecken oder mit der Öffnung nach unten verlegen. Der zweiteilige Dränagestein ist auch sonst zur Herstellung von Luftkanälen, Abflußrinnen, Rauchabzügen u. dgl. verwendbar.
  • Die Halbsteine können als Kabelkanalsteine Verwendung finden. Die Hohlrinne wird dann zweckmäßig mit Asphalt bestrichen oder der ganze Stein, wie bereits bei Kalksandsteinen üblich, mit Bitumen im Kessel getränkt. Durch Austeeren oder Imprägnieren im Bitumenkessel haften die beiden Steinhälften nach dem Zusammensetzen zusammen, sie bilden ein Ganzes und können also auch leicht verlegt werden. Es lassen sich mehrere Kabelstränge nebeneinander und übereinander verlegen. Dieser läßt sich auch für elektrotechnische Zwecke aus anderen isolierenden Massen formen oder pressen, und insbesondere lassen sich die offenen Halbsteine entweder. auf eine Unterlage oder durch eine Decke aus anderem Material abdecken.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Aus zwei gleichen hohlen Halbsteinen zusammengesetzter Hohlbaustein, bei dem die Halbsteine zwecks Verhinderung ihrer gegenseitigen Verschiebung in der Quer- und Längsrichtung mit ihren Rändern falzartig ineinandergreifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Verfalzung der Halbsteine durch sich über einen Teil der Länge der Halbsteinseiten erstreckende Falzleisten (c, cl, c=, c3) und Aussparungen (d, dl, d', d3) gebildet wird, die zu zwei aufeinander und auf der die Falzleisten schneidenden Mittelebene (z-z) senkrecht stehenden, zu den Steinseiten parallelen Ebenen (x-x, y-y) antisymmetrisch ausgebildet sind, derart, daß jeder Halbstein in zwei um i8o° gegeneinander versetzte Stellungen mit dem anderen Halbstein zusammengesetzt-werden kann. z. Hohlbaustein nach dem Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzleisten und Aussparungen der Halbsteinränder auf jeder Hälfte des Halbsteines in der bei einem Viertel der Steinlänge befindlichen Querebene (w-tv) unterteilt und die Teilleisten (Fig. 7) und Teilaussparungen (Fig. 7) antisymmetrisch zu dieser Querebene angeordnet sind. 3. Hohlbaustein nach dem Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnseiten jedes Halbsteines durch gleiche, zu den beiden aufeinander und auf der die Falzleisten schneidenden Mittelebene (z-z) senkrecht stehenden Hauptebenen (x-x, y-y) antisymmetrisch ausgebildete Stirnwände (f) abgeschlossen sind.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1223129B (de) * 1955-01-20 1966-08-18 Erwin Hauer Aus gleichen Elementen zusammengesetztes Bauteil, insbesondere Wand und Element hierzu

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1223129B (de) * 1955-01-20 1966-08-18 Erwin Hauer Aus gleichen Elementen zusammengesetztes Bauteil, insbesondere Wand und Element hierzu

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