DE65360C - Trocken-Ringofen - Google Patents

Trocken-Ringofen

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DE65360C
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Germany
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DENDAT65360D
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English (en)
Original Assignee
R. PAYELLE in Nancy und E. encillon in Vergeville, Lothringen; Vertreterin: Firma brydges & CO. in Berlin N.W., Luisenstr. 43/44
Publication of DE65360C publication Critical patent/DE65360C/de
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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C01—INORGANIC CHEMISTRY
    • C01D—COMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D7/00—Carbonates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D7/12—Preparation of carbonates from bicarbonates or bicarbonate-containing product

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Troeken-Ringofen.
Vorliegende Erfindung betrifft ein System mit mehreren Oefen, welche derart combinirt sind, dafs sich der Trocknungs- oder Umsatzvorgang, welchem die in Verwendung kommenden Materialien unterworfen werden, in methodischer Weise vollzieht, und zwar unter Vermittelung einer periodisch von einem Ofen zum anderen wechselnden Feuerung, während das stufenweise höher erhitzte Material selbst in demselben Ofen bleibt, wo es währenddessen der Wirkung eines mechanischen Rührwerkes ausgesetzt werden kann. Das Hinüberwechseln der Wärmequelle erfolgt mittelst fahrbaren Heizofens oder mittelst Gasheizerde, während gleichzeitig die Verbindungskanäle zwischen den Oefen, sowie mit der Esse bezw. einem Sauggebläse entsprechend freizulegen sind.
Dieses System kann ferner mit einer Einrichtung in Verbindung gebracht werden, um einerseits die Verbrennungsgase nicht direct mit dem Trockengut in Berührung treten zu lassen und um andererseits die bei der Calcination bezw. Umwandlung des betreffenden Materials gewonnenen Gase getrennt sammeln zu können. Die Erfindung schliefst aufserdem specielle mechanische Einrichtungen ein, welche zur Ausführung und Vervollständigung des neuen Systems und Verfahrens dienen.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι eine theilweise im Schnitt dargestellte
Vorderansicht eines der Oefen mit ungetrennter Gasabführung,
Fig. 2 eine Aufsenansicht des Ofens von der Seite mit Längsschnittdarstellung des fahrbaren Feuerungsofens,
Fig. 3 veranschaulicht das ganze Ofensystem in Vorderansicht, wobei der vorderste Ofen im Schnitt ersichtlich ist;
Fig. 4 ist ein Grundrifs des Ofensystems mit Veranschaulichung der Leitungen und Stellkanäle, sowie der Schienenwege für den Feuerungsofen und für die Beschickungs- bezw. Ausladewagen;
Fig. 5, 6, 7 und 8 sind den Fig. 1 bis 4 entsprechende Darstellungen eines Ofensystems derselben Art, bei welchem nur die Verbrennungsgase getrennt abgeführt und die beim Verfahren erhaltenen Gase für sich in besonderen Leitungen gesammelt werden;
Fig. 9 ist ein Detailschnitt durch den den Einzelleitungen gemeinsamen Drehschieber in der Mitte des Systems,
Fig. 10 eine Oberansicht der mit dem Küken dieses Drehschiebers verbundenen Zeigerplatte mit Zeiger zur Anzeige desjenigen Ofens, dessen Verbindung gerade eingerichtet ist,
Fig. 11 ein Horizontalschnitt und Fig. 12 eine Oberansicht des Drehschiebers in der Einrichtung für ein System mit sechs Oefen;
Fig. 13 veranschaulicht in Oberansicht die Anordnung der Transmission und der Vorgelege zum Betriebe der Rührwerke.
Das dargestellte System umfafst sechs im Kreise angeordnete runde Oefen (1, 2, 3,4, 5 und 6); die Anzahl kann natürlich den Umständen entsprechend eine gröfsere oder geringere sein.
Die Beschickung mit dem Material erfolgt bei jedem Ofen durch eine Oeffnung o, die einen Trichter in der Gewölbedecke bildet und mittelst eines Deckels zu schliefsen ist. Ein schmalspuriges, in sich zurücklaufendes Geleise (Fig. 13) kann bei diesen Beschickungsöffnungen angeordnet werden, damit bequemes Heranschaffen des Materials an jeden Ofen möglich ist.
Das eingebrachte Material wird nun einer stufenweise wachsenden Temperatur derart unterworfen, dafs jedesmal eine Temperaturerhöhung eintritt, wenn ein neuer Ofen beschickt und in das System eingeschaltet wird, bis die Operation vollendet ist, während welcher Rührarme a1 a2· a3 a* mit .rostartigen Treibflächen und scharartigen Abstreichflächen das Material continuirlich durcharbeiten können. Man hat hierbei die Möglichkeit, durch Umkehrung der Drehrichtung dieser Rührarme dasselbe nach aufsen fördern zu lassen, so dafs es nach vollendeter Behandlung durch eine Oeffnung o1 in der Ofensohle herausfällt, um in einem untergestellten, auf Schienen laufenden Wagen W aufgefangen zu werden.
Der fahrbare Feuerungsofen F, Fig. 1, 2, 5 und 6, bildet einen Wagen, welcher auf einem kreisförmig bei den Oefen herumführenden (oder anders angeordneten) Geleise läuft, so dafs er auf Zweiggeleisen, wie aus Fig. 4 und 8 ersichtlich, nach einander an jeden der Oefen herangefahren werden kann. Geheizt wird dieser fahrbare Ofen vorzugsweise mit Koks, sofern die Verbrennungsgase mit dem Trockengut in Berührung kommen dürfen. Die Gröfse des Rostes hängt von der Temperatur ab, .welche man als höchste zu erreichen wünscht. ,
Der Zug kann dadurch verlangsamt werden, dafs man zum Theil die Klappe, Drossel- oder Schiebevorrichtung schliefst, die in den Kanal zwischen je zwei benachbarten Oefen eingeschaltet ist, aufserdem auch mittelst Luftschiebers unterhalb des Rostes.
An Stelle des beweglichen Feuerungsofens kann man ein System von Gasheizherden zu demselben Zweck in der Weise anwenden, dafs man dieselben, die .mit einer gemeinsamen Hauptleitung verbunden einzeln je einem Ofen zugehören, nach einander ansteckt und in Benutzung nimmt.
Jeder der Oefen ist mit zwei Rohrstutzen oder Anschlüssen t ausgerüstet, die bei normalem Betriebe geschlossen sind, welche aber, an eine Nebenleitung T anschliefsend, eine Verbindung zwischen je zwei abwechselnd auf einander folgenden Oefen derart vermitteln, dafs der dazwischen liegende aus dem Betriebe behufs Reparatur oder zu anderen Zwecken ausgeschaltet werden kann, wie beim Ofen 3 in Fig. 4 dargestellt.
Die bisher beschriebenen Einrichtungen sind unabhängig von dem Ableitungssystem für die Gase oder anwendbar sowohl für den Ofen mit gemischter Gasableitung, als auch für denjenigen mit getrennter Gasableitung. Jenes Ableitungssystem ist ein einfaches für die Art Oefen, bei denen die Verbrennungsgase direct das Ofeninnere durchstreichen, um sich mit den aus dem Material entwickelten Dämpfen und Gasen zu mischen, und ein doppeltes für Oefen, bei denen letztgenannte Gase und Dämpfe getrennt abgeführt werden sollen, wie dies der ■ Fall ist bei mit Ammoniak gemengter Kohlensäure.
Bei der Einrichtung nach Fig. 1 bis 4 sind die Ueberleitungskanäle c c einzeln durch eine Klappe verschliefsbar und nehmen zwischen sich einen Rohranschlufs d auf,- der mittelst eines Rohres e Verbindung mit einem in deY Mitte angeordneten Drehschieber E herstellt. Derselbe ist in Fig. 9, 10, 11 und 12 im Einzelnen dargestellt. Demgemäfs sind ebensoviel radiale Rohre e und Durchtrittswege beim Drehschieber E vorhanden, als Oefen dem System angehören, in dem dargestellten Falle mithin sechs.
Jene Vorschaltklappen bei d dienen einerseits zur Zugregelung, andererseits zur vollständigen Absperrung der Verbindungswege.
Es sei der fahrbare Feuerungsofen an den Ofen ι herangestellt, alsdann ist dessen Verbindung mit dem Ofen 6 unterbrochen, während diejenigen der anderen Oefen offen stehen, d. h. einen freien Durchgang der Verbrennungsgase durch die auf einander folgenden Oefen 2, 3, 4 und 5 gestatten. Dabei ist der Ofen 6 vorläufig ausgeschaltet, insofern derselbe zur neuen Beschickung bereit steht, nachdem das fertig behandelte Material, welches vorher darin enthalten war, daraus entnommen ist.
Die Bohrung des Kükens am Drehschieber E communicirt dauernd (Fig. 9) nach unten hin mit dem Abzug einer Esse oder einem Sauggebläse , während der Oeffnungskanal des Kükens nach einander in die Uebereinstimmungslage mit einem der Rohre e zu bringen ist; die in der Zeichnung ersichtliche Einstellungslage ist hiernach eine derartige, dafs das zwischen den Oefen 5 und 6 abzweigende Rohr e als Ableitung dient, wobei die Klappe vor dem Ofen 5 offen, dagegen diejenige vor dem Ofen 6 geschlossen ist. Die Verbrennungsgase, die mit den Dämpfen und entwickeltem Gas gemischt auftreten, müssen mithin durch alle Oefen, mit Ausnahme des mit 6 bezeichneten, hindurchstreichen, ehe sie austreten.
Wenn die Beschickung des Ofens 6 vollendet ist, stellt man Verbindung zwischen 5 und 6 her und dreht den Drehschieber E so, dafs Ableitung für den Ofen 6 geschaffen ist. Sobald währenddessen das Gut im Ofen 1 ge-
nilgend getrocknet oder zersetzt ist, sperrt man den Verkehr dieses Ofens mit dem fahrbaren Feuerungsofen ab, während man gleichzeitig die Verbindung des Ofens ι mit demjenigen 2 unterbricht; dann fährt man den Feuerungsofen an die zugehörige Oeffnung des Ofens 2 heran, welcher nun seinerseits als erster die Feuerungsgase auf ihrem Wege nach dem Abzüge aufnimmt.
In dem Ofensystem nach Fig. 5 bis 8 werden die Verbrennungsgase theils unter der Ofensohle, theils über dem Gewölbe oder auch nur bei der Ofensohle herumgeleitet, und zwar ungemischt mit den Gasen und Dämpfen, die bei der Trockenbehandlung des Materials entstehen. Letztgenannte Gase und Dämpfe werden durch Leitungen, die sich an einem gemeinsamen Drehschieber E vereinigen, in der vorhin beschriebenen Weise gesammelt und abgeleitet, indem der in der Reihe letzte Ofen mittelst jenes Drehschiebers an eine Luftpumpe, einen Ventilator, ein Sauggebläse oder dergleichen angeschlossen wird.
Die Heizgase umspülen in durch Zwischenwände g (Fig. 8) geschaffenen Kanälen die Oefen, welche sie hinter einander berühren, wobei Rohrkrümmer b den Uebergang von einem Ofen zum anderen vermitteln. Die bei beiden Anschlüssen jedes derselben angeordneten Klappen dienen in ähnlicher Weise zur Einrichtung des Heizweges, wie diejenigen bei den beschriebenen Rohranschlüssen c c, während jeder Rohrkrümmer b. mittelst eines Hahnes b1 mit einer Hauptleitung B in Verbindung steht, welche selbst bei dem Rohr b2 an den Hauptabzugkanal anschliefst. Hierbei ist in jedem Falle erforderlich, dafs nur derjenige der Hähne aufgedreht wird, der hinter dem letzten in Betrieb stehenden Ofen und vor dem zur Entleerung und Beschickung auszuschaltenden nächsten abzweigt.
Die beschriebene Ofeneinrichtung eignet sich speciell für Ammoniakfabriken, wo es von Wichtigkeit ist, die mit Ammoniak gemengte Kohlensäure, wie sie aus dem Zersetzungsprocefs hervorgeht, ungemischt mit Verbrennungsproducten zu erhalten. Die vorhergehende Trockenbehandlung des doppeltkohlensauren Natrons erfordert nur eine verhältnifsmäfsig niedrige Temperatur, so dafs es leicht ist, dieselbe beim Beginn der Behandlung mit einem System von sechs Oefen zu erzielen. Die sich aus den ersten Oefen entwickelnde und den letzten Ofen mit genügender Temperatur durchstreichende Kohlensäure wird als Träger und fortschaffendes Mittel für den Wasserdampf dienen, der in diesem letzten Ofen entsteht, so dafs Condensation auf dem Wege bis zum Drehschieber E vermieden wird.
An geeigneten Stellen der Hauptleitung eingeschaltete Scheideapparate ermöglichen das Abfliefsen von Condensationswasser, welches etwa entstehen sollte.
Wie besonders aus Fig. 13 ersichtlich, genügt eine gemeinsame Transmissionswelle zum Betriebe der Vorgelege, von denen aus der Antrieb der Rührwerke, die zugleich nach aufsen fördernd wirken können, mittelst gewöhnlicher Riemenausrücker einzurichten oder abzustellen ist.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Trocken - Ringofen mit einer von einem Ofen zum anderen wechselnden Feuerung, gekennzeichnet durch das für die gemeinsame Abführung der Verbrennungsgase und
. aus dem Material sich entwickelnden Dämpfe bestimmte Ableitungssystem, bestehend aus den an den Verbindungskanal (c) je zweier Oefen sich anschliefsenden Rohren (e), die sich bei einem gemeinsamen1 Drehschieberfi?] vereinigen, dessen Einstellung je eines jener Rohre (e) als Ableitungsrohr bestimmt, während die Ofenverbindung (c) durch je zwei Klappen geregelt wird, die einen Verschlufs diesseits und jenseits der Rohrabzweigung ermöglichen.
2. In Verbindung mit dem Ableitungssystem nach Anspruch 1., sofern dasselbe nur zur Ableitung der aus dem Material sich entwickelnden Gase und Dämpfe benutzt wird, ein abgesondertes, die Sohle oder das Gewölbe der Oefen bestreichendes Kanalsystem für die Feuergase, welche bei den mit beiderseitigen .Klappen verschliefsbaren Uebergangsröhren (b) von einem Ofen zum anderen mittelst Hahneinstellung einzeln zu einem allen gemeinsamen Abzug abgeführt werden können.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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