DE651273C - Anordnung zum Ein- bzw. Ausschalten von Filmantrieben - Google Patents
Anordnung zum Ein- bzw. Ausschalten von FilmantriebenInfo
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- DE651273C DE651273C DEK142045D DEK0142045D DE651273C DE 651273 C DE651273 C DE 651273C DE K142045 D DEK142045 D DE K142045D DE K0142045 D DEK0142045 D DE K0142045D DE 651273 C DE651273 C DE 651273C
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- G—PHYSICS
- G11—INFORMATION STORAGE
- G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
- G11B15/00—Driving, starting or stopping record carriers of filamentary or web form; Driving both such record carriers and heads; Guiding such record carriers or containers therefor; Control thereof; Control of operating function
- G11B15/18—Driving; Starting; Stopping; Arrangements for control or regulation thereof
- G11B15/43—Control or regulation of mechanical tension of record carrier, e.g. tape tension
Landscapes
- Details Of Cameras Including Film Mechanisms (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf Ton- und Bildtonfilmgeräte, in denen eine Aufwickelspule
angetrieben wird und in denen der Film vor der Aufwickelspule des weiteren über Rollen oder Sprossenräder angetrieben wird.
Die Erfindung bezweckt, die Antriebsvorrichtungen vor der Aufwickelspule nur dann
einzuschalten, wenn die Aufwickelspule ordnungsgemäß aufwickelt, d. h. also wenn der
von dem Filmantrieb transportierte Film von der Aufwickelspule richtig aufgewickelt wird,
werden die Filmantriebsvorrichtungen eingeschaltet sein. Wickelt die Aufwickelspule
nicht oder mangelhaft auf, so werden die Filmantriebsvorrichtungen stillgesetzt. Es
wird also kein Film mehr zur Aufwickelspule hin transportiert. Durch diese Anordnung
wird eine Beschädigung des Filmes verhindert.
Die Anordnung nach der Erfindung sieht derart aus, daß zwischen der Aufwickelspule
und der letzten den Film antreibenden Rolle ein vom Film gesteuerter Schalter,, der vorzugsweise
ein Quecksilberschalter ist, vorgesehen ist. Dieser Schalter wirkt derart, daß
bei Erreichen einer bestimmten Filmlänge zwischen dieser Trommel und der Aufwickelspule
der Antriebsmotor für die Trommel eingeschaltet wird und daß dann, wenn die Filmlänge sich ändert, beispielsweise dadurch,
daß die Aufwicklung nicht mehr ordnungsgemäß erfolgt, automatisch der Antriebsmotor
abgeschaltet wird. Nach der Erfindung wird vorzugsweise derart vorgegangen, daß bei Einschalten eines Tongerätes, beispielsweise
einer Aufnahmekamera, zuerst der Motor der Aufwickelspule eingeschaltet wird. Wenn der Aufwickelspulmotor arbeitet, wird
der Film aufgewickelt und die Länge des Films zwischen der Aufwi ekel spule und der
letzten angetriebenen Rolle verkürzt sein. Bei Erreichen einer bestimmten Verkürzung betätig't
dieser Film einen elektrischen Schalter, der dann den Motor für die anderen Filmantriebe
einschaltet.
An Hand der Zeichnungen soll die Erfindung näher erläutert werden. Es sei jedoch darauf
aufmerksam gemacht, daß die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungen nur Beispiele
zur Verwirklichung des, Erfindungsgedankens sind, daß es jedoch auch leicht möglich ist, die Ausführungsbeispiele, ohne
von der Erfindung abzuweichen, zu ändern.
In der Abb. 1 a ist mit 1 die Aufwickelspule
bezeichnet, die von einem nicht gezeichneten Elektromotor angetrieben wird. Die Aufwicklung erfolgt in Richtung des eingezeichneten
Pfeiles. Mit 2 ist die Tonsteuerstelle einer Aufnahmekamera bezeichnet, die ebenfalls von einem Elektromotor angetrieben
wird. Mit 3 ist eine Schwungmasse angedeutet, die mit der Tonsteuerstelle verbunden
ist. Der Antrieb dieser Tonrolle erfolgt in Richtung des eingezeichneten Pfeiles. Der
*) Von dem P at ent sucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Hans Friemel in Berlin und Adolf Heine in Berlin-Zehlendorf.
Film ist mit F bezeichnet. Zwischen Aufwickelspule ι undTonrolle2 passiert der Film
zwei Rollen 4 und 5. Die Rolle 4 ist räumlich fest angeordnet und dreht sich um. die
Achse 6. Mit der Achse 6 ist starr über den Hebel 7 die Rolle 5 verbunden, die sich auf
einem Zapfen, der mit dem Hebel 7 verbunden ist, frei drehen kann. Je nach Länge der
Filmschleife zwischen der Aufwickelspule 1 und der Tontrommel 2 kann sich die Rolle 5
um die Achse 6 der Rolle 4 bewegen. Durch Anschläge 8 und 9 wird diese Bewegung begrenzt.
Mit 5' ist eine zweite Stellung der Rolle 5 dargestellt, und zwap eine solche Stellung,
die die Rolle einnehmen wird, wenn der Film .F sich verlängert zwischen der Tonsteuerstelle
2 und der Aufwickelspule 1. Diese Drehbewegung, die durch den Film auf die
Achse der Rolle 4.- hervorgerufen wird, wird dazu benutzt, einen elektrischen Schalter, vorzugsweise
einen Quecksilberschalter, zu betätigen.
In Abb. ι b ist eine andere Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Die Aufwickelspule
ist ebenfalls wie in Abb. 1 mit 1 und die Tonsteuerstelle mit 2 bezeichnet. Die
Rolle 5 ist an dem Hebelarm 7 befestigt, der sich um die Achse 6 drehen läßt. Bei Vergrößerung
der Filmschleife dreht sich die Rolle 5 um die Achse 6 in Richtung des
Pfeiles, und zwar innerhalb der Anschlages
und 9. Diese Bewegung kann ebenfalls wieder zum Schalten eines Quecksilberschalters
o. dgl. benutzt werden. Um dafür zu sorgen,
daß bei Vergrößern der Filmschleife die Rolle 5 auch dem Film folgt, ist in der
Abb. I b eine Feder 10 vorgesehen, die auf den Hebelarm 7 eine Kraft ausübt, die entgegengesetzt
ist der vom Film über die Rolle 5 auf diesen Hebelarm ausgeübten Kraft. Diese
Feder 10 ist in der Abb. 1 a nicht gezeichnet,
muß aber auch dort vorhanden sein. Die Feder kann ohne weiteres durch andere bekannte
Mittel ersetzt werden, die dieselben Wirkungen haben, beispielsweise durch ein
Gewicht.
In Abb. 2 und 3 ist eine besonders zweckmäßige Ausbildung der Schaltanordnung nach
der Erfindung gezeichnet. Bevor die beiden Abbildungen beschrieben werden, soll noch
kurz erläutert werden, worauf es bei dieser speziellen Konstruktion besonders ankommt.
Wird nämlich (Abb. 1 a) der Motor der Aufwickelspule ι eingeschaltet, so wird sich der
Film F verkürzen uncL die Rolle 5 mit dem - Hebel 7 gegen den Anschlag 8 drücken. Wenn
hierdurch in dieser Stellung ein elektrischer Kontakt ausgelöst wird zum Einschalten des
Motors für die Tontrommel 2, so würde in demselben Moment, wo der Tontrommelmotor
eingeschaltet ist, die Länge des Films zwischen der Tontrommel 2 und der Aufwickelspule
ι sich wieder etwas vergrößern und den Motor wieder ausschalten. Da aber der Aufwickelmotor
die Filmschleife sofort wieder . verkürzt, schaltet der Film den Motor für die Tontrommel 2 wieder ein. Es treten also
Pendelbewegungen auf, die auf jeden Fall verhindert werden müssen. Bei der speziellen
Ausführungsform, wie sie jetzt beschrieben werden soll, ist dieser Nachteil vermieden. In
den Abbildungen sind entsprechend den Abb. ι a und 1 b gleiche Bezugszeichen für die
gleichen Gegenstände gewählt. Auf der Welle6 ist die Rolle 4 frei drehend angeordnet.
Mit der Welle 6 fest verkeilt ist ein Hebelarm 7, in den ein Zapfen π eingelassen
ist. Um diesen Zapfen bewegt sich frei drehend die Rolle 5. Der Film P wird, in
Abb. 2 gesehen, unter die Rolle 5 durchgeführt und über die Rolle 4 fortgezogen. Je
nach der Länge der Filmschleife bewegt sich also die Trommel 5 um die Achse 6 und dreht
diese entsprechend der Filmlänge. Die Welle 6 ist durch einen Ständer 12 gehalten. Sie kann
sich in dem Lager 13 dieses Ständers frei
drehen. Auf der anderen Seite des Ständers ist, fest mit der Welle verbunden, die Feder
10 angeordnet, die mit ihrem anderen Ende an den Ständer 12 angreift. Diese Feder hat das
Bestreben, die Rolle 5 gegen die von dem Film auf diese ausgeübte Kraft zu drehen.
Mit der Welle 6, die in dieser Anordnung als Steuerwelle bezeichnet werden soll, ist an
ihrem äußersten Ende ein Hebelarm 14 starr verbunden. Der Quecksilberschalter 15 ist in
einer Stellung gehalten, die sich über einen Hebelarm 16 um die Schaltwelle 17 drehen
läßt. Die Schaltwelle 17 selbst ist fest mit dem Ständer 18 verbunden. Um die Drehbewegungen
der Steuerwelle 6 in ruckartige Schaltbewegungen der Schaltwelle 17 umzusetzen,
sind die beiden Hebel 14 und 16 über eine Feder 19 verbunden. Die genaue Wirkungsweise
der Anordnung nach Abb. 2 läßt sich besser an Hand der Abb. 3 erklären. Es sind in dieser Zeichnung ebenfalls dieselben
Bezugszeichen gewählt wie in den vorhergehenden Zeichnungen. Es wird angenommen,
daß bei stillstehendem Motor sowohl für die Aüfwickelspule als auch für die Tontrommel die Rolle 5 am Anschlag 9 anliegt.
Wird jetzt der Motor für die Aufwickelspule ι eingeschaltet, so verkürzt sich der
Film, und die Rolle 5 bewegt sich in Richtung des Pfeiles 22 in die Stellung 23. Durch diese
Drehung hat sich der Hebel 14 bis in die Stellung 23' gedreht. Der Hebelarm 16, der mit
der Welle 17 starr verbunden ist, kann aber wegen des Anschlags 20 eine Drehung in diesern
Sinne nicht mitmachen. Die Feder 19, die die beiden Hebelarme 14, 16 verbindet,
wird gespannt. Bei weiter zunehmender Drehung der Rolle 5 in Richtung des Pfeiles 22
wird die Stellung 24 e.rreicht. In derselben Zeit erreicht der Hebel 14 die Stellung 24'.
Die Feder 19 ist in diesem Moment maximal gespannt. Rückt der Hebel 14 nur -ganz wenig
aus der Stellung 24' heraus, so wird dem Hebelarm 16 unter der Kraft der1 Feder 19
eine Bewegung in Richtung des eingezeichneten Pfeiles 27 ruckartig erteilt. Der Hebelarm
16 kippt und schlägt an den Anschlag 21. Da dieser Hebelarm starr mit der Welle 17
verbunden ist und mit dieser Welle 17 der Quecksilberschalter 15, so wird durch das
ruckartige Schalten des Schalthebels 17 der Quecksilberschalter 15 eingeschaltet. Dieser
Schalter schaltet jetzt den Motor der Tontrommel ein, so- daß im ersten Moment des
Anfahrens die Filmschleife - sich verlängern wird. Das bedeutet also, daß die Rolle 5 sich
in Gegenrichtung des Pfeiles 22 aus der Stellung 24 bewegt. Durch eine derartige Bewegung
wird aber ein Ausschalten des Quecksilberschalters 15 nicht bewirkt. Wie in der
Zeichnung dargestellt ist, kann die Rolle 5 eine Drehbewegung von Jo° ausführen, ohne
daß der Tontrommelmotor wieder abgeschaltet wird. Wenn der Tontrommelmotor Tängere
Zeit wieder eingeschaltet ist, wird der Aufwickelmotor langsam die Rolle 5 aus der Stellung
24 in die Stellung 25, also bis an den Anschlag 8, führen. Es ist natürlich auch
möglich, daß sich zwischen der Stellung 25 -und 24 ein Gleichgewicht einstellt und die
Trommel irgendwo zwischen den beiden gekennzeichneten Stellungen stehenbleibt. Angenommen,
daß plötzlich der Aufwickelmotor nicht mehr richtig arbeitet oder sonst irgendein
Defekt beim Aufwickeln auftritt, so wird sich die Filmschleife verlängern. Aus der
Stellung 25 wird die Rolle 5 sich langsam über die Stellung 24 bis in die Stellung 23 zurückbewegen.
Erst wenn diese Stellung erreicht ist, wird die Feder 19 am Hebelarm 14,
der in der Zwischenzeit die Stellung 23' erreicht hat, den Hebelarm 16 an den Anschlag
20 werfen. Dadurch wird die Schaltwelle 17 ebenfalls herumgeworfen und der Tontrommelmotor
durch den Quecksilberschalter 15 ausgeschaltet.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Anordnung zum Ein- bzw. Ausschalten einer oder mehrerer Antriebsvorrichtungen, z. B. Motoren, für einen oder mehrere in Filmlaufrichtung vor der Aufwicljelspule liegende Filmantriebe, 'dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Antriebsvorrichtungen, z.B.Motore, durch einen vom Film betätigten Schalter, vorzugsweise Quecksilberschalter, automatisch eingeschaltet werden, nachdem durch Einschalten des Aufwickelspulmotors der Film zwischen Aufwickelspule und dem . letzten Antrieb eine bestimmte Länge erreicht hat, und ebenso automatisch wieder abgeschaltet werden, wenn die Länge des Films sich über einen ebenfalls vorherbestimmten Wert vergrößert.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Steuerwelle (6) eine filmgesteuerte Rolle■ (5) und an einer Schaltwelle (17) ein Quecksilberschalter (15) befestigt ist, wobei an den Wellen Hebel (14, 16) angebracht sind, die durch eine Feder (19) derart miteinander verbunden sind, daß nach Drehen der Steuerwelle (6) um einen bestimmten Drehwinkel der Hebelarm (16) auf der Schaltwelle (17) ruckartig von einer durch Anschlag (20) begrenzten Stellung in eine zweite, wiederum durch Anschlag (21) begrenzte Stellung kippt.
- 3. Schaltanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Steuerwelle (6) eine sich frei auf dieser drehende Rolle (4) sitzt und daß mit dieser Steuerwelle (6) ein Hebel (7) starr verbunden ist, an dessen anderem Ende ebenfalls eine sich frei um einen Achsstummel (11) drehende Rolle (5) angebracht ist.
- 4. Schaltanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des an der Steuerwelle (6) angebrachten Hebels (7) durch Anschläge (8, 9) in seinen beiden Endstellungen (Ein — Aus) begrenzt ist.
- 5. Schaltanordnung nach einem der An-Sprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein elastisches Mittel, z. B. eine Federkraft (10), die an der Steuerwelle- (6) angreift und gegen welche die vom Film auf diese übertragene Kraft wirkt, derart, daß bei Vergrößerung1 der Filmschleife die vom Film betätigte Rolle (5) in ihre eine Endlage zurückgestellt wird.
- 6. Schaltanordnung nach einem der Ansprüche ι bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der auf der Steuerwelle (6) angebrachte Hebelarm (7) beim Einschaltvorgang einen kleineren Drehwinkel beschreibt als beim Ausschaltvorgang, gerechnet von den beiden durch die Anschlage (8,9) festgelegten Grenzstellungen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK142045D DE651273C (de) | 1936-05-01 | 1936-05-01 | Anordnung zum Ein- bzw. Ausschalten von Filmantrieben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK142045D DE651273C (de) | 1936-05-01 | 1936-05-01 | Anordnung zum Ein- bzw. Ausschalten von Filmantrieben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE651273C true DE651273C (de) | 1937-10-09 |
Family
ID=7250076
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK142045D Expired DE651273C (de) | 1936-05-01 | 1936-05-01 | Anordnung zum Ein- bzw. Ausschalten von Filmantrieben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE651273C (de) |
-
1936
- 1936-05-01 DE DEK142045D patent/DE651273C/de not_active Expired
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