DE651234C - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Verbundgusslagerschalen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Verbundgusslagerschalen

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DE651234C
DE651234C DEL85295D DEL0085295D DE651234C DE 651234 C DE651234 C DE 651234C DE L85295 D DEL85295 D DE L85295D DE L0085295 D DEL0085295 D DE L0085295D DE 651234 C DE651234 C DE 651234C
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ADMOS BLEIBRONZE DR SPRINGORUM
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D19/00Casting in, on, or around objects which form part of the product
    • B22D19/08Casting in, on, or around objects which form part of the product for building-up linings or coverings, e.g. of anti-frictional metal
    • B22D19/085Casting in, on, or around objects which form part of the product for building-up linings or coverings, e.g. of anti-frictional metal of anti-frictional metal

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sliding-Contact Bearings (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Verbundgußlagerschalen Lager für schnellaufende Wellen, insbesondere für Flugzeugmotoren, werden neuerdings in der Weise hergestellt, daß eine Lagerschale aus Stahl mit einer Legierung aus Kupfer und Blei ausgegossen wird. Der Stahl soll dabei die erforderliche Festigkeit, die Kupfer-Blei-Legierung die guten Lagereigenschaften gewährleisten. Es werden zu diesem Zweck Legierungen aus 8o bis 6o Teilen Kupfer und 2o bis d.o Teilen Blei verwandt. Diese Legierungen neigen bei der Verarbeitung sehr stark zu Seigerung, d. h. zur Anreicherung des Bleies an gewissen Stellen, und ihre Brauchbarkeit wird dadurch stark herabgesetzt, wenn nicht aufgehoben. Zur Verhinderung dieser Bleiseigerungen muß das Lager sofort nach dem Ausgießen mit der Blei-Kupfer-Legierung scharf abgeschreckt werden. Bei dieser Abschreckung tritt aber auch eine Härtung der verwendeten Stahllagerschalen ein, und dies bedingt eine sehr starke Erschwerung der Bearbeitung und gibt dem Gesamtlager unter Umständen auch eine unerwünschte Sprödigkeit, die seine Haltbarkeit herabsetzt bzw. es für hochbeanspruchte Motoren ganz unbrauchbar macht.
  • Zur Behebung dieses Übelstandes ist bereits vorgeschlagen worden, die Lagerschale aus weichem Stahl herzustellen, der nur so geringe Kohlenstoffmengen enthält, daß er beim Abschrecken nicht gehärtet wird und noch ordnungsmäßig bearbeitet werden kann. Bei der Herstellung dieser bekannten Lager dient die Stahlschale selbst als Teil der Form.
  • Es ist ferner bekannt, daß es bei der Herstellung derartiger Lager entscheidend darauf ankommt, daß die Lagerschale aus Stahl auf eine Temperatur erhitzt wird, die oberhalb der Schmelztemperatur der mi-t ihr zu verbindenden Bleibronze liegt und zwischen iooo° und i ioo° C beträgt. Voraussetzung für eine gute Verbindung zwischen der Bleibronze und der Lagerschale ist ferner, daß diese Lagerschale möglichst rein ist, daß sie insbesondere keine merklichen Oxydmengen aufweist. Zur Verhinderung der Oxydation bei der notwendigen Erhitzung auf die Verbindungstemperatur sind zahlreiche Vorschläge gemacht worden. Es soll das angestrebte Ziel beispielsweise durch Arbeiten in indifferenter Atmosphäre, durch Behandlung der vorher erhitzten Stahlschale mit Flußmitteln u. dgl. erreicht werden. Alle diese Methoden sind umständlich, dementsprechend zeitraubend und kostspielig und bieten trotzdem keine Gewähr für die Erzielung des angestrebten. Erfolges.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein neues Verfahren zur Herstellung von Lagern aus durch Abschrecken nichthärtbaiem Stahl und einem Ausguß aus einer Kupfer-Blei-Legierung, das die Übelstände der bekannten Methoden vermeidet und durch das es tatsächlich gelingt, Lager von bisher nicht erreichbarer Leistungsfähigkeit fortlaufend herzustellen. Während die bekannten besten Lager aus Weißmetall für Flugzeuge höchstens etwa aoo Stunden Lebensdauer habeiYj haben die neuen Lager eine Lebensdauer. @vö. 550 und mehr Stunden, ohne unbrauchbar@:r. worden zu sein. Es wird eben durch das nc@@O, Verfahren eine so innige Verbindung zw1-= schen Ausgußmetall und Lagerschale erreicht; daß die Erzeugnisse des neuen Verfahrens in bezug auf Brauchbarkeit und Haltbarkeit allen bekannten gleichartigen Einrichtungen überlegen sind.
  • Dieser Zweck wird dadurch erreicht, daß die Lagerschale zunächst in einem Boraxbad auf die Ausgußtemperatur von io5o° bis io85° C erhitzt, dann. aus dem Boraxbad unmittelbar in die Kokille eingesetzt und mit dem Lagermetall ausgegossen wird. Nachdem dies geschehen ist, wird die Kokille und Inhalt durch Einlegen in kaltes Wasser-.abgeschreckt und das Lager nach Entfernung aus der Kokille fertig bearbeitet.
  • Für die Erreichung des angestrebten Erfolges ist es wesentlich, daß die einzelnen Verfahrensschritte nacheinander so ausgeführt werden, wie es eben dargestellt worden ist. Es ist dabei vori ausschlaggebender Bedeutung, daß die Lagerschale aus nichthärtbarem Stahl auf die für das Ausgießen nötige Temperatur im- Boraxbad erhitzt wird. Beim Erhitzen im Boraxbad erhält sie nicht nur die erforderliche Temperatur, sondern wird gleichzeitig zuverlässig gegen Oxydbildung geschützt, da sie sich beim Herausnehmen aus dem Boraxbad und Einsetzen in die Kokille mit einer feinen Schutzschicht aus geschmolzenem Börax überzieht, der sie gegen die Einwirkung der Atmosphäre zuverlässig schützt und der seinerseits beim darauffolgenden Eingießen des Ausgußmaterials augenblicklich entfernt wird. Wesentlich ist auch, daß beim Ausgießen eine besondere Kokille benutzt wird und die Stahlschale nicht einen Teil der Form bildet, wie es bei dem oben geschilderten bekannten Verfahren der Fall ist.
  • Es hat sich gezeigt, daß es zu besonders guten Ergebnissen führt, wenn man für die Herstellung der Lagerschale ein Eisen benutzt, das bis 0,3 °/o Kohlenstoff, bis 0,3 °@o Silizium und bis o,6 °/o Mangan enthält.
  • Das Verfahren wird vo-rteilhaft in einer eisernen Kokille durchgeführt, deren Innenraum sich von unten nach oben kegelförmig erweitert und deren Boden aus einem mit strahlenförmigen Eingußkanälen versehenen Einsatz aus Graphit besteht.
  • Es ist zweckmäßig, die Kokille triit ihrem aus Graphit bestehenden Boden vor -dem Gießen vorzuwärmen. Das Gußstück selbst stellt nach dem Erkalten einen vollen abgestumpften Kegel dar, aus welchem die Lagerschale herauszuarbeiten ist.
  • 4,., Auf der Zeichnung ist eine Kokille darge-:1ellt, die sich besonders gut zur Herstellung "Utr Lager eignet, und zwar zeigt Abb. i einen senkrechten Schnitt, Abb. 2 eine Ansicht senkrecht zur Abb. r, Abb. 3 den Boden der Form, Abb. q. den Verschlußbügel, Abb. 5 einen Schnitt der Abb. q. nach Linie A-B.
  • i ist eine gußeiserne Kokille mit Griffen 2. Die Kokille ist derart gebohrt, daß sich ihr Innenraum von unten nach oben kegelförmig erweitert; am Boden befindet sich eine Öffnung 3. Ungefähr in der Höhe der Griffe 2 sind Knaggen q. vorgesehen, die zur Aufnahme des Bügels 5 bestimmt sind. 6 ist ein Bodeneinsatz aus Graphit, der strahlenförmig angeordnete Eingüsse 7 aufweist. 8 istb der Überlauf der Kokille.
  • Zunächst werden die Lagerschalenhälften unter Verwendung eines Spaltes von etwa 5 mm Breite an mehreren Stellen zusammengeschweißt (siehe Bezugszeichen 9 in Abb. 2) und vollkommen sauber ausgeschmirgelt. Die vom Schweißen herrührenden Anlauffarben sind vollständig zu beseitigen. Alsdann wird die zweckmäßig auf 5o° C vorerhitzte Schale in einen mit flüssigem Borax angefüllten Tiegel eingetaucht und 2 bis 3 Minuten darin gelassen. Die Schale wird dann herausgenommen und anschließend genau auf Mitte in die Kokille eingesetzt.
  • An der Oberseite jeder Schale ist ein Zapfen angefräst, der in der Kokille nach oben gerichtet sein muß, da über ihn der zurr Festhalten bestimmte Bügel 5 gelegt werden muß, der mit seinem unteren Ende den Zapfen umgreift, und so ein Verschieben der Schalen während des Gießens verhindert. Das Einlegen des zusammengeschweißten Lagerschalenpaares in die Kokille muß nach Möglichkeit beschleunigt werden, damit die Temperatur des Lagers nicht wesentlich absinkt. Sobald das Lagerschalenpaar durch die bei den Bügel 5 gesichert ist, wird in bekannter Weise eine mit Phosphorkupfer desoxy diente Metallegierung der oben angegebenen Art eingegossen. Das Eingießen erfolgt in die Mitte der Schalen, es wird -dabei soviel Werkstoff verwandt, daß ein Teil durch den Überlauf 8 ausfließt.
  • Die geschilderten, an sich bekannten Arbeitsgänge führen nur in ihrer Gesamtheit zu dem gewünschten technischen Erfolge.

Claims (1)

  1. PATP:NTANSPRTICHR; i. Verfahren zur Herstellung von Lagern aus durch Abschrecken nichthärtbarem ,Stahl bestehenden Lagerschalen und einem AusguB mit einer Kupfer-Blei-Legierung, dadurch geltennzeichnet, daß die Lagerschale zunächst in einem Boraabad auf die AusguBtemperatur von io5o° bis 10S3° C erhitzt, dann aus dem Boraxbad unmittelbar in die Kokille eingesetzt, mit dem Lagermetall ausgegossen und Kokille und Inhalt durch Einlegen in kaltes Wasser abgeschreckt und das Lager nach Entfernung aus der Kokille fertig bearbeitet wird. a. Die Verwendung eines Eisens, das bis o,3% Kohlenstoff, bis o,30lo Silicium und bis o,6 °/o Mangan enthält, als MJerkstoff für die Lagerschale nach Anspruch i. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, bestehend aus einer eisernen Kokille, deren Innenraum sich von unten nach oben kegelförmig erweitert und deren Boden aus einem mit strahlenförmigen Eingußkanälen versehenen Einsatz aus Graphit besteht.
DEL85295D 1934-02-07 1934-02-07 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Verbundgusslagerschalen Expired DE651234C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742721C (de) * 1941-08-12 1943-12-09 Kloeckner Werke Ag Verfahren zum Herstellen von Lagerschalen
DE748566C (de) * 1939-05-09 1944-11-04 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Verbundgusskoerpern
DE752894C (de) * 1938-10-25 1953-06-15 Walter Waldthausen Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Verbundgussteilen
DE755085C (de) * 1939-01-15 1953-07-20 Admos Bleibronze Dr Springorum Verfahren und Kokille zur Herstellung von Verbundgusslagern

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE752894C (de) * 1938-10-25 1953-06-15 Walter Waldthausen Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Verbundgussteilen
DE755085C (de) * 1939-01-15 1953-07-20 Admos Bleibronze Dr Springorum Verfahren und Kokille zur Herstellung von Verbundgusslagern
DE748566C (de) * 1939-05-09 1944-11-04 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Verbundgusskoerpern
DE742721C (de) * 1941-08-12 1943-12-09 Kloeckner Werke Ag Verfahren zum Herstellen von Lagerschalen

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