DE651111C - Verfahren zur Entfernung von niedrigsiedenden Aldehyden aus cyclischen AEthern, wie Dioxan - Google Patents

Verfahren zur Entfernung von niedrigsiedenden Aldehyden aus cyclischen AEthern, wie Dioxan

Info

Publication number
DE651111C
DE651111C DEE45813D DEE0045813D DE651111C DE 651111 C DE651111 C DE 651111C DE E45813 D DEE45813 D DE E45813D DE E0045813 D DEE0045813 D DE E0045813D DE 651111 C DE651111 C DE 651111C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dioxane
acid
aldehydes
ether
cyclic ethers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEE45813D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
LUDWIG EBERT DR
REINHARD BUELL DR
Original Assignee
LUDWIG EBERT DR
REINHARD BUELL DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by LUDWIG EBERT DR, REINHARD BUELL DR filed Critical LUDWIG EBERT DR
Priority to DEE45813D priority Critical patent/DE651111C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE651111C publication Critical patent/DE651111C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/78Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C45/81Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by change in the physical state, e.g. crystallisation
    • C07C45/82Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by change in the physical state, e.g. crystallisation by distillation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Entfernung von niedrigsiedenden Aldehyden aus cyclischen Äthern, wie Dioxan Die Anwesenheit von niedrigmolekularen Aldehyden, besonders von Formaldehyd und Acetaldehyd, behindert die Anwendung der sonst als Lösungs-, Extraktions-, Benetzungs-und Verdrängungsmittel hochwertigen eyclischen Äther vom Typus des Diox.a;ns. Zum Beispiel erweist es sich als störend, wenn man mit Hilfe von aldehydhaltigem Dioxan oder ähnlichen cyclischen Äthern das Wasser aus Mehl und anderen eiweißhaltigen.. Produkten o. dgl. verdrängen will. In diesem Fall reagiert nämlich der Aldehyd mit den Aminogruppen des Produletes, verschwindet also aus dem Dioxan und verursacht dadurch eine Änderung der Dielektrizitätsko.nstanbe des Verdrängungsmittels, die mit der Wasseraufnahme nichts zu tun hat; so wird eine Wasserbestiinmung des eiweißhaltigen Produktes ungenau.
  • Diese Art der Wasserverdrängung hat aber nicht nur für analytische Zwecke Bedeutung, sondern auch für präparative; es lassen sich empfindliche Stoffe in schonender Weise entwässern.
  • Es liegt daher ein bedeutendes Interesse vor, in einfacher und wirtschaftlich befriedigender Weise die Aldehyde aus derartigen Flüssigkeiten zu entfernen. Bisher gelang dies nicht; die reinsten käuflichen Doxanpräparate verschiedener Herkunft zeigen nämlich regelmäßig einen beträchtlichen, oft überraschend großen Gehalt an freiem Aldehyd; bei fraktionierter Destillation, selbst mit den wirksamsten Kolonnen, gehen die Aldehyde praktisch gleichmäßig mit allen Fraktionen über. Kennzeichnend für die bisherige Schwierigkeit der Aldehydentfernung ist eine Äußerung von K. Freudenb--erg und W. Nagel (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, Bd. 66, S.25. [i937]): »Nur durch wiederholtes Ausfriesen läßt sich die Reaktion mit fuchsinschweflig.er Säure in dem kurz mit Säure behandelten Dioxan zum Verschwinden bringen«. Ein solches höchst verlustreiches Verfahren kommt für praktische Zwecke nicht in Frage.
  • Man hat bereits im Laboratorium technisches Dioxan, welches mit Acet'alen verunreinigt war, zwecks Aufspaltung der Aeetale viele Stunden mit wässeriger Salzsäure am Rückflußkühler gekocht und die frei gewordenen Aldehyde durch langsames ]Durchleiten von Luft oder Kohlensäure entfernt, worauf zwecks Abtrennung einer wässerigen Schicht das Gemisch mit Kaliumhydroxyd versetzt wurde. Ganz abgesehen von der Umständlichkeit dieses zeitraubenden Verfahrens läßt sich auch bei Durchführung in größerem Maßstabe eine Entfernung der Aldehyde durch den Luftstrom nicht annähernd erzielen.
  • Es wurde die überraschende Beobachtung gemacht, daß man bei der Destillation cyclscher aldehydhaltiger Äther durch Zusatz der wässerigen Lösung von Chlorwasserstoff oder einer anderen flüchtigen anorganischen Säure eine derart beträchtliche Anreicherung von Aldehyd im Vorlauf erzielt, daß praktisch aller anwesende Aldehyd schon mit dem ersten Drittel des Äthers übergeht und. die zurückbleibende Hauptmenge völlig aldehydfrei ist. Durch den Wasserzusatz wird der Siedepunkt des Gemischvorlaufes stark
    unter den Siedepunkt der reinen. Flüssigke
    gesenkt. Bei Wahl der richtigen Mengenver-
    hältnisse läßt sich erreichen, daß während des temperaturkonstanten- Abdestillierens des. Vorlaufs; sowohl der gesamte Aldehyd als auch die gesamte Säure und nahezu die Gesamtmenge des Wassers übergeht. Der plötzliche Temperaturanstieg nach Aufbrauchen dieser sog. aceotropen Mischung fällt dann mit dem Beginn des Überganges der Hauptmenge einer aldehyd- und säurefreien, d. h.. also nahezu reinen Flüssigkeit zusammen, Die notwendigen Mengen der wässierigen Lösungen der flüchtigen Säuren, wie Chlorwasserstoff, Bromwasserstoff und schwefliger Säue, sind im Vorversuch leicht zu ermitteln. Bei der. folgenden Destillation im großen sind keine besonderen Frakti.onierkolonnen zu verwenden. Die Aldehyde gehen vollständig mit dem Vorlauf über, der auch die gesamte flüchtige Säure und die Hauptmenge des Wassers enthält. Bei Di.oxan geschieht dies -bei Temperaturen von etwa 86 bis 89°, dann folgt ein rascher Anstieg auf etwa 99° und vollkommen aldehydfreies Dioxan geht im engen Bereich von 99 bis i o i ° über. -Um das so gewonnene Dioxan von Wasser völlig zu befreien, kann man es mit allen neutralen und alkalischen Entwässerungsmitteln, z. B. CaC12 oder K O H oder metallischem Natrium behandeln. Auf Aldehydgehalt ist nach der sehr empfindlichen Methode der Ausfällung mit 2, 4-Dinitrophenylhydrazin zu prüfen.
  • Man versetzt beispielsweise Q96,25 Volumlrozent des technischen' Dioxans, das 20% Kld:ehyde enthält, mit o,3 Volumprözent, "36o/oiger Salzsäure und 3,45 Volumprozent Wasser bzw. statt dessen mit 1,25 Volumprozent z, 5n-Salzsäure und 2,5 Volumprozent H20 und destilliert. Zwischen 86 bis 89° destillieren 3o% des Gesamtproduktes über, welche die Gesamtmenge der Aldehyde enthalten, so daß die bei 9o bis ioi° übergehenden weiteren 70% des Dioxans vollkommen aldehyd- und salzsäurefrei sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Entfernung von niedrigsiedenden Aldehyden aus cyclischen Äthern, wie Dioxän, unter Verwendung von SalzsäuTe o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der aldehydhaltige Äther mit der wässerigen Lösung einer anorganischen; flüchtgen Säure, wie der Chlonvasserstoffsäure, Bromwass.erstoffsäure oder schwefligen Säure destilliert wird, wobei die verwandte Menge wässeriger Säure der Menge der Verunreinigungen so angepaßt wird, daß bei der Destillation die Ge-, samtmenge der Aldehyde und der wässerigen Säure" die mit einem geringen Teil des Äthers leine konstant- - und zwar niedriger als. der Äther und das Wassersiedende Mischung (:ein negatives Azeotrop) bilden, im Vorlauf entweicht und dann ,nach einer sprunghaften Steigerung der Temperatur der reine Äther abdestilliert wird.
DEE45813D 1934-07-20 1934-07-20 Verfahren zur Entfernung von niedrigsiedenden Aldehyden aus cyclischen AEthern, wie Dioxan Expired DE651111C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEE45813D DE651111C (de) 1934-07-20 1934-07-20 Verfahren zur Entfernung von niedrigsiedenden Aldehyden aus cyclischen AEthern, wie Dioxan

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEE45813D DE651111C (de) 1934-07-20 1934-07-20 Verfahren zur Entfernung von niedrigsiedenden Aldehyden aus cyclischen AEthern, wie Dioxan

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE651111C true DE651111C (de) 1937-10-07

Family

ID=7080079

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEE45813D Expired DE651111C (de) 1934-07-20 1934-07-20 Verfahren zur Entfernung von niedrigsiedenden Aldehyden aus cyclischen AEthern, wie Dioxan

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE651111C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2868806A (en) * 1957-11-12 1959-01-13 Dow Chemical Co Process for the purification of alkylene oxides

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2868806A (en) * 1957-11-12 1959-01-13 Dow Chemical Co Process for the purification of alkylene oxides

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0869936B1 (de) Verfahren zur destillation von alkoholen
DE844296C (de) Verfahren zur Herstellung von Allylacrylat durch Kondensation von Acrolein mit sich selbst
DE1618889C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Methylmercaptopropionaldehyd
DE651111C (de) Verfahren zur Entfernung von niedrigsiedenden Aldehyden aus cyclischen AEthern, wie Dioxan
DE1952333C3 (de) Verfahren zur Reinigung von 2-Äthylhexanol
CH406189A (de) Verfahren zur Gewinnung von reinen, ungesättigten, aliphatischen Nitrilen
DE932794C (de) Verfahren zur Reinigung von bei der Butanol-Aceton-Gaerung erhaltenem Aceton
DE483781C (de) Verfahren zur Darstellung ungesaettigter Alkohole
DE892894C (de) Verfahren zur Gewinnung von Essigsaeure und Methanol aus methylacetathaltigen Gemischen
DE659879C (de) Verfahren zur Herstellung von Glykoldialkylaethern
DE890947C (de) Verfahren zur Herstellung von Butandiol-(1, 4)-on-(2)
DE880284C (de) Verfahren zur Entfernung aldehydischer Verunreinigungen aus waesserigen Loesungen von aus Olefinen hergestellten Alkoholen
DE967515C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Kondensationsprodukten
DE847889C (de) Verfahren zur Reinigung roher ungesaettigter Aldehyde
DE489644C (de) Verfahren zur Darstellung von Paraformaldehyd
DE812073C (de) Verfahren zur Herstellung von Ketocarbonsaeuren
DE469555C (de) Verfahren zur Darstellung von Farnesol
DE942267C (de) Verfahren zur Herstellung von ª‰-Alkoxyaldehyden
DE706936C (de) Verfahren zur Herstellung reiner Glyoxalloesungen
DE953073C (de) Verfahren zur Herstellung des 6-[2', 6', 6'-Trimethyl- cyclohexen-(1')-yl]-4-methylheadie-(2,4)-aldehyds-(1)
DE693509C (de) Verfahren zum Aufarbeiten von verduennten, waessrigen Formaldehydloesungen
DE903456C (de) Verfahren zur Herstellung von ª‰-Methoxy-isobutyraldehyd
DE634549C (de) Verfahren zur Herstellung von Halogenalkylen neben wertvollen sauerstoffhaltigen Verbindungen
DE665792C (de) Verfahren zur Herstellung von Diaethylaminoaethanol
EP0001383B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Thionaphthen aus Thionaphthensulfonsäure