DE651025C - Vorrichtung zum Bilden eines Tabakvliesses - Google Patents
Vorrichtung zum Bilden eines TabakvliessesInfo
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- A24—TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
- A24C—MACHINES FOR MAKING CIGARS OR CIGARETTES
- A24C5/00—Making cigarettes; Making tipping materials for, or attaching filters or mouthpieces to, cigars or cigarettes
- A24C5/39—Tobacco feeding devices
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Bilden eines Tabakvließes auf der
mittelbar oder unmittelbar zur Strangrinne führenden laufenden Fläche bei einem Ausbreiter
für Zigarettenmaschinen, und sie bezweckt die Erzielung einer möglichst gleichmäßigen
Dichte des Tabakvließes. Insbesondere sollen die Ungleichmäßigkeiten, die durch das unregelmäßige Niederfallen des
Tabaks von der Zuführungsstachelwalze entstehen, ausgeglichen werden. Es ist bereits
vorgeschlagen worden, zu diesem Zweck zwischen die Auflockerungsvorrichtung und die
Austragwalze eine mit gesteuerten Mitnehmerstiften versehene Stopfwalze vorzusehen,
die mittels einer Reibungskupplung angetrieben wird. Bei dieser Einrichtung kann jedoch durch die in den Tabak eindringenden
Mitnehmerstifte leicht eine Beschädigung der empfindlichen Tabakfasern verursacht
werden.
Es ist ferner bereits bekannt, den Tabak aus dem Vorratsraum des Tabakausbreiters
an die Zuführungsstachelwalze durch einen Kanal heranzuführen, in dem ein Verdichten
der Tabakmasse stattfinden kann. Diese Einrichtung kann aber nicht unmittelbar auf die
Bildung des Tabakvließes wirken, sondern lediglich auf die Füllung des Stachelbelages
der Walze. Die Dichte und Gleichmäßigkeit des Tabakvließes auf der zur Strangrinne
laufenden Fläche ist dagegen abhängig von der Menge des Tabaks, die beim Abnehmen
des Tabaks von der Zuführungsstiftwalze an die den Tabak nach der Strangrinne führende
Fläche abgeliefert wird.
Gemäß der Erfindung bildet nun, um ein vollkommen gleichmäßiges Tabakvließ auf
dieser Fläche zu erzielen, die laufende Fläche, die den Tabak mittelbar oder unmittelbar zur
Strangrinne führt, den Boden eines Kanals mit glatten Wänden, aus dem der Tabak in
an sich bekannter Weise, z. B. mittels einer Stiftwalze, mit einer Geschwindigkeit entnommen
wird, die geringer ist als die Zuführungsgeschwindigkeit des Tabaks.
Die Zeichnung zeigt als Beispiel mehrere Ausführungen der Erfindung, und zwar ist
Fig. ι ein Schnitt durch die eine Ausführung;
Fig. 2 ist ein Schnitt, der einen Teil von Fig. ι in vergrößertem Maßstab zeigt;
Fig. 3 zeigt eine abgeänderte Ausführung; Fig. 4 ist eine Vorderansicht zu Fig. 2;
Fig. 5 ist ein Schnitt durch eine weitere Ausführung.
Gemäß Fig. 1 und 2 ist der Tabak in einem trichterförmigen Raum 1 enthalten und
wird in diesem Trichter durch eine Walze 2 getragen, welche die Tabakmasse nach der
Zuführungswalze 3 hinführt. Diese Walze nimmt eine gewisse Tabakmenge auf und
führt sie, wie durch den Pfeil angedeutet, aufwärts. Der Tabak liegt auf der Walze 3
in Form eines Vließes, und ein hin und her schwingender Absteifer 4 streicht über die
Oberfläche des Vließes, um die Tabakmenge zu regeln. Eine Bürstenwalze 5, die in der
in der Zeichnung gezeigten Drehrichtung umläuft, bürstet über die Oberfläche des Tabakvließes
und nimmt jeden Überschuß an Tabak "fort, nachdem der Tabak mittels einer Druckvorrichtung
6 in den Stachelbelag der Walze 3 hineingedrückt worden ist.
Wenn der von der Walze 3 aufgenommene Tabak unter der Bürstenwalze 5 hindurchgegangen
ist, wird er an eine Stelle gebracht, an welcher ihn ein federnder Kamm 7 gegen
die Walze 3 preßt, während eine Schlägwalze 8 den Tabak aus der Walze 3 herausschlägt
und ihn auf die Oberfläche einer glatten Walze 9 niederfallen läßt.
Die Tabakteilchen auf der Oberfläche der Walze 9 werden unter eine Walze 10 geführt,
· die in der in Fig. 1 und 2 angezeigten Drehrichtung
umläuft, und gelangen dann unter eine Wand 11. Es ist aus Fig. 1 und 2 zu
ersehen, daß die Oberfläche der Walze 9 mit der Walze 10 und der Wand 11 und den in
Fig. 4 ersichtlichen Seitenwänden 110 eine Kammer bildet, in welche die Tabakteilchen
taneingelangen und an deren Austrittsende eine umlaufende Stiftwalze 12 angeordnet ist,
deren Drehrichtung derjenigen der Walze 9 entgegengesetzt ist und welche die Vorwärtsbewegung
des Tabaks verhindert. Die Wand
11 ist an der Eintr-ittsseite der Kammer aufwärts
gebogen, und bildet ein Mundstück, 'und
an dem entgegengesetzten Ende ist sie mögliehst dicht an die Fläche der Stiftwalze 12
herangebracht, jedoch so, daß eine gewisse von der Wand ausgeführte Bewegung möglich ist.
Die innere Fläche der Wand 11 ist im
wesentlichen parallel zu der Fläche der Walze 9. Es hat sich aber als zweckmäßig
erwiesen, daß die Flächen 9 und 11 sich ein wenig von der Einlaßseite nach der Auslaßseite
hin einander nähern, nur darf das Zusammenlaufen nicht so groß sein, daß ein
Stoßen oder Klemmen in der Kammer erfolgt.
Die Tabakteilchen werden durch die Walze 9
in die Kammer hineingeführt, und die Walze
12 verhindert ihren sofortigen Austritt, da sie mit einer geringeren Geschwindigkeit umläuft
als die Walze 9, so daß ein Tabakyließ
gebildet wird, welches sich über die ganze Länge der Kammer erstreckt. Die Walze 12
entfernt dann den Tabak von dem in der
. Kammer gebildeten Vließ, und zwar wird der Tabak mit einer geringeren Geschwindigkeit
entfernt, als er in die Kammer einströmt.
Unter der Stiftwalze 12 ist eine konkave Wand 13 so dicht unterhalb der Walze vorgesehen,
daß letztere gerade frei umläuft. Die Wand 13 dient zugleich als Schaber für die
Walze 9, so daß das Tabakvließ von der rascher laufenden Walze 9 entfernt und durch
die Zähne der Stiftwalze 12 weggeführt wird.
Der von der Walze 12 aufgenommene und über die konkave Fläche 13 geführte Tabak
wird dann von der Schlagwalze 14 abgenommen und in die Strangrinne 15 geworfen.
Der Trog 15 kann zur Bildung des Zigarettenstranges oder zur Bildung eines ununterbrochenen
Füllstranges für eine Tabakpackmaschine dienen.
Das Vließ, das in der Kammer gebildet wird, wird ständig nach der Walze 12 hin
bewegt, und bei dem in Fig. 1, 2 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel wird, um die
Vorwärtsbewegung des Tabaks nach der Walze 12-hin zu unterstützen, die Wandn
von Lenkern 16 und 17 getragen, welche an exzentrischen Spindeln 18 und 19 angeordnet
sind. Die Spindeln werden von dem Hauptantrieb der Maschine aus in Umlauf gesetzt,
so daß sie die Wand 11 im Sinne des Tabakvorschubes bewegen. Die Geschwindigkeit
der Wand ist geringer als die Umfangsgeschwindigkeit der Walze 9, aber größer als
die Umfangsgeschwindigkeit der Walze 12. An Stelle der beweglichen Wand 11 kann
man auch eine feste Wand anordnen.
Bei der abgeänderten Ausführungsform der
Erfindung gemäß Fig. 3 ist die Wand 11 durch mehrere nebeneinander angeordnete
Walzen 20 ersetzt, deren Drehachsen in einer Linie angeordnet sind, die etwa parallel zu
dem Umfang der Walze 9 liegt oder nach der Ausgangsseite des Tabaks hin ein wenig
naher an. die Walzen herantritt. Die Walzen 20 drehen sich in der in Fig. 3 angedeuteten
Richtung, aber ihre Umfangsgeschwindigkeit istgeringer als die Umfangsgeschwindigkeit der Walze 9 und größer als diejenige
der Walze 12. Zwischen den Walzen 20 und 12 kann eine Platte 100 vorgesehen 'werden,
wenn die Lücke zwischen den Walzen so breit ist, daß die Wirkung des Verdichten?
des Tabaks in dem Raum innerhalb der Kam- n° mer dadurch beeinträchtigt werden kann.
Bei dieser Ausführungsform der Erfindung wird das Vließ in dem Raum zwischen den
Walzen 20 und der Walze 9 in der gleichen Weise gebildet, wie vorher beschrieben, und
es wird durch die Wirkung der Walzen 9 und 20 nach der Walze 12 hin bewegt und
dann von ihr wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel entnommen.
Bei der in Fig. 5 gezeigten Ausführung wird die Wand durch ein endloses Band 21
oder mehrere endlose Bänder gebildet, und
die Geschwindigkeit dieses Bandes oder der Bänder ist geringer als die Umfangsgeschwindigkeit
des glatten Bandes 90, aber größer als diejenige der Walze 12. Zur Führung der
Bänder sind Platten 91 und 92 vorgesehen. Wie bei der Ausführung nach Fig. 3 kann
auch hier nötigenfalls zwischen der Walze 12 und der Walze oder den Walzen 101, um
welche das Band 21 herumläuft, eine Platte 100 vorgesehen sein.
Statt des endlosen bewegten Bandes 21 kann auch eine Platte vorgesehen sein, deren
untere Fläche parallel zu der Fläche des Bandes 90 liegt. Diese Platte kann entweder,
wie in Fig. 2, bewegt werden oder feststehend sein; sie kann auch etwas konvergieren.
Schließlich kann auch eine Reihe nebeneinander angeordneter Walzen zur Bildung der
oberen Wand der Kammer angewendet werden.
Bei allen Ausführungsbeispielen entspricht
die Höhe der bewegten Fläche der Wand oberhalb der glatten Walze 9 bzw. des glat-
■ ten Bandes 90 der Stärke des gewünschten Tabakvließes, aber bei der Ausführung nach
Fig. ι und 2, bei der die Entfernung der Wand 11 von der Walze 9 sich ständig ändert,
wird die Stärke des Vließes der geringsten Entfernung dieser Wand von der Walze 9
entsprechen.
Wie bereits erwähnt, können die einander gegenüberliegenden breiten Wände der Kammer
ein wenig von der Einlaßseite nach der Auslaßseite hin konvergieren.
Falls erforderlich, kann die Höhe der Wand oberhalb der Walze 9 oder des Bandes 90
entweder von Hand oder selbsttätig einstellbar sein, um zu verhindern, daß die Länge
des gebildeten Vließes zu klein oder zu groß wird. An Stelle einer Änderung der Höhe
der Wand oder gleichzeitig mit einer solchen Änderung kann auch die Geschwindigkeit der
sich bewegenden Flächen geändert werden, um mehr oder weniger Tabak der Stiftwalze
12 zuzuführen.
Es ist nicht unbedingt erforderlich, daß der Auslaß der Kammer durch eine Stiftwalze
verschlossen wird, man kann vielmehr die gleiche Wirkung auch dann erzielen, wenn
sich an die umlaufende Walze 9 oder das Band 90 eine langsamer laufende Walze oder
ein langsamer laufendes Band anschließt und die Gegenwand sich so weit erstreckt, daß der
letzte Teil der Kammer zwischen dieser Gegenwand und dem langsamer laufenden Band gebildet wird. Die Abnahme des Tabaks
kann alsdann am Ende des langsamer laufenden Bandes durch eine Stiftwalze o. dgl. erfolgen.
Wesentlich für die Erfindung ist nur, daß der Tabak mit größerer Geschwindigkeit
der Kammer zugeführt wird als diejenige, mit der er aus der Kammer entfernt wird, so
daß in der Kammer ein Verdichten des Vließes erfolgt.
In dem sich ergebenden Vließ werden eine große Zahl von Tabakfäden quer zur Bewegungsrichtung
des Vließes liegen. Dies ergibt sich daraus, daß die Tabakfäden auf einer Fläche liegen, welche unter ihnen weggleitet.
Je mehr die Fäden voneinander getrennt sind, bevor sie in" dem Kanal gestaut werden, desto
größer wird der Hundertsatz an Fäden in dem fertigen Vließ sein, welche quer liegen,
und je größer der Hundertsatz der querliegenden Fäden ist, desto gleichmäßiger ist
die Entnahme mittels der Stiftwalze 14.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Bilden eines Tabakvließes auf der mittelbar oder unmittelbar
zur Strangrinne führenden laufenden Fläche bei einem Ausbreiter für Zigarettenmaschinen,
dadurch gekennzeichnet, daß die laufende Fläche den Boden eines Kanals mit glatten Wänden bildet, aus
dem der Tabak in an sich bekannter Weise,
z. B. mittels einer Stiftwalze, mit einer Geschwindigkeit entnommen wird, die geringer
ist als die Zuführungsgeschwindigkeit des Tabaks.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Kanalboden
(9, 90) gegenüberliegende Wand durch eine oder mehrere Flächen gebildet wird, die sich in der Tabakvorschubrichtung
bewegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit
der dem Kanalboden gegenüberliegenden Fläche oder Flächen geringer ist als die Geschwindigkeit der den Kanalboden
bildenden Fläche (9, 90).
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Kanalboden
gegenüberliegende Wand aus mehreren dicht nebeneinanderliegenden umlaufenden Walzen besteht, deren Achsen
in einer parallel zum Kanalboden liegenden Ebene angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung
einer einzigen Fläche als Kanaldecke neben ihrer Bewegung in der Bewegungsrichtung
des Tabaks auch eine solche in der Richtung nach dem Tabakvließ hin und von diesem fort ausführt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
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- BE BE410486D patent/BE410486A/xx unknown
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1934
- 1934-07-20 GB GB21297/34A patent/GB441402A/en not_active Expired
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1935
- 1935-06-19 FR FR791426D patent/FR791426A/fr not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB441402A (en) | 1936-01-20 |
| US2149925A (en) | 1939-03-07 |
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