DE650728C - Anordnung zur Regelung des Kraftflusses bei einem Dauermagneten - Google Patents

Anordnung zur Regelung des Kraftflusses bei einem Dauermagneten

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DE650728C
DE650728C DEB168619D DEB0168619D DE650728C DE 650728 C DE650728 C DE 650728C DE B168619 D DEB168619 D DE B168619D DE B0168619 D DEB0168619 D DE B0168619D DE 650728 C DE650728 C DE 650728C
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Max Baermann GmbH
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F7/00Magnets
    • H01F7/02Permanent magnets [PM]
    • H01F7/04Means for releasing the attractive force

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Measurement Of Length, Angles, Or The Like Using Electric Or Magnetic Means (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Regelung des Kraftflusses bei einem Dauermagneten bzw. der Feldstärke im Luftspalt der zugehörigen Magnetpole.
Bisher wurde die Änderung des Kraftflusses bei Magnetsystemen, sei es, daß es sich um permanente oder um Elektromagnet© handelte, in der Weise bewirkt, daß entweder der Luftspalt vergrößert oder ein veränderlicher Nebenschluß den beiden Magnetpolen parallel geschaltet wurde. Es ist auch schon bekannt, die Regelung des Kraftflusses durch Veränderung der Lage der Polflächen des Magneten gegenüber den zugehörigen PoI-schuhansätzen .herbeizuführen. Bei dieser bekannten Anordnung ist der Dauermagnet beweglich angeordnet, derart, daß die Entfernung der Polflächen von den Polschuhen durch eine Kippbewegung geändert wird. In diesem Fall wird aber das Magnetfeld nicht allmählich, sondern mit Beginn der Kippbewegung zunächst sprunghaft geändert, denn im Augenblick des Abhebens wächst der magnetische Widerstand durch den entstehenden Luftspalt plötzlich an. Es ist dadurch nicht möglich, eine lineare oder nach einem bestimmten Gesetz verlaufende Kraftflußabnahme in dem magnetischen Kreise zu erzielen. Die Nachteile werden gemäß der Erfindung durch eine Anordnung behoben, welche dadurch gekennzeichnet ist, daß der Dauermagnet zwischen den zugeordneten, als Führungsflächen dienenden Polschuhen und sich daran anschließenden Führungsleisten aus unmagnetischem Stoff verschiebbar angeordnet ist, so daß die wirksamen Polflächen in veränderlichem Maße mit den den Luftspalt begrenzenden Polschuhen in magnetschlüssiger Berührung stehen.
Dieser Maßnahme liegt die Erkenntnis zugrunde, daß insbesondere bei permanenten Magneten großer Koerzitivkraft und Remanenz die Permeabilität verhältnismäßig klein ist, so daß die Stärke des Magnetflusses in hohem Grade von der Verminderung oder von der Vergrößerung der Flächenberührung zwischen Magneten und Polschuhen abhängt.
Die mit der erfindungsgemäßen Anordnung erreichbaren Vorteile bestehen darin, daß einerseits der Kraftfluß sehr gleichmäßig und in meßbaren Grenzen abnimmt und daß andererseits ein sehr großer Riegelbereich erzielt wird, sofern die Polschuhe bzw. die daran anschließenden Führungsleisten aus unmagnetischem Stoff hinreichend lang sind. Die langsame und stetige Abnahme des magnetischen Flusses und die genaue Einstellbarkeit der Feldstärke im Luftspalt wird besonders auch dadurch ermöglicht, daß der Magnetkörper während der Verschiebbewe-
gung keinen Augenblick mit den Polschuhen außer Flächenberührung kommt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird der Magnet in seiner Endstellung,, in welcher er sich außerhalb des Bereiches der Polschuhe befindet, von einer ihn umschließenden Haube, aus ferromagnetischem Stoff aufgenommen, wobei zweckmäßig die Haube gegenüber den Polschuhen durch Führungsstücke aus unmagnetischem Stoff magnetisch isoliert ist. Da diese Haube oder Kappe den Magneten mindestens von drei Seiten umschließt, wird seine Streuwirkung in bezug auf die Polschuhe, deren Bereich er in dieser Stellung bereits verlassen hat, vollständig aufgehoben, so daß im Luftspalt zwischen den Polschuhen praktisch eine meßbare Feldstärke nicht mehr nachweisbar ist. Diese Anordnung ist besonders dann von Vorteil, wenn der Magnet zum Festhalten von Gegenständen bestimmt ist, da zum Zwecke des leichten Abhebens von der ferromagnetischen Unterlage die Polschuhe vollkommen unmagnetisch gemacht werden können.
Die Anordnung gemäß der Erfindung kann aber auch vorteilhaft dazu benutzt werden, um in einem veränderlichen Luftspalt eine zahlenmäßig bestimmte Feldstärke herzustellen. Zu diesem Zweck sind jochartig ausgebildete, zwecks Veränderung des Luftspaltes in ihrem Abstand gegeneinander verstellbare Polschuhe mit Führungsstücken aus unmagnetischem Stoff versehen, zwischen denen der Magnet aus dem Bereich der Polschuhe heraus verschiebbar ist, wobei die jeweilige Lage des Magneten auf einer entsprechend geeichten Skala den Wert der Feldstärke unmittelbar angibt, die im Luftspalt bei dieser Stellung gerade vorhanden ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigt
Abb. ι eine Magnetanordnung mit Ableseskala im Längsschnitt und
Abb. 2 in Seitenansicht,
Abb. 3 eine Magnetanordnung, bei welcher in der dem Anker abgewandten Endstellung der magnetische Körper von einer Haube aus ferromagnetischem Stoff aufgenommen wird, in senkrechtem Längsschnitt.
Die Magnetanordnung besteht (vgl. Abb. 1 und 2) aus den beiden hufeisenförmig gebogenen, den Luftspalt α bildenden Polschuhen b, die von den Platten c aus unmagnetischem Stoff zusammengehalten werden, wobei in dem gebildeten Hohlraum zwischen den Platten einerseits und den Polschuhen andererseits ein Dauermagnet d verschoben werden kann. An die Polschuhe schließen sich Führungsleisten e aus unmagnetischem Stoff an, zwischen welche der permanente Magnet d bewegt wird (vgl. die gestrichelte Stellung in Abb. 1). Dieser Magnet besitzt einen Zeiger /, welcher auf einer Skala g die jeweilige Stellung des Magneten und damit auch die
■ Größe der in dem von den Polschuhen b ' gebildeten Luftspalt α vorhandenen Feldstärke zahlenmäßig angibt. Bei dieser Anordnung kann der Magnet vollständig aus dem Bereich der Polschuhe herausbewegt werden. In dieser Endstellung ist zwar die Feldstärke im Luftspalt sehr gering, aber immer noch meßbar vorhanden.
Bei der Ausführung gemäß Abb. 3 ist der magnetische Körpern zwischen Polschuheni geführt und kann mittels einer daran befestigten, durch ein Zahngetriebe o. dgl. betätigten Stange 0 auf und ab bewegt werden. Der Übergang zwischen den Polschuhen i zu der Haube m wird durch Führungsleisten k aus unmagnetischem Stoff, wie z. B. Messing, Aluminium o. dgl., bewirkt. In der äußersten Endstellung wird der Magnet von einer ihn seitlich umfassenden Haube tn aus ferromagnetischem Stoff aufgenommen, die den Magneten in sich kurzschließt. Da außerdem eine ferromagnetische Verbindung mit den Polschuhen nicht besteht, so sind diese vollständig unmagnetisch, so daß also in dieser Endlage keinerlei magnetische Wirkungen auf den Anker ρ ausgeübt werden. Die Magnetanordnung findet vorteilhaft Verwendung bei Haltevorrichtungen für Werkzeugmaschinen, für Spannfutter sowie auch in der Meßtechnik zur Veränderung des Nebenschlusses bei Meßinstrumenten.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    ι. Anordnung zur Regelung des Kraftflusses bei einem Dauermagneten, dessen Lage gegenüber dem von den Polschuhen gebildeten Luftspalt veränderlich ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Dauermagnet zwischen den zugeordneten, als Führungsflächen dienenden Polschuhen
    ■ und sich daran anschließenden Führungsleisten aus unmagnetischem Stoff verschiebbar angeordnet ist, so daß die wirksamen Polflächen in veränderlichem Maße mit den den. Luftspalt begrenzenden Polschuhen in magnetschlüssiger Berührung stehen. ■
  2. 2. Anordnung nach Anspruch. 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Endstellung, in welcher der Magnet sich -außerhalb des Bereiches der Polschuhe befindet, dieser von einer ihn umschließenden Haube oder Kappe aus ferromagnetischem Stoff aufgenommen wird, wobei zweckmäßig die Haube gegenüber den Polschuhen duich Führungsstücke aus unmagnetischem Stoff magnetisch isoliert ist.
    3· Anordnung nach Anspruch ι, da-. durch gekennzeichnet, daß jochartig ausgebildete, zwecks Veränderung des .Luftspaltes in ihrem Abstand gegeneinander verstellbare Polschuhe mit Führungsstükken aus unmagnetischem Stoff versehen sind, zwischen denen der Magnet aus dem Bereich der Polschuhe heraus verschiebbar ist, wobei die jeweiligie Stellung des Magnetkörpers auf einer Skala den Wert der Feldstärke angibt, die im Luftspalt bei dieser Stellung vorhanden ist.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen
DEB168619D 1935-02-12 1935-02-12 Anordnung zur Regelung des Kraftflusses bei einem Dauermagneten Expired DE650728C (de)

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