DE65037C - Vorrichtung zum Einfräsen von Zapfen und Schlitzen mittelst umlaufenden Fräsers auf Langlochbohrmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zum Einfräsen von Zapfen und Schlitzen mittelst umlaufenden Fräsers auf LanglochbohrmaschinenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27F—DOVETAILED WORK; TENONS; SLOTTING MACHINES FOR WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES
- B27F1/00—Dovetailed work; Tenons; Making tongues or grooves; Groove- and- tongue jointed work; Finger- joints
- B27F1/02—Making tongues or grooves, of indefinite length
- B27F1/04—Making tongues or grooves, of indefinite length along only one edge of a board
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung zur Herstellung von Zapfen und
Schlitzen mittelst der Langlochbohrmaschine, und ergänzt die neue Vorrichtung die Langlochbohrmaschine
gewissermafsen zu einer Specialmaschine für die Herstellung von Zapfen und Schlitzen.
Die hierbei erzielte Arbeitsleistung ist, was Genauigkeit und Geschwindigkeit in der Fertigstellung
anbetrifft, genau der einer Specialmaschine gleich, wenn auch allerdings die
Gröfse der Zapfen und Schlitze durch die Construction der jeweilig verwendeten Langlochbohrmaschine,
mit welcher die nachstehend eingehender beschriebene Vorrichtung verbunden wird, begrenzt ist.
Auf die Spindel der Langlochbohrmaschine wird in entsprechender Weise ein am besten
S-förmig geschweifter Fräser gesetzt und in schnelle Umdrehung versetzt. Die Längsachse
des Fräsers V läuft in einer senkrechten Ebene um. Ueber dem Fräser wird das zu bearbeitende Holzstück ebenfalls senkrecht eingespannt
und allmälig dem Fortgang der Arbeit entsprechend dem Fräser zugeführt.
Auf diese Weise läfst es sich erreichen, dafs in dem Holzstück ein oder mehrere
Zapfen bezw. Schlitze hergestellt werden. Zum Festhalten sowie zum schnellen Einstellen des
Arbeitsstückes dient die nachstehend beschriebene Vorrichtung, welche mit ihrer Grundplatte
α am besten die ganze Tischfläche b der jeweilig verwendeten Bohrmaschine bedeckt.
Die Verbindung der Grundplatte α mit der Tischfläche kann in bekannter Weise durch
Kopfschrauben c geschehen, welche durch entsprechende Bohrungen der Grundplatte gehen.
Die senkrechte Führung des Holzes folgt, indem man das Arbeitsstück d vermittelst eines
Prismenführung h h1 an der Leiste g
laufenden . gekröpften Spannstückes i, Fig. 4
und 5, gegen die glatt gehobelte Leiste b vermittelst einer Hebeldruckvorrichtung prefst.
Diese Druckvorrichtung bildet den wesentlichsten Theil der neuen Vorrichtung. Dieselbe
ist auf jede wirklich in Betracht kommende Holzstärke einstellbar und bewirkt durch einfachen Druck auf den Hebelarm e
ein aufserordentlich starkes Festspannen des Arbeitsstückes. Durch Anheben des Hebels
wird das Arbeitsstück frei und das Spannstück so weit zurückgeschoben, dafs ein bequemes
Herausnehmen bezw. Wenden des Werkstückes sowie ein erneutes Einspannen desselben schnell
bewirkt werden kann.
Das Spannstück i ist mit der Kröpfung /, welche beim Anziehen der Vorrichtung über
die Leiste g tritt, versehen, damit der Arm i1
desselben nach Bedarf der Leiste b genähert werden kann. Die Verstellbarkeit des Spannstückes
auf die verschiedenen in Betracht kommenden Holzstärken wird mittelst eines
Stiftes f bewirkt, der in einem Schlitz m geführt und vermittelst einer Schraubenmutter η
beliebig festgestellt werden kann.
Dieser mit einem Band ο versehene Stift bewegt sich dann in starrer Verbindung mit dem
Spannstück i und überträgt die Bewegung des
Hebels e auf dasselbe durch einen Ansatz p, welcher in eine excentrische Nuth q des
Hebels e eingreift (Fig. 6). Letzterer ist mit einem Loch r versehen, durch welches ein
Zapfen geführt wird, der in dem mit dem Gestell der Vorrichtung fest verbundenen Ansatz
5 befestigt ist. Indem der Hebel um den Zapfen schwingt, wird der in die Nuth q eingreifende
Ansatz ρ mitgenommen, um durch die Prismenführung dessen Bewegung und damit
die des Spannstückes in eine geradlinige umgesetzt.
Die Vorrichtung wirkt nun in folgender Weise:
Die Langlochbohrmaschine hat eine Spindel mit einem Loch zur Aufnahme der Bohrer. In
dieses Loch wird ein Bolzen, ähnlich wie bei Fräsmaschinen, eingespannt, der eine Anzahl
verschieden starker Lehrringe t trägt, die vermittelst einer Mutter u fest an einander gespannt
werden. Auf diesem Bolzen zwischen den Lehrringen t wird der Fräser ν zum Ausfräsen
der Schlitze aufgespannt. Dieser Fräser kann entweder eine glatte oder eine profilirte
Schneide haben, der Form des auszufräsenden Schlitzes entsprechend. Einige Profile, die
hauptsächlich hierbei in Betracht kommen, sind in der Zeichnung in Fig. 7 dargestellt.
Zur Anfertigung von Zapfen dagegen werden, falls man es nicht vorzieht, einen besonders
geformten Fräser anzuwenden, zwei Fräser auf den Bolzen aufgesetzt und festgespannt, und
zwar in der Weise, dafs zwischen beiden ein Lehrring, der der Stärke des anzufertigenden
Zapfens entspricht, eingefügt wird, wobei die Fräser selbstverständlich wieder glatte oder
profilirte Schneiden haben können. Der Abstand des Zapfens oder Schlitzes von der
Bundseite des Arbeitsstückes wird bestimmt durch die genaue Einstellung der im Support
gelagerten Bohrwelle, woran sich Einsatzbolzen mit den Fräsern befinden, zum Apparat. Diese
Einstellung geschieht mittelst des am Bohrspindelsupport befindlichen Handhebels und
wird dieselbe durch Anziehen einer Schraube der Supportführung festgestellt. Nachdem das
Holzstück durch Herabdrücken des Hebels in der Vorrichtung nun festgespannt ist, wird die
Vorrichtung sammt dem Tisch, worauf dieselbe befestigt ist, mittelst des an der Bohrmaschine
befindlichen Hebels oder einer sonstigen entsprechenden Vorrichtung für die
waagrechte Bewegung oder mittelst Hand an dem dafür bestimmten Griff dem rotirenden
Fräser zugeführt, der, gegen das Werkstück arbeitend, den Schlitz oder Zapfen fertig fräst.
Bei schwerer zu verarbeitendem ästigen oder harten Holz können für sehr grofse Zapfen
statt der beiden Fräser zwei Kreissägen zwischen die Lehrringe eingeklemmt werden. Alsdann
werden die Querschnitte der Zapfen von Hand gemacht und ein etwaiges Profil an den
Brüstungen mittelst der profilirten Fräser später angefräst. Dieses wird jedoch nur durch die
Leichtigkeit der gerade verwendeten Langlochbohrmaschine und durch zu geringe Riemenbreite der Antriebsriemen nöthig, da bei genügend
schwerer Langlochbohrmaschine, bei welcher die Tischfläche in den erforderlichen
Abstand von der Bohrspindel gebracht werden kann, selbst grofse und schwere Zapfen und
Schlitze mit Leichtigkeit und gröfster Sauberkeit ausgeführt werden können.
Die Vorrichtung eignet sich für alle wagerecht arbeitenden Langlochbohrmaschinen, bei
denen der Tisch senkrecht und durch Support wagerecht bewegbar ist und bei welchem die
Bohrspindel mit Support dem Holz zugeführt ist.
Die mit der Vorrichtung ausgerüstete Langlochbohrmaschine eignet sich zur Herstellung
aller Arten von Zapfen oder Schlitzen, besonders für die Fenster-, Thüren- und Möbelfabrikation.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung zum Einfräsen von Zapfen und Schlitzen mittelst umlaufenden Fräsers auf Langlochbohrmaschinen, gekennzeichnet, durch den mit der excentrischen Nuth q versehenen Hebel e, welche durch einen in die Nuth eingreifenden Stift des Spannstückes «dieses gegen das Arbeitsstück zu pressen, sowie beim Anheben das Spannstück von letzterem zu entfernen gestattet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE65037C true DE65037C (de) |
Family
ID=338864
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT65037D Expired - Lifetime DE65037C (de) | Vorrichtung zum Einfräsen von Zapfen und Schlitzen mittelst umlaufenden Fräsers auf Langlochbohrmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE65037C (de) |
-
0
- DE DENDAT65037D patent/DE65037C/de not_active Expired - Lifetime
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