DE649746C - Verschlussabdichtung fuer Schusswaffen - Google Patents

Verschlussabdichtung fuer Schusswaffen

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DE649746C
DE649746C DEH144910D DEH0144910D DE649746C DE 649746 C DE649746 C DE 649746C DE H144910 D DEH144910 D DE H144910D DE H0144910 D DEH0144910 D DE H0144910D DE 649746 C DE649746 C DE 649746C
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sealing
seal
firearms
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necessary
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A3/00Breech mechanisms, e.g. locks
    • F41A3/64Mounting of breech-blocks; Accessories for breech-blocks or breech-block mountings
    • F41A3/74Obturating or packing devices for gas leak prevention in breech mechanisms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)
  • Gasket Seals (AREA)
  • Bolts, Nuts, And Washers (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Verschlußabdichtung für Schußwaffen, die sich gegenüber der bekannten Abdichtung mittels !patronenhülse und gegenüber der sog. plastisehen Abdichtung durch eine beträchtliche Einfachheit und Verläßlichkeit bei ihrer Benützung auszeichnet. Wie bekannt, beruht der Vorteil einer Patronenhülse gegenüber einer plastischen Abdichtung darin, daß in der Patronenhülse die Zündkapsel und gegebenenfalls alles übrige eingesetzt ist, was mit der Entzündung der Pulverfülluiig zusammenhängt, während bei der plastischen Abdichtung ein besonderes Zündmittel benötigt wird, welches bei jedem Schuß eine besondere Manipulation erfordert.
Eine Abdichtung vermittels der Patronenhülse besitzt jedoch eine Reihe von Nachteilen, wie z. B. die Länge der Patronenhülse,
ao ihr Gewicht, als auch der beträchtliche Verbrauch an veredelten Metallen oder anderen Stoffen, die zu ihrer Herstellung notwendig sind. Der schwerwiegendste Nachteil ist in der Länge der Patronenhülse begründet, die insbesondere bei der Beseitigung der leeren Patronenhülse nach jedem Abschuß aus der Waffe ins .Gewicht fällt.
Das Prinzip der Abdichtung mittels der Patronenhülse rechnet mit einer bestimmten Länge derselben, da das Andrücken des Dichtungsmittels an die Wände der Verbrennungskammer der Schußwaffe durch den unmittelbaren Druck der Gase ohne jedwede Vervielfachung geschieht. Im. Gegensatz dazu beruht bei der plastischen Abdichtung der grundsätzliche Vorteil in der Vervielfachung des Druckes. Die Patronenhülse wird nur einmal verwendet, und ihre zufällige Beschädigung beim Abschuß ist nicht schwerwiegend, da für den nächsten Abschuß eine neue 4<> Patronenhülse verwendet wird. Die plastische Abdichtung dagegen muß so verläßlich sein, daß sie ohne geringste Beschädigung einer großen Anzahl von Schüssen standhält.
Vorliegende Erfindung löst die Abdichtung auf eine solche Art, daß sämtliche Fehler und Nachteile der früher benützten Abdichtungsarten vermieden werden und daß bei einfacher Konstruktion eine vollkommene Verläßlichkeit und leichte Handhabung bei der Benützung gewährleistet wird. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die in bekannter Weise mit einer zur Abdichtung dienenden, aus deformierbarem Material hergestellte Abdichtungsplatte, die in Richtung gegen den Verschlußkopf gewölbt ist, erfindungsgemäß eine derartige Wölbung der Abdichtungsplatte aufweist, daß der konkave Teil der
Wölbung in Richtung gegen den Verschlußkopf zu liegt, wobei diese Abdichtungsplatte gleichzeitig den Träger der Zünderkapsel bzw der für die Entzündung notwendigen Teile! bildet. Weitere Kennzeichen dieser Anordnung sind aus der nachfolgenden Beschreibung und der beiliegenden Zeichnung ersichtlich, auf welcher der Gegenstand in verschiedenen Ausführungen in den Abb. ι bis 4 dargestellt ist.
In allen diesen Abbildungen ist α der Verschluß der Schußwaffe, in welchem der Schlagbolzen e gelagert ist, während b den hinteren Teil des Geschützrohres darstellt. Die eigentliche Abdichtung wird hier mittels einer dünnen Scheibe c durchgeführt, welche an die Pulverladung in entsprechender Weise derart angeschlossen wird, daß die Ladung dieser beiden Elemente gleichzeitig erfolgt. Diese Scheibe c ist von der Mitte gegen den Umfang hin nach innen ausgewölbt oder gewellt und deformiert sich beim Abschüsse derart, daß die Wölbung zu -einer ebenen Fläche zerdrückt wird, wodurch die Abdichtung erfolgt. Abb. 1 veranschaulicht in der linken Hälfte die Scheibe vor der Deformation, also vor dem Abschuß, während in der rechten Hälfte, nach dem Abschuß, sobald die Deformation, das ist die Zerdrükkung der Wölbung, in eine Ebene des Verschlußkopfes und somit die entsprechende Abdichtung eingetreten sind. Der Druck der Gase ρ beim Abschüsse wird mit entsprechender Vervielfachung als Druck P an den Umfang der Scheibe übertragen. Diese Vervielfältigung des Druckes ist dadurch bedingt, daß bei der Zerdrückung der Scheibenwölbung in die Ebene die Scheibe sich im Durchmesser vergrößert und dadurch einen beträchtlichen Druck auf ihr Lager im Schußwaffenrohr ausübt.
Die Abdichtungsscheibe bildet gleichzeitig einen Träger der Zündkapsel d bzw. den Träger weiterer Teile, die für eine anstandslose Entzündung der Pulverfüllung notwendig sind. Da diese Scheibe gegenüber der üblichen Patronenhülse sehr kurz ist, kann sie leicht nach dem Abschuß aus der Waffe entfernt werden, denn sie wird grundsätzlich immer nur einmal benützt. Deshalb muß diese Dichtungsvorrichtung einfach in der Erzeugung sein und wenig Stoff (Metall u.dgl.) erfordern, welche Bedingungen hier ganz erfüllt sind.
Die untere Seite des Dichtungsringes c ist mit einer entsprechend profilierten Ausnehmung / versehen, wie aus Abb. 2 bis 4 ersichtlich, welche beim Abschuß in eine analoge Ausnehmung des Verschlußkopfes eingreift. Wie aus den Abb. 2 bis 4 ersichtlich, ist die zuletzt erwähnte Ausnehmung nur auf dem halben Umfange des Verschlußkopfes angeordnet, so daß sie für das axiale Herausziehen der Dichtungsscheibe c aus ihrem '^kiger genügt, ohne die seitliche Einpressung •!"der Scheibe zu behindern.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Abb. 3 ist die Dichtungsscheibe c auf der oberen Seite mit einem besonderen Dichtungsrand g versehen, welcher mit Vorteil so bemessen wird, daß derselbe schon während des Ladens, gegebenenfalls unter Deformation in das Rohrlager zum Anliegen gelangt und dadurch die erste Phase der Abdichtung bereits früher besorgt, bevor die Dichtungsscheibe c beim Abschuß unter großem Druck auf das Lager zum Anliegen gelangt. Die Dichtungsscheibe als auch der Dichtungsrand können zwecks Anschließung der Pulverladung entsprechend ausgebildet werden, wie aus der rechten Hälfte der Abb. 3 ersichtlich ist.
Diese Dichtungsscheibe wird mit Vorteil aus einem billigen Material, z. B. Eisenblech, hergestellt und kann sie, wie in Abb. 4 dar-' gestellt, am Umfange mit einem Überzug h bzw. j aus Kupfer, Messing oder anderem weichen Material zu dem Zwecke versehen werden, damit die Berührung auf der Dichtungsfläche inniger ist und damit das im Geschützrohr ausgearbeitete Lager mehr geschützt ist als die Oberfläche der Dichtungsscheibe.
Wie aus dem Angeführten hervorgeht, kann die Dichtungsscheibe entweder selbständig oder in Kombination mit einem Dichtungsrand auf Art einer Patronenhülsendichtung oder in Kombination mit einer plastischen Dichtung und schließlich in Kombination mit beiden angeführten Arten benützt werden. Diese Kombinationen kommen insbesondere bei sehr teueren Schüssen aus Schußwaffen großen Kalibers in Betracht.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verschlußabclichtung für Schußwaffen mit einer zur Abdichtung dienenden, aus einem deformierbaren Material hergestellten Abdichtungsplatte, die in Richtung gegen den Verschlußkopf gewölbt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdichtungsplatte derart gewölbt ist, daß der konkave Teil der Wölbung in Richtung gegen den Verschlußkopf zu liegt, wobei die Abdichtungsplatte als solche den Träger der Zündkapsel bzw. der für die Entzündung der Pulverladung notwendigen Teile bildet.
2. Verschlußabdichtung für Schußwaffen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsscheibe (c) auf ihrer unteren Seite mit einer Ausnehmung (/) längs des ganzen Umfanges der
Scheibe versehen ist, welche in eine entsprechende Ausnehmung am Verschlußkopfe eingreift, welch letztere bloß auf der Hälfte des Umfanges angeordnet ist.
3. Verschlußabdichtung für Schußwaffen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsscheibe (c) auf ihrer oberen Seite mit einem besonderen Dichtungsrand (g) versehen ist, welcher gegebenenfalls unter Deformation an den Lagerwänden im Geschützrohr anliegt und für die Verbindung mit der Pulverladung entsprechend ausgebildet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEH144910D 1934-12-06 1935-09-10 Verschlussabdichtung fuer Schusswaffen Expired DE649746C (de)

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ID=5452962

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DEH144910D Expired DE649746C (de) 1934-12-06 1935-09-10 Verschlussabdichtung fuer Schusswaffen
DEH146404D Expired DE679909C (de) 1934-12-06 1936-01-31 Verschlussabdichtung fuer Schusswaffen

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DE19724847B4 (de) * 1997-06-12 2004-11-18 Rheinmetall W & M Gmbh Liderungssystem für Artilleriewaffen

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GB471760A (en) 1937-09-09
GB466811A (en) 1937-06-07
FR798699A (fr) 1936-05-23
FR47184E (fr) 1937-02-06
CH188358A (de) 1936-12-31
DE679909C (de) 1939-08-17
CH192988A (de) 1937-09-15

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