DE6490C - Hydraulische Feuerleiter - Google Patents

Hydraulische Feuerleiter

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DE6490C
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Germany
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ladder
hydraulic
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DENDAT6490D
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English (en)
Original Assignee
E. G. PRILLWITZ und J. E. BROSZUS in Berlin
Publication of DE6490C publication Critical patent/DE6490C/de
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E06DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
    • E06CLADDERS
    • E06C5/00Ladders characterised by being mounted on undercarriages or vehicles Securing ladders on vehicles
    • E06C5/02Ladders characterised by being mounted on undercarriages or vehicles Securing ladders on vehicles with rigid longitudinal members
    • E06C5/04Ladders characterised by being mounted on undercarriages or vehicles Securing ladders on vehicles with rigid longitudinal members capable of being elevated or extended ; Fastening means during transport, e.g. mechanical, hydraulic
    • E06C5/06Ladders characterised by being mounted on undercarriages or vehicles Securing ladders on vehicles with rigid longitudinal members capable of being elevated or extended ; Fastening means during transport, e.g. mechanical, hydraulic by piston and cylinder, or equivalent means, operated by a pressure medium

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ladders (AREA)

Description

1879.
Klasse 61. Q, / 2>
E. G. PRILLWITZ und J. E. BROSZUS in BERLIN. Hydraulische Feuerleiter.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Februar 1879 ab.
Die ganz aus Eisen hergestellte Feuerleiter ist in Fig. 1 bis 4 in zusammengelegtem Zustande dargestellt. Fig. 1 ist eine Seitenansicht, Fig. 3 eine obere Ansicht, Fig. 2 eine Vorderansicht vom Gespann aus; Fig. 4 zeigt einen Schnitt und die Hinteraxe; Fig. 5 zeigt die aufgestellte Leiter, wie sie an ein Gebäude angelegt wird, und zwar in jeder Etagenhöhe; Fig. 6 zeigt eine Vorderansicht der aufgestellten Leiter. Die übrigen Figuren von 7 bis 20 zeigen die Details der Leiter in etwas vergröfsertem Mafsstabe.
Das Princip der Construction besteht in der Anwendung eines hydraulischen Druckes zum Ausziehen der mit d (1, 2, 3, 4, 5) in Fig. 3 und 4 bezeichneten einzelnen Leitern. Zu diesem Zweck sind neben der ausziehbaren Leiter, .in derselben Ebene liegend, ineinander geschobene Röhren α angeordnet, von welchen die unterste Röhre a1 den gröfsten Durchmesser hat, während jede folgende Röhre einen um die doppelte Wandstärke der vorhergehenden Röhre engeren Durchmesser besitzt. In der Zeichnung sind fünf solcher ineinander geschobener Röhren angenommen, die Anzahl derselben ist jedoch unbeschränkt. Auf jeder Seite der Leiter liegt ein solches Röhrensystem a. Ein gleiches System b dient dazu, die nach einer Seite geneigte Leiter zu stützen, Fig. 1 und 5, und ist an der Spitze mit den beiden anderen durch eine Traverse / q, Fig. 7 a und 8, verbunden. Die unterste Röhre eines jeden Systems, a1 bezw. bl, ist an ihrem unteren Ende geschlossen, Fig. 7 a und Fig. 11; die zweite Röhre ist an beiden Seiten offen; sie wird mit den darüber liegenden Röhren wie ein hydraulischer Prefskolben vom eingepumpten Wasser in die Hohe getrieben und gegen die untere Röhre durch eine Ledermanschette abgedichtet, Fig. 7c; dieselbe Dichtung findet bei allen übrigen Röhren statt, Fig. 18. Die letzten der Röhren α sind an ihren oberen Enden geschlossen und zwar durch ein eingeschraubtes Gelenkstück, durch welches ein gemeinschaftlicher Bolzen durchgesteckt wird, Fig. 7 a und 8; auf dem Bolzen hängt zwischen den Gelenkstücken die Traverse p q; sie sitzt fest auf dem oben ebenfalls geschlossenen Rohr bY.
Den zweiten Hauptgegenstand bilden die Leitern d1 bis dv\ sie füllen in zusammengeschobenem Zustand den Raum zwischen den Leiterbäumen a aus, Fig. 15. Die erste Leiter dl ist die engste, während die folgenden etwas an Breite zunehmen. Die Führung der Leitern und die Befestigung der Klammern d d ist aus Fig. 10 ersichtlich. Die Leitern sind nur mit ihren oberen Enden an den als Leiterbäume dienenden Röhren α angebracht; es ist zu diesem Zweck auf dem oberen Ende jeder Röhre ein flacher, schmiedeiserner Ring warm aufgezogen. : Dieser Ring giebt einmal dem Röhrenende mehr Festigkeit und dient zugleich zur Befestigung: der Leitern, indem an die angeschweifsten Lappen die oberste Leitersprosse mit ihren flachen Enden mittelst eines Bolzens festgeschraubt wird. Die Röhren α werden nur durch diese obersten recht stark construirten Sprossen der Leitern d zusammengehalten. Es bildet aüfserdem diese durchgehende Sprosse den Anschlag für Klammern der nächst höheren Leiter, Fig. 7 b. Hierdurch wird der Hub der einzelnen Röhrenpaare begrenzt, denn die einzelnen Röhren müssen auf etwa '/5 ihrer Gesammtlänge in einander geschoben bleiben. Die einzelnen Röhren des Systems b erhalten durch aufgezogene Ringe ihren Anschlag. Um die Bewegung des Systems b aus der horizontalen Lage in die aufrechte, Fig. 5, zu ermöglichen, ist das untere Ende auf einen zweirädrigen Wagen gesetzt, Fig. 11, welcher in den Doppel-T-Trägern c des Wagengestelles gleitet; die beiden Räder p sitzen fest auf einer Axe. In der äufsersten Stellung des Wagens werden die Räder durch einen Vorstecker gegen den Träger festgehalten.
Zur Füllung der Leiterbäume mit Wasser dienen die Rohrstutzen r, Fig. 16, 17, 11 und 7 d. Diese werden durch Schläuche .S und T, Fig. i, mit einem Ventilkasten P, Fig. 12 und 13, verbunden, welcher entsprechende Rohrstutzen s al und s b1 trägt. Der Ventilkasten enthält zwei Druckventile, wovon das gröfsere für die Füllung der beiden Leiterbäume a, das andere für die Füllung der Röhren b dient. Beiden Druckventilen wird das Wasser durch einen Schlauch U, Fig. 1, gleichzeitig zugeführt, welcher auf der Brandstelle mit dem Windkessel einer Feuerspritze verbunden wird. In den Ruhelagen wird der Schlauch U unterhalb des Wagens, Fig. 1, aufgehängt.
Die Aufstellung der Leiter geschieht in folgender Weise: Man bringt die zusammengeschobenen Leiterbäume aus ihrer parallelen Stellung, welche sie während der Horizontallage, Fig. ι und 2, einnehmen, in die Stellung α° b°, Fig. 5. Hierzu dient ein auf den Ständern f des Wagens, Fig. i, 2, 13 und 14, angebrachter Windeapparat, bestehend aus der Welle e mit den beiden Kettenscheiben h. Mit Hülfe desselben werden die Ketten m angezogen, welche die Leiter an den beiden Bügeln n, Fig. 1 und 2, angreifen, und wird so die Leiter gehoben. Die Winde wird durch zwei Kurbeln, Fig. 2, getrieben, die auf der Axe e sitzen. Die Rollen k haben den Zweck, die Ketten mit den Kettenscheiben immer in Eingriff zu halten. Nachdem die Leiter die ,Stellung a°b°, Fig. 5, eingenommen hat, wird Wasser in die Röhren auf die vorhin beschriebene Weise eingeführt. Hierdurch wird die ganze Leiter ausgezogen, und zwar die obersten Theile zuerst bis zum Anschlag, dann die nächsten und so fort, bis die gewünschte Höhe α b erreicht ist. Will man die Leiter an die Dachfirst legen, d. h. in die einseitig geneigte Stellung a' b1, Fig. 5, bringen, so darf man nur etwas Wasser aus dem System b ausfliefsen lassen, bis die gewünschte Neigung eintritt. Auf dieselbe Weise kann man die Leiter auch in die Lagen a% b~ und α 3 b 3 bringen. Das Wasserablassen geschieht durch Oeffnen zweier Hähne, welche seitlich am Ventilkasten P angebracht sind.
Ein wichtiger Constructionstheil ist in Fig. 18 dargestellt. Es bedeutet «v das oberste Rohr; dieses ist mit einem besonderen Metallfufs R versehen, welcher cylindrisch ist und in av eingeschraubt wird; das untere Ende schliefst eine gewöhnliche Ledermanschette u ab, welche durch den Einsatz V gehalten wird. In diesem Cylinder R befindet sich ein kleines Sicherheitsventil ν v; die cylindrische Höhlung desselben wird durch ein Luftauslafsventil ζ geschlossen, welches der Luft den Austritt gestattet, nicht aber dem Wasser, weil der Schwimmer t durch das Wasser gehoben wird und das Ventil ζ schliefst. Diese Vorrichtung hat den Zweck, die in den Röhren während des Einpumpens von Wasser sich verdichtende Luft auszulassen, damit die Lederdichtung nicht durch die in der comprimirten Luft sich entwickelnde Wärme leide. Das obere Rohr av bezw. b v communicirt am oberen Ende mit der Atmosphäre. Das Sicherheitsventil ν ν hat den Zweck, die gefährlichen Spannungen (durch etwa sich entwickelnde Dämpfe entstanden) aufzuheben. Dieser Fall könnte nach Ansicht der Erfinder nur im System b eintreten. Das Sicherheitsventil würde daher auch nur hier anzmvenden sein, insbesondere für sehr grofse Leitern. Der Maximaldruck des Sicherheitsventils ist gleich dem hydrostatischen Druck für die höchste Stellung der Leiter.
In den Fig. 19 und 20 ist eine Versteifung der Systeme angedeutet, wie sie nur für die höchste Stellung der Leiter nöthig ist; in den übrigen Stellungen wird dieselbe unwesentlich, weil die einzelnen Röhren auf gröfseren Längen in einander stecken und genügend Steifigkeit besitzen.
Die Construction und Form des Wagens ist durch die Fig. 1 bis 4 sowie die Details Fig. 13 und 14 erläutert. Es ist nur darauf zu achten, dafs er ein möglichst geringes Gewicht besitzt.
Die Vortheile dieser hydraulischen Feuerleiter lassen sich nach Ansicht der Erfinder in folgende zusammenfassen.
1. Sie ist möglichst einfach in der Construction.
2. Sie kann sehr leicht und transportabel hergestellt werden.
3. Sie ist sehr stabil.
4. Sie kann sehr schnell aufgestellt werden, und zwar auf jede beliebige Höhe.
5. Sie leidet nicht auf der Brandstätte durch die Nähe des Feuers.
6. Sie kann noch schneller als aufgestellt, zusammengelegt werden.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Die Anwendung der hydraulischen Leiterbäume, bestehend aus ineinander geschobenen Röhren, zum Heben der Leitern, wie beschrieben und gezeichnet, auf jede beliebige Höhe und unter jeder beliebigen Neigung. Die Anzahl der zur Verwendung kommenden hydraulischen Leiterbäume ist vollständig gleichgültig, ebenso die Anzahl der einzelnen Röhren an jedem Leiterbaum. Für grofse Leitern wird man statt eines Röhrensystems b ein doppeltes wählen, so dafs die Leiterbäume α α, Fig. 5, durch zwei Leiterbäume b b gestützt werden. Die Construction bleibt dieselbe, nur vermehrt sich die Anzahl der Leiterbäume um eins.
2. Die Anwendung dieser hydraulischen Feuerleiter als stationäre oder transportable Leiter, im letzten Falle die Leiter wie beschrieben und gezeichnet auf einen Wagen montirt.
3. Die Speisung der hydraulischen Leiterbäume mittelst einer mit ihnen in Verbindung gesetzten Feuerspritze, welche als Druckpumpe wirkt, oder mittelst specieller Druckpumpe, welche ebenfalls am Wagen sein kann.
4. Die Anwendung der hydraulischen Leiter fur andere entsprechende Zwecke, im besonderen die Anwendung der in einander geschobenen Röhren, wie beschrieben und gezeichnet, beispielsweise für Aufzüge u. s. w.
5. Die Regulirung der Neigung durch Ablafshähne, wie beschrieben und gezeichnet.
6. Die Anwendung des Compensationsventils in jedem Leiterbaum, mit der vorher beschriebenen Wirkung.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT6490D Hydraulische Feuerleiter Active DE6490C (de)

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