DE648603C - Nach dem Elektrodenprinzip arbeitender, elektrisch beheizter Dampfkochkessel - Google Patents
Nach dem Elektrodenprinzip arbeitender, elektrisch beheizter DampfkochkesselInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F24C—DOMESTIC STOVES OR RANGES ; DETAILS OF DOMESTIC STOVES OR RANGES, OF GENERAL APPLICATION
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- F24C7/006—Stoves or ranges heated by electric energy using electrically heated liquids
- F24C7/008—Stoves or ranges heated by electric energy using electrically heated liquids using electrode heaters
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf durch Elektroden beheizte Dampfkessel, bei denen die
Leistungsaufnahme durch eine selbsttätig in Abhängigkeit vom Elektrodenstrom erfolgende
Wasserzufuhr zum Elektrodenkessel geregelt wird. Da diese Einrichtungen aber für den durch den Dampfdruck verdrängten
Elektrolyten am Elektrodenkessel selbst angebrachte Aufnahmegefäße besitzen und daher
zur ständig neuen Wasserzufuhr besondere Pumpen oder über dem Elektrodenkessel gelagerte Wasserbehälter benötigen, wobei die
Wasserzufuhr über elektromagnetisch betätigte Ventile erfolgt, sind sie für Kochzwecke
nicht geeignet.
Auch bei den bekannten Ausführungen der Elektrodendampfkochkessel liegt das Aufnahmegefäß
höher als die Elektrodenkammer, damit das Wasser, welches in das Aufnahmegefäß gedrückt wird, zu Beginn eines neuen
Kochvorganges und nach Einschalten der Elektroden wieder in die Elektrodenkammer
zurücklaufen kann, sobald das Wasser unter Druck gesetzt wird, was durch Betätigung
eines Absperrorganes erfolgt.
Bei der bisher allgemein üblichen Bauweise von Elektrodendampfkesseln ist jedoch keineswegs
eine Gewähr für eine sichere Bedienung der Absperrorgane gegeben, so daß die Gefahr besteht, daß das Elektrodenwasser im
falschen Zeitpunkt veranlaßt wird, zurückzufließen. Bei unsachgemäßer Bedienung des
Absperrorganes kann auch ein Herausschleudern des Wassers aus der Elektrodenkammer
erfolgen, wodurch der Kochvorgang gestört wird.
Diese Unsicherheit im Betriebe der Anlage wird nun erfindungsgemäß dadurch beseitigt,
daß das von der Außenluft vollständig abgeschlossene Aufnahmegefäß für den aus der
Elektrodenkammer verdrängten Elektrolyten, das unterhalb der Elektrodenkammer angeordnet
ist, durch ein Steigrohr mit der Elektrodenkammer verbunden ist und durch Hilfselektroden
beheizt wird, die in Abhängigkeit vom Dampfdruck der Elektrodenkammer an Spannung gelegt sind. Die Hilfselektroden
liegen dabei über einem Schalter parallel zu den Hauptelektroden, wobei die Betätigung
des Schalters durch eine Magnetspule erfolgt, die ihn öffnet, wenn der Dampfdruck einen
bestimmten Wert überschreitet. Solange jedoch die Hilfselektroden nicht abgeschaltet
sind, sorgt eine geringe im Aufnahmegefäß verbleibende Wassermenge für ständige
Dampfentwicklung und verhindert damit das Entstehen eines Vakuums und den Rücklauf
des Wassers durch das Verbindungsrohr. Erst wenn in der Elektrodenkammer ein Überdruck
herrscht und die Hilfselektroden abgeschaltet werden, kann sich im Aufnahmegefäß ein
Vakuum bilden und dadurch das Wasser der
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Theodor Gödden in Essen.
Elektrodenkammer angesaugt und damit die Leistungsaufnahme herabgesetzt werden. Der
große Vorteil der Erfindung beruht also darin, daß die Regelung der Wasserzufuhr
völlig selbsttätig ohne Ventile erfolgt.
Ein Schließen des Schalters kann von Hand oder durch eine Feder erfolgen, sobald der
Dampfdruck wieder sinkt. Es kann auch eine weitere Magnetspule zu diesem Zweck vorge-ίο
sehen sein. Der Schalter für den Hilfselektrodenkreis
kann ferner mit dem Deckel des Gefäßes unter Verwendung beispielsweise eines Gestänges oder eines Hilfskontaktes
verbunden sein, welche den Schalter beim Öffnen des Deckels schließen, ihn dann aber
sofort wieder freigeben, so daß er lediglich unter dem Einfluß der Magnetspule steht, die
ihn rechtzeitig öffnet. Gegebenenfalls kann das Einlegen des Schalters im Hilfselektrodenkreis
auch erst nach Betätigung eines Druckknopfschalters über eine Schließungsspule erfolgen.
Die Abbildung zeigt in einem Ausführungsbeispiel eine schematische Darstellung eines
Elektrodendampfkessels im Schnitt. .
Der eigentliche Kochkessel 1 ist von einem Mantel 2 umgeben, der am Boden in einer
topfartigen Vertiefung 3 die Hauptelektroden 4 und das diese umgebende Wasser enthält.
Der oberhalb der Elektroden zwischen den beiden Mänteln 1 und 2 liegende Teil ist
der Dampfraum. Unterhalb der Elektrodenkammer 3 ist ein geschlossenes Gefäß 5 angeordnet,
dessen Rauminhalt etwas kleiner ist als der des Gefäßes 3 und in dem sich Hilfselektroden
6 befinden. ·
Die Gefäße 3 und 5 sind durch eine Rohrleitung (Steigrohr) 7 miteinander verbunden.
Außerdem stehen die beiden Elektrodenkammern 3 und 5 durch Rohrleitungen 8 und 9,
die über einen kombinierten Füll- und Entlüftungshahn 10 führen, miteinander in Verbindung.
Durch einen Fülltrichter 11 wird so viel Wasser in die Hauptelektrodenkammer
3 eingeführt, bis die Hilfselektroden-"
kammer 5 vollkommen gefüllt und die Luft verdrängt ist. Der Hahn 10 wird dann geschlossen
und sperrt auf diese Weise die Füll- und gleichzeitig auch die Entlüftungsleitung
ab. Die Verteilung des Wassers in beiden Kammern ist so gewählt, daß das Gefäß 5 vollkommen mit Wasser gefüllt ist, während
das Gefäß 3 nur verhältnismäßig wenig Wasser enthält.
Der Dampfraum, welcher sich oberhalb der Elektroden befindet, steht mit einem Sicherheitsventil
12 und einem Entlüftungsventil 13 sowie mit einem auf den Dampfdruck ansprechenden
Organ, beispielsweise einem Manometer 14, in Verbindung. 'Im Mano-'
meter befinden sich ein einstellbarer und ein fester oder auch zwei einstellbare, vom metallischen
Gehäuse des Instrumentes isoliert angeordnete Kontakte, die über Leitungen 15,
16 mit zwei Xetzphasen verbunden sind.
; Der Stromkreis enthält ferner eine elektromagnetische
Spule 17, die bei Erregung den Schalter 18 für die Hilfselektroden gegebenenfalls
nach Überwindung der Spannkraft triner Feder 19 öffnet. Statt der Feder kann
natürlich auch eine weitere Magnetspule vorgesehen sein, die ebenso wie die Feder den
Schalter bei niedrigem Dampfdruck, also bei einer anderen Zeigerstellung des Manometers,
wieder schließt.
! Xachdem das Kochgut in den eigentlichen Kessel 1 eingebracht ist, wird der Haupt-
! schalter 20 eingelegt und danach auch der Schalter 18 für den Hilfselektrodenkreis. Im
Gefäß 3 erfolgt eine langsame und schwache Dampfbildung, während im Gefäß 5 sofort
eine starke Erhitzung des Wassers und eine starke Dampfbildung einsetzt. Unter dem
Einfluß des hohen Dampfdruckes wird das Wasser aus der Hilfselektrodenkammer 3 durch das Verbindungsrohr 7 der beiden Ge-
! fäße in die Hauptelektrodenkammer 3 gedrückt. Die Eintauchtiefe der Hauptelektroden
wird auf diese Weise vergrößert, und
die Energieaufnahme und somit auch die 9" j Dämpferwicklung werden erhöht.
j Der Dampf in dem oberhalb der Hauptelektroden 4 vorhandenen Teil der Kochvorrichtung
gibt seine Wärme an das Kochgut im eigentlichen Kochkessel 1 ab und bringt es
zum Sieden. Dabei steigt der Dampfdruck im Dampfraum an, und je nach den Verhältnissen
im Hilfselektrodenkessel wird entweder ein Teil des Wassers aus dem Hauptelektrodenkessel
in den letzteren gedrückt und vorübergehend ein Gleichgewichtszustand zwischen den Drücken in beiden Gefäßen erreicht,
oder das auf den Dampfdruck ansprechende Überwachungsorgan 14 (Manometer)
bewirkt ein Schließen des Stromkreises über die Magnetspule 17 und damit
ein Öffnen des Schalters 18 im Hilfselektrodenkreis.
Die Stromzuführung zu den Hilfselektroden ist auf diese Weise unterbrochen. Der Dampf ^10
in der Hilfselektrodenkammer kondensiert und der Dampf in der Hauptelektrodenkammer
drückt das Wasser aus dieser in die erstere.
Infolge der verringerten Eintauchtiefe der Hauptelektrode:! sinkt die Dämpferwicklung
im Hauptelektrodengefäß. Ist die Größe der Elektrodengefäße 3 und 5 richtig bemessen,
so wird in der Hauptelektrodenkammer nur so viel Dampf erzeugt, wie erforderlich ist,
das Kochgut am Sieden zu erhalten und die Abstrahlungsverluste zu decken.
Wird neuerdings eine größere Wärmemenge gebraucht, wie dies beispielsweise dann
der Fall ist, wenn der Deckel der Kochvorr richtung geöffnet oder zu dem Kochgut Zutaten
gegeben werden, dann sinkt der Dampfdruck im Dampfraum. Der Steuerstromkreis wird im Regelorgan 14 unterbrochen und die
Magnetspule 17 entregt. Der Schalter 18 kann durch Hand wieder eingelegt werden, er kann
ίο aber auch selbsttätig wieder eingeschaltet
werden, wie z. B. durch eine Feder 18, so daß die Hilfselektroden wieder an Spannung gelegt
werden. Der Vorgang wiederholt sich in der bisherigen Weise.
Das Einlegen des Schalters im Stromkreis für die Hilfselektroden kann ferner auch auf
mechanischem Wege zwangsläufig mit dem Öffnen des Deckels erfolgen, indem beispielsweise
ein mit dem Deckel verbundenes Gestange den Schalter schließt, ihn aber dann vollkommen wieder freigibt, so daß er nur
unter dem Einfluß der elektromagnetischen Auslösespule 17 steht.
An Stelle des den Deckel mit dem Schalter verbindenden Gestänges kann auch ein Hilfskontakt,
der durch den Deckel betätigt wird, vorgesehen sein, so daß ein Hilfsstromkreis über eine Magnetspule den Schalter einlegt.
Sofern es nicht erwünscht ist, daß bei sinkendem Dampfdruck, beispielsweise beim
Öffnen des Kesseldeckels, ein vollkommen selbsttätiges Einlegen des Schalters 18 erfolgt,
kann, wenn der Schalter 18 nicht von Hand eingelegt werden soll, ein am Kessel angebrachter
Druckknopfschalter im gegebenen Augenblick betätigt werden. Hierdurch wird eine Schließungsspule erregt und der Schalter
18 wieder eingelegt.
Claims (6)
- Patentansprüche:
. οi. Nach dem Elektrodenprinzip arbeitender, elektrisch beheizter Dampfkochkessel, dadurch gekennzeichnet, daß das von der Außenluft vollständig abge-4-5 schlossene Aufnahmegefäß (5) für den aus der Elektrodenkammer (3) verdrängten Elektrolyten, das unterhalb der Elektrodenkammer (3) angeordnet ist, durch ein Steigrohr (7) mit der Elektrodenkammer (3) verbunden ist und durch Hilfselektroden (6) beheizt wird, die in Abhängigkeit vom Dampfdruck in der Elektrodenkammer (3) an Spannung gelegt sind. - 2. Dampfkochkessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf den Dampfdruck des zwischen Innen- und Außenkessel (1 und 2) vorhandenen Dampfes ansprechendes Organ vorgesehen ist, durch das ein Schalter (18) im Hilfselektrodenstromkreis vermittels Erregen ßo einer Magnetspule (17) betätigt wird.
- 3. Dampfkochkessel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Feder (19) den Schalter (18) nach Entregen der Magnetspule (17) schließt.
- 4. Dampfkochkessel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß im Stromkreis der Hilfselektroden eine Öffnungsund eine Schließungsspule vorgesehen sind, die' in Abhängigkeit vom Dampfdruck erregt werden.
- 5. Dampfkochkessel nach Anspruch 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schließungsspule nach Betätigung eines vorzugsweise am Kessel angeordneten Druckknopfschalters an Spannung gelegt wird.
- 6. Dampfkochkessel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel der Kochvorrichtung mit dem Schalter (18) im Hilfselektrodenstromkreis zwangsläufig so verbunden ist, daß der Schalter beim Öffnen des Deckels sich schließt, dann aber von dem die Bewegung des Deckels übertragenden Gestänge freigegeben wird, so daß der Schalter (18) lediglich unter dem Einfluß einer Magnetspule (17) steht, deren Stromkreis durch das auf den Dampfdruck ansprechende Organ (14) geschlossen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA75324D DE648603C (de) | 1935-02-16 | 1935-02-16 | Nach dem Elektrodenprinzip arbeitender, elektrisch beheizter Dampfkochkessel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA75324D DE648603C (de) | 1935-02-16 | 1935-02-16 | Nach dem Elektrodenprinzip arbeitender, elektrisch beheizter Dampfkochkessel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE648603C true DE648603C (de) | 1937-10-13 |
Family
ID=6946424
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA75324D Expired DE648603C (de) | 1935-02-16 | 1935-02-16 | Nach dem Elektrodenprinzip arbeitender, elektrisch beheizter Dampfkochkessel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE648603C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE837428C (de) * | 1948-05-25 | 1952-04-28 | Sulzer Ag | Sicherheitsvorrichtung fuer Elektrodendampfkessel |
| DE945582C (de) * | 1953-04-12 | 1956-07-12 | Hans Ulrich Bach Dipl Ing | Fluessigkeitserhitzer bzw. Dampferzeuger mit Elektrodenheizung |
| DE945466C (de) * | 1943-08-01 | 1956-07-12 | Siemens Ag | Elektrodendampfkessel mit getrenntem Aufnahmegefaess |
| DE1041459B (de) * | 1954-11-26 | 1958-10-23 | Hoover Ltd | Quetschtrockner |
-
1935
- 1935-02-16 DE DEA75324D patent/DE648603C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE945466C (de) * | 1943-08-01 | 1956-07-12 | Siemens Ag | Elektrodendampfkessel mit getrenntem Aufnahmegefaess |
| DE837428C (de) * | 1948-05-25 | 1952-04-28 | Sulzer Ag | Sicherheitsvorrichtung fuer Elektrodendampfkessel |
| DE945582C (de) * | 1953-04-12 | 1956-07-12 | Hans Ulrich Bach Dipl Ing | Fluessigkeitserhitzer bzw. Dampferzeuger mit Elektrodenheizung |
| DE1041459B (de) * | 1954-11-26 | 1958-10-23 | Hoover Ltd | Quetschtrockner |
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