DE645895C - Schaltung zur Zuendung einer Entladungsroehre mit aus Quecksilber bestehender Hauptkathode mittels einer Hilfsgluehkathode und Gleichrichterroehre zur Anwendung dieser Schaltung - Google Patents
Schaltung zur Zuendung einer Entladungsroehre mit aus Quecksilber bestehender Hauptkathode mittels einer Hilfsgluehkathode und Gleichrichterroehre zur Anwendung dieser SchaltungInfo
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Description
- Schaltung zur Zündung einer Entladungsröhre mit aus Quecksilber bestehender Hauptkathode mittels einer Hilfsglühkathode und Gleichrichterröhre zur Anwendung dieser Schaltung Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltung zur Zündung einer Entladungsröhre mit aus Quecksilber bestehender Hauptkathode, vorzugsweise einer Gleichrichterröhre, in welcher unmittelbar an die Hauptkathode grenzend, jedoch von dieser galvanisch getrennt, eine Hilfsglühkathode angeordnet ist.
- Bei derartigen Entladungsröhren erfolgte die Einleitung der Hauptentladung bisher zumeist auf eine der nachfolgenden Weisen: r. Von der Hilfsglühkathode aus wird eine Bogenentladung zu einer nichtemittierenden Elektrode hervorgerufen, die unter Mitwirkung der Glühdrahtenergie der Hilfsglühkathode das Quecksilber der Hauptkathode erhitzt, infolgedessen den Ouecksilberdampfdruck erhöht und den Ouecksilberdampf der Entladungsstrecke gegebenenfalls mit beigefülltem Gase ionisiert, so daß die Hauptentladung eingeleitet wird.
- a. Die Hauptentladung entsteht von der Hilfsglühkathode aus und wird erst später ganz oder zum größten Teil auf die Hauptquecksilberkathode übergeführt.
- Diesen Zündungsschaltungen haftet der achteil einer relativ geringen Betriebssicherheit an, denn in beiden Fällen wird kein Mittel angewandt, das die spezifische Wirkung hat, einen elektronenemittierenden Kathodenfleck an der Oberfläche der Hauptquecksilberkathode hervorzurufen, der die Hauptentladung mit vollkommener Sicherheit einleitet oder von der Hilfskathode aus zu sich zieht.
- Es besteht also keine direkte Entladungserscheinung zwischen der Hilfskathode und der Hauptkathode, und die Entladung muß mehr oder weniger sprungweise von der ersteren auf die letztere übergehen.
- Die Erfindung bezweckt die Auslösung einer derartigen Energie an der Quecksilberoberfläche der Hauptkathode selbst, daß sich dort ein Kathodenfleck bildet, der die Einleitung der Hauptentladung ermöglicht.
- Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erzielt, daß zwischen Hauptquecksilberkathode und Hilfsglühkathode eine so hohe Wechselspannung geschaltet ist, daß an der Quecksilberoberfläche der Hauptkathode durch Rückzündung ein Brennfleck entsteht, der als Kathodenansatz für die Hauptentladung dient.
- Man hat hier im Vergleich zu den bestehenden Schaltungen den Vorteil, daß die Entladung zwischen t-laupt- und Hilfskatlio_le übergeht, so daß sowohl die Hilfskathode selbst als die Hilfsentladung in bedeutend stärkerem Maue auf die ()uecl:silberl;atlioclv hiwirkt. insbesondere in Anbetracht des gee i* ringen Abstandes, der nach obiger Beschreibung zwischen 1rciden Kathoden bestehen muß. Zuerst wird hierbei ein einphasig gleichgerichteter Hilfsentladungsstronn fließen, aber die dann eintretende Rückzündung läßt die zuerst lediglich als Hilfsanode dienende ()uecksilberl:atliode auch als Hilfskathode irr Wirkung treten, und die bei der Rückzündung auch in der Sperrichtung eingeleitete Bogenentladung bildet an der Quecksilberoberfläche den für die Hauptentladung ein dieser Stelle benötigten Kathodenfleck. Dies hat firn Vergleich zu den Zündungsschaltungen, die das gleiche Ziel finit einer Entladung von Quecksilber an eine kalte Elektrode zu erreichen versuchen, den Vorteil, daß man finit einer bedeutend niedrigeren Wechselspannung das gleiche Ergebnis erreichen kann, indem die erhitzende und ionisierende Einwirkung der Glühkathode und der Hilfsentladung sofort nach Einschaltung (mit der Hauptquecksilberkathode als Anode) eintritt.
- Zusammenfassend kann also gesagt werden, (fall es erfindungsgemäß möglich ist, ohne die geringere Betriebssicberheit oder die höhere Zündwechselspannung, «-elche die gebräuchlichen Zündschaltungen finit sich briir gen, an der Hauptquecksilberkathode den Kathodenfleck zu bilden, der die Hauptentladung einleitet.
- Die praktische Erfahrung lehrt, daß nian zur Bildung der obenerw:ihnten Rückzündung i-orzugsweise eine Wechselspannung Von mehr als Zoo Volt anwenden wird.
- Weiter ist es vorteilhaft, den Hilfskreis von dazu eigens auf dein Speisetransformator der Entladtingsrölii-e angebrachten Wicklungen zu speisen wegen der hiermit in der Speisungsapparatur zti erzielenden Vereinfachung.
- Auch kann es nützlich sein, insbesondere wenn nach der Inbetriebäetzung der Entla.dungsröhre keine Vorübergehende Ausschaltung oder übermäßige Belastungsschwankungen zti erwarten sind, die eint Ausfallen der Röhre zur Folge haben würden, zwecks Energieersparnis und Lebensdauerverlängerung der Hilfsglühkathode deren Glühstrom und die Hilfswechselspannung auszuschalten, sobald die Hatiptentladting einen gewissen Mindestwert überschritten hat. Falls die obenerwähnten Unregelmäßigkeiten auftreten. kann diese Abschaltung gegebenenfalls selbsttätig stattfinden.
- Bei der obenerwälrnten Hilfsgliihkathode ist an erster Stelle eine Ox_vdkathode ins :luge gefaßt.
litt nachfolgenden wird die Erfindung an Hand voii zwei Ausführungsbeispielen, welche in der Zeichiting wiedergegeben sind, näher erläutert. In 1#ig. r ist eine Schaltung einer Gleich- richterröhre dargestellt, die erfindungsgemäß ausgeführt ist, und in Fig. 2 eine dei-ai-tige Schaltung, hei der die I-Iilfsglühkathode wahrend des Betriebes selbstt:itig abgeschaltet wird. Iii Fig. r speist das Wechselstromnetz r die Primärwicklung ? eines Transformators, der rnit :einer Sel:urid<irivicklung 3 in üblicher Weise über die Gleicbrichterröhre .4 mit Hauptqueclailberl:atho@de@, Hilfsgliilrkatlio<leh und Anoden; Gleichstiont alt die beiden An- schlul.ikleininen 8 und 9 liefert. Hilfswicklung io speist die Hilfsglüh- katltode (i, wiilii-end llillswicklung r i über @Vide r stand 12 die Hilfsentladung zwischen und () Speist. Die Schaltung nach Fig. 2 stimmt in der eigentlichen Gleichrichterschaltung, der Hilfs- g@ühkathode und (fett Hilfswicklungen des Transformators vollständig mit Fig. i über- ein, so daß die finit dieser zusammenhängen- den Bezugsziffern sich auf die mit den glei- chen Zahlen in der Erläuterung von Fig. i erwähnten "heile. beziehen. Statt des Widerstandes i2 ist in Fig. 2 eine 1)l-osselsptile i3 zur Begrenzung des Zündstroms vorgesehen. Durch die Relais- spule r I, die in dein Hauptkreis des Gleich- richter: -liegt, wird der Hilfskreis abgeschal- tet. sobald ein gewisser \tindeststromwert in dein Hauptkreis erreicht ist.
Claims (1)
- PATENTAYSPRÜCHE:
transformator der Entladungsröhre angebrachten Hilfswicklungen gespeist wird. Schaltung- nach einem der Ansprüche r bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisung des Hilfskreises, sobald die Hauptentladung einen gewissen Miii-_ deststromwert überschritten hat, abgeschaltet wird. 5. Gleichrichterröhre in einer Schaltung nach einem der Ansprüche t bis 4 verwendbar, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfskathode eine 0xvdkathode ist.r. Schaltung zur Zündung einer Ent- ladungsröhre finit aus Quecksilber lie- stehender Hauptkathode, vorzugsweise einer Gleichrichterröhre, in welcher un- mittelbar ein die Hauptkathode grenzend, jedoch von dieser galvanisch getrennt, eine Il ilfsgliihkatliode angeordnet ist, da- durch gekennzeichnet, _ claß zwischen llatrptquecksilberkathocle und Hilfsglüh- kathode eine so holte Wechselspannung ge- schaltet ist, daß an der Ouecksilberober- fl:iciie der Hauptkathode durch Rückzün- dung ein Brennfleck entsteht, der als Ka- thodenansatz für die Hauptentladung dient. 2. Schaltung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselspannung in deni Hilfsstromkreis mindestens Volt betragt. Schaltung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekeinizeichnet, daß der Hilis- ki'cis von eigens dazu auf deni speise-
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| DE645895C true DE645895C (de) | 1937-06-04 |
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- 1934-08-28 DE DEN37112D patent/DE645895C/de not_active Expired
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