DE645482C - Verfahren zum Messen, Registrieren oder Regeln des Gehaltes an Bleichmitteln in Bleichbaedern - Google Patents

Verfahren zum Messen, Registrieren oder Regeln des Gehaltes an Bleichmitteln in Bleichbaedern

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Publication number
DE645482C
DE645482C DEK134415D DEK0134415D DE645482C DE 645482 C DE645482 C DE 645482C DE K134415 D DEK134415 D DE K134415D DE K0134415 D DEK0134415 D DE K0134415D DE 645482 C DE645482 C DE 645482C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bleaching
content
bleach
measuring
baths
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Expired
Application number
DEK134415D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Kurt Schwabe
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Kuebler & Niethammer
Original Assignee
Kuebler & Niethammer
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Publication date
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Application granted granted Critical
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N27/00Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
    • G01N27/26Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating electrochemical variables; by using electrolysis or electrophoresis
    • G01N27/416Systems
    • G01N27/4166Systems measuring a particular property of an electrolyte
    • G01N27/4168Oxidation-reduction potential, e.g. for chlorination of water

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Description

örbüotheek
Bur. Ind. Eigendom
8 - JUK 193?
AUSGEGEBEN AM
28. MAI 1937
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 421 GRUPPE 3os
K134415IXI421
in Bleichbädern
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Juni 1934 ab
In den verschiedensten Industriezweigen werden zum Bleichen von Rohstoffen, ζ. Β. Wolle, Cellulose usw., Bleichlaugen reduzierender sowie oxydierender Art, etwa Hydrosulflt auf der einen Seite, Hypochlorit oder Wasserstoffsuperoxyd auf der anderen Seite, verwendet. Die Bleichlaugen sollen naturgemäß nur in solcher Menge angewendet werden, daß sie ausreichen, die unerwünschten färbenden Bestandteile der Bleichgüter zu zerstören, d.h. zu reduzieren oder oxydieren. Jeder Überschuß ist nicht nur unrationell, sondern unter Umständen sogar schädlich; denn er kann auf das Bleichgut selbst zerstörend einwirken.
Es ist daher wichtig, während des Bleichprozesses dauernd den Bleichlaugengehalt des Bades zu kontrollieren. Dies kann auf chemisch-analytischem Wege in gewissen" Zeitabständen geschehen. Es sind auch. Verfahren bekanntgeworden, die durch Messung des elektrischen Potentials von in die zu messende Lösung tauchenden Indikatorelektroderi die laufende Kontrolle des Gehaltes an oxydierenden oder reduzierenden Stoffen in wäßrigen Lösungen gestatten. Bei diesen bekannten Verfahren dient als Vergleichselektrode eine der in der elektrochemischen Meßtechnik üblichen Bezugselektroden, z. B. eine Calomel-Elektrode. Zwischen dieser Bezugselektrode und der Indikatorelektrode besteht naturgemäß immer eine Potentialdifferenz, die zwar mit dem Gehalt an oxydierenden oder reduzierenden Stoffen verschiedene Werte annehmen, aber auch dann, wenn die Lösungen keine oxydierenden oder reduzierenden Stoffe, insbesondere Bleichmittel, mehr enthalten,nicht verschwindet. Wenn daher diese Potentialdifferenz zur Anzeige des Gehaltes an Bleichmitteln dienen soll, indem sie entweder direkt durch ein empfindliches Voltmeter oder durch Kompensation gemessen wird, so müssen ihre Änderungen gegenüber der Potentialdifferenz zwischen der Bezugselektrode .und einer in bleichmittelfreie Lösung tauchenden Indikatorelektrode als Maßstab für den Gehalt an solchen Stoffen dienen. Um daher festzustellen, ob in Bleichbädern usw. ein Überschuß an Bleichmitteln (oxydierender oder reduzierender Art) vorhanden ist, muß eine solche Änderung der Potentialdifferenz sehr genau gemessen werden.
Es ist nun gefunden worden, daß eine Indikatorelektrode, die in eine Suspension von Bleichgut, z. B. Cellulose, taucht, ein genügend konstantes Potential hat, um als Vergleichselektrode Verwendung finden zu können, insbesondere dann, wenn keine Polarisa-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Kurt Schwabe in Kriebstein b. Waldheim, Sachs.
G45482
tion stattfindet. Auf Grund dieser neuen Erkenntnis ist. folgendes einfache Verfahren zum Messen" des' 'Bleichlaugengehaltes in Bleichbädern -entwickelt worden.
In das Bleichbad taucht eine Indikatorelektrode, die in der üblichen Weise mit einer zweiten Indikatorelektrode kombiniert ist. Erfindungsgemäß taucht diese zweite Elektrode in eine bleichmittelfreie Suspension des Bleichgutes. Diese beiden Elektroden stellen ein Element dar, dessen elektromotorische Kraft so lange gleich Null ist, als das Bleichbad keinen Überschuß an Bleichmitteln oxydierender oder reduzierender Art enthält. Sie werden über ein empfindliches Voltmeter kurzgeschlossen; jede Abweichung dieses Instrumentes von der Nullage läßt einen Überschuß an solchen Bleichstoüen erkennen. Die Größe des Ausschlages ist gleichzeitig ein Maß für den Gehalt an Bleichmitteln.
Gegenüber dem bekannten Verfahren unter Verwendung der obenerwähnten Bezugselek
troden besitzt das Verfahren nach der Erfindung den Vorteil, daß es als Nullmethode arbeitet und daher besonders empfindlich ist. 45 Dadurch, daß die beiden Elektroden an an sich bekannte Registriervorrichtungen oder Steuerorgane, die den Bleichlaugenzutritt regulieren, angeschlossen werden, kann das Verfahren auch zum Registrieren oder Regu- 30 lieren des Bleichlaugengehaltes in Bleichbädern dienen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Messen, Registrieren oder Regeln des Gehaltes an Bleichmitteln in Bleichbädern durch Messen der Potcntialdiil'ercnz zwischen einer in das Bleichbad tauchenden Indikatorelektrode und einer Vergleichselektrode, dadurch gekennzeichnet, daß als Vergleichselektrode eine in eine bleichmittelfreie Suspension des Bleichgutes tauchende Indikatorelektrode benutzt wird.
DEK134415D 1934-06-14 1934-06-14 Verfahren zum Messen, Registrieren oder Regeln des Gehaltes an Bleichmitteln in Bleichbaedern Expired DE645482C (de)

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