DE628103C - Verfahren und Vorrichtung zur araeometrischen Bestimmung des spezifischen Gewichtes von Fluessigkeiten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur araeometrischen Bestimmung des spezifischen Gewichtes von Fluessigkeiten

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DE628103C
DE628103C DEV29485D DEV0029485D DE628103C DE 628103 C DE628103 C DE 628103C DE V29485 D DEV29485 D DE V29485D DE V0029485 D DEV0029485 D DE V0029485D DE 628103 C DE628103 C DE 628103C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N9/00Investigating density or specific gravity of materials; Analysing materials by determining density or specific gravity
    • G01N9/10Investigating density or specific gravity of materials; Analysing materials by determining density or specific gravity by observing bodies wholly or partially immersed in fluid materials
    • G01N9/12Investigating density or specific gravity of materials; Analysing materials by determining density or specific gravity by observing bodies wholly or partially immersed in fluid materials by observing the depth of immersion of the bodies, e.g. hydrometers

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur aräometrischen Bestimmung des spezifischen Gewichtes von Flüssigkeiten Für genauere Bestimmungen des spezifischen Gewichtes mit Aräometern muß die Oberflächenspannung der zu untersuchenden Flüssigkeit .bekannt sein, denn diese Konstante ist in der Grundgleichung des Aräometers enthalten und dient zur Berechnung der Belastung, die das Instrument durch den sich um den Stengel bildenden kapillaren Wulst erfährt. Für die meisten aräometrischen Untersuchungen unterliegenden, reinen Lösungen ist die Oberflächenspannung zwar bekannt. Diese kann aber durch geringe in der Lösung enthaltene Mengen oberflächenaktiver Stoffe unter Umständen stark verändert werden. Auch können geringe Verunreinigungen der Oberfläche eine Änderung .der Oberflächenspannung hervorrufen. In beiden Fällen wird die Anzeige des Aräometers beeinflußt.
  • Der Einfluß der Oberflächenspannung auf die aräometrische Ermittelung des spezifischen Gewichtes läßt sich erfindungsgemäß durch Anwendung zweier Spindeln ausschalten, deren Empfindlichkeit gegen Änderungen der Oberflächenspannung verschieden ist und bei denen die Differenz in .der Anzeige bei einer Änderung der Oberflächenspannung gleich der Korrektur, einem Bruchteil oder einem Vielfachen derselben für das eine Instrument ist. Bisher waren in jeder aräometrischen Gleichung eigentlich zwei Unbekannte: r. das spezifische Gewicht, z. die Oberflächenspannung.
  • Man half sich durch Einsetzung eines Nä- herungswertes für .die Oberflächenspannung. Zu einer zweiten .Gleichung, :die eine rechnerische Ausschaltung der zweiten Unbekannten ermöglicht, führt die Anwendung zweier Spindeln, ,deren Empfindlichkeit für Änderungen der Oberflächenspannung verschieden ist. Werden diese Instrumente .in einer Gebrauchsflüssigkeit benutzt, deren Oberflächenspannung gleich der der Justierflüssi@gkeit ist, so zeigen beideInstrumente gleich an, und die einzige vorhandene Unbekannte, das spezifische Gewicht, kann direkt abgelesen werden. Ist die Oberflächenspannung der Gebrauchsflüssigkeit eine andere wie',die der Justierflüssigkeit oder der bei der Konstruktion der Spindel zur Korrektur des Wulstgewichtes eingesetzte Wert, so zeigen die beiden Instrumente verschneiden an. Die Differenz ergibt sich aus der Belastung des Stengels durch das Wulstgewicht, die infolge der Kapillaritätsänderung anders als berechnet ist und sich in der Anzeige beider Instrumente verschieden stark auswirkt. Der Einfluß der Belastung auf .die Anzeige eines Instrumentes wächst mit dem Quotienten aus demDurchmesser des Stengels und ,der scheinbaren Masse des Aräometers. Bezeichnet man diese Quotienten für ein Instrumentenpaar mit Q1 und Q2, die Korrekturen für die-,durch eine Änderung der Oberflächenspannung verursachte Abweichung der Anzeige mit x und y, so ergeben sich folgende Gleichungen: x-y - d. Die beobachtete Differenz d in der Anzeige der Instrumente ist gleich der Differenz der oben bezeichneten Korrekturen. Die zweite Gleichung lautet: Die Korrekturen der beiden Spiindelanzeigen verhalten sich zueinander wie ,die Quotienten aus dem Durchmesser des Süengels und der scheinbaren Masse jedes Instrumentes. Durch Auflöung der Gleichungen. erhält man für die Korrektur des einen Instrumentes Durch Wahl ,der Konstruktionsdaten kann man beispielsweise für ein Instrumentenpaar den Quotienten machen. Die Differenz in der Anzeige der Instrumente bei einer Änderung in der Oberflächenspannung ist dann gleich der Korrektur für das eine Instrument.
  • Es ist aus der Gleichung ohne weiteres verständlich, daß für das Verhältnis Qi: Q2 jeder andere Wert als 2, wie in dem Ausführungsbeispiel angegeben ist, auftreten kann. - Die Korrektur ist dann gleich einem Bruchteil oder .einem Vielfachen der Anzeigedifferenz.
  • Angenömm:en, @es seien zwei Ar.äometer so konstruiert, @daß das Verhältnis Q1: Q2 = i : 2 ist. In diesem Falle ist in einer Flüssigkeit von unbekannter Oberflächenspannung und einem unbekannten spezifischen Gewichts s bei der einen Spindel die Anzeige. s+2 x und bei der anderen -Spindel s+x. Zieht man zwischen diesen beiden Anzeigen die Differenz, so iergibt sich x als die Korrektur des einen Instrumentes für die durch das Wulstgewicht verursachte Abweichung in der Anzeige. Die Korrektur ist also in,diesem Falle von der Anzeige der Spindel s +x abzuziehen. Nach Vornahme der Korrektur hat man dann das unbekannte spezifische Gewichts ermittelt. Es sei folgendes Ausführungsbeispiel angegeben: In einem niedrigkonzentrierten Alkohol-Wasser-Gemisch zeigt .die eine Spindel -F-0,45 Volumprozent, die zweite Spindel -F-0,22 Volumprozent. Die Differenz ergibt sich mit 0,2,3. Diese Korrektur gilt nach den Konstruktionsdaten der beiden Spindeln für das Resultat der ersten Spindel, -so daß sich die wirklichen Volumprozente mit o,68 ergeben.
  • Es werden. anschließend folgende Abmessungen für ein Spindelpaar, das zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung geeignet ist, angegeben:
    große kleine
    ' Spindel Spindel
    Gewicht................... 839 299
    Stengeldurchmesser......... 3 mm 2,1 mm
    Länge des Instrumentes .... 32 cm 22 cm
    (Durchmesser (rum) # zoool 6 2
    Gewicht (g) 3 7
    Bezüglich der Abmessungen dieses beispielsweisen Spindelpaaares wird das Folgende ausgeführt: Von den beiden Instrumenten ist das größere ein hoch empfindliches Präzisionsinstrument, dessen Stengeldurchmesser von 3 mm schon unter den üblichen Massen liegt. Zusammen mit dem -hohen Gewicht von 83 g ist dieses Alkoholometer, das einen Skalenumfang von o bis 3 % hat, von großer Anzeigegenauigkeit und relativ recht geringer Empfindlichkeit gegen Schwankungen .in der Oberflächenspannung.
  • Das dazugehörige Hilfsinstrument (kleine Spindel) weicht von den bisher überhaupt gebräuchlichen Typen weitgehend ab. Stengel von 2 mm Durchmesser sind technisch noch gerade eben verarbestbar.
  • Der Gebrauch eines .derartigen Instrumentes, wie es die kleine Spindel .darstellt, als Einzelinstrument kommt aus folgenden Gründen praktisch nicht in Frage: Durch (die Wahl von Gewicht und Durchmesser des Stengels ist dem Instrument eine Überempfindlichkeit gegen Änderungen in der Oberflächenspannung erteilt worden; diese ist so groß, .daß bei einer durchaus im Rahmen der Möglichkeiten liegenden Veränderung der Oberflächenspannung Anzeigeveränderungen in der Größenordnung von 4/1o °/o entstehen, was bei einem Instrument, das auf 1/1o0% eingestellt ist, außerordentlich-viel bedeutet.
  • Es wäre zwecklos, ein Instrument mit einem feinen, zerbrechlichen Stengel 'und einer genauen, weit auseinandergezogenen 1/1,1)10-Einteilung herzustellen, wenn man gleichzeitig befürchten muß, daß infolge der für den Einzelgebrauch falsch gewählten übrigen technischen Daten eine derartige Abhängigkeit derAnzeige von derOberflächenspannung die sonstige Genauigkeit des Instruments wieder aufhebt.
  • Bei -der Betriebskontrolle in den Gärungsgewerben z. B. werden Lösungen mit einem Alkoholgehalt von o bis C °% vielfach aräometri.sch untersucht. Die Mischungen liegen in Destillatform vor, können aber doch nicht als rein angesprochen werden, weil Gärungsnebenprodukte vorhanden sind. Durch die besonderen Werte, die der Wert der Oberflächenspannung bei diesen Lösungen annimmt, konnte .man;bisher selbst bei richtig justierten Instrumenten Abweichungen in der Anzeige bis zu 4/1o und 5/1o °/a, beobachten. In den Eichvorschriften wenden überhaupt nur die Instrumente zugelassen, bei ;denen die Teilung unter io % Alkoholgehalt in 1/1, d. h. in ganze Prozente vorgenommen ist. Die Eichfehlergrenze beträgt dann 0,4%.
  • Bei dann vorliegenden niedrigen Alkoholgehalt :sind idieseFehler schon als sehrschwerwiegend anzusehen. Versuche, die in Durchführung des Verfahrens gemäß .der Erfindung unter gleichzeitiger Kontrolle des spezifischen Gewichtes mit Reischauer-Pyknometern angestellt wurden, ergaben zwischen den aräometrischen und pyknometrischen Resultaten keine :größeren Differenzen als 0,03 o/a, was etwa 5 Einheiten in der fünften Stelle des spezifischen Gewichtes entspricht. Gerade bei Bestimmungen .des spezifischen Gewichtes in der Nähe von i,o ist eine solche Genauigkeit mit keinem Aräometer bisher zu erzielen gewesen, so daß die Anwendung des neuen Verfahrens einen wesentlichen technischen Fortschritt ergibt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur aräometrischen Bestimmung des spezifischen Gewichtes von Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, äaß in der zu messenden Flüssigkeit zwei Spindeln zur Anwendung kommen, deren Empfindlichkeit für die Änderungen .der Oberflächenspannung verschieden ist und bei denen die Differenz in der Anzeige bei einer Änderung der Oberflächenspannung gleicli der Korrektur, einem Bruchteil oder einem Vielfachen derselben für das eine Instrument ist,
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, bestehend aus einem Spindelpaar, bei :dem die Empfindlichkeit der einzelnen Spindeln für Änderungen der Oberflächenspannung verschieden ist und bei dem die Differenz in der Anzeige bei einer Änderung der Oberflächenspannung gleich der Korrektur, einem Bruchteil oder einem Vielfachen derselben für .das eine Instrument ist.
DEV29485D 1933-05-06 1933-05-06 Verfahren und Vorrichtung zur araeometrischen Bestimmung des spezifischen Gewichtes von Fluessigkeiten Expired DE628103C (de)

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