DE644656C - Verfahren zur Verringerung der Wirbelstromverluste von magnetischen Stoffen, Magnetkoerpern oder Teilen derselben, die aus Teilchen bestehen, die voneinander durch Isolierstoffe getrennt sind - Google Patents
Verfahren zur Verringerung der Wirbelstromverluste von magnetischen Stoffen, Magnetkoerpern oder Teilen derselben, die aus Teilchen bestehen, die voneinander durch Isolierstoffe getrennt sindInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01F—MAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
- H01F1/00—Magnets or magnetic bodies characterised by the magnetic materials therefor; Selection of materials for their magnetic properties
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Description
.Magnetkörper, vor allem solche für höhere Frequenzen, sind.im allgemeinen fein
unterteilt, d.h. sie bestehen beispielsweise aus Pulverteilchen, Drahtstückchen oder feinem
aufgewickelten Draht. Diese Unterteilung bezweckt entweder eine Verminderung
der Wirbelstromverluste, wenn sie das Material senkrecht zur Feldrichtung zerlegt, oder
aber eine Herabsetzung der Hysterese und Erhöhung der magnetischen Stabilität, wenn
die Unterteilungsschichten das Material in Feldrichtung aufteilen. Die Erfindung bezweckt
eine Verstärkung und Verbesserung dieser Unterteilungsschichten.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß ein solcher aus Elementen aufgebauter
Kern als Vielheit von schlechten Kontakten aufgefaßt werden kann und daß selbst zwischen sorgfältig isolierten benachharten
Teilchen metallische Übergänge bestehen, die unter Umständen außerordentlich geringen Umfang besitzen.
Es ist bereits bekannt, zwecks Verringerung der Übergangswiderstände zwischen benachbarten
magnetischen Teilchen die Isolation mehr oder weniger zu zerstören, und zwar durch elektrische Entladungen, welche die
Unterteilungsschichten durchschlagen. Im Gegensatz dazu besteht der Gedanke der Erfindung
darin, diese Übergangswiderstände durch starke Strombelastungen bei kurzen Belastungszeiten
zu erhöhen 'und dadtirch die Wirbelstromverluste herabzusetzen.
Die Bemessung der Stromstärke richtet sich nach dem besonderen Aufbau des Kerns 'und
kann bei kurzzeitigenBelastungen ungewöhnlich hoch, beispielsweise 10 bis ioooAmp./mm2,
gewählt werden.
Bei ringförmig geschlossenen Kernen kann die Strombeanspruchung in der Weise erfiolgen,
daß die Kerne als Sekundärkreis eines Transformators geschaltet werden. Dabei ist
es günstig, zur Erzielung großer Energien höhere Frequenzen anzuwenden.
Für die Ausführung des Verfahrens ist es wesentlich, ob die Stromwärme während des
Verfahrens gut abgeleitet wird oder aber ob der Kern durch die Stromwärme überall erhitzt
wird.
Zur Erzielung einer starken Wirkung wird es günstig sein, möglichst hohe Stromstärken
anzuwenden, ohne daß dadurch der Kern Schaden leidet. Man wird daher in solchen Fällen zweckmäßigerweise mit außerordentlich
kurzen Belasirungszeiten, d. h. Bruchteilen einer Sekunde z. B., arbeiten oder in einer
Anordnung, welche eine gute Ableitung der Wärme von dem Magnetkörper gewährleistet,
indem man beispielsweise den Magnetkörper unter Öl belastet.
Die Erfindung gibt nun weiter verschiedene Möglichkeiten an die Hand, durch besondere
Wahl des Isolicrmaterials während o
der Anwendung des Verfahrens die
schäften des Magnetkörpers günstig zu beein ilusscn. Wärmebeständige Isoliermittel, j beispielsweise Glimmer oder Porzellan, eiv lauben eine hohe Stromwärme. Dabei tritt eine Erhöhung der Übergangswiderstände zwisehen den magnetischen Teilchen dadurch ein, daß die Teilchen an den Kontaktstellen verbrennen. Glas kann zum Zerfließen und damit zur Verbesserung der Isolation verwandt werden: lichtbogenlöschende Substanzen oder solche, welche einen Schweißvorgang zwischen benachbarten Teilchen verhindern, können je nach Bedarf hinzugefügt werden. Auch kann das Verfahren erforderlichenfalls in besonderen isolierenden Flüssigkeiten im Vakuum oder günstig wirkenden Gasen vorgenommen werden.
der Anwendung des Verfahrens die
schäften des Magnetkörpers günstig zu beein ilusscn. Wärmebeständige Isoliermittel, j beispielsweise Glimmer oder Porzellan, eiv lauben eine hohe Stromwärme. Dabei tritt eine Erhöhung der Übergangswiderstände zwisehen den magnetischen Teilchen dadurch ein, daß die Teilchen an den Kontaktstellen verbrennen. Glas kann zum Zerfließen und damit zur Verbesserung der Isolation verwandt werden: lichtbogenlöschende Substanzen oder solche, welche einen Schweißvorgang zwischen benachbarten Teilchen verhindern, können je nach Bedarf hinzugefügt werden. Auch kann das Verfahren erforderlichenfalls in besonderen isolierenden Flüssigkeiten im Vakuum oder günstig wirkenden Gasen vorgenommen werden.
Die Vorrichtungen zur Ausführung der Verfahren werden zweckmäßigerweise so eingerichtet,
daß ein bequemes Anlegen der Spannung durch genügend gute Kontakte an den hinreichend metallisch blanken Kern bzw. ein
bequemes Hineinbringen eines Kernringes in das Magnetfeld eines Transformators möglich ist.
Die angegebenen Verfahren stellen nur Beispiele einer Behandlung magnetischer Viel
komaktkörper mit elektromagnetischen Mitteln dar, welche zur Vergrößerung des Übergangswiderstandes
der Kontakte geeignet sind. Ferner können die beschriebenen Verfahren auch in geeigneter Kombination 'untereinander
und mit den bekannten Verfahren zur mechanischen, thermischen, chemischen, elektrischen
oder magnetischen Behandlung von magnetiien Materialien oder Magnetkörpern verdt
werden.
ic Verfahren gemäß der Erfindung könauch sinngemäß auf Teile von Magnetkörpern
oder Halbfabrikate während oder nach ihrer Fertigstellung Anwendung finden.
Claims (4)
1. Verfahren zur Verringerung der Wirbelstromverluste
von magnetischen Stoffen, Magnetkörpern oder Teilen derselben, die aus Teilchen bestehen, die voneinander
durch Isolierstoffe getrennt sind, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetische oder
elektrische Übergangswiderstand benachbarter isolierter Teilchen durch Stromiibergang
und Anwendung hoher Stromstärken von beispielsweise 10 bis ioooAmp./mm*
und außerordentlich kurzer Belastungszeiten (beispielsweise Bruchteilen einer Sekunde)
vergrößert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anwendung von Belastungsströmen
hoher Frequenzen (Ton- und Hochfrequenz).
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnetkörper
während der Strombclastung beispielsweise in einem Ölbad abgekühlt wird.
4. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch einen Transformator mit dem za behandelnden Körper als Sekundärkreis.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE44734D DE644656C (de) | 1933-09-29 | 1933-09-29 | Verfahren zur Verringerung der Wirbelstromverluste von magnetischen Stoffen, Magnetkoerpern oder Teilen derselben, die aus Teilchen bestehen, die voneinander durch Isolierstoffe getrennt sind |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEE44734D DE644656C (de) | 1933-09-29 | 1933-09-29 | Verfahren zur Verringerung der Wirbelstromverluste von magnetischen Stoffen, Magnetkoerpern oder Teilen derselben, die aus Teilchen bestehen, die voneinander durch Isolierstoffe getrennt sind |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE644656C true DE644656C (de) | 1937-05-10 |
Family
ID=7079828
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE44734D Expired DE644656C (de) | 1933-09-29 | 1933-09-29 | Verfahren zur Verringerung der Wirbelstromverluste von magnetischen Stoffen, Magnetkoerpern oder Teilen derselben, die aus Teilchen bestehen, die voneinander durch Isolierstoffe getrennt sind |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE644656C (de) |
-
1933
- 1933-09-29 DE DEE44734D patent/DE644656C/de not_active Expired
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