DE64447C - Nitrirceutrifuge - Google Patents
NitrirceutrifugeInfo
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- DE64447C DE64447C DENDAT64447D DE64447DA DE64447C DE 64447 C DE64447 C DE 64447C DE NDAT64447 D DENDAT64447 D DE NDAT64447D DE 64447D A DE64447D A DE 64447DA DE 64447 C DE64447 C DE 64447C
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08B—POLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
- C08B17/00—Apparatus for esterification or etherification of cellulose
- C08B17/04—Apparatus for esterification or etherification of cellulose for making cellulose nitrate
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Description
KAISERLICHES.
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein verbesserter Nitrir- und Centrifugaltrockenapparat,
d. h. ein Apparat, in welchem zunächst das Nitriren von nitrirfähigen Stoffen von fester
Form, wie Baumwolle u. dergl. vorgenommen wird, nach Beendigung des Nitrirprocesses aber
sofort das Ausschleudern der vom Nitrirproduct aufgesogenen Säure aus letzterem stattfindet, so
dafs der bei der bisher üblichen Arbeitsweise erforderliche Transport desselben in eine besondere
Centrifuge vollständig fortfällt.
Der Apparat unterscheidet sich dadurch von ähnlichen, zu gleichem Zwecke dienenden
Apparaten, dafs bei demselben der,Säurebehälter wie bei einem gewöhnlichen Nitrirapparat feststeht
und eine gelochte Schleudertrommel der gebräuchlichen Construction in demselben drehbar
angeordnet ist.
In diese Trommel, deren Inneres sich durch die Löcher im Mantel ebenfalls mit Säure anfüllt,
wird nun die zu nitrirende Substanz eingetragen, darauf der Nitrirprocefs in bekannter
Weise geleitet und nach Beendigung desselben die Säure aus dem Behälter abgelassen.
Sodann wird die Trommel in schnelle Umdrehung versetzt und so die von dem Nitrirproduct
aufgesogene Säure durch Abschleudern entfernt.
Der Umstand, dafs bei diesem Apparat der Säurebehälter nicht mit der Trommel rotirt,
sondern feststeht, ermöglicht es, denselben mit einer Einrichtung zur Regulirung der Tempe- ,
ratur der darin enthaltenen Säure vor und während des Nitrirens, welche unbedingt erforderlich
zur Erzielung eines guten, gleichmäfsigen und bestimmten Nitrirproductes ist, zu versehen.
Zu diesem Zwecke ist der Behälter entweder mit einem zum Hindurchleiten von Wasser
eingerichteten Mantel versehen, oder in den die Schleudertrommel umgebenden Raum ist eine
Kühl- bezw. Wärmschlange oder ein Heizkörper beliebiger passender Form gelegt. Indem man
nun vor und während des Nitrirens je nach Bedarf kaltes oder warmes Wasser durch den
Mantel (Schlange, Heizkörper) circuliren läfst, hat man es vollständig in der Hand, die Temperatur
der Säure während des Nitrirens auf jeder gewünschten Höhe zu halten, was für den
regelmäfsigen Verlauf des Processes, von welchem die Qualität des erzielten Productes abhängt,
von allergröfster Wichtigkeit ist.
Ein weiterer Vortheil des feststehenden Säurebehälters und der gelochten Schleudertrommel
ist der, dafs beide sich nach beendigtem Nitriren einfach durch Oeffnen des am Boden des Säurebehälters
angebrachten Säureablafshahnes von der nicht vom Nitrirproduct aufgesogenen Säure entleeren lassen. Es ist demnach nicht
erforderlich, eine bis oben hin mit Säure angefüllte, also sehr schwere Trommel in Umdrehung
zu versetzen, wodurch ja Zeitverlust entsteht, ferner fällt das Abschleudern der Säure
über den oberen Trommelrand hinweg fort, welches mit starker Entwickelung von Säuredämpfen
verbunden ist.
Im übrigen ist der Apparat mit allem Zubehör versehen, welches die gewöhnlichen, bisher
angewendeten Nitrirapparate besitzen, also einen Ablafshahn am Säurebehälter, Säureeinlafsrohr
mit drei Hähnen für die verschiedenen zur Anwendung kommenden Säuren, Dunstfang (Giftherd) mit Arbeitsthür, aus dessen
oberen Theil die sich bei der Arbeit entwickelnden Säuredämpfe durch einen Exhaustor abgesäugt
werden.
Zum Absaugen der Säuredämpfe aus dem Säurebehälter während des Abschleudern der
Säure ist noch ein besonderes, in den Deckel desselben einmündendes Rohr angebracht, welches
ebenfalls mit einem Exhaustor verbunden ist.
Andererseits besitzt der Apparat sämmtliche für den Antrieb der Trommel erforderlichen
Theile, welche an gewöhnlichen Centrifugen vorhanden sind.
Der Antrieb derselben kann übrigens sowohl von unten wie von oben erfolgen oder es kann
die Trommel bei oberem Antrieb aufgehängt sein, wie bei Weston's Centrifuge. Stets ist
jedoch dafür Sorge zu tragen, dafs, wenn der Apparat mit Säure angefüllt ist, dieselbe mit
keinem Lager der Trommelspindel in Berührung kommen kann.
Da es nun aus verschiedenen Gründen unthunlich ist, die Trommelspindel durch eine
im Boden des Säurebehälters angeordnete Stopfbüchse gehen zu lassen, so wird bei unterem
Trommelantrieb das Halslager, bei oberem das Spurlager stets in einer die Mitte des Säurebehälters
einnehmenden konischen Erhöhung angeordnet, deren oberer Rand über den Spiegel der Säure hervorragt.
Die Zeichnung stellt einen Nitrir- und Centrifugaltrockenapparat im Querschnitt dar, Nitrircentrifuge
deshalb von uns genannt, weil derselbe im unteren Theil die gröfste Aehnlichkeit
mit einer gewöhnlichen Centrifuge besitzt.
B ist der cylindrische, mit schmiedeisernem Kühl- oder Wärmmantel C versehene, im übrigen
gufseiserne Säurebehälter, welcher gleichzeitig das Gestell des ganzen Apparates bildet.
Der Boden desselben ist geneigt, und an der Entleerungsöffnung D, welche sich an der
tiefsten Stelle desselben befindet, ist der Säureablafshahn H angebracht. A ist die theils aus
Schmiedeisen, theils aus Gufseisen angefertigte Schleudertrommel, welche den Säurebehälter
möglichst ausfüllt. Die Spindel, auf welcher die Trommel befestigt ist, geht durch' den auf
dem Boden des Säurebehälters aufstehenden centralen konischen Aufsatz L hindurch nach
unten, wo sie die Antriebsriemscheibe trägt und durch ein Spurlager unterstützt wird. Ihr
Halslager ist der Einwirkung der Säure dadurch entzogen, dafs der obere Rand des Aufsatzes L,
in welchem es angeordnet ist, über dem Säurespiegel liegt.
Ein ringförmiger, bis über den Innenrand der Trommel C hinüberreichender Deckel F über
dem Säurebehälter verhindert, dafs beim Eintragen des zu nitrirenden Materials in die mit
Säure angefüllte Trommel etwas davon in den Zwischenraum zwischen letzteren und den Mantel
C fällt.
J ist der über dem Behälter angeordnete Dunstfang (Giftherd), welcher mit der seitlichen
Arbeitsthür K versehen ist und welcher behufs Absaugens der Säuredämpfe oben mit dem
Exhaustor verbunden ist. G ist ein gleichfalls zu letzterem führendes Rohr, welches in den
Deckel F einmündet und die während des Schleuderns auftretenden Säuredämpfe abführt.
E ist das Säurezuflufsrohr, welches durch
die Hähne N1 N-, N3 mit den drei verschiedenen
Säurebehältern verbunden ist.
Das Nitriren findet in dem Apparat in genau derselben Weise wie in gewöhnlichen Nitrirapparaten
statt. Nach Beendigung des Nitrirprocesses wird der Hahn N behufs Ablassens
der überflüssigen Säure geöffnet, die Trommel in Umdrehung versetzt und so die letzte Säure
aus dem Nitrirgut ausgeschleudert, welches darauf aus der Trommel herausgenommen und
wie üblich gewaschen wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Nitrircentrifuge, dadurch gekennzeichnet, dafs der Säurebehälter feststeht und dafs in demselben eine gelochte, sich demnach beim Füllen des Behälters gleichfalls mit Säure anfüllende Centrifugentrommel angeordnet ist, welche zur Aufnahme des zu nitrirenden Stoffes während des Nitrirens dient und in welcher nach Beendigung des Nitrirens und Ablaufenlassens der überschüssigen Säure das Ausschleudern des Nitrirproductes zum Zwecke der Austreibung der von demselben aufgesogenen Säure bewirkt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE64447C true DE64447C (de) |
Family
ID=338317
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT64447D Expired - Lifetime DE64447C (de) | Nitrirceutrifuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE64447C (de) |
-
0
- DE DENDAT64447D patent/DE64447C/de not_active Expired - Lifetime
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