DE64438C - Einspritzvorrichtung für zweikammerige Dampfwasserheber - Google Patents

Einspritzvorrichtung für zweikammerige Dampfwasserheber

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DE64438C
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DENDAT64438D
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E. körting in Körtingsdorf und Hannover
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung, um das zur Condensation des gebrauchten Dampfes erforderliche Einspritzwasser unmittelbar nach geschehener Umsteuerung des Dampfventils von der entleerten Kammer abzuschliefsen. Hierdurch wird auch bei sehr stark bemessener Einspritzung eine Vergeudung von Einspritzwasser vermieden und die Möglichkeit geschaffen, durch die reichlich bemessene Einspritzung eine rasche Umsteuerung der Dämpfventile nach erfolgter Entleerung der Kammer zu erzielen und Dampfverlust zu vermeiden, ohne dafür Wasserverlust an die Stelle zu setzen.
Zur Erreichung dieses Zweckes ist in dem Zuflufs der Einspritzung ein Vertheilungsorgan (Klappe, Kolbenschieber, Plattenventil, Kugel oder dergleichen) so angeordnet, dafs es je nach seiner Stellung den Zuflufs der Einspritzung nach der einen Kammer hin öffnet und von der anderen Kammer abschliefst, so dafs die Einspritzung stets nur nach der einen Kammer hin erfolgen kann. Der Zuflufs zu der Einspritzung kann vom Druckrohre oder von einem besonderen Windkessel her erfolgen oder von beiden gleichzeitig.
Beifolgende Zeichnung stellt einige der verschiedenen Arten der Anordnung desVertheilungsorganes für das Einspritzwassser dar. Fig. 1 der Zeichnung zeigt eine Zweikammerpumpe, in welcher das Vertheilungsorgan, hier als Ventilplatte gezeichnet, die ganze Wassermenge, welche der Apparat fördert, von der einen oder anderen der Druckkammern, von denen die Einpritzungen in bekannter Weise abzweigen, abschliefst.
Mit α al sind die beiden Pumpenkammern, mit b bl die beiden Saugventile, mit c c1 die Druckventile bezeichnet d ist das Saugrohr, e das Druckrohr, f die vertheilende Ventilplatte, welche zwischen den beiden Sitzen g g] spielt und das Wasser des Druckrohres je nach ihrer Stellung von dem einen oder anderen der Räume zwischen diesen Sitzen g gl und den Druckventilen c c1 absperrt, von .welchen Räumen in bekannter Weise die Einspritzröhren h h1 nach den beiden Kammern α αλ abzweigen.
Die Wirkungsweise dieses Dampfwasserhebers ist folgende:
Wirkt der Dampf in der Kammer α und drückt den Inhalt derselben in das Druckrohr, so wird durch die Wasserbewegung das Ventil^/" gegen den Sitz g1 gedrückt und das Wasser des Druckrohres dadurch von der Einspritzung h l abgeschlossen. Sobald die Kammer α ausgedrückt ist, tritt die Einspritzung h in bekannter Weise in Wirksamkeit und erzeugt die Luftverdünnung in der Kammer a, welche die Umsteuerung des Dampfventils herbeiführt. Sobald diese geschehen, fängt die Kammer α1 an, ihren Inhalt in das Druckrohr zu befördern, und der Druck des Wassers treibt sofort die Ventilplatte f gegen den Sitz g, wodurch das Wasser des Druckrohres von der Einspritzung h abgeschlossen wird. Es ist also der angestrebte Zweck, die Einspritzung in die entleerte Kammer sofort nach erfolgter Umsteuerung des Dampfventils abzustellen, durch diese Anordnung vollkommen erreicht.
Fig. 2 stellt eine Zweikammerpumpe dar, bei welcher die Einspritzung durch aufsen ge-
führte Röhren vermittelt wird und der Zuflufs aus dem Druckrohre ebenfalls durch ein aufsen geführtes Rohr
erfolgt.
An der Gabelungstelle ist ein Kugelventil eingelegt. Die Wirkungsweise ist ebenfalls genau die gleiche, nur wird hier lediglich der Zutritt des Druckwassers zu der Einspritzung« durch das Ventil^/ abgeschlossen und nicht, wie in der Anordnung Fig. ι , auch der Zutritt zu den Druckventilen cc1 des Dampfwasserhebers.
Fig. 3 stellt einen Wasserheber dar, bei welchem das Einspritzwasser nicht dem Druckrohre, sondern einem Windkessel i entnommen wird, in dem es beim Ausdrücken der Kammern durch die Einspritzröhren hineingedrängt wird. Als Vertheilungsventil des Einspritzwassers an der Gabelungsstelle ist ein Klappenventil (Zunge) gezeichnet. Die Wirkung ist die nämliche, wie in Bezug auf Fig. ι beschrieben ist. Für das Anlassen ist es vortheilhaft, den Windkessel mittelst eines Rohres ο auch mit dem Druckrohr zu verbinden. Diese Verbindung kann mit einem nach der Ein
spritzung hin sich öffnenden Rückschlagventil versehen sein.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Einspritzvorrichtung für zweikammerige Dampfwasserheber, bei welcher ein Vertheilungsglied (f) in der Zuleitung des Einspritzwassers zu den Pumpenkammern derart angeordnet ist, dafs es den Zuflufs des Einspritzwassers zu den Kammern abwechselnd absperrt, sobald der Druckwechsel in den Kammern erfolgt ist.
2. Eine Ausführungsform ,der unter i. gekennzeichneten Einspritzvorrichtung, bei welcher ein gemeinschaftlicher, die Einspritzung nach beiden Kammern vermittelnder Windkessel (i) angeordnet ist, dessen Inhalt durch ein Vertheilungsorgan f abwechselnd von der Einspritzung der einen und der anderen Kammer abgeschlossen wird, wobei der Windkessel (i) durch eine Nebenleitung (o) mit dem Druckrohr verbunden sein kann.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT64438D Einspritzvorrichtung für zweikammerige Dampfwasserheber Expired - Lifetime DE64438C (de)

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